Unternehmenspräsentation zur EinheitsExpo in Potsdam bis 4. Oktober 2020

Großes Interesse von Politikern und Bürgern an LMBV-Schaufenster in Landeshauptstadt

Senftenberg/Potsdam. Die EinheitsExpo zum 30.
Jahrestag der Deutschen Einheit öffnete am 5. September 2020 in Potsdam
offiziell. Die Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH stellt dabei im Rahmen der
Landespräsentation Brandenburg am Alten Markt in Potsdam den Wandel des
Lausitzer Braunkohlenreviers zum Lausitzer Seenland dar.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Staatsministerin Kathrin
Schneider ließen sich es am Sonnabend zum Rundgang nicht nehmen, den
Kaufmännischen Geschäftsführer der LMBV, Dr. Hans-Dieter Meyer, vor dem
LMBV-Ausstellungs-Cube zu begrüßen.

Gezeigt wird auf großformatigen Orthofotografien das Lausitzer
Seenland im Jahr 2006 sowie auf der Rückseite im Jahr 2019.
Erstaunliches lässt sich da ablesen: Der Tagebau Meuro bei Großräschen
beispielsweise ist 2006 noch eine graue Kippenlandschaft, dreizehn Jahre
später füllt eine blaue Wasserfläche mit einem Steg am Ufer und einem
Hafenbecken die Fläche – der heutige Großräschener See.

Auch eine großformatige Abbildung des „liegenden Eiffelturms“, der
stillgelegten Förderbrücke F60 am Bergheider See, ist zu sehen. Außerdem
verweist das Unternehmen in seinem Cube auf die Nutzung der
entstandenen Gewässer: Liegestühle und Sonnensegel folgen nach den
Sanierungsmaßnahmen. So lässt sich der Landschaftswandel auch plastisch
darstellen. Über einen QR-Code können Besucher das Unternehmen auch
„online“ weiterverfolgen, der Link zur Homepage verweist ebenso wie das
Sonderlogo auf das 25-jährige Bestehen des Unternehmens in diesem Jahr.

Die begehbare Stadtkulisse in Potsdam, die noch bis zum 4.Oktober
unter dem Motto "Kommen- gucken - staunen" steht, umfasst zahlreiche so
genannte City-Cubes, Ausstellungscontainer, und ist so an die aktuelle
Corona-Pandemie angepasst. Digitalstelen vermitteln den Besuchern
Informationen und Höhepunkte aus 30 Jahren deutscher Geschichte. Ein
Wegeleitsystem, das zwischen Freundschaftsinsel, Bassinplatz,
Hegelallee, Luisenplatz und Lustgarten führt, hilft bei der Orientierung
in der Stadt.


MLUK: Leichte Entspannung: Niederschläge verbessern Situation an Spree und Schw. Elster

In der länderübergreifenden „Ad-hoc-AG Extremsituation" sind die Zuständigen der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie Lausitzer Bergbauunternehmen vertreten, um gemeinsame Lösungen zu finden

Cottbus. Zum zweijährigen Bestehen der länderübergreifenden „Ad-hoc-AG Extremsituation“
am 31.08.2020 verhalfen flächendeckende Niederschläge zu einer leichten
Verbesserung der angespannten Lage und haben in den Einzugsgebieten von
Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße für kurzfristige
Entspannung der Niedrigwassersituation geführt.

Die hohen Niederschlagsmengen, von lokal bis zu 60 Liter pro
Quadratmeter, ermöglichen es, erste Maßnahmen wieder schrittweise
einzustellen. Die generell prekäre Speichersituation hat sich jedoch
kaum verbessert. Bei einem erneuten Ausbleiben von Niederschlägen ist
von einer zügigen Rückkehr zu den extremen Niedrigwasserverhältnissen
auszugehen.

Schwarze Elster

An der Schwarzen Elster haben die ausgiebigen Niederschläge ebenfalls
zu einer Verbesserung der extremen Niedrigwassersituation beigetragen.
Der etwa 12 Kilometer lange Abschnitt der Schwarzen Elster, welcher
zwischen Hoyerswerda und Senftenberg über viele Wochen trockengefallen
war, führt aktuell wieder Wasser. Der hierdurch wieder verfügbare Abfluss wird genutzt, um den Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) und den Geierswalder See (Restloch Koschen) mit Wasser zu versorgen.

