Wichtiger Meilenstein erreicht: Rohbau für Betriebsgebäude der Sickerwasser-Reinigungsanlage im Bielatal fertiggestellt

Sondershausen/Altenberg. Große Freude herrschte auf der Baustelle der zukünftigen Sickerwasser-Reinigungsanlage im Bielatal. Im Beisein von Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung und technischer Geschäftsführer der LMBV wurde am 15. Oktober das traditionelle Richtfest für die zukünftige Reinigungsanlage gefeiert. Mit der Fertigstellung des Dachstuhls wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht. Es folgen nun die weiteren Arbeiten zum Innenausbau sowie die Implementierung der Verfahrens- sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik im Betriebsgebäude und den Behandlungsbecken. In seinen Worten richtete Bernd Sablotny seinen Dank vor allem an die Arbeiter, die trotz der lagebedingten Besonderheiten vor Ort hervorragende Arbeit leisten.

Die Errichtung der Sickerwasser-Reinigungsanlage an der ehemaligen Industriellen Absetzanlage (IAA) Bielatal ist ein wichtiges Projekt im Rahmen der Wasserrahmenrichtline zur Konzentrationsminderung von Arsen in der Kleinen Biela und damit in der gesamten Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Elbe.

Hintergrund:
Die Bielatalhalde ist eine der größten Absetzanlagen für bergbauliche Aufbereitungsrückstände in Deutschland. Die Niederschlags- und Oberflächenwässer haben sich beim Durchdringen der abgelagerten Rückstände der Bielatalhalde im Wesentlichen mit Arsen angereichert und treten als belastete Sickerwässer am Haldenfuß aus. Bislang werden diese direkt in die Kleine Biela abgeschlagen.

Um die Einleitkonzentration, insbesondere des Arsens, in die Vorflut zu senken und damit die Gewässergüte gemäß Bewirtschaftungszielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern, errichtet die LMBV am Dammfuß der IAA Bielatal eine Sickerwasser-Reinigungsanlage. Diese wird die Arsenbelastung der Sickerwässer reduzieren.
Über die Sickerwasser-Reinigungsanlage wird das arsenhaltige Sickerwasser aufgenommen, mittels mehrstufigem Verfahren unter Zugabe von Flockungshilfsmitteln gereinigt und im Anschluss in die Vorflut abgegeben. Der anfallende Schlamm wird gesammelt und fachgerecht entsorgt. In der zweistraßigen Anlage werden auf einer Fläche von circa zwei Hektar künftig bis zu 19 Liter Wasser pro Sekunde behandelt. Die Arsenfracht wird zukünftig von durchschnittlich 2,6 mg/l um mindestens 70 Prozent reduziert werden.

Fotos: Christian Kortüm


Reinigung des Haldenwasser-Stapelbeckens Menteroda

Sondershausen/Menteroda. Ende September 2026 konnte am Haldenwasser-Stapelbecken Menteroda eine erste Reinigung des Beckenauslaufs erfolgreich abgeschlossen werden. Im Becken, welches 1980 in Betrieb genommen wurde, haben sich seitdem permanent Sedimente von der Kalihalde abgesetzt. Die Gefahr bestand, dass diese Feststoffe den Auslauf des Beckens sowie die Pumpen der Haldenwasserleitung nach Wipperdorf verstopfen.

In einer einwöchigen, zweischichtigen Kampagne wurde mit zwei Trockensaugern und drei Nasssaug-LKWs der Auslaufbereich großflächig soweit vom Schlamm befreit, dass der weitere Betrieb gefahrlos erfolgen kann. Da in naher Zukunft die Haldenwässer dauerhaft mittels Pumpentechnik über die Haldenwasserleitung nach Wipperdorf gefördert werden sollen, ist es für den sicheren und dauerhaften Betrieb der Pumpen essentiell notwendig, dass sich möglichst wenig Sedimente und körnige Fremdstoffe in den Wässern befinden.

