Türkische Vize-Umweltministerin auf Einladung des Bundesumweltministeriums auf dem Bergheider See
Türkisch-Deutscher Austausch bei Seerundfahrt auf dem AQUAFORUM
Senftenberg/Lichterfeld. Am 2. Juli 2026 besuchte die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank auf Einladung des BMUNK das Besucherbergwerk F 60 und das AQUAFORUM auf dem Bergheider See. Sie wurde von Rita Schwarzelühr-Sutter, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und weiteren Mitarbeitern begleitet.
Die LMBV war stellvertretend zu einer regionalen Gesprächsrund dazu geladen worden, wo u. a. Alena Friedrich, Projektmanagerin bei ZV LSB und Marcus Ott, Leiter des Sachgebiets Wirtschaft und Förderung beim Landkreis Oberspreewald-Lausitz (OSL) zu lokalen KoMoMa-Projekten am Senftenberger und Sedlitzer See vortrugen.
Der Lausitz-Beauftragte des Landes Brandenburg. Dr. Klaus Freytag, hatte in das Thema des Klimaschutzes und des geplanten Kohleausstiegs und den damit verbundenen Herausforderungen im Land Brandenburg eingeführt. Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter, erklärte insbesondere die Rolle der LMBV im Lausitzer Strukturwandel nach der Deutschen Einheit.
Susanne David von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH, in der rund 1.000 Beschäftigte verteilt auf die Standorte Berlin, Bonn und Cottbus arbeiten, stellte das Konzept KoMoNa vor. KoMoNa steht dabei für „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“. Es handelt sich dabei um ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums.
Diese Vorstellung wurde von Dr. Kai Winkelmann ergänzt. Er leitet beim Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) das Fachgebiet „Think Tank und Cluster Dekarbonisierung der Industrie“. Das in Cottbus ansässige KEI wird von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betrieben und arbeitet im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesumweltministeriums.
Der Klimatologe Dr. Martin Kühne sprach für Grünen und die schon lange existierende Umweltgruppe Cottbus und setzte sich kritisch mit der großen Wasserfläche des Cottbusser Ostsees der LEAG auseinander. Er betonte dabei die Notwendigkeit eines effektiven Wasserrückhalts in der Lausitz und wünschte sich vom Bergbautreibenden kleiner gestaltete künftige Bergbaufolgeseen.
Die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank, die regelmäßig zu politischen Konsultationen - wie etwa im Rahmen des hochrangigen Deutsch-Türkischen Klima- und Umweltlenkungsausschusses oder des Petersberger Klimadialogs - nach Berlin reist, zeigte sich sehr aufgeschlossen gegenüber dem sich vollziehenden Landschaftswandel in der Lausitz, auch vor dem imposanten Hintergrund der stillgesetzten Arbeitsmaschine F 60, die sie zuvor besucht hatte. (UST)
Gruppenbild der Delegation vor der imposanten Kulisse der F 60.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber
Gerd Richter begrüßte die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank.Rita Schwarzelühr-Sutter (r.) und die stellvertretende türkische Umweltministerin Fatma Varank im Ausstausch mit Gerd Richter, unterstützt von einer Dolmetscherin.Der Lausitz-Beauftragte des Landes Brandenburg. Dr. Klaus Freytag, hatte in das Thema des Klimaschutzes und des geplanten Kohleausstiegs und den damit verbundenen Herausforderungen im Land Brandenburg eingeführt.Alena Friedrich, Projektmanagerin beim ZV LSB, bei ihrem Vortrag.Rita Schwarzelühr-Sutter, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit leitete die Gesprächsrunde.
Flächenbrand am Restloch Rusendorf ist eingedämmt und unter Kontrolle
LMBV-Dank an alle beteiligten Einsatzkäfte für die Brandbekämpfung
Meuselwitz. Der Brand auf der Waldfläche zwischen Mumsdorf und Falkenhain ist unter Kontrolle, so informierte das Landratsamt Altenburger Land. Das Feuer konnte eingedämmt werden, gilt jedoch weiterhin als nicht gelöscht.
Der Großbrand war am Samstagnachmittag, den 27. Juni 2026, im Bereich Mumsdorf, nahe Meuselwitz entstanden und hatte sich auf zwischenzeitlich mehrere Hektar ausgebreitete. Ein Großteil der betroffenen Fläche befindet sich im Eigentum der LMBV.
Der Brandbereich befindet sich im räumlichen Geltungsbereich des – mit der MIBRAG – gemeinschaftlichen Abschlussbetriebsplanes (ABP) Restloch Rusendorf (Teil I – ohne Feststoffkippe). Mitarbeiter von MIBRAG und LMBV wurden über die reguläre Meldekette informiert und waren am 28. Juni 2027 vor Ort, um mit der Feuerwehr die betretbaren Bereiche abzustimmen. Die Technischen Einsatzleitung (TEL) der Stadt Meuselwitz leitete und koordinierte den Löscheinsatz. Am 2. Juli 2026 fand in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Meuselwitz eine Besprechung zur aktuellen Entwicklung des Großbrandes und zur koordinierten Übergabe an die Flächeneigentümerin statt.
Das Brandgebiet wird ab sofort auch weiter engmaschig überwacht: Es wird von Sicherheitskräften mehrmals täglich bestreift und per Drohne mit Wärmebildkamera zwei- bis dreimal am Tag überflogen. Sollte es wieder stärker brennen oder eine Ausbreitung des Brandes drohen, rücken die Feuerwehren erneut aus.