Im Stadtgebiet von Senftenberg erfolgt weiterhin die Stützung des
Abflusses der Schwarzen Elster durch die Grubenwasserreinigungsanlage
Rainitza. Durch das zufließende Niederschlagswasser betrug der Abfluss
am Pegel Biehlen am 31.08.2020 1,12 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere
Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei rund 1,91
Kubikmetern pro Sekunde.

Die Bewirtschaftung des Senftenberger Sees
(Speicherbecken Niemtsch) zur Niedrigwasseraufhöhung ist aktuell
eingestellt. Der aktuelle Wasserstand liegt bei 98,51 Meter NHN (Stand
02.09.2020). Bleiben weitere Niederschläge aus, ist in den kommenden
Wochen von einem erneuten Trockenfallen der Schwarzen Elster zwischen
dem Pegel Neuwiese und Senftenberg auszugehen. Durch die nun kurzzeitig
mögliche Einspeicherung von Wasser in den Seen ist im September nicht
mit Nutzungseinschränkungen für den Senftenberger See zu rechnen. Quelle: MLUK-Presseinformation v. 3. September 2020

Spree

Im Oberlauf der Spree und den sächsischen Zuflüssen hat sich die
Niedrigwassersituation durch die ergiebigen Niederschläge des 30. und
31. August zumindest kurzfristig entspannt. Die Talsperren Bautzen und
Quitzdorf erhalten aktuell erhöhte Zuflüsse aus ihren Einzugsgebieten.
Die Talsperre Bautzen ist momentan zu 40 Prozent gefüllt
und stützt den Abfluss der Spree. In der Talsperre Quitzdorf steht
weiterhin nicht genügend Wasser für die aktive Bewirtschaftung zur
Verfügung. Auch die gefallenen Niederschläge werden nicht für eine
ausreichende Wiederauffüllung genügen. Im Speicherbecken Bärwalde stehen
noch 20 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung.

Die Talsperre Spremberg erhielt in den vergangenen
Wochen nur einen sehr niedrigen Zufluss von etwa 6 Kubikmetern pro
Sekunde. Durch schrittweise Reduzierung der Abgabe auf zuletzt 5,9
Kubikmetern pro Sekunde konnte das schnelle Sinken des
Beckenwasserstandes deutlich verlangsamt werden. Die jüngst gefallenen
Niederschläge haben den Abwärtstrend zunächst gestoppt. Aktuell beträgt
der Beckenwasserstand 90,28 Meter NHN (Normalhöhennull, Stand
02.09.2020).

Der Abfluss am Unterpegel Leibsch hat sich aufgrund
der flächendeckenden Niederschläge auch etwas entspannt. Der mittlere
Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 8,19
Kubikmetern pro Sekunde. Er betrug am Morgen des 31. August 3,96
Kubikmeter pro Sekunde. Ein solcher Wert wurde zuletzt Mitte Mai
erreicht. In den nächsten Tagen wird sich der Abfluss am Unterpegel
Leibsch wieder verringern, jedoch ist in den kommenden Wochen keine
erneute Unterschreitung des Mindestabflusses von 1,5 Kubikmetern pro
Sekunde zu erwarten.

Die mit den Abgabereduzierungen und der warmen Witterung notwendig
gewordenen Maßnahmen zur Gewährleistung eines Mindestabflusses am
Ausgang des Spreewaldes, können aufgrund der verbesserten
Ausgangssituation teilweise abgeschwächt werden. So werden einige
Spreeausleitungen, die in den vergangenen Wochen zum Teil komplett
eingestellt wurden, wieder mit Wasser beschickt.