Eine zweite Reinigungsmaßnahme soll 2027 umgesetzt werden. Die restlichen Beckensedimente werden hier über eine Bagger-Lader-Technik aufgenommen und umgelagert. Nach Fertigstellung der Arbeiten wird das Becken wieder seine ursprüngliche Speicherkapazität erlangt haben. Weiterhin werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, die Sedimente künftig frühzeitig aus den Haldenwässern zu filtern, um das Absetzen dieser im Becken-Auslauf-Bereiches zu verhindern.

Fotos: LMBV


Fertigstellung des neuen Steinbachstollen feierlich begangen

Sondershausen/Steinbach. Rund 60 Gäste aus Politik und Verwaltung sowie Anwohner und Interessierte waren am 24. September 2026 zur Einweihung des neuen Steinbachstollens in das Thüringer Bergdorf Steinbach bei Bad Liebenstein gekommen.

Nach rund vier Jahren Bauzeit übergab symbolisch Denny Bodenstab von der ARGE Steinbachstollen, den Schüssel zum neuen Steinbachstollen an Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung und technischer Geschäftsführer der LMBV.
Die Bergmannskapelle Unterbreizbach begleitet die feierliche Schlüsselübergabe vor Ort musikalisch.

Die Fertigstellung des Neuen Steinbachstollens ist eines der wichtigsten bergbaulichen Projekte der LMBV in Thüringen. Mit dem erfolgten Auffahren des neuen Stollens wird nun die dauerhafte Entwässerung der Grube Steinbach gewährleistet. Der alte Steinbachstollen konnte diese Funktion nicht dauerhaft sicher gewährleisten. Im schlimmsten Fall hätten sich in ihm Grubenwässer aufstauen und unkontrolliert in die Ortslage Steinbach abfließen können. Deshalb hatte sich die LMBV zum Bau eines neuen Wasserlösestollens entschieden. Der neue Steinbachstollen wurde annährend parallel zum Steinbachstollen aufgefahren. Die aus dem Steinbachstollen und dem neuen Steinbachstollen austretenden Grubenwässer werden wie bisher auch in den Vorfluter Grumbach abgeleitet. Die Länge des neuen Steinbachstollens beträgt ca. 1.210 Meter bei einem offenen Querschnitt von 12 m². Die Bauzeit betrug circa vier Jahre.

Hier geht’s zum Stollen-Film.








Fotos: LMBV/Chr. Kortüm


IAA Lengenfeld: Arbeiten gehen voran

Sondershausen/Lengenfeld. Die umfangreichen Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten an der Industriellen Absetzanlage Lengenfeld (IAA Lengenfeld) gehen voran. Darin inbegriffen sind der Ersatzneubau des Sickerwasserleitungsabschnittes inklusive Schachtanlagen an der Westseite der IAA und das Errichten von Reinigungs- und Schachtbauwerken. Die Arbeiten haben im Mai begonnen und werden voraussichtlich ein Jahr dauern.

Das aus der IAA anfallende Sickerwasser wird über ein Rohrsystem gefasst und über verschiedene Schächte und Rohrleitungen in den Plohnbach abgeleitet. Das vorhandene System stammt aus der Zeit der Sanierung der Absetzanlage 2004 und weist deutliche Alterungserscheinungen auf. In den Rohren und Schächten fallen Schlämme aus und setzen diese Rohrsysteme zu. Zur Gewährleistung der dauerhaften, sicheren Fassung und Ableitung lässt die LMBV Teile der Rohrleitungen und Schachtbauwerke erneuern oder instand setzen.

Aktuell laufen parallele Arbeiten im Hauptdammvorland, im Bereich der Plohnbachaue sowie entlang des Westdammes parallel zur Staatsstraße.

Fotos: LMBV/A. Schallau


Ausgezeichnete Sicherheit: Übergabe des Gütesiegels „Sicher mit System“ in Sondershausen

Sondershausen. Am 29. Juli 2026 fand die Übergabe des Gütesiegels „Sicher mit System“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) in Sondershausen statt. Im Beisein von Ralph Haase, Bereichsleiter Kali-Spat-Erz, Rüdiger Börner, verantwortliche LMBV-Fachkraft für Arbeitssicherheit, sowie LMBV-Kollegen des Standorts wurde das Zertifikat überreicht.