Voraussichtlich am Mittwoch, den 8. Juli 2026, wird die Fläche an die LMBV als Eigentümerin übergeben. Die weitere Beobachtung und Maßnahmen zur Bekämpfung des im Erdreich schwelenden Brandes sowie die spätere Sanierung der Fläche erfolgen dann durch die Eigentümerin, informierte das Landratsamt Altenburger Land am 6. Juli 2026. (UST)
Bernd Sablotny, Geschäftsführer der LMBV (3.v.l.), und Elke Kreische-König, Leiterin des Sanierungsbereichs Mitteldeutschland der LMBV, (4.v.l.) informierten sich am 30.06.2026 über die Situation vor Ort.
Das Ergebnis einer Ursachenermittlung durch die zuständigen Feuerwehr-/Polizeibehörden ist noch nicht bekannt. Es waren bisher keine Personenschäden zu vermelden. Betriebs- und Sachschäden können erst nach Abschluss der Löscharbeiten ermittelt werden.
Die Geschäftsführer der LMBV und die Leitung des Sanierungsbereiches Mitteldeutschland danken allen Einsatzkräften, die in den zurückliegenden Tagen die Brandbekämpfung engagiert durchgeführt und geleitet haben.
Fotos/Karte: LMBV
Übersichtskarte zu Flächen am Restloch Rusendorf mit betroffenem Kohletrübebecken I
Betroffene Brandfläche im Restloch Rusendorf
Die Brandentwicklung auf der Fläche wird per Drohne überwacht.
Information an der Technischen Einsatzleitung
Der Silbersee ist zum Baden und Bootfahren freigegeben
Senftenberg/Lohsa. Nach erfolgreichem Abschluss der bergmännischen Sicherungsmaßnahmen am Silbersee durch die LMBV und aller behördlichen Prüfungen steht der See pünktlich zur Sommerferiensaison allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Region wieder zum Erholen, Verweilen und Baden zur Verfügung. Durch die geotechnisch notwendigen Sicherungsmaßnahmen war der See in großen Teilen für die Nutzung gesperrt worden.
Im Silbersee kann zukünftig nicht nur gebadet werden, sondern auch das Befahren der Wasserfläche mit kleinen nichtmotorisierten Booten oder Wassersportgeräten ist im ausgewiesenen Bereich wieder möglich. Die nutzbare Wasserfläche ist durch Bojenketten gekennzeichnet. Der Bereich des Mortkaer Sees sowie der Verbindungskanal dorthin sind aus naturschutzrechtlichen sowie geotechnischen Gründen weiterhin von einer Nutzung ausgeschlossen.
Lohsaers Bürgermeister Thomas Leberecht, Mitarbeiter des Projektmanagements der LMBV, die neuen Pächter des Campingplatzes am Silbersee und zahlreiche Schüler der Lohsaer Oberschule gaben den Startschuss für die Badesaison. Sie ließen es sich nicht nehmen gemeinsam offiziell anzubaden.
Historie:
Der Silbersee ist ein geflutetes Tagebaurestloch. Das Gewässer entstand durch die Flutung des ehemaligen Tagebaues Werminghoff II, der von 1935 bis 1960 betrieben wurden. 53 Millionen Tonnen Braunkohle wurden hier gefördert. Nach der Stilllegung begann bereits zu DDR-Zeiten die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft. Die einstige Grube diente jedoch hauptsächlich als Brauchwasserspeicher. Das Landschaftsschutzgebiet „Speicherbecken Lohsa“ sollte seit 1957 gleichzeitig zu einem Erholungsgebiet mit Naturschutzbereichen ausgebaut werden. Aus diesem Grund erfolgte am Silbersee eine vielfältige Reliefgestaltung mit kulturfreundlichen Böden. Nicht landwirtschaftlich genutzte Kippen wurden aufgeforstet oder der natürlichen Sukzession überlassen. Die Restlöcher Friedersdorf und Mortka flutete man 1971 planmäßig mit Spreewasser. Nur bestimmte Uferbereiche sind bis heute für die Erholung nutzbar, denn an einigen Stellen drohen Rutschungen. Unterirdische Entwässerungsstrecken hatte man teilweise nicht verfüllt, so dass sie im Laufe der Zeit einbrechen und zu Bergschäden führen könnten. Besonders nachdem es 1971 zu Rutschungen in der Nähe der Ortslage Mortka kam, mussten größere Gebiete gesperrt werden. Da der Mensch diese Areale nicht betreten durfte, konnte sich die Tier- und Pflanzenwelt hier ungestört entwickeln.
Mit dem Ende der Braunkohle-Ära wurden die Wasserhaltungen in den einstigen Tagebauen eingestellt und der Grundwasserspiegel stieg in der Lausitz flächendeckend wieder an, was ein Risiko für Rutschungsereignisse in den Kippenarealen mit sich bringt.
Sicherungsarbeiten am See:
Daraufhin führte die LMBV im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes die geotechnisch notwendigen Sicherungsmaßnahmen durch, um die Uferbereiche am Silbersee zu stabilisieren und eine sichere Nutzung auch in Zukunft zu ermöglichen.
In den Jahren 2012 bis 2016 wurde die setzungsfließgefährdete einstige Abraumkippe im Osten des Silbersees, an der Bahnstrecke Knappenrode-Horka, aufwendig mit einer Tiefenverdichtung gesichert. Die Bahnstrecke wurde für die Sicherungsarbeiten gesperrt. Danach wurde in den Jahren 2020/21 das Gelände des Hochwasserschutzlagers wieder hergestellt und eine Einsetzstelle errichtet.