Die Niederschläge haben zu einer leichten Entlastung der zuletzt
extrem kritischen Situation beigetragen. In den tieferen Bodenschichten
besteht jedoch nach wie vor ein außergewöhnliches Wasserdefizit, sodass
den Gewässern kaum Grundwasser zufließt. Die weiterhin sehr geringe
Speicherfüllung erlaubt nur im begrenzten Maße ein Gegensteuern. Der
sparsame Umgang mit Wasser bleibt oberstes Gebot für alle Bürger und
Nutzer. Quelle: MLUK-Presseinformation v. 3. September 2020

Der entstehende Bergbaufolgesee der LEAG - Aufnahme vom 14.07.2020 von P. Radke

LEAG: Wasserabgaben des Bergbau- und Energieunternehmens stützen Spree - Verschiedene Bewirtschaftungsmodelle für Cottbuser Ostsee gerechnet

Cottbus. Brandenburg erlebt das dritte Trockenjahr in Folge – mit
Folgen für die Wassermengen in der Spree und den Cottbuser Ostsee.
Kohlegegner nutzen die Situation für eine Generalkritik: Wie schätzt
LEAG die derzeitige Situation im August 2020 ein? Franziska Uhlig-May,
Leiterin LEAG-Geotechnik, gab dazu Auskunft:

Cottbuser Ostsee:

"Für die unterschiedlichen Flutungsszenarien wurde mit vielfältigen
Wetter- und Wasserdargebotsdaten gearbeitet. Unter Beachtung der
komplexen Zusammenhänge im Spreeeinzugsgebiet wurden verschiedene
Bewirtschaftungsmodelle errechnet. Die resultierenden Szenarien liegen
zwischen vier und sechs Jahren im pessimistischen Fall. Aktuell bewegen
wir uns im mittleren bis trockenen Szenario. Das hieße, der See wäre bis
2025/26 geflutet."

Stützung der Spree:

"Der Bergbau ist gerade in Trockenzeiten eine wesentliche Quelle für
eine ausreichende Wasserführung in der Spree." Von den rund 640 m³
gehobenen Grundwassers/Minute, gibt die LEAG 68 % zurück in den
regionalen Wasserhaushalt. In diesem Jahr betrug der LEAG-Anteil an
Spreezu- und -abflüssen bei Spremberg ca. 60 %, in Richtung Spreewald
erhöht sich dieser Anteil durch den Tgb. Jänschwalde-Nord sogar. Quelle: LEAG-Info v. 31.08.2020


Belastungstests und Planungen für Instandsetzung geschädigter B 97 angelaufen

Erster Belastungstest mit Vierzig-Tonnen-Fahrzeugen auf beeinträchtigtem Abschnitt erfolgt

Senftenberg | Spreetal. Bei den am 1. September 2020 im Auftrag der LMBV erfolgten ersten Belastungsfahrten mit vier voll beladenen 40 t-LKW mit verschiedenen Fahrzeuganordnungen und Geschwindigkeiten wurden nur minimale Verformungen an aufgetretenen einzelnen Risskanten im Belag der B 97 festgestellt.

Der Sachverständige und das fachlich begleitende LASuV werten dies
als einen Beleg dafür, dass der Straßenoberbau einschließlich
Schotterschicht weitestgehend satt auf dem Untergrund aufliegt und keine
etwaigen Hohllagen bestehen. 

Der Fahrbahn-Höhenunterschied zwischen den mittigen Rissufern hatte
sich nach dem abgeschlossenen Einbringen der Vertikaldrainagen auf der
Ostseite nahezu egalisiert. Ob die nun durchgeführten Überfahrten zu
möglichen geringen flächigen Setzungen geführt haben, werden die
Experten nach einer Auswertung der in den kommenden Tagen erfolgenden
genauen Vermessung ermitteln können.

Darauf werden die Planungen für die weiter nötigen Instandsetzungsarbeiten der Fahrbahnen aufsetzen.
Dann kann auch die Festlegung der Ansatzpunkte der für die nächsten
Wochen geplanten und notwendigen Kernbohrungen erfolgen, mit denen an
ausgewählten Stellen des B 97-Abschnittes die Situation hinsichtlich des
Ausschließens von Hohllagen durch die geotechnische Begleitung direkt
geprüft werden.

