Sanierungsträger informiert in Rötha über geplante Göselbach-Maßnahmen
Leipzig/Rötha. Auf Einladung des Röthaer Bürgermeisters Stephan Eichhorn informierten am Montag, den 28. September im Röthaer Volkshaus, Mitarbeiter der LMBV und des beteiligten Planungsbüros über die geplanten Maßnahmen an Alter und Neuer Gösel.
Neben den notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Neuen Gösel im Bereich Oelzschau und Pötzschau informierte der Sanierungsträger auch über die Anbindung der Alten Gösel an den Störmthaler See.
Während der Zeit des aktiven Braunkohlebergbaus wurden viele Flussläufe verlegt, um den begehrten Rohstoff und Energieträger trocken abbauen zu können. Deshalb verlegte man damals auch den sogenannten Göselbach, welcher durch das Revier des ehemaligen Tagebaus Espenhain führte. Mit der Umverlegung jener Alten Gösel entstand ein völlig neuer Flussverlauf (Neue Gösel). Eine Nebenbestimmung des Abschlussbetriebsplanes (ABP) legt nun fest, dass nach dem Ende des aktiven Braunkohleabbaus in Espenhain ein wasserrechtliches Planfeststellungsverfahren für den Ausbau und die Einbindung des Göselbaches (Alte Gösel) als Zulaufgewässer in den Störmthaler See durchzuführen ist. Ziel dabei war und ist es, einen sich weitgehend selbst regulierenden Gebietswasserhaushalt herzustellen, der wasserwirtschaftliche, ökologische, regional-planerische und wirtschaftliche Belange sowie bestehende und geplante Nutzungen berücksichtigt.
Der für die Einbindung des Göselbaches (Altlauf) in den Störmthaler See bislang vorgesehene Bereich wurde jedoch durch die Hochwässer 2010 und 2013 so stark verändert, dass die ursprüngliche Planung nicht mehr umsetzbar ist. Ziel der aktuellen Arbeit ist es deshalb, Möglichkeiten einer nachhaltigen Umgestaltung des Resteinzugsgebietes des Göselbaches zu sondieren, damit ein sich weitgehend selbst regulierender Gebietswasserhaushaltes hergestellt werden kann.
Fotos: Anika Dollmeyer für LMBV
Abgeordnete aus Thüringen informieren sich bei der LMBV über die Bergbausanierung
Am Haselbacher See (v.l.n.r.: M. Mennert (LMBV) G. Scholz (LMBV), Ralph Lenkert (Mitglied des Bundestages), Dr. Martin Schirdewan (Mitglied des Europ. Parlaments), M. Wille (LMBV), Ralf Plötner (Mitglied des Thüringer Landtages)
Leipzig. Am 24. September 2020 verschafften sich das
Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Martin Schirdewan, das Mitglied
des deutschen Bundestages Ralph Lenkert sowie die Thüringischen
Landtagsabgeordneten Markus Gleichmann und Ralf Plötner einen Überblick
über die Aufgaben der LMBV im Rahmen der Bergbausanierung in Thüringen
und die laufenden und künftigen Herausforderungen der LMBV. Alle vier
Abgeordnete gehören der Partei DIE LINKE an und kommen aus Thüringen.
Auskunft
gaben in einem Informationsgespräch in Rositz der Leiter des Büros der
Geschäftsführung der LMBV Gerald Scholz und der Mitarbeiter der
LMBV-Planungsabteilung Max Wille. In der anschließenden Befahrung des
Schnittstellenprojektes Schelditz, der Restlöcher Zechau und des
Haselbacher Sees verschafften sich die Abgeordneten einen Überblick über
die Komplexität der Bergbausanierung. Fragen gab es insbesondere zu den
wasserwirtschaftlichen Sanierungsaufgaben, zu Schnittstellen zu anderen
Altlastenprojekten, zu strukturellen Fragen, die mit der
Bergbausanierung zusammenhängen und auch zu den Aufgaben im
thüringischen Teil des Bereiches Kali-Spat-Erz der LMBV. Die
Abgeordneten äußerten sich anerkennend über die Arbeit der LMBV und
regten an, die Erfahrungen der LMBV im aktuellen Strukturwandel
einzubringen.Impressionen von der Befahrung
In Zechau, v.l.n.r: Mitglied des Europäischen Parlaments Dr. Martin Schirdewan; Mitglied des Deutsachen Bundestages Ralph Lenkert, Mitglied des Thüringer Landtages Markus Gleichmann, Mitglied des Thüringer Landtages Ralf Plötner
In Rositz Schelditz wurde über den aktuellen Sanierungsstand berichtet.
