LBGR|OSL: Gefährdungssituation für Eigentümer und Bewohner des Pappelwegs in Lauchhammer

25 Betroffene vom Pappelweg wurden in Lauchhammer über die Notwendigkeit einer Absiedlung informiert

Lauchhammer/Senftenberg. Am 25. Juni 2020 hatte auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Lauchhammer, Roland Pohlenz, eine gemeinsame Informations-Veranstaltung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und des Landkreises OSL sowie des Bergbausanierers LMBV für Eigentümer und Anwohner im Bereich des Pappelwegs in Lauchhammer stattgefunden.

Hierbei informierte ein von den Bergbehörden anerkannter Sachverständiger über die geotechnischen Untersuchungsergebnisse für den Bereich des Wohngebietes Pappelweg in Lauchhammer. Der von der LMBV beauftragte Sachverständige und Gutachter Matthias Götz hatte für diesen Bereich die Verkippungstechnologie und Kippenzusammensetzung der früheren Braunkohlentagebaue untersucht, mit dem Ziel, notwendige Sicherungsmaßnahmen festzulegen.

Die gutachterliche Einschätzung lautete, dass aufgrund der komplizierten geologischen und geotechnischen Situation eine Gefährdungssituation besteht und die Nutzung der Wohngebäude und der in angrenzenden Gartengrundstücken genutzten Gebäude langfristig nicht aufrechterhalten werden kann. Der Landkreis prüft derzeit die Beauftragung eines weiteren Gutachtens.

Die weiteren Schritte werden nun von einer Adhoc-Arbeitsgruppe aus Vertretern des Landkreises, des Landes Brandenburg, der Stadt Lauchhammer und der LMBV unter enger Einbeziehung der betroffenen Bürger abgestimmt.

„Nach der Grubenteichsiedlung und der Wilhelm-Külz-Straße ist nunmehr nach momentaner Gutachterlage eine dauerhafte Nutzung der Grundstücke im Bereich Pappelweg nicht mehr möglich. Weitere Untersuchungen sind notwendig, jedoch ist es mir ein Anliegen, die Bewohner zeitnah über die bereits vorliegenden gutachterlichen Erkenntnisse und Einschätzungen der Behörden zu informieren. Über weitere Entwicklungen werden die Anwohner des Pappelwegs und die Stadt Lauchhammer unterrichtet“, erklärt Landrat Siegurd Heinze und betont: „Letztendlich gilt es, nun gemeinsam Lösungen für die Zukunft der betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu finden.

„Die LMBV wird mit ihren Erfahrungen in der Bergbausanierung - und hier besonders in und um Lauchhammer – die zuständigen Behörden auf Grundlage einer Vereinbarung bei der Lösung der anstehenden Herausforderungen zur Seite stehen und als unterstützende Projektträgerin gemeinsam mit den Betroffenen Handlungsoptionen aufzeigen“, so Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz.

„Die Landesregierung ist sich der Härten für die betroffenen Anwohner sehr bewusst. Wie schon in der Grubenteichsiedlung und aktuell in der Wilhelm-Külz-Straße werden wir alles dafür tun, dass im Rahmen der Möglichkeiten des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung den Betroffenen das größtmögliche Maß an Entschädigung zukommt. Zunächst wird es aber darauf ankommen, Gefahrenlage und Sanierungsbedarf konkret festzustellen und daraus Handlungskonzepte abzuleiten“, erläutert Jan Drews, Abteilungsleiter Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg (GL) im Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg (MIL).

Hintergrund: Das heutige Stadtgebiet von Lauchhammer ist durch intensiven, lange währenden Braunkohlenbergbau geprägt. In und um die ehemaligen Ortschaften der heutigen Stadt Lauchhammer wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts kleinere Tiefbaugruben betrieben. Ab Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten kleineren Tagebaue. Aufgrund der sich weiter entwickelnden umliegenden Großtagebaue und der damit nahezu dauerhaften Absenkung des Grundwassers wurden Siedlungen für die Bergleute unter anderem auf gekippten Flächen im heutigen Stadtgebiet errichtet.

Seit Beendigung des Bergbaus Anfang der 1990er Jahre steigt das Grundwasser wieder an. Damit verbunden sein können Vernässungen von Gebäuden, aber auch Gefährdungen im Zusammenhang mit möglichen Verflüssigungen im Untergrund, die bis hin zum Geländeeinbruch eine Gefahr für die darauf befindlichen Gebäude darstellen.

