LMBV spiegelt Wasserhöhe zwischen Sedlitzer und Großräschener See aus
Senftenberg. Am 18. August 2025 wurden weitere fünf Dammbalken am Ilse Kanal zwischen Sedlitzer und Großräschener See gezogen. Die noch im Kanal verbliebenen, tiefer liegenden sieben Dammbalken werden in den kommenden Wochen ebenfalls entnommen.
Damit gibt es keine wesentliche hydraulische Trennung mehr zwischen den beiden Bergbaufolgeseen in der Lausitz. Die Wasserhöhe beider Seen wird bei ca. 100,40 NHN (Normalhöhenull) liegen. Eine Schiffbarkeit des Ilse Kanals ist damit aber noch nicht gegeben. Dafür müssen erst formale Voraussetzungen geschaffen werden.
Anfang September werden auch die anderen zur so genannten Restlochkette gehörenden Seen ausgespiegelt sein: Der Geierswalder, der Partwitzer, der Sedlitzer und der Großräschener See sind geflutete, nebeneinander liegende ehemalige Braunkohlentagebaue, die auf einer Wasserhöhe schiffbar miteinander verbunden sein werden.
Mit einer Nutzung all dieser Seen im Verbund mit dem Senftenberger See rechnet die LMBV in der nächsten Saison. Dann werden insgesamt ca. 4000 Hektar Wasserfläche als Herz des Lausitzer Seenlands nutzbar sein. (Update v. 18.08.25 12.30 erfolgt | UST)
Der Wirtschaftsweg um den Großräschener See ist wieder nutzbar
Senftenberg/Goßräschen. Der Wegebau auf der Westseite des ehemaligen Tagebaus Meuro und heutigen Großräschener Sees ist nun planmäßig beendet. Insbesondere die vielfältigen Nutzer des Wirtschaftsweges - darunter auch Radtouristen - können ab sofort diesen Rundweg um den Großräschener See wieder ohne Umleitung nutzen.
Die Aufwertung des Wegeabschnitts und der Zufahrten wurde von der Firma Richard Schulz Tiefbau GmbH im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH durchgeführt. Auf dem betreffenden Abschnitt wurden die vorhandene Betonplattenstraße zurückgebaut, Teile der Asphaltstraße abgefräst und ein neuer Asphaltweg errichtet. Der neue ca. 750 Meter lange Wegeabschnitt präsentiert sich mit einer Breite von drei Metern zuzüglich Bankette.
Im Rahmen des Bauvorhabens wurden eine Feuerwehrzufahrt zur Löschwasserentnahme zum Restloch Meuro/Großräschener See errichtet sowie eine Betonfläche von 7.600 Quadratmetern beseitigt. Abseits der Strecke sind bis Ende Mai 2025 noch einige Restarbeiten zu erledigen.
Arbeiten am Radrundweg um den Großräschener See sind abgeschlossenWirtschaftsweg und entsiegelte Fläche mit Blick zum Großräschener See
Teilfreigabe des Großräschener Sees: Strandnutzung ab 08.08.2024 offiziell möglich geworden
Senftenberg/Großräschen. Ab dem 8. August 2024 kann man am Großräschener Stadtstrand ganz offiziell in die kühlen Fluten des Großräschener Sees eintauchen und auf dem Strandsand aus Kiesgruben in Freienhufen und Saalhausen relaxen. An der Allgemeinverfügung und den Sicherheitsprüfungen, die dafür nötig waren, mussten viele Institutionen mitwirken, was leider eine frühere Freigabe nicht zuließ.
Am 07.08.2024 hat das Landratsamt Oberspreewald-Lausitz den Bescheid bzw. die erlösende Nachricht amtlich bekannt gemacht. Die entsprechende Allgemeinverfügung (AV) des Landkreises Oberspreewald-Lausitz wurde im Amtsblatt Nr. 13/2024 veröffentlicht und ist zudem online einsehbar unter www.osl-online.de/bekanntmachungen.