Die letzte Station der Befahrung führte zum Haselbacher See.
Vorstellung der Sanierungsplanung zur Alten und Neuen Gösel in Rötha vorgesehen
Leipzig/Rötha. Auf Einladung des Röthaer Bürgermeisters Stephan Eichhorn informieren am Montag, den 28. September,
Mitarbeiter der LMBV über die geplanten Maßnahmen an Alter und Neuer
Gösel. Neben den notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Neuen
Gösel im Bereich Oelzschau und Pötzschau wird der Sanierungsträger auch
über die Anbindung der Alten Gösel an den Störmthaler See informieren.
Die Veranstaltung findet im Volkshaus Rötha statt und beginnt um 18 Uhr.
Während der Zeit des aktiven Braunkohlebergbaus wurden viele
Flussläufe verlegt, um den begehrten Rohstoff und Energieträger trocken
abbauen zu können. Deshalb verlegte man damals auch den sogenannten
Göselbach, welcher durch das Revier des ehemaligen Tagebaus Espenhain
führte. Mit der Umverlegung jener Alten Gösel entstand ein völlig neuer
Flussverlauf (Neue Gösel). Eine Nebenbestimmung des
Abschlussbetriebsplanes (ABP) legt nun fest, dass nach dem Ende des
aktiven Braunkohleabbaus in Espenhain ein wasserrechtliches
Planfeststellungsverfahren für den Ausbau und die Einbindung des
Göselbaches (Alte Gösel) als Zulaufgewässer in den Störmthaler See
durchzuführen ist. Ziel dabei war und ist es, einen sich weitgehend
selbst regulierenden Gebietswasserhaushalt herzustellen, der
wasserwirtschaftliche, ökologische, regional-planerische und
wirtschaftliche Belange sowie bestehende und geplante Nutzungen
berücksichtigt.
Der für die Einbindung des Göselbaches (Altlauf) in den Störmthaler
See bislang vorgesehene Bereich wurde jedoch durch die Hochwässer 2010
und 2013 so stark verändert, dass die ursprüngliche Planung nicht mehr
umsetzbar ist. Ziel der aktuellen Arbeit ist es deshalb, Möglichkeiten
einer nachhaltigen Umgestaltung des Resteinzugsgebietes des Göselbaches
zu sondieren, damit ein sich weitgehend selbst regulierender
Gebietswasserhaushaltes hergestellt werden kann.
Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, Regina Kraushaar, auf Informationstour
Senftenberg. Zu einer Informationstour durch das
sächsische Lausitzer Sanierungsgebiet starteten am Mittwoch Vertreter
des Sanierungsbereichs der LMBV und die Präsidentin der Landesdirektion
Sachsen, Frau Regina Kraushaar.
Unter der Leitung von Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz,
ging es nach einer kurzen Einführung zur Entwicklung der LMBV und ihren
Aufgaben an den Überleiter 9, den Barbara-Kanal, der im vergangenen
Jahr freigegeben werden konnte. Des Weiteren besichtigte die Präsidentin
den Überleiter 3 und 3a sowie den Aussichtspunkt Bergen. Dort gewann
sie einen Einblick in die Dimension des geotechnischen Ereignisses, das
sich mittlerweile zum 10. Mal jährt.
Auch der Industriepark Schwarze Pumpe war Anlaufpunkt der Tour. Die
dortige Vakuumthermische Reinigungsanlage der LMBV zeigte eindrucksvoll,
wie notwendig die Bodensanierung an diesem Standort ist. Die
Wasserbehandlungsanlage Burgneudorf und der Horizontalfilterbrunnen 3
der Stadt Hoyerswerda gaben Einblick in die vielseitigen Aufgaben der
LMBV, die mit dem Wiederanstieg des Grundwassers und der
Wasserbeschaffenheit zusammenhängen.