Zuletzt wurde der Untergrund am Friedersdorfer Strand ab 2024 tiefenverdichtet, sodass in der Saison 2025 bereits ein kleiner Badebereich wieder genutzt werden konnte. Ab der Saison 2026 steht der Silbersee der Allgemeinheit gemäß Genehmigung und den Grenzen des Gemeingebrauches zur Verfügung.
Fotos: LMBV/Gernot Menzel und Steffen Rasche
Gaben gemeinsam den Startschuss zum Anbaden: LMBV-Projektmanager Marko Walter, Dr. Romy Reinisch, Beigeordnete im Landkreis Bautzen und der Bürgermeister von Lohsa, Thomas Leberecht (v.l.n.r.)
Der Silbersee aus der Luft mit Blick zum gesicherten Friedersdorfer Strand
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei
Es entsteht ein neuer "Fünf-Seen-Verbund" im Lausitzer Seenland
Senftenberg. Ein visionäres Großprojekt der Braunkohlesanierung wurde Wirklichkeit. Ab dem 29. Juni 2026 sind der Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See erstmals komplett über schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Wassersportler und Freizeitkapitäne können das Kerngebiet des Lausitzer Seenlandes nun ohne Umsetzen befahren. Der Sedlitzer See, mit rund 1.400 Hektar der größte Freizeitsee der Region, fungiert dabei als die zentrale maritime Drehscheibe.
Vom Bergmann zum See(n)mann: Erfolgreiche Sanierung
Jahrzehntelang haben Generationen von Bergleuten und Sanierern an der Wiedernutzbarmachung der vormaligen Tagebaue gearbeitet. Mit der Freigabe der Überleiter 8 (Rosendorfer Kanal), 10 (Sornoer Kanal) und 11 (Ilse-Kanal) schließt die LMBV ein Kernstück ihrer Sanierungsarbeit ab. „Dieser Verbund ist ein riesiger Schritt nach vorn, den wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Region würdigen“, betont Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung. „Hauptaufgabe des Bergbausanierers war und ist es, sichere Landschaften nach dem Kohleabbau für eine nachhaltige Nachnutzung zu schaffen. Mit dem nun vollendeten Verbund übergeben wir ein einzigartiges Wasserparadies an die Menschen vor Ort und den Tourismus.“ B. Sablotny weiter: „Wir standen als Bergbausanierer vor vielen Herausforderungen, die die LMBV nur gemeinsam mit ihren vielen Partnern meistern konnten.“
Länderübergreifender Festakt auf und am Wasser
Die Bedeutung des Projekts für den Strukturwandel im sächsisch-brandenburgischen Revier wurde auch durch den prominent besetzten Festakt am Nordufer des Sedlitzer Sees unterstrichen:
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke startete im Hafen Großräschen und reiste in Begleitung von LMBV-Chef Bernd Sablotny und dem Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert, per Boot durch den Ilse-Kanal an.
Ministerpräsident Michael Kretschmer legte zeitgleich im sächsischen Hafen Geierswalde ab. Begleitet vom Kaufmännischen LMBV-Geschäftsführer Torsten Safarik und dem Bautzener Landrat Udo Witschas passierte er den Sornoer Kanal.
Beide Delegationen trafen am zentralen Festplatz am Sedlitzer Seeufer ein, um den Seenverbund gemeinsam mit der Ostbeauftragten des Bundes, Elisabeth Kaiser, symbolisch der Region zu übergeben.
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke betonte aus diesem Anlass: „Heute ist ein bedeutender Tag für die Lausitz, für Brandenburg und Sachsen: Mit der Eröffnung des Seenverbundes wird der tiefgreifende Wandel der Region ganz besonders sichtbar. Aus dem Kohlerevier wird Europas größtes künstliches Wassersportrevier. Ich bin dankbar für die gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Ländern, Kommunen und Bergbausanierern. Die Wiedernutzbarmachung der durch die Tagebaue beanspruchten Gebiete ist ein ökologische Großprojekt, das zu den beeindruckendsten Erfolgsgeschichten der Wiedervereinigung zählt. Brandenburg und Sachsen haben sich früh gemeinsam dazu bekannt, eine zusammenhängende touristische Wasserlandschaft zu entwickeln. Mit der heutigen Freigabe der Kanäle zwischen den Tagebauseen wird das Realität. So feiern wir heute den Wandel der Lausitz vom Braunkohlerevier zur Region mit moderner Forschung und Wirtschaft - und besten touristischen Perspektiven."
Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Das Lausitzer Seenland ist ein Paradebeispiel für gelungenen Strukturwandel und eine gute länderübergreifende Zusammenarbeit. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, entstehen heute attraktive Orte für Erholung, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung. Das zeigt eindrucksvoll, welche Chancen in diesem Wandel liegen und welche neuen Perspektiven für die Menschen, Kommunen und Unternehmen entstehen können. Sachsen unterstützt diese positive Entwicklung und hat sich bislang mit mehr als 28 Millionen Euro Landesmitteln an der Herstellung der Seenlandschaft beteiligt. So gestalten wir den Wandel unserer Region aktiv mit und schaffen aus den Hinterlassenschaften des Braunkohlebergbaus attraktive Tourismusziele und lebenswerte Erholungsräume.“
Sornoer Kanal - Blickrichtung zum Sedlitzer See
Neue touristische Perspektiven und Wasserqualität
Für die Urlaubsregion zwischen Berlin und Dresden ergeben sich völlig neue Dimensionen. Die schiffbaren Verbindungen verknüpfen moderne Marinas, Strände und Radwege zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum. Kürzlich wurde zudem die neue Sedlitzer Marina mit modernen Steganlagen fertiggestellt. Auch qualitativ überzeugt das Revier: Die beteiligten Gewässer weisen inzwischen allesamt ein stabiles, pH-neutrales Milieu auf und bieten hervorragende Bedingungen für Badegäste und Wassersportler.