Grit Klug, Erste Beigeordnete und Dezernentin für Bau, Ordnung und Umwelt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Mit dem heutigen Tag bekommt das Lausitzer Seenland am Stadtstrand von Großräschen eine weitere attraktive Möglichkeit für den Sprung ins kühle Nass. Die Allgemeinverfügung unserer unteren Wasserbehörde steht für sicheres Baden im Strandbereich des Tagebaurestloches. Im gemeinsamen Zusammenwirken mit LMBV, Stadt und LBGR ist diese teilweise Freigabe eine richtungsweisende Entscheidung und ein weiteres positives Zeichen für das Seenland insgesamt.“
Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz ergänzt: „Dies ist eine richtungsweisende Entscheidung des Landkreises OSL, bereits in dieser Phase der Zwischennutzung des Bergbaufolgesees auch das Baden vom Stadtstrand Großräschen im Großräschener See rechtlich verbindlich für 2024 zu ermöglichen. Die LMBV hat ihrerseits im Vorfeld alles unternommen, um die geotechnische Sicherheit und die notwendige Wasserüberdeckung im Betriebsgewässer zu ermöglichen. Dies alles passiert am vormaligen Restloch des Tagebaus Meuro noch unter dem Bergrecht – hier gilt unser besonderer Dank der begleitenden Bergbehörde LBGR in Cottbus, die die jetzigen temporären Lösungen mitträgt.
Es bleibt das Ziel der LMBV, die derzeitigen Zwischennutzungen in 2026 in dauerhaft sichere Nutzungen überführen zu können, wenn auch die bergtechnische Sanierung am und um den benachbarten Sedlitzer See vor dem Abschluss stehen wird. Dann werden auf einem Wasserspiegel-Niveau ausgespiegelt gemeinsam vier Bergbaufolgeseen mit rund 4.000 Hektar für die Einheimischen und Touristen zusammenhängend zur Nutzung bereitgestellt.
Dies wird dann im Strukturwandel ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt des Lausitzer Seenlandes sein und der LMBV und den beteiligten Bergbausanierern zur Ehre gereichen.“
Das Team von den IBA-Terrassen hat die Sperrschilder durch die aktuelle Badeordnung ersetzt und die gelben Bojen verlegt. Die Regeln sollen für Sicherheit, Sauberkeit und gegenseitige Rücksichtnahme am Strand sorgen. Ein QR-Code auf den Schildern leitet die Gäste zur vollständigen Fassung der Badeordnung.
Der Großräschener See ist als Bergbaugewässer gesperrt, deshalb beschränkt sich die Erlaubnis auf den 500 m langen Stadtstrand und den Wasserbereich innerhalb der Bojen. Der Badestrand ist unbewacht, das Baden geschieht auf eigene Gefahr. Bitte achten sie besonders auf ihre Kinder. Aufgrund der kleinen Nutzfläche ist nur das Baden erlaubt. Wassersport wie Kajak oder Paddelboote, Surfen oder Angeln müssen bis zur endgültigen Seefreigabe warten, auf die wir für 2026 hoffen.
Der Strandparkplatz, der Strand, die Müll- und Wertstoffeimer und der Radweg um den See sind bereits fertig. Noch fehlen die Sozialgebäude – das Baden soll trotzdem schon möglich sein. In der „Zwischenzeit“ können die 500 m entfernten Toiletten und Wickelmöglichkeiten am Hafen im Zielhaus genutzt werden.
Bürgermeister Thomas Zenker „Ich freue mich über die Allgemeinverfügung, die den Großräschenern und den Touristen das erste Anbaden ermöglicht. So können wir erste Erfahrungen für die Zukunft sammeln. Die Boote mit Sondernutzungserlaubnis bringen schon seit dem Mai Bewegung auf den See, die eingewiesenen Bootsführer halten sich gut an die Absprachen. Wenn alle Gäste ihren Strandbereich so verlassen, wie sie ihn vorfinden möchten, können wir auf eine gute erste Badesaison hoffen, auch wenn sich diese auf den August und September beschränkt. Die Genehmigung war für alle Beteiligten Neuland, weswegen ich mich trotz der Verzögerungen bei der LMBV, dem Landesbergamt, dem Landkreis OSL und dem Zweckverband LSB herzlich bedanken möchte.“ (UST)
Quellen: Medieninfo der Stadt Großräschen v. 7. August 2024; O-Ton v. LMBV und LK OSL
LMBV-Luftbild vom Großräschener See mit hellem Badestrand | 2024
Restlochkette 2024
Hafen am Großräschener See, einem LMBV-Bergbaufolgesee, steht für Zwischennutzung offen | Foto aus 2023
LMBV-Restlochkette mit Geierswalder See, Sedlitzer See und Großräschener See | 2024
Gerd Richter im Interview zum Großräschener See mit dem RBB
Der Weinberg und die Seebrücke am Großräschener See, dem ehemaligen Tagebau Meuro der LMBV, in Großräschen. Foto vom 11. Juli 2024
LMBV, Städte und Behörden ermöglichen für 2024 Zwischennutzung für Boote auf dem Großräschener See
Senftenberg | Großräschen. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die Stadt Großräschen, die Stadt Senftenberg und der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg (ZV LSB) sowie das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe des Landes Brandenburg (LBGR) haben sich gemeinsam im Ergebnis ihrer Bemühungen auf eine vorfristige Zwischennutzungdes Großräschener Sees verständigt.