Die LMBV führt als Projektträgerin im Auftrag von Bund und Braunkohleländern im Rahmen des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung Untersuchungen für diese Folgen des Grundwasserwiederanstiegs durch. Für die Durchführung von erforderlichen Gefahrenabwehrmaßnahmen sind die genannten weiteren Abstimmungen erforderlich.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe und des Landkreises Oberspreewald-Lausitz vom 26.06.2020 / redigiert

Pressegespräch am 26.06.2020 im OSL-Landratsamt in Senftenberg


Pandemie-Krisenstab bewertete aktuelle Lage im Unternehmen u. auf Sanierungsbaustellen

Krisenstab des Bergbausanierers trat am 24. Juni 2020 erneut zusammen

Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Der Pandemie-Krisenstab der LMBV kommt in seiner aktuellen Lageeinschätzung für die LMBV zu dem Ergebnis, dass sich die ergriffenen Maßnahmen gut bewährt und einen hohen Anteil daran haben, dass der Betriebsablauf in der Pandemiephase ohne bedeutende Einschränkungen gewährleistet werden konnte. Auf den Sanierungs- und Verwahrungsbaustellen konnten in allen Bereichen im ersten Halbjahr 2020 insgesamt sehr gute Ergebnisse erreicht werden.

Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass die festgelegten Maßnahmen, insbesondere die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygieneschutzmaßnahmen, weiterhin einen hohen Stellenwert bei der Bekämpfung der Pandemie haben und behalten werden.

Die LMBV wird deshalb weiterhin in den internen Abläufen und auch im Außenverkehr die direkten Arbeitskontakte auf das dringlich notwendige Maß beschränken und Arbeitsberatungen sowie Außenkontakte mit ihren Partnern und Auftragnehmern nur mit dem absolut notwendigen Personenkreis durchführen.

Die LMBV-Geschäftsführung bedankt sich an dieser Stelle bei ihren Partnern und Auftragnehmern für die Mitwirkung und Unterstützung in der für alle Bereiche schwierigen Situation der Bewältigung der Corona COVID 19 Pandemie.

Der Pandemie-Krisenstab der LMBV wird seine Arbeit auch im 2. Halbjahr 2020 entsprechend der aktuellen Bedingungen fortführen.


Ertüchtigung der Kleinen Pleiße als Alternative zur angedachten „Wasserschlange“

Vollendung des Schlüsselkurses 5 bleibt weiterhin Ziel des Leipziger Neuseenlandes

Leipzig/Markkleeberg. Die Anbindung des Markkleeberger Sees an das Leipziger Fließgewässernetz zählt nach wie vor zu den Schlüsselvorhaben bei der Herstellung des Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland. Dazu wurden den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland am 19. Juni 2020 in der 57. Sitzung die Ergebnisse aus der „Studie zur Bewertung der Alternativvarianten für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz“ vorgestellt.

Die Studie wurde Anfang 2019 von der LMBV in Auftrag gegeben, um mögliche Alternativen zur „Markkleeberger Wasserschlange“ für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz zu untersuchen. Das Grundanliegen bei der Prüfung der Alternativen bestand darin, für alle denkbaren und im öffentlichen Diskurs befindlichen Varianten eine vergleichbare Untersuchungstiefe hinsichtlich der wasserfachlichen Rahmenbedingungen, der Raumwiderstände und der Kostenrelationen herzustellen. Im Ergebnis lieferte die Studie insgesamt zehn Varianten mit Untervarianten, aus denen mithilfe einer einheitlichen und umfassenden Matrix bereits die Vorschläge mit den größten Realisierungschancen herausgefiltert werden konnten. Diese werden nun weiter geprüft und damit die Untersuchungen für eine optimale und für gewässerangepasste Mehrpersonenboote nutzbare Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und der Pleiße weiter fortgesetzt.

„Die Region hält an der Vollendung des Schlüsselkurses 5 bis zum Markkleeberger See fest. In den nächsten Wochen und Monaten werden deshalb Planungsoptimierungen geprüft und es wird weitere Abstimmungen zwischen den Mitgliedern der Steuerungsgruppe geben“, betont der Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, Henry Graichen.