"Es war eine sehr informative Befahrung, an der ich gern teilgenommen
habe. Sie hat mir einen guten, fundierten Einblick in die Arbeit der
LMBV gewährt", bedankte sich Regina Kraushaar im Anschluss an die
Befahrung bei den Teilnehmern und Organisatoren.
Frischer Anstrich für historische Senftenberger Lok zum LMBV-Jubiläum
LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny und Bürgermeister Andreas Fredrich vor Senftenbergs Lok mit frischem Anstrich am 10.09.2020 (Foto: S. Rasche für LMBV)
Senftenberg. Der Bergbausanierer LMBV begeht in
diesen Tagen sein 25. Unternehmensjubiläum. Alle Veranstaltungen aus
diesem Anlass wurden jedoch Corona-bedingt abgesagt. Ursprünglich war im
September 2020 in Berlin eine Veranstaltung der LMBV mit
Bundesvertretern und den Ministerpräsidenten der ostdeutschen
Braunkohleländer geplant, die jedoch angesichts der Coronapandemie nicht
mehr durchführbar war.
„Die frei gewordenen Mittel haben wir deshalb gut und sinnvoll zum
Erhalt eines Zeugnisses des Braunkohlenbergbaus einsetzen können", freut
sich Bernd Sablotny. Am 10. September 2020 präsentierte der Sprecher
der Geschäftsführung der LMBV die fertige E-Lok samt Abraumwagen dem
Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich. Dieser zeigte
sich zufrieden mit dem frischen Farbanstrich, der gleichzeitig
Korrosionsschutz ist.
Lok und Abraumwagen stehen unter Denkmalschutz. Die auch
„Hundert-Tonnen-Loks“ genannten, mit Gleichstrom betriebenen Maschinen
gehören der am meisten gebauten E-Lok-Baureihe Deutschlands an. Die
Senftenberger Lok ist eine EL2 mit der Nummer 4-1204-100-B3. Sie wurde
1986 an das damalige VEB Braunkohlenkombinat Senftenberg geliefert und
war im Tagebau Seese-Ost im Einsatz. Für die Laubag fuhr sie vermutlich
bis 1994, nach ihrer Aufarbeitung 2003 in Senftenberg ist sie als
Denkmal am Ortseingang präsent.
Für weiterführende Informationen zur Geschichte des Lausitzer Braunkohlenbergbaus seit 1990 sei die LMBV-Reihe „Wandlungen
und Perspektiven" empfohlen, die fast alle Tagebaugebiete in der
Lausitz und in Mitteldeutschland in Verantwortung der LMBV historisch
aufarbeitet und mit ihren Entwicklungen darstellt. Im September
erscheint außerdem eine Darstellung der bisherigen Meilensteine der LMBV
anlässlich des 25-jährigen Unternehmensjubiläums, die ebenfalls auf der
Homepage abrufbar sein wird.
Frischer Anstrich
MLUK: Weiterhin kritische Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster
25. Ad hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ hat in Cottbus beraten
Cottbus. Am 14. September 2020 tagte die
länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ bereits zum
25. Mal in Cottbus. Sie mahnte die weiterhin kritische
Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster an. „Nachdem sich
Ende August durch flächendeckende Niederschläge eine leichte Entspannung
der Niedrigwassersituation abzeichnete, blieben seither weitere
Niederschläge nahezu aus. Durch die erneute sehr trockene und warme
Witterung herrschen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer
Elster weiterhin extreme Niedrigwasserverhältnisse.
Informationen zur Spree
Die Niedrigwassersituation im Oberlauf der Spree und den sächsischen
Zuflüssen hatte sich Anfang September nur kurzzeitig entspannt. In Folge
ausbleibender Niederschläge und weiterhin sehr geringer
Grundwasserzuflüsse gingen die Abflüsse wieder deutlich zurück. Die
Talsperre Bautzen ist momentan zu 39 Prozent gefüllt und stützt den
Abfluss der Spree geringfügig. Die Talsperre Quitzdorf steht wegen
fehlenden Speicherinhalts weiterhin nicht für die aktive Bewirtschaftung
zur Verfügung. Das LMBV-Speicherbecken Bärwalde konnte durch
die starken Niederschläge von Ende August auf 25 Prozent des
Speichervolumens aufgefüllt werden, welches bei Bedarf weiterhin genutzt werden kann, um die Abflüsse der Spree bis Ende September zu stützen.