Dazu wurde eine Zwischennutzungsvereinbarung zwischen der LMBV, der Stadt Großräschen und dem Zweckverband LSB geschlossen, die der Landkreis Oberspreewald-Lausitz bestätigt hat. Mit dieser Nutzungsvereinbarung soll ab Pfingsten 2024 der Großräschener See von genehmigten Wasserfahrzeugen für die Saison 2024 bereits zwischengenutzt werden können. Der für eine Zwischennutzung notwendige Mindestwasserstand im Bergbaufolgesee von +100,00 m NHN wurde zum Beginn der Saison stabil erreicht. „Damit kann nun eine Bootssaison 2024 auch an diesem Bergbaufolgesee starten“, so Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur touristischen Nutzung der Restlochkette, die wir 2026 erreichen wollen.“
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz konnte bislang bereits für 12 Boote und Wasserfahrzeuge, die aufgrund ihrer Größe oder Art zusätzlich eine Gestattung der unteren Wasserbehörde benötigen, die entsprechenden Zulassungen vorbereiten. OSL-Landrat Siegurd Heinze betonte: „Freizeitkapitäne können nun aktuell auf einem weiteren attraktiven Gewässer im Verbund des Lausitzer Seenlandes in See stechen und verweilen. Mit der geschlossenen Vereinbarung nehmen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg hin zu einer angestrebten vollumfänglichen Nutzungsfreigabe des Sees. Auf dieses Ziel arbeiten alle Beteiligten auch weiter engagiert und zügig hin. Bis es soweit ist, wünschen wir ‚Schiff Ahoi!‘“. (Stand. 17.05.2024 12.30 Uhr)
Fotos: Steffen Rasche für LMBV
Großräschen Stadthafen
starker Wind bei der Teilfreigabe des Großräschener Sees
Großräschen Stadthafen
starker Wind bei der Teilfreigabe des Großräschener Sees
Erfolgreiches Ansegeln auf dem Großräschener See | Pfingsten 2024
Hintergrund:
Die Gestattung zum Befahren mit den Booten gemäß den Anträgen der Stadt Großräschen, der IBA-Terassen GmbH, des Ilsesee-Sportvereins Sedlitz-Großräschen e.V. und der BUG Lausitz GmbH & Co. KG setzte neben der Zwischennutzungsvereinbarung zwischen der LMBV, der Stadt Großräschen und dem Zweckverband LSB über die im Eigentum der LMBV befindliche Teilwasserfläche des noch in Herstellung befindlichen und unter Bergaufsicht stehenden Großräschener Sees die Unterzeichnung einer Haftungs- und Einverständniserklärung der Stadt Großräschen gegenüber der LMBV für die im Eigentum der Stadt Großräschen befindliche Teilwasserfläche sowie die Erteilung einer wasserrechtlichen Ausnahmegenehmigung zum Befahren nicht schiffbarer Gewässer - hier des Großräschener Sees – gem. § 43 Abs. 3 BbgWG für insgesamt 12 Boote und das Fahrgastschiff „Wilde Ilse“, voraus.