Darüber hinaus wird auch eine Prüfung zur wassertouristischen Nutzung der Kleinen Pleiße vorgenommen. Die Stadt Markkleeberg hat dazu bereits einen Antrag zur „Aufsattelung des Wassertourismus“ auf die derzeitige Planung der LMBV zur „Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See über die Kleine Pleiße“ gestellt. Um ihrer Pflichtaufgabe zur Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See nachzukommen, plant die LMBV aktuell die Ertüchtigung der Kleinen Pleiße. Mithilfe von Umtrageeinrichtungen soll relativ kurzfristig dann eine Nutzung der Kleinen Pleiße für Wasserwanderer ermöglicht und der Ein- und Ausstieg an den festgelegten Uferbereichen erleichtert und gelenkt werden.

Hintergrund:

Die Steuerungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt durch die Kompetenz ihrer Mitglieder, einen attraktiven gewässertouristischen Verbund im Leipziger Neuseenland zu befördern und diesen naturverträglich zu gestalten sowie wasserwirtschaftlich zu nutzen. Eines der Schlüsselprojekte ist die wassertouristische Anbindung des Markkleeberger Sees an die Pleiße als Bestandteil des Kurses 5. Dieser verläuft nach seiner Fertigstellung vom Leipziger Stadthafen über den Elstermühlgraben und die Pleiße in den Markkleeberger See und von dort über die Kanupark-schleuse bis zur Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See. Damit der Kurs 5 zukünftig mit gewässerangepassten Mehrpersonenbooten – den sogenannten LeipzigBooten – durchgängig befahrbar ist, gilt es, den Markkleeberger See noch an die Pleiße anzubinden.

Ein möglicher Verlauf einer solchen Verbindung ist die sog. „Markkleeberger Wasserschlange“. Deren Antrag auf Genehmigung wurde jedoch am 24. September 2018 vom Vorhabenträger und Antragsteller Kommunales Forum Südraum Leipzig zurückgezogen, da die Landesdirektion Sachsen als verfahrensführende Behörde in einigen Punkten noch einen entscheidenden Nachbesserungsbedarf gesehen hat, ohne den die vorgelegte Planung nicht genehmigungsreif war. Die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland hat daraufhin auf ihrer 51. Sitzung am 28. September 2018 einen Beschluss zur weiteren Vorgehensweise gefasst und sich darin für weitere Untersuchungen zur Umsetzung dieser wassertouristischen Anbindung ausgesprochen. Zur Begleitung dieser Untersuchung wurde ein Fachbeirat etabliert, der durch Prof. Dr. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle beim Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen, moderiert wurde.

 Information der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland vom 19.06.2020


Region: Neues Highlight an Gewässerverbindung zwischen Markkleeberger und Störmthaler See

Wasser marsch am Steinerlebnisplatz - Einweihung eines Rast- und Spielbereichs zwischen den Bergbaufolgeseen

Claus Mann, Karsten Schütze, Henry Graichen und Dr. Manfred Haupt bei der Eröffnung der Anlage (von links, Foto: Stadtverwaltung Markkleeberg)

Zum ersten offiziellen Kennenlernen des bespielbaren Findlingsgartens hatte der Betreiber der Anlage, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW), eingeladen. „Wir freuen uns, mit dem Steinerlebnisplatz pünktlich zum Sommerbeginn einen attraktiven neuen Verweilbereich am Seenverbund des Markkleeberger und Störmthaler Sees anbieten zu können“, sagt Claus Mann, Geschäftsführer der EGW. „Mit dieser Anlage erhöhen wir nicht nur die Aufenthaltsqualität am Störmthaler Kanal, sondern ergänzen unsere Angebotsvielfalt am Markkleeberger See um einen weiteren Anziehungspunkt für die ganze Familie.“

„Wer die Seen in Markkleeberg lediglich mit Baden und Sonnen verbindet, erhält mit dem Steinerlebnisplatz einen weiteren Beweis dafür, dass rund ums Wasser mehr möglich ist und mehr geboten wird“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Dieser Platz vermittelt Wissen über Geologie und Erdgeschichte. Ich danke allen beteiligten Firmen und dem Fördermittelgeber für die ausgereichten Mittel.“

„Es ist beeindruckend, was hier innerhalb der letzten Monate, auch vor dem schwierigen Hintergrund der Pandemie, entstanden ist“, sagt Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig. „Besonders freut mich die spielerische Einbindung der Themen Geologie und Erdgeschichte unserer Region. Das Entdecken und Bespielen von über einer Milliarde Jahre alten Findlingen macht den besonderen Reiz dieser Anlage aus.“