In den kommenden Tagen wird zudem parallel der schrittweise Verguss
der Risse am Bankett und das Nachverfüllen von sich durch die
Starkniederschläge wieder geöffneten Löchern im Bereich der
Vertikaldrainagen im Umfeld der Bundesstraßentieflage beginnen. Fotos: CDM Smith Consult GmbH, Niederlassung: Berlin


Sielmanns Naturlandschaft in Wanninchen in Ausstellung geführt neu zu erkunden

Zwanzig Jahre Stiftungs-Bergbaufolgelandschaft als zweite Chance für die Natur

Gerd Richter und Jens Baecker in neuer Ausstellung

Senftenberg | Wanninchen. Unter dem Motto "Landschaft im Wandel" wurde am 27. August 2020 in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen bei Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald eine neue Schau eröffnet.

Informiert wird dort über Geschichte und Entwicklung der Region vom Tagebau zu einer Landschaft, die einer Wildnis ähnle, teilte die Stiftung mit. In Wanninchen entstand die erste von heute fünf Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg. Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen hatte bereits vor zwei Jahren den 100.000 Gast begrüßen können. Stifter Heinz Sielmann (1917-2006) war ein bekannter Naturfilmer. Er wurde u.a. durch seine Sendereihe "Expedition ins Tierreich" bekannt.

Vor 20 Jahren erwarben Heinz und Inge Sielmann die ersten 722 Hektar in Wanninchen in einer einstigen Tagebau-Landschaft von der LMBV. Es entwickelten sich dort neue Wasserflächen und Areale mit großem Artenreichtum. Mit der neu konzipierten Ausstellung können Besucher das bislang aus Sicherheitsgründen gesperrte Kippengebiet besser kennenlernen. Dieses Projekt der Naturlandschaft wurde mit 456.000 Euro vom Land Brandenburg über das MLUK finanziell unterstützt, wie der
zuständige Abteilungsleiter Naturschutz, Dr. Frank Reichel, unterstrich.

Die ersten Gäste, unter ihnen auch Gesa Dähnhardt und Angiola König vom MIL sowie LMBV-Abteilungsleiter Jens Bäcker, zeigten sich beeindruckt von der visuell ansprechend und modern gestalteten Schau. Die neue Darbietung illustriere nach Angaben der Ausstellungsmacher auch die sich stetig vollziehende Entwicklung des Gebietes vom stillgesetzten Tagebau hin zu einer wildnisähnlichen Landschaft mit
bizarren Formationen, sich verändernden Kippenflächen mit einem außerordentlichen Artenreichtum.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der auch der LMBV-Sanierungsbereichsleiter Gerd Richter auf Einladung der Stiftung teilnahm, wurden u.a. die künftige Potenziale der gesperrten Bergbaufolgelandschaften für ein weiteres wissenschaftliches Monitoring und die Naturerlebnisbildung erörtert. Udo List, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken und Manuela Handschick vom Tourismusverband Niederlausitzer Land e.V. sprachen sich für eine stärkere Einbindung in den Spreewald-Tourismus und eine enge Anbindung an das entstehende Radwegenetz zwischen Luckau und Lübbenau aus.

Im Sommer 2000 war ein erster Vertrag mit der LMBV zum Kauf von 722 Hektar in der damals von Kohlebaggern ausgeräumten Landschaft des vormaligen Tagebaus Schlabendorf-Süd bei Wanninchen unterzeichnet worden.  Mittlerweile ist das Stiftungsareal rund um Wanninchen auf 3.300 Hektar vergrößert worden und konnte zum Schutzraum für Fauna und Flora ausgebaut werden.