Die Talsperre Spremberg erhielt in den ersten Septembertagen in Folge
der Niederschläge erhöhte Zuflüsse, sodass der Wasserstand um einige
Zentimeter anstieg. Bereits seit dem 4. September sind die Abflüsse am
Pegel Spremberg wieder auf einem sehr niedrigen Niveau und entsprechen
etwa der Abgabemenge von rund 6 Kubikmetern pro Sekunde. Aktuell
(14.09.2020) beträgt der Beckenwasserstand, bei leicht fallender
Tendenz, 90,27 Meter NHN. Der Abfluss am Unterpegel Leibsch hat sich
aufgrund der flächendeckenden Niederschläge etwas stabilisiert. Anfang
September erhöhte sich der Abfluss kurzzeitig bis auf 9 m³/s. Im
Spreewald kommt es zu einer stark verzögerten Abgabe von
Niederschlagswasser, sodass die Abflüsse bis Mitte September nur
sukzessive abnahmen. Aktuell beträgt der Abfluss 3,5 Kubikmetern pro
Sekunde und liegt deutlich unter dem mittleren Abfluss für September.
Dieser beträgt für den Referenzzeitraum (1991 – 2017) 11,2 Kubikmetern
pro Sekunde. In den kommenden Tagen muss bei ausbleibenden
Niederschlägen von einer weiteren geringen Abnahme der Abflüsse am
Unterpegel Leibsch ausgegangen werden. Eine Unterschreitung des temporär
festgelegten Mindestabflusses von 1,5 m³/s ist jedoch nicht zu
erwarten. Quelle MLUK v. 16.09.2020
Informationen zur Schwarzen Elster
An der Schwarzen Elster hatten die späten Augustniederschläge
zunächst zu einer Verbesserung der extremen Niedrigwassersituation
beigetragen. Da aber auch in diesem Einzugsgebiet seit Anfang September
weitere nennenswerte Niederschläge ausblieben, verschlechtert sich die
Abflusssituation gegenwärtig. Der trockengefallene Abschnitt der
Schwarzen Elster zwischen Neuwiese und Kleinkoschen, der in Folge der
Niederschläge wieder Wasser führte, fällt nun erneut trocken. Kurzzeitig
konnte der verfügbare Abfluss jedoch genutzt werden, um den
Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) und den Geierswalder See
(Restloch Koschen) mit Wasser zu versorgen.
Im Stadtgebiet von Senftenberg erfolgt weiterhin die Stützung des Abflusses der Schwarzen Elster durch die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza.
Der Abfluss am Pegel Biehlen beträgt aktuell 0,47 Kubikmeter pro
Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im September
normalerweise bei rund 2,19 Kubikmetern pro Sekunde.
Durch die Augustniederschläge und die kurzeitige Einleitung von Wasser, stieg der Wasserstand im Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) Anfang September um wenige Zentimeter.
Seither können die Abflüsse der Schwarzen Elster wieder in geringem
Maße durch eine Wasserabgabe gestützt werden. Der Wasserstand des
Senftenberger Sees liegt aktuell bei 98,49 Meter NHN. Der
Wasserstand fällt nur sehr langsam; daher wird es im September keine
Nutzungseinschränkungen für den Senftenberger See geben.“ Quelle MLUK v. 16.09.2020
E. Scholz arbeitet in der Adhoc-AG mit
E. Scholz im Antenne-Interivew mit J. Jahn
Ableiter aus dem Bergbaufolgesee und Speicher Bärwalde
Start der 1. Messkampagne des gemeins. Reviernivellements bei Bad Muskau erfolgt
Vertreter der LVÄ sowie der Bergbauunternehmen trafen sich vor Ort in Bad Muskau zu ersten gemeinsamen Messungen im Grenzübergangsbereich der beiden Bundesländer
Bad Muskau. Die Vermessungsämter der Länder (LVÄ) Brandenburg und
Sachsen sowie die im Lausitzer Braunkohlerevier wirkenden
Bergbauunternehmen LMBV und LEAG werden die im Revier vorhandenen und
regelmäßig beobachteten Nivellementslinien zukünftig einer gemeinsamen
Bearbeitung unterwerfen.