Am Nachmittag wurde der historische Moment zusätzlich durch die „5-Seen-Challenge“ gefeiert. Zum Live-Event, bei dem viertausend Menschen in der gesamten Region fast zeitgleich mit blauen Badekappen ihre Strände eroberten und so symbolisch den neuen Seenverbund einweihten, erklärte Bernd Sablotny: „Ohne den Tourismusverband und die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Sachsen wären wir heute nicht hier. Sie werden künftig diese Tagebaurestlöcher, die wir als Bergbausanierer zu Seen gestaltet, geflutet und die umliegenden Flächen gesichert haben, nachnutzen und weiterentwickeln zu aller Wohl.“
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Probebetrieb für Sedlitzer Ableiter hat begonnen
Erstes Wasser in den künftigen Bewirtschaftungskanal zum Testen eingeleitet
Senftenberg. Nach der baulichen Fertigstellung des Ableiters Sedlitz konnte der Bergbausanierer LMBV am 23. Juni 2026 den symbolischen Schieber für den ersten Testlauf mit Wasser aus dem Sedlitzer See ziehen. Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz, gab dafür das Signal, wenig später wurden die ersten bis zu 80 Liter pro Sekunde Wasser in den Ableiter Sedlitz über einen Bypass eingespeist.
Die LMBV konnte neben den zuständigen Behörden auch die an der Projektierung sowie die am Bau Beteiligten herzlich begrüßen. Auch der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert und Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, waren der Einladung zum Start des Probebetriebs gefolgt.
Für das Lausitzer Seenland ist der Bau des Ableiters Sedlitz bedeutsam. Gemeinsam mit den bereits vorhandenen Überleitern zwischen den Seen wird künftig ein koordiniertes Wassermanagement möglich sein.
Für die 2.800 Meter lange Gewässerverbindung zwischen Sedlitzer See und Schwarzer Elster, die über Kippengelände führt, waren eine Vielzahl von Vorarbeiten nötig. Die Rütteldruckverdichtung einer Trasse in den Ausmaßen von 250 Länge, 60 Meter Breite und bis zu 40 Meter Teufe konnte dabei in den Jahren 2018 und 2019 realisiert werden. Dabei wurden 600.000 m³ Kippenboden verdichtet.
In einem weiteren Bauabschnitt wurden mittels Rüttelstopfverdichtung zwischen 2019 und 2021 etwa 4.560 verdichtete Säulen in den Untergrund auf 1.200 Meter Länge, 60 Meter Breite und einer Teufe von 25 Meter eingebracht. Der Ausbau des Gerinnes des Ableiters folgte in den Jahren 2022 bis 2026 auf einer Länge von 2.800 m. Dieses Gerinne hat eine Sohlbreite von sieben Metern. Die Böschungen wurden in einem Verhältnis von 1:2 hergestellt, um eine Abflussmenge von bis zu drei m³/s bei Mittelwasserverhältnissen zu bewältigen zu können. Die Fertigstellung konnte im Juni 2026 erreicht werden.
Im Rahmen der Bergbausanierung sind für den Ableiter Sedlitz seit 2013 rund 55,3 Mio. € aufgewendet worden, einschließlich der vorlaufenden Verdichtung des Kippenbodens. Mit dem Bauwerk erfolgt die Anbindung von später acht hydraulisch miteinander verbundenen Bergbaufolgeseen mit künftig rund 5.600 Hektar Wasserfläche an das Gewässernetz: Dazu zählen zunächst der Großräschener See, der Sedlitzer See, der Geierswalder See und Partwitzer See. Später kommen noch der Neuwieser See, der Spreetaler See, der Sabrodter See und der Blunoer Südsee dazu. (UST)
Gemeinsam zum Erfolg: Start des Probebetriebs
Der nun gestartete Probebetrieb ist in Abstimmung mit LfU und dem LBGR in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase folgen nach einer Nullmessung der relevanten Grundwassermessstellen entlang des Ableiters weitere sechs Arbeitsschritte:
Schritt 1 (23.06.2026): Füllen des Gerinnes über Wassergüteleitung an der Wehranlage bis Wasserstand Schwarze Elster am 23./24.06.26: Verharrungszustand und Kontrolle der Böschungen des Gerinnes nach ca. 24 Stunden
06.2026: Rückbau Fangedamm am Sielbauwerk (danach stellt sich im gesamten Neubaugerinne Wasserstand der Schwarzen Elster ein)
Schritt 2 (26.06.2026): Inbetriebnahme Wassergütemessung und Überprüfung Messwerte
Schritt 3 (30.06.2026): Beginn Untersuchung Leistungsfähigkeit Gerinne mit begleitenden Messungen
Schritt 4: Inbetriebnahme Laufzeitdifferenzenverfahren und Pegel Messstrecke sowie Überprüfung Wassermengenermittlung
Schritt 6: wenn Schritte 1 – 5 erfolgreich, Entscheidung Probebetriebskommission über Rückbau Spundwand am Pumpwerk Rainitza
In der Probebetriebsphase 2 folgen weitere Aufgabenschritte:
Schritt: Schließen des Sielbauwerkes und kontrolliertes Füllen des Gerinnes über Wehranlage bis max. + 101,00 m NHN, anschließend Verharrungszustand und Kontrolle der Gerinneböschungen nach mind. 24 Stunden
Schritt: Entleerung des Gerinnes durch schrittweises Öffnen des Sielbauwerkes
Schritt: Weiterführung der Untersuchung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Wehranlage, schrittweise Erhöhung der Durchflüsse bis max. 3,0 m³/s, begleitende Messungen
Schritt: Beginn ses vorläufigen Betriebs nach Abschluss aller Untersuchungen
Schritt: Abschluss des Probebetriebs mit Berichterstattung und Freigabe durch OWB und LBGR
Hintergrund: Der Ableiterbau hat eine lange Vorgeschichte.