Im Jahr 2002 konnte zunächst das erste Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Wanninchen eröffnet werden. Seitdem haben viele naturbegeisterte Kinder-, Reise- und Fachgruppen die Naturerlebnisangebote und Kranich-Führungen angenommen. Auch Tagesgäste, wie Familien, Radfahrer und Naturfreunde jeder Art haben in den letzten
Jahren die Ausstellung und das Gelände erkundet, merkte Ralf Donat, der Leiter des Besucherzentrums, an. Wanninchen sei heute ein Vorzeigeprojekt des Naturschutzes. Die positive Entwicklung des Natur-Erlebniszentrum ist vor allem auf das große Engagement von Ralf Donat und seinen Mitarbeitern zurückzuführen. (redigiert 2.9.2020)

Podiumsdiskussion - u.a. mit Gerd Richter von der LMBV

Impressionen von der Eröffnung


Sofortsicherungsmaßnahmen an Gebäuden Pappelweg 11 und 31 In Lauchhammer beauftragt

Spannanker und Abstützung für zwei gefährdete Gebäudeteile beauftragt

Lauchhammer | Senftenberg. Am 1. September informierte die Stadt Lauchhammer wie folgt: „Im
Auftrag der LMBV beginnen in der 36. Kalenderwoche die
Sofortsicherungsmaßnahmen an den Gebäuden Pappelweg 11 und 31 In
Lauchhammer-Ost. Am Gebäude Nr. 11 wird ein Spannanker gesetzt, am
Gebäude Nr. 31 ein Garagendach abgestützt.

Die Arbeiten werden von der Firma Bau-Service Senftenberg
durchgeführt. Das Gebiet am Pappelweg befindet sich auf Kippenland der
ehemaligen Grube Lauchhammer lll. Es besteht die Gefahr von
Bodenverflüssigungen. Das Gelände muss perspektivisch abgesiedelt werden
.“

Im Zuge der gutachterlichen Untersuchung des Geländes am Pappelweges
wurden an zwei Wohngebäuden am Pappelweg baustatische Mängel
festgestellt, an denen vorsorglich ergänzende Sofortsicherungsmaßnahmen
durchgeführt werden müssen. Zunächst erfolgt die dafür notwendige
Materialbeschaffung durch die beauftragte Firma Bau-Service Senftenberg.
Die Umsetzung der baulichen Sicherungen an den zwei Gebäuden dauert
dann ca. 3 bis 5 Tage.

Die Kosten dafür werden durch den Bund und das Land Brandenburg im
Rahmen des § 3 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlensanierung
getragen; die LMBV wirkt hier als Erfüllungsgehilfe. Zur Bestimmung des
Absiedlungszeitpunktes der Betroffenen am Pappelweg in Lauchhammer wird
im Auftrag des Landkreises Oberspreewald-Lausitz als zuständiger
Sonderordnungsbehörde derzeit ein entsprechendes Gutachten erstellt.
Dieses befindet sich derzeit noch in Arbeit. Ansätze zur zeitlichen
Bemessung sind aktuell nicht bekannt.

Mit allen privaten und gewerblichen Grundstückseigentümern im Bereich
des gefährdeten Abschnitts der Wilhelm-Külz-Straße werden Verhandlungen
geführt. Bisher konnten mit drei privaten Eigentümer abschließende
Vereinbarungen getroffen werden. Foto: Archivaufnahme von der Bebauung am Pappelweg


Bundestagsabgeordnete Caren Lay informierte sich erneut zum Lausitzer Seenland

Scheibe-See diesmal im Mittelpunkt der Lausitz-Sommertour der Abgeordneten

Hoyerswerda | Senftenberg. Am 31. August 2020 informierte sich die
Bundestagsabgeordnete Caren Lay (Linke) bei ihrer jährlichen
Lausitz-Sommertour diesmal zum Scheibe-See.

Als Gesprächspartner standen neben der MdL Antonia Mertsching unter
anderem Spreetals Bürgermeister Manfred Heine (parteilos) und
Hoyerswerdas Oberbürgermeister-Kandidatin Dorit Baumeister sowie Daniel
Just (GF des ZV LSS) und Marcus Heberle (TV LS) und Karsten Handro
(LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement Ostsachsen) zur Verfügung, die
jeweils aus ihren Funktionen heraus  über die aktuelle Situation am
LMBV-Bergbaufolgegewässer bei Hoyerswerda berichteten und sich der
Diskussion stellten.