„Mit dem hier entstandenen Steinerlebnisplatz ist es wunderbar gelungen, die bereits bestehenden Erlebnispunkte des geologischen Pfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander zu verknüpfen“, meint Dr. Manfred Haupt, Vorsitzender des Vereins Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V. „Die hier vermittelten Informationen über die vom Eis aus Skandinavien verfrachteten Findlinge komplettieren die ausführliche Dokumentation der gewonnenen geologischen Erkenntnisse der Erdneuzeit, Tertiär und Quartiär.“

Neben der entsprechenden Gestaltung der Anlage informieren auch Erklärungstafeln über die Gesteine, die von der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) als Schenkung zur Verfügung gestellt worden. Die Auswahl und Beschriftung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Dr. Manfred Haupt und Dr. Hans-Joachim Bellmann vom Verein Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V.

Der Steinerlebnisplatz ist ein bespielbarer Findlingsgarten mit verschiedenen Spielelementen und befindet sich am Störmthaler Kanal, unweit von Kanupark-Schleuse und Klappbrücke. Als letzte Ausbaustufe werden hier die Erlebnispunkte des 14 Kilometer langen Geopfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander verbunden. An dem nachgestellten eiszeitlichen Bachlauf befinden sich zahlreiche Groß- und Kleingeschiebe aus der Eiszeit, Erlebnisstationen mit Steinen sowie Zeugen aus der Tertiärzeit in Form von Tertiärquarziten und verkieselten Hölzern.

Der Steinerlebnisplatz ist ca. 2.000 Quadratmeter groß und hat sechs bespielbare Erlebnisstationen. Beginnend mit einem 2 Meter hohen Kletterfelsen, entlang einer Bachschaukel und einem Kletterfelsen können die Kinder im Zentrum der Anlage in einem beschatteten Fossiliensandkasten selbst aktiv werden und Zeugen der Erdgeschichte frei legen. Das Planschen und Matschen am Bachlauf ist ausdrücklich gewünscht. Verschiedene Sitz- und Rastmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Die Anlage wird allen Gästen frei und kostenlos zugänglich sein.

Der Steinerlebnisplatz ist über die Bundesstraße 2 sowie über die Autobahn 38 erreichbar. Zudem ist er über die Buslinie 106 (Haltestelle Auenhain, Seepark) sehr gut an das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Zum Parken kann der Parkplatz „Auenhainer Bucht“ (Bootssteig) neben dem „Kanupark“ genutzt werden. Für Fahrräder stehen ausreichend Abstellflächen auf dem Gelände zur Verfügung.

Die Planung des Projekts übernahm die IBB Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung GmbH aus Markkleeberg. Der Bau der Anlage erfolgte mit der tbs Baugesellschaft mbH aus Fuchshain von Oktober 2019 bis Mai 2020. Für das Vorhaben wurde eine Förderung im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie beantragt. 

Information der Stadtverwaltung Markkleeberg vom 18.06.2020


Informationsgespräch für Rettungskräfte in Bornaer Feuerwache durchgeführt

Sanierungsträger informiert über die geotechnischen Besonderheiten des Speicherbeckens Borna

Leipzig/Borna. Am Montag, den 15. Juni, fand in der Feuerwache der Stadt Borna ein Informationsgespräch zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen am Speicherbecken Borna statt. Mitarbeiter der LMBV und der beteiligten Arbeitsgemeinschaft (CDM Smith und BIUG) informierten die vor Ort agierenden Rettungskräfte – beispielsweise die Feuerwehren aus Borna und Regis-Breitingen, die zuständigen Polizeireviere oder auch das Technische Hilfswerk – über die geplanten Sanierungsschritte und insbesondere die geotechnischen Besonderheiten vor Ort. In einem nächsten Schritt soll u. a. gemeinsam festgelegt werden, welche Wege bzw. Rettungspunkte im Falle eines Notfalles angesteuert werden können.

Historie Speicherbecken Borna
Das Speicherbecken Borna - im Eigentum des Freistaates Sachsen - befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.

Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen. Die LMBV wurde dann durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen.

Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte. Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen erfolgt.

Ziel der Sanierungsmaßnahmen am sächsischen Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.

