Der Silbersee ist zum Baden und Bootfahren freigegeben

Senftenberg/Lohsa. Nach erfolgreichem Abschluss der bergmännischen Sicherungsmaßnahmen am Silbersee durch die LMBV und aller behördlichen Prüfungen steht der See pünktlich zur Sommerferiensaison allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen der Region wieder zum Erholen, Verweilen und Baden zur Verfügung. Durch die geotechnisch notwendigen Sicherungsmaßnahmen war der See in großen Teilen für die Nutzung gesperrt worden.

Im Silbersee kann zukünftig nicht nur gebadet werden, sondern auch das Befahren der Wasserfläche mit kleinen nichtmotorisierten Booten oder Wassersportgeräten ist im ausgewiesenen Bereich wieder möglich. Die nutzbare Wasserfläche ist durch Bojenketten gekennzeichnet. Der Bereich des Mortkaer Sees sowie der Verbindungskanal dorthin sind aus naturschutzrechtlichen sowie geotechnischen Gründen weiterhin von einer Nutzung ausgeschlossen.

Die Zulassung für den Gemeingebrauch wurde am gestrigen Tag durch den Landkreis veröffentlicht: https://www.landkreis-bautzen.de/download/landrat/Elektronisches_Amtsblatt_262026_vom_01.07.2026.pdf

Lohsaers Bürgermeister Thomas Leberecht, Mitarbeiter des Projektmanagements der LMBV, die neuen Pächter des Campingplatzes am Silbersee und zahlreiche Schüler der Lohsaer Oberschule gaben den Startschuss für die Badesaison. Sie ließen es sich nicht nehmen gemeinsam offiziell anzubaden.

Historie:

Der Silbersee ist ein geflutetes Tagebaurestloch. Das Gewässer entstand durch die Flutung des ehemaligen Tagebaues Werminghoff II, der von 1935 bis 1960 betrieben wurden. 53 Millionen Tonnen Braunkohle wurden hier gefördert. Nach der Stilllegung begann bereits zu DDR-Zeiten die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft. Die einstige Grube diente jedoch hauptsächlich als Brauchwasserspeicher. Das Landschaftsschutzgebiet „Speicherbecken Lohsa“ sollte seit 1957 gleichzeitig zu einem Erholungsgebiet mit Naturschutzbereichen ausgebaut werden. Aus diesem Grund erfolgte am Silbersee eine vielfältige Reliefgestaltung mit kulturfreundlichen Böden. Nicht landwirtschaftlich genutzte Kippen wurden aufgeforstet oder der natürlichen Sukzession überlassen. Die Restlöcher Friedersdorf und Mortka flutete man 1971 planmäßig mit Spreewasser. Nur bestimmte Uferbereiche sind bis heute für die Erholung nutzbar, denn an einigen Stellen drohen Rutschungen. Unterirdische Entwässerungsstrecken hatte man teilweise nicht verfüllt, so dass sie im Laufe der Zeit einbrechen und zu Bergschäden führen könnten. Besonders nachdem es 1971 zu Rutschungen in der Nähe der Ortslage Mortka kam, mussten größere Gebiete gesperrt werden. Da der Mensch diese Areale nicht betreten durfte, konnte sich die Tier- und Pflanzenwelt hier ungestört entwickeln.

Mit dem Ende der Braunkohle-Ära wurden die Wasserhaltungen in den einstigen Tagebauen eingestellt und der Grundwasserspiegel stieg in der Lausitz flächendeckend wieder an, was ein Risiko für Rutschungsereignisse in den Kippenarealen mit sich bringt.

Sicherungsarbeiten am See:

Daraufhin führte die LMBV im Auftrag des Sächsischen Oberbergamtes die geotechnisch notwendigen Sicherungsmaßnahmen durch, um die Uferbereiche am Silbersee zu stabilisieren und eine sichere Nutzung auch in Zukunft zu ermöglichen.