Zudem muss zwingend die Einhaltung bestimmter Voraussetzungen, Bedingungen sowie Verhaltensanforderungen einschließlich einer Haftungsfreistellung der LMBV und Haftungsübernahme durch die Stadt für die vorbenannten Nutzungen gesichert sein. Jeder Schiffs- und Bootsführer etc. muss zudem über die Pflicht zur Einhaltung der Betretungs- und Befahrverbote der gekennzeichneten und ausgewiesenen Wasser- und Uferbereiche sowie über die Besonderheiten, insbesondere Lage und Bedeutung der Austonnung und das Überfahrverbot informiert, Schiffs- und Bootsführer nachweislich belehrt werden.
Am wichtigsten ist zu beachten, dass das Befahren des Großräschener Sees mit genehmigten Wasserfahrzeugen nur bei dem Seewasserstand von +100,0 m NHN gestattet ist. Beim Unteschreiten dieses Wasserstandes gilt grundsätzlich das Befahrensverbot.
Das Einsetzen, das Befahren und Anlegen der Wasserfahrzeuge hat nur vom Stadthafen Großräschen aus zu erfolgen; Anlandungen mit den Wasserfahrzeugen von der Seeseite aus sind untersagt. Zu allen Uferböschungen des Großräschener Sees ist beim Befahren wasserseitig ein Mindestabstand von 100 Meter einzuhalten. Zur Uferböschung SPA-Gebiet „Lausitzer Bergbaufolgelandschaft“ (Vogelschutzgebiet) im südlichen Teil des Großräschener Sees ist ein größerer Abstand von 300 Meter einzuhalten.
Die Nutzungen erfolgen nur durch einen der LMBV und den Behörden namentlich bekannten, erfassten und zahlenmäßig begrenzten Personenkreis. Eine Nutzung durch namentlich nicht bekannte Personen - z. B. einem Bootsverleih - ist, mit Ausnahme der Beförderung von Personen mit dem Fahrgastschiff „Wilde Ilse“ im Rahmen der Ausnahmegenehmigung durch den LK OSL, ausgeschlossen. Veranstaltungen und Wettkämpfe sind nicht zulässig. Die freigegebene Teilwasserfläche im Rahmen der Sondernutzung darf nur bei Tageslicht und ausreichender Sicht befahren werden.
Darüber hinaus wurde das kommunale Interesse an der Nutzung des im Norden befindlichen Stadtstrandes sowie der sich anschließenden Teilwasserfläche des Großräschener Sees zum Baden bereits für die touristische Saison 2024 signalisiert. Nach dem Abarbeiten von technischen Sanierungsvorgaben – in Abstimmung mit dem LBGR – könnte auch der bisherige geotechnische Sperrbereich am Großräschener See bis auf den Bereich des Stadtstrandes eingezogen werden. Künftig weisen daher noch Schilder auf jene Flächen hin, die noch nicht freigegeben werden.
Die nachgewiesene Standsicherheit und die hydromechanische Stabilität für das Tagebaurestgewässer Meuro/Großräschener See ist unter der Voraussetzung der Einhaltung des unteren Wasserstandes +100,00 m NHN gegeben. Bei Unterschreitung dieses Wasserstandes müssen die Flächen des Großräschener Sees wieder gesperrt werden. Ob auch im Jahr 2025 eine Zwischennutzung gelingt, orientiert sich an den Sanierungsbedürfnissen am benachbarten Sedlitzer See und wird sich am erreichten Wasserstand festmachen.
Pressetermin vor Ort: Vorfristige Zwischennutzung für Boote auf dem Großräschener See ab Pfingsten
Senftenberg | Großräschen. Zu einer presseöffentlichen Vorstellung der Zwischennutzung laden wir am:
17. Mai 2024 um 15:00 Uhr
in die Tourismusinformation an den Hafen Großräschen an der Seestraße ein.
Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, die Stadt Großräschen, die Stadt Senftenberg und der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg werden gemeinsam das Ergebnis ihrer Bemühungen um eine vorfristige Zwischennutzung des Großräschener Sees vorstellen. Mit einer Nutzungsvereinbarung soll ab Pfingsten 2024 der Großräschener See für eine definierte Anzahl von Booten und Wasserfahrzeugen für die Saison 2024 bereits zwischengenutzt werden können. Der für eine Zwischennutzung notwendige Mindestwasserstand im Bergbaufolgesee von +100,00 m NHN wurde zum Beginn der Saison stabil erreicht.
„Damit kann nun eine Bootssaison 2024 auch an diesem Bergbaufolgesee starten“, so Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz hat dafür die entsprechenden Zulassungen vorbereitet.