Impression vom Gespräch | Archiv-Luftbild


Kontrollbefahrung am Fördergerüst der ehem. Schachtanlage „B. Koenen II“ Nienstedt

Sicherungsarbeiten auf der unteren Seilscheibenbühne des Doppelbock-Fördergerüstes erfolgt

Fördergerüst Bernard Koenen Schacht II mit den ehem. Schachtgebäuden und der Spitzkegelhalde

Sondershausen | Nienstedt. Direkt an der Autobahn 38 liegend, präsentiert sich das Fördergerüst der ehemaligen Schachtanlage Nienstedt in Verantwortung der LMBV als weithin sichtbarer, landschaftsprägender Fixpunkt im Mansfelder Land. Das Fördergerüst am Bernard Koenen Schacht II ist eines der letzten noch erhaltenen Doppelbock-Fördergerüste und neben der Spitzkegelhalde Zeugnis des regionalen Kupferschieferbergbaus in Mitteldeutschland. Die 60 Meter hohe Landmarke wurde bereits in den 1990er Jahren unter Denkmalschutz gestellt. Nienstedt ist ein Ortsteil der Stadt Allstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt.

Im Jahr 1956 war mit den Teufarbeiten des Schachtes, mit einem lichten Durchmesser von sechs Meter, begonnen worden. Nach fünfjähriger Bauzeit wurde die Endteufe von 871 Meter des zukünftigen Wetter-, Flucht- und Förderschacht erreicht. Durch den VEB Thüringer Stahlbau erfolgte dazu das Herstellen eines genieteten Fördergerüsts ab 1960. Mit der Einstellung der Förderung nach 1990 erfolgte schrittweise die Verfüllung des Schachtes und der Rückbau der beiden Fördermaschinen einschließlich Fördergestelle und Führungsgerüst in späterer Verantwortung der GVV, heute des LMBV-Sanierungsbereiches KSE.

Mittlerweile weist das Fördergerüst fortschreitende Korrosionsschäden auf. Das Gerüst wird daher turnusmäßig von der LMBV und Sachverständigen der Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH befahren, um Gefahren für die öffentliche Sicherheit rechtzeitig zu erkennen und zu unterbinden.

So fand am 9. Juni 2020 eine Befahrung mittels eines Hubsteigers statt. Mit einem 64 Meter langen Ausleger konnten der Sachverständige alle Seilscheibenbühnen und Hilfsbühnen sowie Stützen befahren und begutachten sowie anschließend durch die Mitarbeiter des Zentralen Grubenwassermanagements die potenziellen Gefahrenquellen beseitigt werden. Dazu wurden unter anderem Ketten als Abfangsicherung angebracht. Ein nächster Schritt wird der Rückbau des Portalkrans auf dem Fördergerüst sein. In zwei Jahren erfolgt dann im Jahr 2022 voraussichtlich eine erneute Begutachtung des Gerüstes mit einer technischen Bewertung. Fotos: FILMART für LMBV|KSE

Eindrücke aus Sondershausen  (Fotos: Danny Bodenstab)


FHG: Kranen der nächsten acht Schwimmenden Ferienhäuser am Bärwalder See steht an

Bald darauf werden dann eine 2. Steganlage und weitere 4 „floating houses“ gekrant und montiert

Klitten/Berlin. Wie die Investoren der FHG floating house GmbH am 12. Juni 2020 informierten, seien die Bauarbeiten für insgesamt künftig 26 Schwimmende Ferienhäuser am Bärwalder See derzeit in vollem Gange.

Neben dem schwimmenden Musterhaus, das im Mai 2019 bereits eröffnet worden war, und dem ersten „floating house“, welches sich seit dem 01.06.2020 in der Vermietung an Urlauber befindet, folgen jetzt schrittweise weitere acht Schwimmende Ferienhäuser.

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Pünktlich und wie geplant seien in der 24. Kalenderwoche die Bestandteile für die erste Steganlage der FHG geliefert worden. Auch die Dalben zur Befestigung der Stege konnten bereits eingerammt werden, wie auch die FHG-Luftaufnahme von der ergänzenden Steganlage am Bärwalder See zeugt. Am Dienstag, den 16.06.2020 könnten nun die nächsten vier Schwimmenden Ferienhäuser der 1. Charge gekrant und am neuen Steg befestigt werden. Die Erschließungsarbeiten auf dem Steg für Elektro und Sanitär begännen zeitgleich.