In den Jahren 2012 bis 2016 wurde die setzungsfließgefährdete einstige Abraumkippe im Osten des Silbersees, an der Bahnstrecke Knappenrode-Horka, aufwendig mit einer Tiefenverdichtung gesichert. Die Bahnstrecke wurde für die Sicherungsarbeiten gesperrt. Danach wurde in den Jahren 2020/21 das Gelände des Hochwasserschutzlagers wieder hergestellt und eine Einsetzstelle errichtet.

Zuletzt wurde der Untergrund am Friedersdorfer Strand ab 2024 tiefenverdichtet, sodass in der Saison 2025 bereits ein kleiner Badebereich wieder genutzt werden konnte. Ab der Saison 2026 steht der Silbersee der Allgemeinheit gemäß Genehmigung und den Grenzen des Gemeingebrauches zur Verfügung.

Fotos: LMBV/Gernot Menzel und Steffen Rasche


Friedersdorfer Strand am Silbersee zu Ostern nutzbar

Senftenberg/Lohsa. Am sächsischen Silbersee wurde bis zuletzt gearbeitet, um den Friedersdorfer Strand ab 18. April 2025 für die Badesaison temporär freizugeben. Vertreter des Sächsischen Oberbergamtes (OBA Sachsen) und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) übergaben den Strand bei einem Vor-Ort-Termin zur saisonalen Nutzung an die Gemeinde Lohsa und den Campingplatzbetreiber. Seit November 2023 hatten die beauftragten Unternehmen Metzner GmbH und HAGN Umwelttechnik GmbH im Auftrag der LMBV und in Abstimmung mit dem OBA Sachsen intensiv an der geotechnischen Sicherung des Silbersees, insbesondere am Friedersdorfer Strand, gearbeitet.

Mittels seeseitiger Rüttelstopfverdichtung und einer leichten Rüttelverdichtung im Uferbereich wurden rund eine Mio. Kubikmeter Bodenvolumen verdichtet und damit der Friedersdorfer Strand für eine gefahrlose Nutzung vorbereitet. Im März 2025 erfolgten planmäßig die letzten Profilierungsarbeiten am Ufer. Innerhalb des ausgewiesenen Badebereichs kann jetzt offiziell gebadet werden. Zwei neue Informationstafeln informieren nun über die Sanierungsleistungen am See und das Speicherbecken Lohsa I. 

Die Nutzung des Badebereichs wird vorerst zeitlich beschränkt. Bis Oktober 2025 wird der Strandbereich nutzbar sein. Denn komplett abgeschlossen sind die Bauarbeiten noch nicht. Es werden die rückgebauten Flächen, Sport- und Freizeitbereiche auf dem Campingplatz wiederhergestellt. Am östlichen Ufer, außerhalb des Strandbereiches, folgen noch Ersatzpflanzungen mit verschiedenen Gehölzen zur ökologischen Kompensation der in Anspruch genommenen Flächen. (SK)

v.l.: Karsten Handro - LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement, Robert Kaschkat - Sächsisches Oberbergamt, Falk Nowotnick - Betreiber des Campingplatzes und Thomas Leberecht - Bürgermeister der Gemeinde Lohsa bei der saisonalen Freigabe des Badebereichs am Silbersee. (Foto: Gernot Menzel)

Hintergrund: Der Silbersee ist ein Speichergewässer der sächsischen Landestalsperrenverwaltung (LTV). Er entstand aus dem ehemaligen Tagebau Werminghoff II, der 1935 bis 1960 betrieben wurde. In den Jahren 1967 bis 1971 wurden die beiden entstandenen Restlöcher Friedersdorf und Mortka für deren heutige Funktion als Speicherbecken Lohsa I vorbereitet und geflutet. Mit dem Wiederansteigen des Grundwassers in der Region stieg die Gefahr von spontanen Böschungseinbrüchen in den Kippenbereichen. Ein Großteil der Flächen und Ufer mussten vorsorglich gesperrt werden. Mit den Sanierungsarbeiten wird die geotechnische Sicherheit für den Silbersee hergestellt, um eine Nachnutzung als Speicherbecken und in ausgewiesenen Teilbereichen eine touristische Nutzung zu ermöglichen.