Hintergrund: Am 11. Mai 2019 konnte nach baulicher Fertigstellung die Einweihung des Hafens Großräschen feierlich begangen werden. Gemeinsam wurde intensiv weiter an der Umsetzung einer Zwischennutzung gearbeitet. Ob auch im Jahr 2025 eine Zwischennutzung gelingt, orientiert sich an den Sanierungsbedürfnissen am benachbarten Sedlitzer See und wird sich am jeweils wetterbedingt erreichten Wasserstand festmachen. Für 2026 wird angestrebt, dass die Restlochkette - mit dem Sedlitzer See, dem Geierswalder See und dem Partwitzer See - zusammen mit dem Großräschener See in die dauerhafte Nutzung gehen könnte.
Blick auf den Großräschener See (2023)
Seefest in Großräschen 2019
Seefreigabe geplant: Zwischennutzung im Jahr 2024 für den Großräschener See in Vorbereitung
Senftenberg/Großräschen. Der Bergbausanierer LMBV hat auf Medienanfragen hin bestätigt, dass kurzfristig eine Erfolgsnachricht für das Lausitzer Seenland mit einer geplanten Zwischennutzung im Jahr 2024 für den Großräschener See ab Pfingsten kommen könnte.
„Dies könnte ein wichtiger weiterer Meilenstein auf dem Weg für die künftige Nutzung der Restlochkette aus Sedlitzer See, Partwitzer See, Geierswalder See und Großräschener See sein, die wir im Jahr 2026 ansteuern“, so der Sprecher der Geschäftsführung der LMBV Bernd Sablotny.
Das diese Zwischennutzung am Großräschener See nun möglich werden könnte, ist dem beharrlichen Vorantreiben von bisher noch notwendigen Sanierungsarbeiten durch die LMBV und dem parallelen Abarbeiten von geforderten Stellungnahmen und Anträgen zur Zwischennutzung zu verdanken. Gleichermaßen ist der Stadt Großräschen, hier insbesondere dem Bürgermeister Thomas Zenker, und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg mit dem Verbandsvorsteher Detlef Wurzler sowie dem Landkreis OSL für ihr Engagement in dieser Angelegenheit zu danken, so die LMBV. Das Unternehmen hatte sich – nachdem bereits 2019 erstmals zeitweilig der Hafen geöffnet wurde – nun dem Ziel einer Zwischennutzung im Jahr 2024 (und optional auch 2025) des Sees gemeinsam mit den Landes- und Kreisbehörden in enger Abstimmung mit der Kommune Großräschen sehr intensiv verschrieben.
Eine wesentliche Voraussetzung ist ein Wasserstand von 100,00 bis 101,00 m NHN im Bergbaufolgegewässer als Grundvoraussetzung für eine Zwischennutzung, der jetzt gegeben ist. Derzeit liegt der Wasserspiegel bei ca. 100,8 m NHN. Bei einem Wasserstand von unter 100,00 NHN ist die Nutzung der Wasserfläche im Teilbereich der Innenkippe jedoch wieder einzustellen, unter 99,5 m NHN kann dann kein Bootsverkehr mehr stattfinden. „Auf Grund der anhaltenden Niederschläge seit dem Herbst haben sich die Wasserverhältnisse so verbessert, dass wir von einer Nutzung bis in den September 2024 ausgehen können. Nichtsdestotrotz werden wir die Bewirtschaftung der Seen der Restlochkette weiter nach sanierungstechnischen Erfordernissen im Sedlitzer See steuern müssen“, so Bernd Sablotny weiter. Die LMBV hat zudem einen ergänzenden Antrag zum Abschlussbetriebsplan an das LBGR gestellt, der jedoch noch beschieden werden muss.
Parallel arbeitet die LMBV noch an rechtlichen Vertragsunterlagen (Nutzungsvertrag mit der Stadt Großräschen, Haftungs- und Einverständniserklärung), um die Haftungsfragen zu klären. Sofern alle Bemühungen erfolgreich werden und die zuständigen Behörden ihre entsprechenden Zustimmungen erteilen, könnte am Pfingstfreitag (17.05.2024) eine Nutzung des Seesüber den Hafen für behördlich genehmigte, vorab definierte Anzahl von Bootenermöglicht werden. Dazu haben die kommunalen und regionalen Akteure entsprechenden Anträge gestellt. Die untere Wasserbehörde des LK OSL prüft diese Anträge derzeit und ist dazu in der weiteren Beteiligung.