Die folgenden vier Schwimmenden Ferienhäuser der 2. Charge kämen dann am Donnerstag, den 18.06.2020 auf dem Parkplatz in der Marina Klitten an und würden sofort zum Kranen vorbereitet, so die Informationen der FHG. In der 26. Kalenderwoche werden dann die 2. Steganlage und die vier „floating houses“ gekrant und montiert. Damit werden dann insgesamt zehn Schwimmende Ferienhäuser der Investoren in der Marina Klitten vor „Anker“ liegen.

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500-Tonnen-Kran hebt Anlegedalbe ins Restloch Koschen, den Geierswalder See

Rammen der Dalbe an der Südböschung des Restlochs Koschen

Senftenberg/Geierswalde. Ein 500-Tonnen-Kran dominiert in diesen Tagen das Ortsbild von Geierswalde. Mehrere Baumaßnahmen sind derzeit am Restloch Koschen, dem Geierswalder See, in vollem Gang.

Zum einen werden im Rahmen des §2 des VA VI derzeit die Sicherungsarbeiten der Südböschung durch eine Vorschüttung aus Wasserbausteinen umgesetzt - dies wurde nach den Herbststürmen 2017 nötig.

Des Weiteren werden in Abstimmung mit der Gemeinde Elsterheide und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen als §4-Maßnahme in erschütterungsarmer Verfahrensweise Rammarbeiten am bzw. im Wasser durchgeführt: Spundwände werden eingebracht sowie Dalben an der Bootseinlassstelle gesetzt. Am 8. Juni 2020 wurde nun die seeseitige Dalbe mit dem großen Kran ins Wasser eingebracht.

Im Sommer soll mit dem Hochbau an den Außenanlagen des Wasserwanderrastplatzes begonnen werden, dabei ist ein Multifunktionsgebäude mit Serviceeinrichtungen für Wasserwanderer und Camper sowie Räumlichkeiten für die Wasserschutzpolizei Brandenburg/Sachsen geplant.

Ebenso sollen die Außenanlagen für den Caravanstellplatz und ein Landliegeplatz für Boote hergerichtet und die vorhandene Löschwasserentnahmestelle zur Slipanlage mit Begleitsteg und Landgang ertüchtigt werden. Wie der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen mitteilte, sind die Ausschreibungen dazu gestartet.


Vorort-Termin an Überleiter 3a-Baustelle der Bergbausanierer bei Klein Partwitz

Gegenwärtig erfolgt der Bau eines Absperrbauwerkes – Vollendung der Überleiterbauwerks bis Ende 2020

Senftenberg/Klein Partwitz. Reges Baugeschehen derzeit am Überleiter 3a: Dort entsteht momentan ein Sperrbauwerk. Dafür mussten rund 580 Kubikmeter Beton allein unter Wasser eingebracht werden. Weitere 450 Kubikmeter Stahlbeton folgen in den kommenden Wochen, kündigte der zuständige LMBV-Projektmanager Steffen Kowalick kürzlich in einem Gespräch vor Ort an. Mittels dieses Absperrbauwerkes kann künftig vorallem die Durchflussrichtung variiert werden, ergänzte LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro bei diesem Vororttermin. Nach Fertigstellen der hydraulischen Verbindungen im Bereich der Innenkippe Spreetal besteht dann die Möglichkeit, Wasser vom Sabrodter See über den Blunoer Südsee zum Neuwieser See durch den Kanal strömen zu lassen oder das Wasser in die andere Richtung über den Sabrodter und Bergener See zu schicken. Geregelt wird das Ganze mittels eines Stemmtores, das demnächst eingebaut werden soll.

Die hydrologische Funktion daher beim Überleiter 3a künftig im Vordergrund. Erst danach komme die wassertouristischen Aspekte. „Auch der Überleiter 3a wird mittelfristig schifffahrtstauglich ausgestattet. Bei einer Breite von sechs Metern passen dann auch Fahrgastschiffe problemlos hindurch“, ergänzte Karsten Handro. Der künftige Überleiter Nr. 3a zwischen dem Blunoer Südsee und dem Neuwieser See wird mit einer Länge von lediglich 40 Metern einmal der kürzeste im gesamten Lausitzer Seenland sein. Seine Überführung selbst soll eine Länge von 27 Metern haben und voraussichtlich bis zum Jahresende 2020 vollendet sein. Der Blunoer Südsee ist derzeit bereits zu 77 Prozent gefüllt, der Neuwieser See steht bei 71 Prozent.