„Die Zertifizierung ist für uns mehr als nur eine Urkunde an der Wand“, betonte Ralph Haase. „Es geht darum, Gefahren zu erkennen, bevor Unfälle passieren. Durch die systematische Optimierung unserer Abläufe haben wir den Arbeitsschutz fest in unsere täglichen Prozesse integriert.“ Mit der Verleihung des Siegels ist die Arbeit jedoch nicht beendet. Die Zertifizierung ist für drei Jahre gültig und setzt voraus, dass die hohen Standards kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt werden. „Sicher mit System“ ist somit kein Zielpunkt, sondern der Beginn eines dauerhaften Verbesserungsprozesses zum Wohle aller Beteiligten im Bereich der stillgelegten Kali-, Spat- und Erzbergwerke.

Im Rahmen der Auditierung begutachteten Experten der Berufsgenossenschaft diverse Arbeitsbereiche und -prozesse des Unternehmensbereiches Kali-Spat-Erz – von der Gefährdungsbeurteilung an den Arbeitsplätzen über die Unterweisung der Belegschaft bis hin zur Organisation der Ersten Hilfe. Dabei standen nicht nur Dokumente im Fokus: In Interviews mit Führungskräften und Beschäftigten wurde geprüft, ob die Sicherheitsregeln im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt und von allen Beteiligten konsequent umgesetzt werden.

Fotos: LMBV


Steinbachstollen: Hydraulischer Anschluss des Grubengebäudes erfolgt

Sondershausen/Steinbach. Am 16. Juli 2026, 9:30 Uhr erfolgte der hydraulische Anschluss des Grubengebäudes durch sprengtechnischen Nachriss der Wassersaige am Containerüberhauen. Mit dem sogenannten Nachstrossen erfolgte der entscheidende Schritt für die Wasserabsenkung auf das genehmigte Flutungsniveau. Damit ist die dauerhafte und sichere Ableitung der zusitzenden Wässer aus der Grube gegeben und der Neue Steinbachstollen hat seine Funktion übernommen. Ein wichtiger Meilenstein zur Sicherheit wurde damit erreicht.

Das Auffahren des Neuen Steinbachstollens war ein insgesamt anspruchsvolles Projekt. Geprägt von vielen geotechnischen Herausforderungen, die gemeinsam mit der ausführenden ARGE ( Schachtbau Nordhausen / Bergsicherung Ilfeld), dem Planer MMG, der örtlichen Bauüberwachung Geoconsult und allen beteiligten Kollegen der LMBV erfolgreich gemeistert wurden. Aktuell stehen noch die Haufwerksberäumung und das Sichern des Durchschlagsbereiches an.


Exkursion zum Baggerfeld 116

LMBV informiert Kostebrauer am Standort der geplanten EHS-Deponie

Direkt am Standort der geplanten EHS-Deponie haben sich Vertreter der LMBV und Einwohner Kostebraus zum aktuellen Planungsstand des Vorhabens ausgetauscht. Der Einladung der LMBV zur Exkursion zum so genannten Baggerfeld 116 im ehemaligen Tagebau Klettwitz sind am 16. Juni 2026 rund 15 Personen gefolgt, darunter Vertreter des Ortsbeirates und der Bürgerinitiative gegen die geplante EHS-Monodeponie.

Zunächst informierte die LMBV über die geplante Nutzung der einsehbaren Fläche des Baggerfelds. Anhand von Karten wurde erläutert, wo die Deponie nach jetzigem Planungsstand errichtet wird und wie die Betriebsanlagen angeordnet sein sollen. Berichtet wurde auch, dass noch vorlaufende Arbeiten erforderlich seien, bevor es überhaupt zum Bau der Deponie kommen könne, z.B. der Abtransport größerer Kiesmengen, die im Baggerfeld eingelagert sind. Und zu allererst müsse ohnehin ein Genehmigungsverfahren beim Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) durchlaufen werden, für das gerade erst in einem Scopingverfahren der Untersuchungsrahmen festgelegt wird.