Dabei ging es u.a. um den Stand des von der LMBV bei der
Landesdirektion Sachsen für die Herstellung des Scheibe-Sees
eingereichten Planfeststellungsverfahrens sowie weitere geplante
Entwicklungen am Bergbaufolgesee, darunter eine vorzubereitende
Einsatzstelle für ein Wasserbehandlungsschiff am Südwestufer. Neben der
intensiv und erfolgreich vorangetriebenen kommunalen Erschließung am
westlichen Ufer war die vom ZV LSS vorgesehene rund 28 Meter hohe
Landmarke am Westufer von besonderem Interesse. In der Diskussion wurden
die mangelnde Finanzkraft der Seenland-Kommunen, die derzeit
unterschiedlichen Ausprägungen der Seenland-Schifffahrtsregeln in
Sachsen und Brandenburg sowie das Thema „Wohnen am Wasser“ tangiert.


Erster Spatenstich mit ZV LSS für den Wasserwanderrastplatz Geierswalder See

Franziska Richter, Hauptamtsleiterin der Gemeinde Elsterheide, der Bautzener Landrat Michael Harig, Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbands Lausitzer Seenland und Gerd Richter, Bereichsleiter Sanierung Lausitz bei der LMBV (v.l.n.r.)

Senftenberg/Geierswalde. Die Arbeiten der LMBV und
des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen (ZV LSS) im Rahmen der
§4-Maßnahmen am Geierswalder See gehen weiter. Der am Donnerstag, den
27.08.2020, vollzogene erste Spatenstich für das künftige
Multifunktionsgebäude war auch ein Zeichen für die weitere Erschließung
des entstehenden Wasserwanderrastplatzes. Dieser wird im Auftrag des ZV
LSS durch die LMBV geplant und umgesetzt.

Der Bautzener Landrat Michael Harig dankte allen Beteiligten für ihre
Zusammenarbeit. Erst dadurch sei die Verwirklichung des Großprojektes
möglich. Daniel Just, Geschäftsführer des Zweckverbandes LSS, betonte
die Bedeutung des öffentlichen Wasserwanderrastplatzes. Er gilt als
Schlüsselprojekt und dient der Entwicklung des Standortes Geierswalder
See. LMBV-Bereichsleiter Sanierung Lausitz Gerd Richter sprach ebenfalls
den Beteiligten seinen Dank aus und gab einen kurzen Überblick über die
bisherigen LMBV-Maßnahmen am Geierswalder See.

Hierzu zählt unter anderem die Sicherung der Böschung mittels rund
8.000 Tonnen Wasserbausteinen unterhalb des Hotel „Der Leuchtturm“. Die
rund 30 geladenen Gäste konnten sich im Anschluss an den Spatenstich
über den neu entstehenden Wasserwanderrastplatz informieren. Er ergänzt
die bereits seit 2007 an der Südböschung, unterhalb des
Leuchtturm-Hotels, verankerte Schwimmsteganlage für Boote.

Direkt neben dem Segel- und Inklusionszentrum des 1.
Wassersportvereins Lausitzer Seenland e.V. entsteht ein modernes
Multifunktionsgebäude. In dessen Erdgeschoss werden sich Sanitäranlagen
für Gäste mit Duschen und Toiletten befinden. Zudem wird das Büro des
Hafenmeisters in das Gebäude verlegt. Eine Besonderheit im Gebäude ist
die gemeinsame Wache der Wasserschutzpolizei der Bundesländer
Brandenburg und Sachsen. Zudem gehört zum Gebäude eine große Terrasse
mit Blick auf den Geierswalder See.

Im Umfeld entstehen, in unmittelbarer Nähe zum See, Stellplätze für
Caravans, Wohnmobile und Zelte. Auch die bereits vorhandene
Bootseinlassstelle wird um einen barrierefreien Beladungssteg sowie
Landliegeplätze für 22 Sportboote samt Trailern erweitert. Die
Barrierefreiheit auf dem gesamten Wasserwanderastplatz ist dem ZV LSS
ein wichtiges Anliegen und soll in allen Maßnahmen, soweit wie möglich,
umgesetzt werden.