Die künftige Kanalbrücke mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 Meter wird auch nach ihrer Vollendung zunächst für die Öffentlichkeit noch gesperrt bleiben. Denn sowohl an den Bergbaufolgeseen als auch auf der Spreetaler Innenkippe stehen noch umfangreiche Sanierungsarbeiten der LMBV an. Fast der gesamte Bereich der Spreetaler Innenkippe ist nach wie vor noch geotechnisch gesperrt. Außerdem sind noch Überhöhen in den beiden Bergbaufolgeseen zu beseitigen und die Spreetaler Kippen mit schonender Sprengverdichtung zu sichern. Perspektivisch soll die Kanalbrücke allerdings auch Teil einer neuen Ortsverbindung sein. „Wir wollen die historische Trasse von Klein Partwitz nach Bluno langfristig wieder herstellen“, so Kowalick gegenüber der Regionalzeitung.

Archivbild: Lage des künftigen Überleiters 3a - Vor Beginn der Arbeiten


Verdichtungsarbeiten im Südwesten des Restloches Greifenhain kommen gut voran

Zwei Rütteldruckverdichter der Fa. V&C Metzner im Auftrag der LMBV an der sog. Rutschungsumfahrung unterwegs

Senftenberg/Altdöbern. „In zwei Spuren sind derzeit raupengestützte Seilbagger mit Rütteldruck-Verdichtungslanzen am Südwestufer des Restloches Greifenhain unterwegs“, so Jens Bäcker, zuständiger LMBV-Abteilungsleiter.

„Sie sichern dort die gekippten Uferböschungen des künftigen Altdöberner Sees und erweitern abschnittsweise den ‚versteckten‘ Damm im oberen Teil der gekippten Restlochböschung mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) südlich der am 27.03.2006 gegangenen Rutschung bei Altdöbern.“

Altdöbern
Sanierungsarbeiten im Auftrag der LMBV am Altdöberner See

Bereits im Zeitraum 2008 bis 2011 erfolgte die Realisierung der ersten Verdichtungsetappe im Verhältnis zum damaligen Restlochwasserstand in diesem Abschnitt. Aufgrund des weiter angestiegenen Grund- und Restlochwasserstandes folgte seit 2019 nun die zweite Verdichtungsetappe mittels RDV. Der derzeitige Wasserstand im Restloch liegt bei fast 75,9 m NHN und damit noch 6,5 Meter unter dem künftigen oberen Zielwasserstand.

Die aktuelle Maßnahme erfolgt vom gewachsenen Bereich ausgehend oberhalb der gekippten Restlochböschung. Dabei werden auf einer Gesamtlänge von 840 Meter und einer Breite zwischen 80 und 145 Meter, beginnend mit 5 bis zu 30 Meter Teufe, insgesamt ca. 2,2 Mio. m³ Kippenboden im Untergrund verdichtet. Den Auftrag der LMBV führt die Firma V&C Metzner GmbH seit der 34. Kalenderwoche 2019 – mit zunächst einem RDV-Gerät - aus. Ein zweiter Rüttler ist seit April 2020 parallel im Einsatz.

Im Zusammenhang mit der laufenden RDV-Maßnahme erfolgen zudem Erdbauleistungen zur Zugabe von Boden für die Verdichtung, zur Herstellung der RDV-Trasse und zur Geländeprofilierung. Der zu verdichtende Bereich befindet sich in der sich später einstellenden Wasserwechselzone. Die Maßnahme der LMBV dient ausschließlich der geotechnische Sicherung der gekippten Restlochböschung und nicht dem Herstellen eines zukünftigen Strandes oder Hafenbeckens.

Im Nachgang an diese Verdichtungsetappe erfolgt abschließend eine weitere Maßnahme zur Herstellung der erforderlichen uneingeschränkten Stabilität der Kippenböschung. Dabei erfolgt eine Oberflächenverdichtung und die abschließende Profilierung (Wellenausgleichsprofil) der Böschung.

Fotos vom 26/05/2020: Steffen Rasche für LMBV

Archivfoto aus 2019: SW-Böschung des RL Greifenhain

Impresionen der Sanierungsarbeiten