Da es sich um eine eingeschränkte Nutzung handelt, könnten am Freitag vor Pfingsten in einem kleinen Kreis die Nutzungsvereinbarung in einem regionalen Pressetermin unterzeichnet werden und die ersten Boote auf den See gehen. Ein Baden wird im ersten Schritt noch nicht möglich sein. Dies ist für den Frühsommer als Option in Prüfung: ein Baden nur vom Stadtstrand aus wäre dann – aus heutiger Sicht - später in der Saison 2024 nach Erlass einer „Allgemeinverfügung über einen eingeschränkten Gemeingebrauch am GR-See (AV)“ möglich.
Fotos: LMBV/Steffen Rasche (2023)
Hafen Großräschen steht vor Freigabe für eine Zwischennutzung
Blick von Ost nach West über Sedlitz auf den Großräschener See
Großräschener See mit Seebrücke, IBA-Terrassen und Victoriahöhe
Stadtstrand Großräschen
Blick über den Großräschener See von Südost aus – im Vordergrund die Ilse-Weiher
Das Kerngebiet des Lausitzer Seenlandes – mit Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See bis hin zum Großräschener See
Scheinbar voller Großräschener See: Baden noch nicht erlaubt – Wasserstand dort sinkt wieder
Pumpen bzw. Heber stützen den Wasserstand in der Schwarzen Elster und im Restloch Sedlitz
Senftenberg/Großräschen. Im Frühjahr hat die LMBV-Flutungszentrale so viel Wasser wie möglich aus den Vorflutern entnommen und in die Restlöcher der Region eingeleitet. So konnte über den Oberen Landgraben Neiße- und Spreewasser an den Sedlitzer See herangeführt werden. Vom Jahresanfang bis zum Frühjahr 2023 konnte der Wasserstand im Restloch Sedlitz mit 5,5 Mio. Kubikmeter aus den Vorflutern und 5,9 Mio. Kubikmeter aus den beiden benachbarten Seen bis auf das Niveau von 98,44 m NHN angestaut werden. Parallel laufen derzeit Aushubarbeiten zum Bau eines Ableiters im Auftrag der LMBV, die noch keinen höheren Wasserstand in diesem Restloch erlauben.
Um diesen Wasserstand möglichst für noch anstehende Sanierungsarbeiten am Sedlitzer See – es sind noch Sprengverdichtungen in der Brückenfeldkippe nötig - weiter zu halten, wurden zusätzlich rund 9,3 Mio. Kubikmeter in den rund 800 ha großen Großräschener See als Zwischenpuffer eingestapelt, um bei einem heißen und trockenen Sommer und erwarteten Verdunstungsverlusten dieses Zusatzwasser in den rund 1.200 ha großen Sedlitzer See überführen zu können.
Dieses im Restloch des vormaligen Tagebaus Meuro vorgehaltene Wasser – derzeit liegt der Wasserstand bei etwa 100,66 m NHN - steht nun dem Bergbausanierer LMBV zur Verfügung, um die Abstrom-, Abschlags- und Verdunstungs-Verluste im benachbarten Restloch Sedlitz auszugleichen. Dazu wurde ein dreistrangiger Heber im Ilse-Kanal installiert und seit Anfang Juni vom Bergbausanierer betrieben. Die Kapazität der Überleitungsmengen vom Restloch Meuro zum Restloch Sedlitz ist bis auf 1,5 m³/s geplant.
Das Wasser wird dabei völlig ohne Energieaufwendung, lediglich getrieben durch die Erdbeschleunigung, von RL Meuro nach RL Sedlitz übergehoben. Nur zum Starten des Hebevorganges wird kurzzeitig Energie benötigt, um mittels Vakuumpumpe die Leitungen zu evakuieren. Sind diese gefüllt und der Heber läuft, ist keine Energiezufuhr mehr nötig. Um ein Abreißen des Hebers zu verhindern, ist gelegentlich eine Nachevakuierung notwendig.