Das Bauprojekt bestand aus mehreren Bauabschnitten mit verschiedenen Teilaufgaben:
temporäre Umverlegung der Rainitza und Abbruch des Rainitza-Gerinnes
Vorbereitung und Verdichtung der vorgesehenen Trasse
Bau eines Wehrs als Auslaufbauwerk Sedlitzer See
Errichtung eines Sielbauwerks als Hochwasserschutzanlage und Anbindung an die Schwarze Elster
Herstellung des Ableiterprofils mit temporärer Bauwasserhaltung
Bau eines Trogbauwerks unter der B96
Herstellung einer Wildbrücke
Bau eines sandgeschlemmten Wirtschaftswegs
Anbindung der Rainitza an den Ableiter und Rückbau der umverlegten Rainitza
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | Gernot Menzel | Christian Horn
Stolz auf das Gebaute: LMBV-Verantwortliche
Grußwort durch Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter
Fachsimpeln: LMBV-Projektmanager Henry Ruske mit Carsten Henkel von der Stadtverwaltung Senftenberg und Martin Wolf vom ZV LSB
Start des Probebetriebs am 23. Juni 2026
Wasser marsch
Blick auf den Ableiter und Sedlitzer See
Künftiger Punkt der Einbindung der Rainitza
Exkursion zum Baggerfeld 116
LMBV informiert Kostebrauer am Standort der geplanten EHS-Deponie
Direkt am Standort der geplanten EHS-Deponie haben sich Vertreter der LMBV und Einwohner Kostebraus zum aktuellen Planungsstand des Vorhabens ausgetauscht. Der Einladung der LMBV zur Exkursion zum so genannten Baggerfeld 116 im ehemaligen Tagebau Klettwitz sind am 16. Juni 2026 rund 15 Personen gefolgt, darunter Vertreter des Ortsbeirates und der Bürgerinitiative gegen die geplante EHS-Monodeponie.
Zunächst informierte die LMBV über die geplante Nutzung der einsehbaren Fläche des Baggerfelds. Anhand von Karten wurde erläutert, wo die Deponie nach jetzigem Planungsstand errichtet wird und wie die Betriebsanlagen angeordnet sein sollen. Berichtet wurde auch, dass noch vorlaufende Arbeiten erforderlich seien, bevor es überhaupt zum Bau der Deponie kommen könne, z.B. der Abtransport größerer Kiesmengen, die im Baggerfeld eingelagert sind. Und zu allererst müsse ohnehin ein Genehmigungsverfahren beim Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) durchlaufen werden, für das gerade erst in einem Scopingverfahren der Untersuchungsrahmen festgelegt wird.
In sachlicher Atmosphäre stellten die Kostebrauer ihre fachkundigen Fragen. Ein Schwerpunkt dabei war, wie mögliche Belastungen oder Einschränkungen gemindert werden könnten. Dabei ging es unter anderem um die Beprobung der angelieferten EHS-Chargen und die Gewährleistung, dass wirklich keine kritischen Zusatzstoffe die Gesundheit gefährden. Gefragt wurde nach einer verkehrssicheren Anbindung des Geländes an die Verbindungsstraße zwischen Schipkau und Kostebrau sowie nach potenziellen Verschmutzungen durch die LKW. Auch der Umgang mit dem anfallenden Wasser, das durch die Trocknung des feuchten Schlammes übrig bleibt, wurde thematisiert.
Die LMBV versicherte den Kostebrauern, bei entsprechendem Projektfortschritt auch weiterhin zu Informations- und Dialogveranstaltungen einzuladen.
StuBA-Mitglieder besichtigen Sanierungsvorhaben der LMBV in Thüringen
Leipzig/Schelditz. Der Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung (StuBA) als zentrales Entscheidungsgremium der Braunkohlesanierung trägt die übergeordnete Verantwortung für die Planung, Steuerung und Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen in den ehemaligen Braunkohlegebieten. Einmal im Jahr schauen sich die Mitglieder einige Sanierungsvorhaben der LMBV vor Ort an. Dieses Jahr führte die Befahrung in den Freistaat Thüringens.
Erste Station war das Schnittstellenprojekt Schelditz, wo durch das ehemalige Teerverarbeitungswerk Rositz der Boden und das Grundwasser verunreinigt wurden. Die LMBV ist hier nur eine der handelnden Akteure und kümmert sich um Gefahrenabwehrmaßnahmen im Zusammenhang mit dem bergbaubedingten Grundwasserwiederanstieg. Über ein umfangreiches Monitoring wird die Verbreitung der Schadstoffe kontinuierlich überwacht. Nach der Auswertung eines umfangreichen Pumpversuches wird derzeit die Modellierung überarbeitet, um den ausstehenden Sanierungsbedarf beurteilen zu können.