Der Strand am Silbersee ist fertiggestellt und kann für die Badesaison 2025 genutzt werden. (Foto: Gernot Menzel)
Bis zuletzt wurde am Friedersdorfer Strand gearbeitet. (Foto: Gernot Menzel)
Seeseitige Rüttelstopfverdichtungsarbeiten im Oktober 2024 (Foto: Christian Horn)


Silbersee-Testfeld wird derzeit vor Friedersdorfer Strand gerüttelt

Senftenberg/Lohsa. Auf dem sächsischen Silbersee, auch als Restloch Friedersdorf oder Speicher Lohsa I bekannt, werden derzeit Untersuchungen zum Seegrund und Uferbereich bei Friedersdorf im Rahmen des § 3 des VA Braunkohlesanierung angestellt. Von Ende 2022 bis April 2023 hat der Bergbausanierer LMBV ein Testfeld für einen 200 Tonnen schweren seegestützten Seilbagger LR 1300 eingerichtet und trifft damit vorbereitende Maßnahmen für eine vorgesehene Sanierung des Südufers. Mit den Ergebnissen des Testfeldes und der Nachsondierungen soll die weitere LMBV-Planung für die dann umzusetzende uferparallele Sanierung präzisiert werden.

Zunächst wurde auf dem 340 Hektar großen Altgewässer ein Rüttel-Testfeld auf einer 105 x 31 Meter großen Fläche nahe dem Ufer gestartet. Dort werden nun verschiedene Zugabematerialien für die Rüttelverdichtung bis Ende März 2023 getestet. Bis zu 315 Rüttelsäulen sollen in dem Testareal im Bergbaufolgesee zunächst von einem pontonbasierten RDV-Seilbagger bis in 30 Meter Tiefe eingebracht werden. Den Auftrag dafür hat die Firma V.C. Metzner von der LMBV übernommen. Zum 6. April 2023 soll der derzeitige Sperrbauzaun wieder zurückgebaut werden.

Nachdem bereits mit der Kommune Lohsa und regionalen Medien das Vorhaben vorgestellt worden war, informierte die LMBV auf Wunsch des MDR am 7. März 2023 auch live in der Sendung MDR um Zwei. Hierfür stand LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro gemeinsam mit MDR-Reporterin Pauline Vestring vor der Kamera. Ab Oktober 2023 bis April 2025 soll nun voraussichtlich die uferparallele Sanierung des Südufers mittels RDV und LRV erfolgen und dafür auch der See bzw. der Strand vorübergehend gesperrt werden. Im Jahr 2024 wird der See gesperrt bleiben. Ab der Saison 2025 soll der Silbersee dann wieder nutzbar sein, wenn die Sanierungsarbeiten wie geplant durchgeführt werden können. Diese Zeitschiene beruht auf dem aktuellen Stand der Planungen.

Hintergrund: Für das Testfeld war bereits in den Jahren 2021/22 am Ostufer des Restloches eine Einsatzstelle für die Rüttel- und Pontontechnik errichtet worden. Bei Lohsa führt zudem die Bahnstrecke über die östliche Abraumkippe des Alttagebaus am Rande des Silbersees entlang. Der nach Einstellung des großräumigen Braunkohlebergbaus ansteigende Grundwasserspiegel verschlechterte auch die Baugrundeigenschaften des östlichen Abraumkippenkörpers derart, dass die Standsicherheit dieser Uferböschung gefährdet schien. Die Gefahr des Fließrutschens oder eines Grundbruchs erforderte eine permanente geotechnische Überwachung der Eisenbahnstrecke, die zeitweise nur mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden durfte.