In sachlicher Atmosphäre stellten die Kostebrauer ihre fachkundigen Fragen. Ein Schwerpunkt dabei war, wie mögliche Belastungen oder Einschränkungen gemindert werden könnten. Dabei ging es unter anderem um die Beprobung der angelieferten EHS-Chargen und die Gewährleistung, dass wirklich keine kritischen Zusatzstoffe die Gesundheit gefährden. Gefragt wurde nach einer verkehrssicheren Anbindung des Geländes an die Verbindungsstraße zwischen Schipkau und Kostebrau sowie nach potenziellen Verschmutzungen durch die LKW. Auch der Umgang mit dem anfallenden Wasser, das durch die Trocknung des feuchten Schlammes übrig bleibt, wurde thematisiert.

Die LMBV versicherte den Kostebrauern, bei entsprechendem Projektfortschritt auch weiterhin zu Informations- und Dialogveranstaltungen einzuladen.


LMBV und Wismut unterzeichnen Letter of Intent

Sondershausen/Chemnitz. Die beiden Bundesunternehmen Wismut GmbH und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH haben eine Absichtserklärung über die Zusammenarbeit in der Bergbausanierung und im Nachbergbau geschlossen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen setzt auf die Nutzung der Kompetenzen und Kapazitäten der Wismut zur Erbringung technischer Leistungen und Ingenieurleistungen für die LMBV. Schwerpunkte der zukünftigen Zusammenarbeit liegen beispielsweise in der Planung und Ausführung von Bohrprojekten einschließlich der Errichtung, Instandhaltung bzw. dem Rückbau von Grundwassermessstellen sowie dem Betrieb von Anlagen für die LMBV.
Bereits in der Vergangenheit gab es eine erfolgreiche Kooperation der beiden Bundesunternehmen am Zwickauer Brückenberg. Im Auftrag der LMBV errichteten Kollegen der Wismut GmbH an diesem LMBV-Sanierungsstandort neue Grundwassermessstellen mit einer Teufe von bis zu 25 Metern.
Des Weiteren streben beide Unternehmen einen gemeinsamen fachlichen Erfahrungsaustausch zu Fragen des Landschaftsmanagements, der Nachsorge bzw. Nachnutzung sanierter Bergbaustandorte, dem Informations- und Datenmanagement sowie der Öffentlichkeitsarbeit und Förderung regionaler Bergbautraditionen an.


Zinnerzgrube Altenberg: 35. Jahrestag der Ausförderung des letzten Erzhuntes

Sondershausen/Altenberg. Am 28. März 2026 jährt sich zum 35. Mal die Ausförderung des letzten Erzhuntes der Zinnerzgrube Altenberg. Spuren und Zeugnisse des jahrhundertelangen Bergbaus in der gesamten Region sind noch heute über- wie untertage allgegenwärtig und verdeutlichen eindrucksvoll die Leistungen der Bergleute. Zugleich wird deutlich, dass die Geschichte des Bergbaus in Altenberg 1991 nicht endete, sondern im Rahmen der Nachsorge in ein neues Kapitel überging. Im Verantwortungsbereich der LMBV befinden sich verschiedenste bergbauliche Hinterlassenschaften der ehemaligen Zinnerzgrube Altenberg. Hierzu gehört das Grubengebäude, also das Bergwerk der Zinnerzgrube Altenberg mit der Altenberger Pinge, verschiedene Stollen sowie die Industrielle Absetzanlage (IAA) im Bielatal.