Bärwalder See gewinnt durch bereits zehn schwimmende Häuser an Attraktivität

Sachsen Ministerpräsident überzeugt sich vom Baufortschritt der Investition - Das Seenland erobert damit weiter den Tourismusmarkt

Senftenberg | Boxberg. Am Bärwalder See errichtet die Firma FHG
Floating House GmbH aus Berlin eine Anlage für bis zu 26 Hausboote und
schwimmende Ferienhäuser am größten See Sachsens. Der Bärwalder See, ein
Bergbaufolgesee der LMBV, gewinnt durch bereits zehn schwimmende Häuser
weiter an Attraktivität.

Ein Projekt dieser Dimension laufe etwa fünf Jahre – drei zur
Vorbereitung und zwei Jahre für den Bau, so die FHG anlässlich des
Besuchs von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am 24. August
2020. „Die Eröffnung der ersten schwimmenden Häuser am Bärwalder See
sind ein besonderes Highlight und stärken die touristische Entwicklung
in der Region.“ Hier lasse sich die einzigartige Natur rund um Sachsens
größten See auf ganz besondere Weise erleben, so M. Kretschmer später
bei Twitter.

Seit mehreren Jahren – nach Bewilligung des aufgestellten B-Planes –
trieb der Investor das Vorhaben kontinuierlich weiter voran. 2019 konnte
das erste Musterhaus zu Wasser gelassen werden. Geschäftsführer Ulf
Sybel lobte insbesondere die Zusammenarbeit mit den holländischen
Herstellern der Hausboote, aber auch mit der planungsrechtlich
zuständigen Gemeinde Boxberg und dem See-Eigner LMBV. Die Produktion der
ersten schwimmenden Häuser für den Bärwalder See begann im September
2019. Die schwimmenden Häuser bieten eine Gesamtwohnfläche von exakt 67
Quadratmetern, davon 44 Quadratmeter Wohn- und Nebenräume, dazu eine
Terrasse am Bug des Schiffes, eine Bewegungsfläche am Heck sowie eine
große Terrasse auf dem Oberdeck. Die winterfesten Häuser kosten etwa
317.000 Euro pro Stück.

Rund 7,6 Mio. Euro wurden bisher laut Sybel in das Vorhaben
investiert und rund 100 ganzjährig zu mietende Überachtungsbetten damit
entstehen – vergleichbar mit einer mittelständischen Hotelinvestition.
Alle Arbeiten an Land, wie die Medienerschließung, begannen im April
2020. Damit beauftragt waren neben dem Planungsbüro Sweco in Rietschen
Unternehmen der Region in den Gewerken Sanitär und Heizung, Metallbau,
Elektrik und Tiefbau. Lediglich der Auftrag für Wasserbau ging an eine
Spezialfirma außerhalb der Region. Mehr als 35 regionale und
überregionale Partnerunternehmen wirkten mit am Entstehen der neuen
Anlage.

Die meisten der schwimmende Häuser wurden ab etwa 290.000 Euro an
Erwerber aus ganz Deutschland verkauft, die teilweise ihre Häuser in
eine zentrale Vermietung einbringen. Vertraglich gebundener Dienstleiter
für das Beherbergungsgeschäft ist einer Pächter des unweit gelegenen
Marina Campingplatzes M. Schmidt. „Die meisten Investoren vermieten die
Häuser gleich als Ferienhaus weiter, kommen so auf bis zu 180
Übernachtungen im Jahr“, so Sybel. Die Preise sollen um 150 Euro pro
Nacht und Haus liegen. Mit Floatinghouses.de
wurde zudem die „größte Buchungswebsite für schwimmende Häuser und
Hausboote“ geschaffen. Die Firma HouseAway ist für die Vermietung für
den Standort Bärwalder See im Lausitzer Seenland zuständig.