Um einen weiteren Betrieb der Niederschlesischen Eisenbahnmagistrale zu gewährleisten, wurde im Rahmen eines Vorhabens i.A. der LMBV zur Bergbausanierung der schlecht tragfähige Baugrund des östlichen Kippenkörpers stabilisiert und verbessert. Die Sicherung selbst erfolgte ab März 2011 auf einer Dammlänge von 1.640 Meter. Der sogenannte Sicherungskörper wurde bis zu 34 Meter tief und bis zu 65 Meter breit verdichtet. Insgesamt mussten damals dafür ca. 3.500.000 Kubikmeter Dammvolumen verdichtet und auch zwischenzeitlich kleinere abgegangene Bereiche aufgefüllt werden.

Nach Rückbau der alten Bahnanlagen ab 2010 war die Kippenstabilisierung entlang der etwa 2,5 km langen Trasse mittels Rüttelstopf- und Rütteldruckverdichtung (RSV/RDV) sowie im Bereich der Innenkippe oberflächennah mit dem HEIC-Verfahren der britischen Firma Landpac erfolgt. Zeitweise waren dabei bis zu vier Tiefenrüttler gleichzeitig im Einsatz. Im Anschluss wurden erdbautechnisch die Seeuferböschung und der Bahndamm wiederhergestellt. Nach fast fünfjähriger Bauzeit konnte am 01.03.2016 die gesicherte Bahntrasse in Lohsa von der LMBV an die DB Netz AG offiziell zurück übergeben werden.

Der Silbersee selbst ist kein LMBV-Gewässer. Der Silbersee ist ein Speichergewässer der sächsischen Landestalsperrenverwaltung, der inmitten eines waldreichen Gebietes gelegen und in den 60er Jahren durch Flutung des ehemaligen Braunkohletagebaus Werminghoff II entstanden ist. Seit Anfang der 1970er Jahre wird er vor allem auch für die Naherholung und zum Angeln genutzt. Am Friedersdorfer Ufer des Silbersees befindet sich ein Badestrand und angrenzend ein privat geführter Campingplatz. Derzeit ist die Wasserfläche aufgrund der noch notwendigen bergtechnischen Sanierung temporär gesperrt.

Fotos: Gernot Menzel f. LMBV (2023)


Silbersee — Tagebau Werminghoff II


15. Regionalkonferenz zum Lausitzer Seenland in Knappenrode

Knappenrode. Am 9. November 2022 fand in der Energiefabrik Knappenrode die schon traditionelle jährliche Regionalkonferenz im Lausitzer Seenland statt. An historischer Stätte im ehemaligen Kühlgebäude der Brikettfabrik versammelten sich rund 100 Teilnehmer aus Sachsen und Brandenburg, die an der Entwicklung des Lausitzer Seenlandes (LS) mitwirken.

Der Bautzener Landrat Udo Witschas als Vorsitzender des ZV LSS begrüßte die Gäste und unterstrich die Chancen, gemeinsam zurückzublicken und gleichzeitig Ausblicke vermittelt zu bekommen. Für die gastgebende Kommune sprach Hoyerswerdas Bürgermeister Torsten Ruban-Zeh in seinem Grußwort über die Vorhaben der Seenland-Stadt unter dem Motto „#WHY!“ sowie u.a. auch über die Entwicklungen am stadtnahen Bergbaufolgesee Scheibe und berichtete zu verschiedenen Strukturwandel-Vorhaben

Detlev Wurzler, Verbandsvorsteher des ZV LSB blickte auf seine Wunschliste aus 2021 zurück, die u.a. ein einheitliches Schifffahrtsrecht für das länderübergreifende Seenland beinhaltete. Hier seien erste Schritte der beiden Länder mit Zielrichtung bis 2024 zu verzeichnen. Die im Vorjahr angesprochenen Hindernisse aus dem Landesentwicklungsplan, die künftige Ansiedlungen im Seenland erschweren könnten, konnten bisher nicht revidiert werden.