Historie Zinnerz Altenberg
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Betrieb Zinnerz Altenberg des ehemaligen VEB Bergbau- und Hüttenkombinats „Albert Funk“ Freiberg ab November 1990 als Zinnerz GmbH Altenberg unter treuhänderische Verwaltung gestellt. Der enorme Preisverfall von Zinn am Weltmarkt in Verbindung mit vergleichsweise hohen Produktionskosten führte dazu, dass der Abbau nicht wirtschaftlich war. Mit der Stilllegung erfolgte die Erarbeitung eines Abschlussbetriebsplans, der am 17.05.1991 dem Sächsischen Oberbergamt zur Zulassung vorgelegt wurde. Dieser bildet auch heute, 35 Jahre nach Stilllegung, noch eine wesentliche Grundlage für die Arbeiten der LMBV am Nachsorgebetrieb Altenberg.

Entwässerungsstollen im Altenberger Revier
Der in Verantwortung der LMBV stehende Wasserlösestollen im Altenberger Revier, Anfang der 1990er Jahre aufgefahren, dient im Wesentlichen der sicheren Ableitung der untertägig zusitzenden Wässer in die Kleine Biela. Ziel ist die Trockenhaltung der ehemaligen Zinnerzgrube und somit das Aufrechterhalten und Gewährleisten der geotechnischen Sicherheit übertage beispielsweise im Bereich der Pinge. Um diese Funktionen dauerhaft zu gewährleisten, müssen neben Kontrollarbeiten regelmäßig Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Gleiches gilt für alle weiteren Stollen in der Zuständigkeit der LMBV.

Kontrollgang untertage

Industrielle Absetzanlage Bielatal (IAA)
Die IAA Bielatal gehört heute zum Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH. Sie ist eine der größten Absetzanlagen für bergbauliche Aufbereitungsrückstände in Deutschland. Beim Durchdringen der abgelagerten Rückstände der Bielatalhalde reichern sich Niederschlags- und Oberflächenwässer im Wesentlichen mit Eisen und Arsen an und treten als belastete Sickerwässer am Dammfuß aus. Bislang wurden diese direkt in die Kleine Biela abgeschlagen. Um die Einleitkonzentration, insbesondere des Arsens, in die Vorflut zu senken und damit die Gewässergüte gemäß Bewirtschaftungszielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern, errichtet die LMBV im unmittelbaren Vorland der IAA Bielatal eine Sickerwasser-Reinigungsanlage. Diese wird die Arsenbelastung der Sickerwässer reduzieren. Der Bau der Sickerwasser-Reinigungsanlage wird voraussichtlich 2028 abgeschlossen sein.

Altenberger Pinge
Die Aufgaben im Bereich der Altenberger Pinge sind im Wesentlichen die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit sowie die Beobachtung des Bruchgeschehens und der Bewegungen im Einwirkungsbereich. In diesem Jahr steht dazu eine größere Instandsetzung der Umzäunung der Pinge an.
In die Zuständigkeit der LMBV fallen auch einige Denkmäler beispielsweise die Römerschachtruine. Diese müssen durch die LMBV erhalten werden.


Bielatal: Bauarbeiten für Sickerwasser-Reinigungsanlage sind nach Winterpause wieder angelaufen

Altenberg/Sondershausen. Seit Mitte Februar laufen wieder die Arbeiten auf der Baustelle der zukünftigen Sickerwasser-Reinigungsanlage im Bielatal. Derzeit wird der sogenannte Schlammfangbehälter mit Kontrollgang zum Betriebsgebäude errichtet.

Die Bielatalhalde ist eine der größten Absetzanlagen für bergbauliche Aufbereitungsrückstände in Deutschland. Die Niederschlags- und Oberflächenwässer haben sich beim Durchdringen der abgelagerten Rückstände der Bielatalhalde im Wesentlichen mit Arsen angereichert und treten als belastete Sickerwässer am Haldenfuß aus. Bislang werden diese direkt in die Kleine Biela abgeschlagen.
Um die Einleitkonzentration, insbesondere des Arsens, in die Vorflut zu senken und damit die Gewässergüte gemäß Bewirtschaftungszielen der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu verbessern, errichtet die LMBV am Dammfuß der IAA Bielatal eine Sickerwasser-Reinigungsanlage. Diese wird die Arsenbelastung der Sickerwässer reduzieren.

Die Baustellenkamera zeigt den derzeitigen Stand auf der Baustelle im Bielatal