Dazu trafen sich Vertreter der LVÄ sowie der Bergbauunternehmen vor
Ort in Bad Muskau zu ersten gemeinsamen Messungen im
Grenzübergangsbereich der beiden Bundesländer.
Grundlage bilden einschlägige Vorschriften aus dem Vermessungs- und
Bergrecht, aufgrund derer die Höhen im Gebiet des Lausitzer
Braunkohlereviers regelmäßig zu aktualisieren sind. Wegen der
weitgehenden Übereinstimmung der durch die Landesvermessungsbehörden und
die Bergbauunternehmen angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine
gemeinsame, abgestimmte und arbeitsteilige Bearbeitung dieser
Höhenfestpunktnetze im gegenseitigen Interesse. Zudem führt die
gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten Standards zu einem
länderübergreifend einheitlichen und hinreichend kontrollierten
Höhennachweis für alle Beteiligten.
Dazu wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen der LEAG (Lausitz Energie
Bergbau AG), der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH), dem GeoSN (Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen) sowie der LGB
(Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg) geschlossen.
„Die Vertragsparteien vereinbaren, die im Lausitzer
Braunkohlerevier vorhandenen und regelmäßig zu beobachtenden
Nivellementslinien zukünftig einer gemeinsamen Bearbeitung zu
unterziehen. Grundlage bilden einschlägige Vorschriften aus dem
Vermessungs- und Bergrecht, aufgrund derer die Höhen im Gebiet des
Lausitzer Braunkohlereviers regelmäßig zu aktualisieren sind.
Wegen der weitgehenden Übereinstimmung der durch die
Landesvermessungsbehörden (LVB) und die Bergbauunternehmen (BBU)
angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine gemeinsame, abgestimmte und
arbeitsteilige Bearbeitung dieser Höhenfestpunktnetze im allseitigen
Interesse einer effizienten Aufgabenerledigung. Zudem führt die
gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten Standards zu einem
einheitlichen und hinreichend kontrollierten Höhennachweis für alle
beteiligten Stellen und deren Nutzer.“
Oben: Gemeinsames Foto mit den Verantwortlichen
Janus Czodrowski, Referatsleiter 32 - Geodätischer Raumbezug - vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen,
Stephan Bergweiler, Dezernatsleiter D 21 - Geodätischer Raumbezug - der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg,
Marko Hein, Leiter der Markscheiderei der LEAG und
Stefan Weber, Mitarbeiter der Markscheiderei der LMBV sowie
den Nivellementstrupps der GMB und des GeoSN bei Bad Muskau.
Feldanweisung der Landesvermessungsbehörden und Bergbauunternehmen für die gemeinsame Aktualisierung der Höhen im Lausitzer Braunkohlerevier erarbeitet
Bad Muskau. Auf Basis dieser länderübergreifend abgestimmten
Rahmenvereinbarung und der darauf fußenden Feldanweisung fand am
15.09.2020 der Start der ersten Messkampagne im Netz 1. Ordnung
unmittelbar an der Landesgrenze zwischen dem Freistaat Sachsen und dem
Land Brandenburg statt.
Die mit den Landesvermessungen abgestimmten Feldanweisung sagt u.a. aus: „Aufgrund
der einschlägigen Vorschriften aus dem Vermessungs- und Bergrecht sind
die Höhen im Gebiet des Lausitzer Braunkohlereviers regelmäßig zu
aktualisieren. Wegen der weitgehenden Übereinstimmung der durch die
Landesvermessungsbehörden (LVB) und die Bergbauunternehmen (BBU)
angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine konzertierte und arbeitsteilige
Bearbeitung dieser Höhenfestpunktnetze im allseitigen Interesse an einer
effizienten Aufgabenerledigung.
Zudem führt die gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten
Standards zu einem einheitlichen und hinreichend kontrollierten
Höhennachweis. Die Wiederholungsmessungen in der Lausitz sollen sowohl
der Analyse des Höhenänderungsgeschehens dienen als auch der
Bereitstellung von einheitlichen, anforderungsgerechten Höhen in der
Gebietsfläche als Anschlusshöhen für die Vermessungspraxis.