Schwerpunkt der Entwicklungen beim ZV LSB bleibe der Sedlitzer See. Hier konnte der Änderungs-Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 5 „Seestrand Lieske“ erreicht werden. Wurzler sah ebenfalls positive Tendenzen bei den B-Plänen Nr. 25 „Hotel am Sedlitzer Hafen“ und Nr. 33 „Wohngebiet Sedlitzer Bucht“. Er stellte zudem die sechs Projekte des ZV im laufenden Strukturwandel vor, darunter das Schiffanleger-Vorhaben bei Sedlitz am Großräschener See, wo die LPH 3 abgeschlossen werden konnte. Der nun mit dem Land BB abgestimmte Kaufantrag für nötige Flächen auch am Ufer werde zeitnah bei der LMBV gestellt werden können. Das Erschließungsvorhaben Sedlitzer Bucht mit 2,1 Mio. Euro Umfang werde voraussichtlich am 25.11.22 abgeschlossen. Detlev Wurzler verwies auch auf Aufwertungsideen am Rostigen Nagel sowie das Errichten von Themenspielplätzen am Senftenberger See und das teilweise Modernisieren der Freizeit-Infrastruktur am Senftenberger See hin.

Daniel Just, Geschäftsführer des ZV LSS, konnte den Mitarbeiterstamm des Verbandes dank der Förderungen aus dem STARK-Programm auf nunmehr zehn Mitwirkende erhöhen und damit weitere Leistungen nach der Übergabe des Multifunktionsgebäudes mit der Bewirtschaftung des Steges und dem Hafenbetrieb am Geierswalder See anbieten. Hier könnten ergänzend durch einen privaten Investor u.a. TINY-Häuser entstehen. Das weitere Ausbauen des Wegeleitsystems im Seenland an 130 Standorten soll am 03.01.2023 starten Zudem wird die vorhandene Kilometrierung weiter ergänzt. Größtes Asset des ZV sei die gemeinsam mit der Gemeinde Elsterheide vorgenommene planerische Entwicklung von zunächst 10 ha Flächen auf dem Koschendamm.

Gerd Richter gab für die Bergbausanierer der LMBV einen Rund- und Ausblick auf die notwendigen ingenieurtechnischen Leistungen im Seenland. Er verwies auf den Schwerpunkt der Arbeiten rund um den Sedlitzer See mit dem Ziel, einen ausgespiegelten Kernseenverbund von ca. 4.000 ha bis 2026 anzustreben. Dazu werden rund 80 Mio. Euro an Leistungen u.a. für die Sicherung der Brückenfeldkippe und den noch zu bauenden Ableiter vom Sedlitzer See umzusetzen sein. Im Fortgang stellte der LMBV-Vertreter weitere Vorhaben von der Fallgewichtsverdichtung am Altdöberner See, der fortzuführenden Inlake-Behandlungen bis hin zum Sanieren am Knappensee und zum Testrütteln am Silbersee vor.

Kathrin Winkler vom Tourismusverband LS erläuterte die Herausforderungen seit dem Corona-Jahr 2021. Die Touristen nutzen deutlich kürzere Buchungsfristen, verweilen aber auch etwas länger im Seenland. Dem Fachkräftemangel sehen sich auch die hiesigen Touristiker ausgesetzt. Regionalplaner Matthias Wedepohl von Projekt M erklärte den Ansatz für das bis Mai 2023 zu erstellende strategische Regionale Entwicklungskonzept auf der sächsischen Seite des Seenlandes und knüpfte dabei an den Rahmenplan auf Brandenburger Seite aus 2021 an

Dr. Torsten Heyer von der TU Dresden vom Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik informierte zu einem beauftragten Konzept zur Reduzierung künftiger Planungsrisiken für Anlagen auf und an Bergbaufolgeseen am Beispiel des Sedlitzer und des Geierswalder Sees. Dabei geht es um die Einschätzung möglicher Gefahren, der Ausgesetztheit und Anfälligkeit bei Starkwinden, Wellen- und Eisgang sowie einhergehenden Sedimenttransporten. Dazu werden insbesondere die Geomorphologie der Seeböden und Seeufer durch numerische Nachbildung der Hohlformen sowie die Streichlängen einfallender Winde mitberücksichtigt, um Masterpläne für Seegangs- und Sedimentprognose zu erstellen.