Trotz des temporären Erreichens des Zielwasserstandes (100,00 – 101 m NHN) im Großräschener See ist dort die Wasserfläche nach wie vor gesperrt und insbesondere das Baden noch untersagt. Alle 25 Meter weist ein Sperrschild der LMBV auf diesen Umstand hin. Im Sommer 2023 sind zudem noch bergbaulich hinterlassene Überhöhen im Gewässer mit schwimmender Technik zu beseitigen, um eine sicher nutzbare Wasserlamelle von zwei Metern zu erzeugen. Die LMBV weist daher erneut auf die Gefahren einer illegalen Badenutzung hin. Erst mit dem geplanten Ausspiegeln des Sedlitzer Sees mit dem Großräschener See im Zeitraum 2025/2026 wird voraussichtlich auch eine Badenutzung auf Antrag im Großräschener See organisiert werden können.
Auf Initiative der Stadt Großräschen wird derzeit ein Antrag eines Wassersportvereins für eine Zwischennutzung durch Kutter und Rettungsboote für diesen Sommer von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises OSL geprüft. Die LMBV als bergrechtlich verantwortliches Unternehmen für das noch nicht völlig fertige Restloch hat dazu eine positive Stellungnahme abgegeben. Es wird derzeit davon ausgegangen, dass für einen klar abgrenzten Teilbereich auf dem Bergbaufolgesee temporär und gefahrlos die angefragte Bootsnutzung ermöglicht werden soll. Dafür waren im Vorfeld noch Auflagen von den Antragstellern zu erfüllen bzw. Unterlagen beizubringen wie z.B. ein Rettungswerk.
Die Schwarze Elster wird derzeit parallel dazu aus der LMBV-Grubenwasser-Reinigungsanlage Rainitza durch eine vorgelagerte Wasserentnahme am Restloch Sedlitz über die Pumpstation Bahnsdorf von der LMBV gestützt – auch entsprechend den Juni-Absprachen in der Ad hoc-AG „Extremsituation Schwarze Elster“. Das Wasser wird aus der Pumpstation Bahnsdorf in die Rainitza abgeschlagen und mündet dann in die Schwarze Elster oberhalb des Stadtgebietes Senftenberg. Aktuell werden zu diesem Zweck bis zu 500 l/s abgegeben. Am Partwitzer See und Geierswalder See besteht zudem für die FZL die Möglichkeit, Wasser in den Sedlitzer See überzuleiten. Damit besteht indirekt auch die Möglichkeit, über diese beiden „Flachspeicher“ die Schwarze Elster zeitweilig mit zu stützen. In den vergangenen Jahren ist dies auch praktiziert worden. Das Wasser allein aus diesen beiden Restseen reicht allerdings nicht aus, die Wasserverluste im Sommer in den Seen selbst und den Stützungsbedarf der Schwarzen Elster zu decken. (Neue Textfassung v. 16.06.23 - Ergänzungen zum Überheben eingefügt)
Noch ist das Baden verboten am Großräschener See.
Temporär gut gefüllter Grossräschener See
Die Heberanlage zum Ableiten aus dem gut gefüllten “Zwischenpuffer”.
Blick auf den Hafen am Großräschener See. 500 l/s Stützungswasser für die Schwarze Elster kommen derzeit von der LMBV.
Honigbienen am Großräschener See im Einsatz
Senftenberg. Tausende Bienen sind seit einigen Wochen in der Bergbaufolgelandschaft am Großräschener See aktiv. In Zusammenarbeit mit Leuschis Imkerei aus Guteborn sind im Mai zwanzig sogenannte Beuten aufgestellt worden.
Gemeinsam mit der Rekultivierungsabteilung der LMBV wurde eine geeignete Stelle ausgesucht, an der es für die Bienen über die gesamte Saison hinweg eine kontinuierlich und breite Auswahl an Blühpflanzen und Wildkräutern gibt.
Aufgrund der vielfältigen Entwicklung der Natur auf den Bergbaufolgeflächen finden neben den Honigbienen auch Wildbienen, darunter hochgradig gefährdete Wildbienenarten, hier einen idealen Lebensraum.