Diese Feldanweisung konzentriert sich auf das digitale
Präzisionsnivellement als das aktuelle für die geforderten Genauigkeiten
geeignete Verfahren. Das Vorhaben der beteiligten Stellen, im Bereich
der Lausitz bis zur Entlassung der Gebiete aus der Bergaufsicht die
Höhen gemeinsam zu aktualisieren, ist jedoch grundsätzlich offen für
alternative oder ergänzende Technologien, sofern diese hinsichtlich
ihrer Genauigkeit und Zuverlässigkeit den rechtlichen Anforderungen
genügen.
Aufgrund der komplexen Thematik kann und soll diese Feldanweisung
kein erschöpfender Leitfaden für alle beim Präzisionsnivellement
anfallenden Tätigkeiten sein. Vielmehr wird auf die anerkannten Regeln
des Präzisionsnivellements mittels Digitalnivellieren verwiesen, die in
den einschlägigen Erlassen, Richtlinien und fachlichen Weisungen der
Landesvermessungsbehörden sowie in den Lehrbüchern und DIN- und
ISO-Normen enthalten sind.“
Foto: Netzentwurf für das Rahmennetz des Lausitzer Braunkohlereviers, Rahmennetzlinien (rot), Anschluss-UF (schwarze Ringe)
Zwanzig Jahre arbeitet bereits die Flutungszentrale Lausitz in Senftenberg
Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen
Das Team der Flutungszentrale (Archivfoto)
Senftenberg. Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen sind mit der Flutungszentrale Lausitz der LMBV verbunden. Die Gewinnung der Braunkohle in der Vergangenheit griff auch tiefgreifend und nachhaltig in den Wasserhaushalt der Region ein.
Daher gehörte zur mehr als 25-jährigen Sanierungstätigkeit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) seit jeher auch die wasserwirtschaftliche Bergbausanierung mit all ihren komplexen Aufgaben. Einen wichtigen Teil dieser Arbeiten übernahm am 14. September 2000 die eigens gegründete Flutungszentrale Lausitz der LMBV (FZL) mit dem Ziel, die verfügbaren Wasserressourcen optimal für die Flutung und Nachsorge der rund 30 größeren Lausitzer Bergbaufolgeseen zu nutzen.
Eckhard Scholz, LMBV-Bereichsleiter Technik, einer der Gründungsväter der Zentrale, blickt zufrieden auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück. „Seit nunmehr 20 Jahren bringt die Flutungszentrale die Generationsaufgabe der wasserwirtschaftlichen Bergbausanierung erfolgreich mit voran.“ Dabei stehe die FZL – anfänglich in Brieske ansässig – in enger, länderübergreifender Abstimmung mit allen beteiligten Behörden und Institutionen. Im Jahr 2007 zog die FZL mit ihrer Betriebssteuerung mit an den neu angemieteten Hauptsitz der LMBV in die Senftenberger Knappenstraße.
Im Laufe der vergangenen 20 Jahre änderte sich mit den veränderten Voraussetzungen und Anforderungen auch das Aufgabenspektrum der FZL. Anfangs stand noch die mengenorientierte Bewirtschaftung der Bergbaufolgeseen im Fokus. Mit der Einführung des Gütesteuermodells im Jahr 2005 wandelte sich die Ausrichtung der Bewirtschaftung hin zu einer zunehmend güteorientierten Steuerung.
„In unserer Arbeit spielen daher nicht nur Wassermengen eine entscheidende Rolle, sondern auch die Wasserbeschaffenheit zum Schutz der Gewässer und somit auch von Mensch und Natur“, so Eckhard Scholz. Der Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen steht dabei heute hinsichtlich der Rangigkeit der Entnahmen mittlerweile an letzter Stelle. Künftig werden es vor allem länderübergreifende, komplexe Konzepte zur Niedrigwasserbewirtschaftung sein, welche die FZL beschäftigen. Dazu gehören, laut Eckhard Scholz, auch neue Planungen und Ansätze zu Mindestwasserabflüssen im Rahmen der Bewirtschaftungsgrundsätze und unter Berücksichtigung der zahlreichen Nutzer in den Flussgebieten.
Senftenberg. Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen sind mit der Flutungszentrale Lausitz der LMBV verbunden. Die Gewinnung der Braunkohle in der Vergangenheit griff auch tiefgreifend und nachhaltig in den Wasserhaushalt der Region ein.
