Flutungszentrale der LMBV

Die Komplexität des Flutungsgeschehens in der Lausitz erforderte besondere Aufmerksamkeit. Die vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den Niederschlagsmengen, dem für die Flutung nutzbaren Dargebot in den Lausitzer Flusseinzugsgebieten von Spree, Lausitzer Neiße und Schwarzer Elster sowie den Sanierungs- und Baumaßnahmen an den zukünftigen Seen machten eine spezifische Form der Organisation der Steuerung und Kontrolle des Flutungsgeschehens notwendig. Deshalb wurde am 14. September 2000 die Flutungszentrale Lausitz bei der LMBV gebildet.

Die Steuerung der Flutungsprozesse der LMBV für die entstehenden Bergbaufolgeseen wird im Rahmen der wasserrechtlichen Genehmigungen und den Bewirtschaftungsgrundsätzen der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree, Schwarze Elster entsprechend vorgenommen. Dabei rücken neben der Mengensteuerung die Belange der Wasserbeschaffenheit, insbesondere bei der Ausleitung aus den Seen immer mehr in den Vordergrund. Die Flutungszentrale der LMBV bedient sich zur Erfüllung dieser anspruchsvollen Aufgaben moderner Rechen- und Kommunikationstechnik. Die für diese Steuerungsaufgaben entwickelten Modelle für die Flutungs- und Gütesteuerung unterstützen die Mitarbeiter bei der Wiederherstellung eines sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes in den bergbaubeeinflussten Gebieten der Lausitz.

Die fachliche Arbeit der Flutungszentrale wird durch das Landesamt für Umwelt des Landes Brandenburg (LfU), die Landesdirektion Sachsen (LDS) und die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen (LTV) kontinuierlich begleitet.

Für das Mitteldeutsche Revier werden in der Flutungszentrale die aktuellen Daten und Zustände erfasst und ausgewertet. Die unmittelbare Steuerung erfolgt dort vor Ort.