Anschließend fuhren die rund 30 Teilnehmer zum Restlochkomplex Zechau, das aus drei Restlöchern besteht. Eine Pumpstation im Restloch I hält den Wasserspiegel auf einem konstanten Niveau, um eine Vernässung in umliegenden, bewohnten Gebieten zu vermeiden. Die Pumpstation muss altersbedingt in den kommenden Jahren erneuert werden. Sanierungsbedarf besteht daneben nur noch an der Kohleböschung, an der es in der Vergangenheit wiederholt zu Bränden kam. Eine Abdeckung mit Erde und Pflanzenbewuchs wurde zweimal aufgebracht, ist aufgrund der starken Böschungsneigung jedoch erodiert. Deshalb wird als eine der letzten Sanierungsaufgaben die Böschung abgeflacht und anschließend begrünt.
Die Teilnehmer der StuBA-Befahrung auf der Kohleböschung am Restloch Zechau
Nach einer kurzen Pause führte die Route zur Feststoffkippe Rusendorf mit dem gleichnamigen Restloch. Das Restloch Rusendorf wurde jahrzehntelang durch die MIBRAG zur Ascheeinspülung genutzt, bis 2013 das Kraftwerk Mumsdorf außer Betrieb genommen wurde. Die LMBV hat beim TLUBN die Einordnung des Restlochs Rusendorf als Bestandsgewässer beantragt, eine Entscheidung dazu ist für Juni 2026 avisiert. Die Feststoffkippe, auch Hyzetkippe genannt, grenzt südwestlich an das Restloch Rusendorf. Die Kippe ist fertig saniert und wird von der LMBV unterhalten.
Den Abschluss der halbtägigen Befahrung für die Mitglieder der StuBA bildete ein Stopp am Haselbacher See. Der Wasserstand wird aktuell durch die Einleitung von jährlich 3 bis 3,5 Millionen Kubikmeter Sümpfungswasser der MIBRAG gewährleistet. Infolge des vorzeitigen Kohleausstieges wird aus dieser Quelle nach 2030 kein Stützungswasser mehr zur Verfügung stehen. In der Folge ist ein natürliches Absinken des Wasserspiegels, in der Spitze um mehrere Meter, prognostiziert. Aufgrund des großräumigen zu erwartenden Grundwasserwiederanstieges kehrt sich dieser zu einem späteren Zeitpunkt um. Zu dieser Entwicklung und dem Umgang damit befindet sich die LMBV derzeit in Abstimmungen mit den anliegenden Gemeinden.
In seiner Sitzung am Folgetag, dem 17. Juni 2026, beraten die Vertreter aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über die eingereichten Anträge und Projekte und genehmigen diese bei Vorliegen der Voraussetzungen. (KEM)
Fotos: Christian Kortüm für LMBV
Bernd Sablotny, Geschäftsführer der LMBV, erläutert den Handlungsbedarf in Rositz
Dr. von Daniels, Leiter der StuBA-Geschäftsstelle (2.v.l.) und weitere Mitglieder folgen den Ausführungen.
Ankunft auf der Hyzetkippe
Besichtigung der Kohleböschung in Zechau
LMBV-Medieneinladung zum Festakt „Fünf Seen – ein Verbund“ am Sedlitzer Seeufer am 29. Juni 2026
Großer Tag für das Lausitzer Seenland: Verbundfreigabe von fünf Bergbaufolgeseen steht bevor
Senftenberg. Am 29. Juni 2026 werden die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen und die Staatsministerin Elisabeth Kaiser auf Einladung der LMBV gemeinsam mit der Region am Nordufer des Sedlitzer Sees den Verbundstart vor Ort symbolisch bei einem Festakt ab 11Uhr einläuten. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden an diesem Tag auch der Sornoer Kanal und der Ilse-Kanal in Nutzung gehen. Die LMBV erwartet dazu Partner und Gäste zu 10:30 Uhr am Nordufer des Sedlitzer Sees am sog. Sanierungsstützpunkt. Die Ausschilderung erfolgt zum Sedlitzer See von der B 156 aus.
Wir freuen uns, wenn Sie sich bei Interesse zu dieser Veranstaltung im Vorfeld bereits unter pressesprecher@lmbv.de bitte bis zum 24.06.26 anmelden.
Für die Medienvertreter bieten wir zusätzlich noch an:
Um den Verbund anschaulich zu zeigen, wird Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke um 9:45 Uhr im Hafen Großräschen ein Polizeiboot besteigen und dort direkt bereits schon für erste Fragen von Journalisten bis 10:00 Uhr kurz zur Verfügung stehen. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg wird bei seiner Fahrt durch den Großräschener See über den Ilse-Kanal zum Nordufer des Sedlitzer Sees vom Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, und dem Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert, begleitet.
Parallel wird der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer im Hafen Geierswalde ebenfalls um 9:45 Uhr vor dem Ablegen für Fotos und O-Töne zur Verfügung stehen. Er wird in Begleitung des Kaufmännischen Geschäftsführers der LMBV, Torsten Safarik, und dem Landrat des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, ebenfalls ein Polizeiboot nutzen, um vom Geierswalder See kommend durch den Sornoer Kanal zum Nordufer der Sedlitzer Sees anzureisen.
Die Zeit von der Bootsabfahrt bis zum Festakt sollte jeweils ausreichend sein, um als Medienschaffender parallel auf dem Landweg auch das Festgelände der LMBV am Nordufer des Sedlitzer Sees rechtzeitig zu erreichen.