Hohe Anforderungen an die Flutungszentrale Lausitz: Vielfältige Stellhandlungen möglich
Anfänglicher Absenkungstrichter im Lausitzer Revier
Ableiter aus dem Bergbaufolgesee und Speicher Bärwalde
Flutungswasser aus der Kleinen Spree für das Restloch Burghammer
Künftig mit zu steuern: Wehranlage im Rosendorfer Kanal
Wasserwirtschaftliche Anlage: Verteilerwehr Bluno
Braunkohlenausschuss Brandenburg vor Ort im ehemaligen Tagebau Schlabendorf-Seese
Senftenberg. Die Fachexkursion 2020 des
Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg führte die Mitglieder in
diesem Jahr in den LMBV-Sanierungsbereich Schlabendorf und Seese.
Die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich hier beim
Bergbausanierer über die aktuellen Entwicklungen und laufenden
Sanierungsarbeiten.
Erster Halt war das Restloch A (Hindenberger See), dessen Uferbereich
in der ersten Hälfte des kommenden Jahres mittels Rütteldruck- und
Rüttelstopfverdichtung gesichert wird. Voraussetzung für das Sichern der
rund elf Hektar großen Fläche ist jedoch das Absenken des
Kippenwasserspiegels über acht Vertikalfilterbrunnen, die das Wasser,
nach vorheriger Konditionierung, in den Lichtenauer See abgeben.
Die Teilnehmenden informierten sich am Schlabendorfer See über dessen
Konditionierung und das dazu beauftragte Sanierungsschiff „Barbara“.
Nach der Besichtigung des Natur-Erlebniszentrums Wanninchen, wurde die
Vernässungsfläche bei Zinnitz angefahren. Diese wird mittels
Rütteldruckverdichtung gesichert. Hier konnten die
Braunkohlenausschuss-Mitglieder die Arbeiten aus unmittelbarer Nähe
verfolgen.
Am Nachmittag richtete sich die Aufmerksamkeit auf die
Sanierungsarbeiten im Gebiet der ehemaligen Braunkohletagebaue
Seese-West und Seese–Ost. So wird die Tieflage am Restloch 1a
(Kittlitzer See) auf einer Fläche von 29,9 Hektar seit Februar 2019
mittels mobilem Erdbau aufgefüllt. Hierfür werden täglich zwischen 500
und 700 Kubikmeter Massen bewegt.
Abschließend informierte sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über
die schonende Sprengverdichtung auf der Innenkippe in Seese-Ost. Diese
LMBV-Sanierungsmaßnahme läuft seit Oktober 2018. Der aktuelle Abschnitt
umfasst eine Fläche von 120 Hektar, die voraussichtlich bis Dezember
2022 gesichert wird.
Der Braunkohlenausschuss Brandenburg setzt sich zusammen aus
gewählten und berufenen ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie wirken an der
Braunkohlen- und Sanierungsplanung mit und unterstützen hierbei die
regionale Willensbildung. Sitz des Ausschusses ist in Cottbus.
Impressionen von der Befahrung
Dauerhafte Verwahrung von sieben Filterbrunnen in Pouch erfolgreich abgeschlossen
Areal mit Filterbrunnen in Pouch
Muldestausee/Pouch. Im Gebiet des ehemaligen
Braunkohletagbaus Goitsche, Ortslage Pouch, wurde mit der vorfristigen
dauerhaften Verwahrung von sieben Filterbrunnen die Basis für eine
mögliche spätere Bebauung des Areals seitens der Gemeinde Muldestausee
gelegt. Am 18. August konnte der rund 8.600 Quadratmeter umfassende
Bereich aus der Bergaufsicht entlassen werden.
Im Zuge der Sicherung wurden innerhalb von acht Wochen die
vorhandenen Brunnenröhren mit hydraulischem Füllbinder verpresst.
Ausführende Firma war die Benndorfer Brunnen- und Spezialtiefbau GmbH
& Co.KG aus Delitzsch. Die Verwahrmaßnahme selbst wurde durch eine
Umweltbaubegleitung betreut.
Während des aktiven Braunkohlentagebaus wurden die Filterbrunnen zur
Hebung des Grundwassers benötigt. Im Rahmen der Stilllegung der Tagebaue
und deren Sanierung werden die Filterbrunnnen nicht mehr benötigt und
werden deshalb gesichert.