Bergbaufolgelandschaften des Braunkohlenbergbaus bieten für die kleinen, leicht zu übersehenden Arten große Chancen. Die weiten, oft unzerschnittenen Nachbergbau-Flächen, die Armut an Nährstoffen und die relative Störungsarmut gegenüber der normalen Kulturlandschaft sind die Voraussetzungen für das Vorkommen hunderter, häufig gefährdeter und selten gewordener Tier- und Pflanzenarten.
Fotos: Christian Horn und Stefanie Klein für LMBV
Bienen am Großräschener See
Bienen am Großräschener See
Rundweg um den Großräschener See vollendet
Bürgermeister von Großräschen und Senftenberg, zuschauende Radfahrer, ZV-Vorsteher und Vertreterin von GL4, OSL-Landrat sowie LMBV-Sanierungsbereichsleiter am 3. Juni 2021 konzertiert für die Freigabe im Einsatz (v.l.n.r.)
Senftenberg. Der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg und die LMBV weihten am 3. Juni 2021 gemeinsam mit den anrainenden Kommunen und beteiligten Behörden den letzten Abschnitt des Radweges um den Großräschener See ein.
Das 2,8 Kilometer lange, asphaltierte Radwegstück bildet den Lückenschluss des Rad- und Wanderweges rund um den Großräschener See. 1,4 Kilometer der Strecke sind naturnah als zweistreifige Asphaltstrecke gestaltet.
Der Radweg führt entlang des Aussichtspunktes Reppister Höhe, der im Zuge das Radwegbaus komplett überarbeitet und erneuert wurde. Zur Erinnerung an die bergbauliche Tätigkeit wurden verkleinerte Flächendarstellungen abgebaggerter Orte im Maßstab 1:150 in der Region aufgebaut. Sie werden ergänzt durch die vorhandenen Gedenksteine und neue Cortenstahl-Stelen mit den Ortsnamen. Bis Ende Juni 2021 soll auch der Unterstand und die teils noch fehlenden Stelen fertiggestellt werden.
Das Bauprojekt wurde im Zeitraum von März bis Mai 2021 umgesetzt. Finanziert wurde das Vorhaben als Schnittstellen-Projekt aus §2 und §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Von den ca. 700.000 € Baukosten wurden 80 Prozent vom Land Brandenburg getragen.
„Für den Großräschener See ist es ein weiterer Meilenstein“ sagte Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz. Am See seien nur noch wenige Arbeiten zu bewerkstelligen. Ein letzter großer zu sanierender Böschungsbereich stehe kurz vor der Bauabnahme. Es gelte noch einige Untiefen zu beseitigen, die Flutungsleitung zurückzubauen und die Verwahrung von Filterbrunnen fortzusetzen.
Aussichtspunkt Reppister Höhe ist nun gut erreichbar
Erneuerter Aussichtspunkt Reppister Höhe fast fertig gestelltErinnerung an verschwundene Orte am Aussichtspunkt Reppister Höhe Neuer Radrundweg zur Reppister Höhe
Baustart für Radwegbau rund um den Großräschener See am 8. März 2021
Lückenschluss des Radweges um den Großräschener See mit Umgestaltung der Reppister Höhe
Großräschen. Südwestlich vom Großräschener See starten am 8. März 2021 die Bauarbeiten für einen 2,8 Kilometer langen Radwegeabschnitt.
Dieser Radweg im Bereich der Reppister Höhe ist Teil der Lückenschlussmaßnahme rund um den Großräschener See. Er wird im Auftrag der LMBV vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Projektträger errichtet. Entstehen soll ein drei Meter breiter Radweg in Asphaltbauweise. Weiterhin wird in diesem Zuge die Reppister Höhe umgestaltet.
Die voraussichtliche Fertigstellung ist für Ende Mai 2021 vorgesehen. Der benannte Abschnitt ist während der Bauzeit voll gesperrt. Dieses Projekt wird überwiegend finanziert aus Mitteln des Landes Brandenburg des § 4 Verwaltungsabkommen zur Braunkohlensanierung.
Quelle: Pressemitteilung des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg vom 04.03.2021
Übersichtskarte - in grün der zu bauende Wegeabschnitt (zur Verfügung gestellt v. ZV LSB)
Aussichtspunkt Reppister Höhe ist nun gut erreichbar
Großräschener HafenErinnerung an verschwundene Orte am Aussichtspunkt Reppister Höhe