Blick über den Überleiter 11 zum Großräschener See (Ilse-Kanal)
Hintergrund: Es handelt sich um einen großen Schritt für die Lausitz: Genau 100 Jahre sind seit der Aufschlussbaggerung für den damaligen Tagebau Ilse-Ost im Jahr 1926 vergangen, in dessen Restloch sich heute der Sedlitzer See der LMBV erstreckt. Bis zur heutigen Nutzung dieses vormaligen Restloches haben Generationen von Bergleuten an der komplexen Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Tagebaue gearbeitet. Am Beispiel des nun entstandenen Lausitzer Verbundes von fünf von Menschenhand hergestellten Gewässern lässt sich gut das Motto der LMBV „Vom Bergmann zum See(n)mann“ nachvollziehen. Hauptaufgabe des Bergbausanierers war und ist, sichere Landschaften nach dem Bergbau für eine Nachnutzung in der Region herzustellen.
Der Sprecher der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Bernd Sablotny, betont: „Dieser Verbund ist ein großer Schritt nach vorn, den wir gemeinsam mit unseren Partnern würdigen.Mit den abgestimmten und gezielten Anstrengungen für diesen Seenverbund hatten es alle Beteiligten bereits zum 24. April 2026 geschafft, eine allererste Wassersportsaison auf dem Sedlitzer See ermöglichen. Mit der nun bevorstehenden Freigabe der Überleiter 10 und 11 können Bootsnutzer den Verbund der fünf Bergbaufolgeseen ab dem 29. Juni 2026 befahren.“
Auch die Arbeiten am Überleiter Nr. 8 (Rosendorfer Kanal) i. A. der LMBV werden noch im Spätsommer 2026 abgeschlossen. Bereits Anfang 2026 hatten sich in Großkoschen bei einer der regelmäßigen LMBV-Statusberatungen zum Fortgang in der Restlochkette die dort beteiligten Vertreter von Landesregierungen, Behörden, Zweckverbänden, der Landkreise und Kommunen mit dem Bergbausanierer LMBV gemeinsam darauf verständigt, den Seenverbund in der Restlochkette bereits frühzeitig zum 29. Juni 2026 zu organisieren. Damit wird eine breite Nutzung des Seenverbundes noch in der touristischen Saison in 2026 ermöglicht. (UST)
Fotos: LMBV | Steffen Rasche | 2026
Der Stadthafen Großräschen.Der Seenland-Verbund 2026.Blick vom Sedlitzer See zum Geierswalder See über den Sornoer KanalSornoer Kanal – Blickrichtung zum Sedlitzer SeeBarbara KanalRosendorfer KanalKoschener Kanal – Blick über die Schleuse hin zum Senftenberger See
Fachexkursion des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg im Jahr 2026
LMBV war Gastgeberin mit Themen des Seeverbundes und der Bergbausanierung
Cottbus/Senftenberg. Am 11. Juni 2026 begaben sich die Mitglieder des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg auf ihre diesjährige auswärtige Sitzung. Dabei wurde das entstehende Lausitzer Seenland befahren. Erste Station war der Sornoer Kanal, wo LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, zu den Arbeiten auf und am Sedlitzer See informierte. Martin Wolf vom Zweckverband Lausitzer Seenland erläuterte ergänzend die Vorhaben zur Umgestaltung des Geländes am Rostigen Nagel inklusive einer neu errichteten Anlegestelle für Schiffe und Bootsfahrer.
Die nächste Station war der von der LMBV geplante und kurz vor seiner Vollendung stehende Ableiter aus dem Sedlitzer See, der künftig Überschusswasser aus der Restlochkette in die Schwarze Elster abtransportieren kann. An der Marina Sedlitz konnten sich die Ausschussmitglieder von den Nutzungsmöglichkeiten für die Wassersportler überzeugen, die seit Ende April 2026 den See zu großen Teilen bereits nutzen können. Auch das im Bau befindliche Gebäude des Zweckverbandes an der Marina war von Interesse. Die Tour führte dann vorbei an der Brückenfeldkippe, die sich noch in der teilweisen Sicherung mittels Verdichtungsarbeiten befindet, zum Sanierungsstützpunkt der LMBV am Nordufer des Sedlitzer Sees.
Dort wurden die Konditionierungsarbeiten der „Klara“ und das neue Arbeits- und Kontrollboot der LMBV vorgestellt. Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, nutzte die Mittagspause für einen Vortrag zum künftigen Umgang mit den derzeit noch gesperrten Innenkippen. Im Fokus stand auch der Stand der Vorbereitungen zur geplanten Freigabe des Seenverbundes am 29. Juni 2026. Auf der Befahrung wurde dann noch die Arbeitsweise einer LMBV-Wasserbehandlungsanlage unweit des Großräschener Sees vorgestellt. Ein Blick in den Stadthafen und auf den Großräschener See bildeten den Abschluss der Informationsfahrt 2026.