LMBV-Beitrag zur Regionalkonferenz


Moderne Rettungstechnik für ostsächsische Bergbaufolgeseen

Lohsa/Hoyerswerda. Das Baden an den ostsächsischen Bergbaufolgeseen Dreiweiberner See, Silbersee und Scheibe-See wird in diesem und den kommenden Sommern sicherer. Das ermöglichen so genannte Rescue-Water-Crafts, ein Trailer und Kalan sowie weitere Schutzausrüstung, die am Freitag, dem 1. Juli 2022, am Dreiweiberner See offiziell durch die LMBV und die Gemeinde Lohsa abgenommen und in Betrieb gegangen sind.

Die Anschaffung der Ausrüstungsgegenstände erfolgte über §4-Mittel des Freistaates Sachsen in Teilprojektträgerschaft der Gemeinde Lohsa. Gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Bautzen e.V., Wasserwacht Ortsgruppe Hoyerswerda, war der Maßnahmenantrag entsprechend der Forderung des Freistaates Sachsen, vertreten durch das Sächsische Oberbergamt, über die Kommune gestellt worden.

Hagen Aust, Vorsitzender der Hoyerswerdaer Wasserwacht, zeigte sich am Freitag sehr zufrieden mit der Ausrüstung. "Wir können mit dieser Rettungstechnik und den dazugehörigen Utensilien nun vor allem den Badebetrieb, aber auch den Sport- und Freizeitbootverkehr an den beliebten Badeseen in Sachen Sicherheit verbessern. Das ist für alle ein gutes Signal!"

Auch Thomas Leberecht, Bürgermeister der Gemeinde Lohsa, betonte, dass nun die Bergbaufolgeseen sicherer würden. Peter Mark, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bautzen e.V. hob die gute Ausstattung hervor, da sie zeige, wie spannend Ehrenamt sein könne und warb für Nachwuchs bei Wasserwacht und Rettungsdienst.

Insgesamt kosteten die zwei Rescue-Water-Crafts mit Trailer, Kalan, Rettungsbrettern und Schutzausrüstung rund 100.000 Euro, die als Bruttofestbetrag durch den Freistaat Sachsen finanziert wurden.

Fotos: LMBV/Kathleen Hofmann-Mitzschke


LMBV konkret 03/2026

In der Ausgabe 03/2026 der LMBV konkret finden Sie u.a. folgende Themen:

Festakt zur Eröffnung des Seenverbundes

Neue Ära in der Lausitz eingeläutet: „Fünf-Seen-Verbund” feierlich am Sedlitzer See eröffnet und übergeben

Impressionen vom Festakt und der 5-Seen-Challenge

Rütteldruckverdichtung am Restloch Greifenhain beendet

Silbersee wieder zum Baden und Bootfahren freigegeben

Seelhausener See in Sachsen offiziell zur Nutzung freigegeben

Bekalkung des Störmthaler Sees erfolgreich umgesetzt

Nördlicher und damit letzter Teil des Geiseltalsees für die Öffentlichkeit gemeinsam freigegeben

Großeinsatz bei Flächenbrand am Restloch Rusendorf

Ausgezeichnete Sicherheit: LMBV-Bereich Kali-Spat-Erz erhält Gütesiegel „Sicher mit System“

Sondierungsarbeiten im thüringischen Trusetal begonnen

Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus dem Sauerland

LMBV und Wismut unterzeichneten „Letter of Intent“

Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern in Leipzig – Tour mit Halt in Zwenkau

Grund- und Hochwasserforum in Bitterfeld durchgeführt

Experten aus Mittelasien und Afrika zu Gast bei der United Nations University in Dresden und der LMBV in der Lausitz

Türkische Vize-Umweltministerin auf Einladung des Bundesumweltministeriums am Bergheider See

Gerald Riedel erhält Verdienstorden

Nachruf auf Prof. Wolfgang Förster: Freiberger Nestor der Bodenmechanik verstorben


LMBV konkret 02/2025

In der Ausgabe 02/2025 der LMBV konkret finden Sie u.a. folgende Themen:

Delegation des Gesellschafters auf Befahrung im Lausitzer Revier, Zusagen realisiert – Arbeiten am Silbersee pausieren planmäßig, Regionalkonferenz im Lausitzer Seenland: LMBV bleibt wichtiger Partner, Verwahren von Filterbrunnen am Berzdorfer See, RBB-Fernsehen berichtet über Sanierungsarbeiten am Sedlitzer See, Betriebsräte informierten sich im Nordraum der Lausitz, Feierliche Wiedereröffnung des Kulturhauses Böhlen nach zwei Jahrzehnten Sanierung, Störmthaler See erhält erneut planmäßige Kalkbehandlung, Wiederaufnahme der Bauarbeiten im Altenberger Bielatal: Konturen der Anlage zur Arsenabreicherung werden sichtbar, Sichtkontrolle am Becken Menteroda durchgeführt, LMBV und United Nations University besiegeln Kooperation auf der Dresden Nexus Conference 2025, LMBV-Beitrag zu Rusendorf in MAURITIANA veröffentlicht

 


LMBV konkret 05/2024

In der Ausgabe 05/2024 der LMBV konkret finden Sie u.a. folgende Themen:

Prokura für Kathy Sommer - Editorial der neuen Technik-Chefin; Zukunft einer nachhaltigen Landnutzung; Ableiter am Wallendorfer See feierlich eingeweiht; Beendigung der Bergaufsicht für 1.135 Hektar im Bereich des Tagebaus Merseburg-Ost erreicht; Übertragen der Projektträgerschaft für die Drainage Zscherndorf; Zehnjähriges Jubiläum des Sanierungsbereiches Kali-Spat-Erz; Instandsetzen der Haldenauffahrt Bischofferode begonnen; Steuerungs- und Budgetausschuss im Lausitzer Revier unterwegs; Verdichtungsarbeiten am Silbersee im Zeitplan; Regionaler Sanierungsbeirat am Löbnitzer Strand; Für mehr Artenvielfalt: Pflanzung von 43 Gehölzen in Rositz; Aussichtsturm auf der Stöntzscher Höhe gewinnt immer mehr an Gestalt

 

 


Exkursion führt Studierende zum Altstandort Kupferhammer

Leipzig/Röblingen am See. In Vorbereitung einer Lehrveranstaltung im Fachbereich Petrologie und Lagerstättenkunde an der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg nutzten am 29. Juli rund 20 Studierende die Möglichkeit, sich am LMBV-Altstandort Kupferhammer über die Funktionsweise einer wetlandbasierten Grundwasserreinigungsanlage zu informieren.

Arne Sander (Stab Sanierung Mitteldeutschland) und Jenny Findeisen (Unternehmenskommunikation Mittdeutschland) informierten zu Beginn über das Wirkungsfeld der LMBV, ihre genauen Aufgaben und Verpflichtungslagen, die LMBV als möglichen Arbeitgeber und über die Historie des Altstandortes Kupferhammer in Röblingen im See. Liane Rappsilber (Ingenieurbüro G.U.T) erläuterte im Anschluss die technischen Gegebenheiten und die genaue Funktionsweise der Anlage.

Bei der Grundwasserbehandlung in vertikalen Bodenfiltern werden kontaminierte Grundwässer durch Mikroorganismen gereinigt. Dabei wird das kontaminierte sauerstoffarme Grundwasser nach dem Prinzip eines Vertikal-Bodenfilters in abgegrenzte sauerstoffreiche Bereiche geleitet. Dadurch kann der biologische und chemische Abbau der Schadstoffe erheblich beschleunigt werden.

Kupferhammer war ein bedeutender Schwelereistandort im Nordraum Mitteldeutschlands, wo von 1862, beginnend mit der Schwelerei Auguste, Braunkohle verschwelt wurde. Der Boden und das Grundwasser wurden teilweise stark mit Schadstoffen belastet. Dies führte dazu, dass ab 1999 eine hydraulische Sicherung des Geländes durch die LMBV begann.

Impressionen von der Studienexkursion (Fotos: Jenny Findeisen)

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