Die Befahrungen des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg dienen der Vor-Ort-Informierung der Ausschussmitglieder über den aktuellen Stand, Fortschritte und Probleme bei der Sanierung von Braunkohlenfolgelandschaften. Sie werden in der Regel vom Sanierungsunternehmen LMBV oder dem Bergbautreibenden LEAG organisiert und durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen und fließen direkt in die regionale Willensbildung und die gesetzliche Braunkohlen- und Sanierungsplanung des Landes Brandenburg ein. (UST)
Fachexkursion 2026 - Gruppenbild am Nordufer des Sedlitzer Sees
Rückblick: Die Fachexkursion bzw. Sommer-Befahrung des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg finden regelmäßig statt. Im September 2020 führte diese beispielsweise die Mitglieder in die ehemaligen LMBV-Tagebaue Schlabendorf und Seese. Dort standen dabei konkrete geotechnische Sicherungen und Erdarbeiten im Fokus. Ein vordergründiges Thema im Jahr 2024 war die von der LMBV vorangetriebene Teilfreigabe für eine Zwischennutzung des Großräschener Sees ab jenem Pfingstwochenende. Der Ausschuss informierte sich u. a. über den Status der schiffbaren Infrastruktur und die behördlichen Genehmigungen für den dortigen Stadthafen. 2024 ließen sich die Ausschuss-Mitglieder auch die Jahresbilanz der Braunkohlensanierung präsentieren, bei der die LMBV im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier ein Gesamt-Finanzierungsvolumen von rund 281 Millionen Euro für die Bergbausanierung umgesetzt hatte.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | LMBV
Gerd Richter und Martin Wolf im Gespräch mit Mitgliedern des Ausschusses am Sornoer Kanal.Die Ausschussvorsitzende Kerstin Kircheis mit Angiola König und Uwe Sell im Gespräch mit Bernd Sablotny.Interessierte Zuhörer bei den Ausführungen der LMBV.Der Stadthafen Großräschen.
Abschluss der Rütteldruckverdichtung am Restloch Greifenhain
Senftenberg/Altdöbern. Die geotechnische Sicherung der Ufer am vormaligen Tagebau Greifenhain ist in ihre Endphase gekommen. Am 10. Juni 2026 wurde um 11:30 Uhr symbolisch das letzte Rüttelloch bei Altdöbern bearbeitet. Mit der an einem Seilbagger angehängten Rüttellanze war das gekippte Ufermaterial Schritt für Schritt bis ins Liegende verdichtet worden, um eine geotechnisch sichere Böschung herzustellen.
Am Restloch Greifenhain wurden in den zurückliegenden Jahren mehrere hundert Meter Ufer in verschiedenen Abschnitten i. A. der LMBV durch Sanierungsunternehmen gesichert. Eine besondere Herausforderung war das Umfahren eines noch nicht verdichteten Bereiches eines Rutschungskessels aus dem Jahr 2008, für den die Verdichtungstechnologie angepasst werden musste. Hier erfolgte nun der Lückenschluss zu dem bereits hergestellten versteckten Damm.
Dazu hatte der Sachverständige für Geotechnik ein Raster vorgegeben, in dem die zu verdichtenden Rüttellöcher für einen versteckten Damm gekennzeichnet waren. Durch die Kompaktion mit dem in das Erdreich eingelassenen Rüttler wird das geschüttete Erdreich in diesem Raster verdichtet und eine standsichere Uferlinie hergestellt, die später noch abgeflacht wird.
Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz der LMBV, nutzte die Gelegenheit, sich bei den ausführenden Bergbausanierern der ECOSOIL Ost GmbH für die Leistungen zu bedanken. Rund neun Mio. Euro wurden allein für die Arbeiten zur Tiefenverdichtung am Kessel aufgewendet. Der Dank der LMBV ging auch an den Bürgermeister von Altdöbern, Peter Winzer, der stellvertretend für die Einwohner des Ortes, die über viele Jahre die Arbeiten zur bergtechnischen Sicherung vor ihrer Haustür erleben, der Einladung der LMBV gefolgt war.
Weitere Ufersicherungsmaßnahmen an der gegenüberliegenden Halbinsel Pritzen mit Großgeräten und Wasserbausteinen stehen derzeit und in der kommenden Zeit noch an. Hierfür wird der Aufwand rund 14 Mio. Euro betragen. (UST)
Zum Tagebau Greifenhain: Der Tagebau lief von 1936 bis 1994. Seitdem saniert die LMBV die Ufer des hinterlassenen Restloches. Rund 31 km² hatte der Tagebau in Anspruch genommen. Um rund 298 Mio. Tonnen Rohbraunkohle zu fördern, mussten in der Tagebaulaufzeit etwa 1,4 Mrd. Kubikmeter Abraum bewegt werden. Dabei entstanden Hochkippen und aufgefüllte Abbaubereiche, die nun teilweise zu Ufern des künftigen Altdöberner Sees werden. Noch stehen abschließende Sanierungsmaßnahmen zur Uferprofilierung und oberflächennahen Verdichtung bevor.
Mit dem Altdöberner See entsteht ein etwa 1.000 Hektar großes Gewässer, dem derzeit noch etwa 1,80 Meter Wassersäule fehlen (79,62 m NHN) und der momentan eine Ausdehnung von 891 Hektar hat. Mit dann 60,7 Meter im Seetiefsten wird er der zweittiefste Lausitzer Bergbaufolgesee der LMBV sein - nach dem Berzdorfer See mit 72 Metern. Der See wird einmal ein Volumen von rund 294 Mio. Kubikmeter Wasser umfassen. Die Ufer sind fast 33 Kilometer lang. Die Güte des Seewassers ist hervorragend; der pH-Wert liegt im neutralen Bereich bei etwa 8.
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Grußwort durch Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter der LMBV, an die Teilnehmenden
RDV-Arbeiten am Restloch Greifenhain
Mit einem Erinnerungsfoto dankte Gerd Richter Altdöberns Bürgermeister Peter Winzer (rechts im Bild) sowie Axel Bretfeld, Geschäftsführer der ECOSOIL Ost GmbH
Gerd Richter im rbb-Interview
Gemeinsames „Abschlussfoto“ aller Beteiligten