Die Boxberger hatten sich vorab das Projekt an der Goitzsche,
ebenfalls ein von der LMBV gefluteter Bergbaufolgesee, angeschaut. So
was konnten sich die Kommune hier in der Lausitz am Bärwalder See
ebenfalls gut vorstellen, betonte Boxbergs Bürgermeister Achim Junker.
FHG habe bereits 160 „Wasserhäuser“ deutschlandweit errichten lassen.
Ulf Sybel mahnte u.a. die noch immer fehlende Fahrgastschifffahrt an.
Wenig begeistert ist der Investor von den Plänen der Landesdirektion,
den Naturschutzbereich inmitten des Bergbaufolgesees auszuweiten und
adressierte dies an die anwesende Präsidentin des Landesdirektion
Sachsen, Regina Kraushaar. Sachsens größter Binnensee sei mit seinen
beliebten weitläufigen Sandstränden nicht nur bei Badegästen, sondern
auch bei Anglern, Seglern und nun auch Eignern Mietern, beliebt.

Die FHG bietet schwimmende Urlaubsangebote an drei weiteren
Bergbaufolgeseen der LMBV an. Der Geiseltalsee ist ein Tagebaurestsee im
südlichen Sachsen-Anhalt. Der Bergbaufolgesee entstand im Zuge der
Wiedernutzbarmachung im früheren Braunkohleabbaugebiet Geiseltal
nordöstlich von Mücheln. Weitere Angebote hat FHG auch am Großen
Goitzschesee, der aus dem ehemaligen Braunkohlentagebau Goitzsche in
Sachsen-Anhalt hervorgegangen ist. Dieser Tagebaurestsee gehört zum
Bitterfelder Bergbaurevier. Der Gräbendorfer See, niedersorbisch
Grabicański jazor, ist ein 450 ha großer rekultivierter Tagebausee der
LMBV im Lausitzer Seenland im Land Brandenburg. Sein Flutungsende war
2007 erreicht worden, 2019 konnte die Bergaufsicht für das künstliche
Gewässer enden.

Impressionen von der FHG-Einweihungsveranstaltung


Aufsichtsrat des Unternehmens tagte diesmal im Südraum von Leipzig

95. Aufsichtsratssitzung im 25. Jubiläumsjahr des Bergbausanierers

Befahrungsgruppe am Hafen Zwenkau

Leipzig | Großpösna. Am 19. August 2020 trat der Aufsichtsrat der LMBV
zu seiner 95. Sitzung in Großpösna unter Beachtung der noch geltenden
Corona-Hygienevorschriften zusammen. Die Beratung stand unter Leitung
von Ministerialrat a.D. Dr. Ulrich Teichmann, der den Vorsitz innehat.

Der Veranstaltung vorgelagert war eine Informationstour durch den
Südraum von Leipzig. Die LMBV-Geschäftsführung und beauftragte
LMBV-Mitarbeiter informierten die Räte über laufende und künftige
Sanierungsvorhaben im Bereich Mitteldeutschland, darunter an der
Baustelle für den in Planung befindlichen Harthkanal zwischen Zwenkauer
See und Cospudener See.

Der LMBV-Aufsichtsrat besichtigte auch die benachbarte
BAB-72-Baustelle in Begleitung des sächsischen LASUV bei Rötha, die
teilweise über Kippenflächen des vormaligen Tagebaus Espenhain führt.
Hier errichtet eine ARGE den Abschnitt 5.1 von der B 95 / B 176 bei
Borna bis zur B 95 bei Rötha über eine Länge von 9,5 km. Die Planungen
für diesen Abschnitt liefen seit November 2004. Die 2020 noch bestehende
7,2 km lange Endlücke - beginnend an der Anschlussstelle Espenhain Nord
- ist bis voraussichtlich 2026 im Bau. Alle Fotos: Christian Bedeschinski für LMBV

LMBV-Informationen zum Harthkanal-Vorhaben am Zwenkauer See
Impressionen von der Tour der Räte


TV LS: Neue Rätselradtour für Familien um Senftenberger See und Geierswalder See

Rätselradtour lädt Familien mit Kindern im Grundschulalter ein, den spektakulären Wandel vom Bergbaurevier zum Wasserparadies auf dem Drahtesel zu erleben

Senftenberg. Welche Bezeichnung hat der Koschener Kanal in der
Sprache der Bergbausanierer, die aus der ehemaligen Kohlegrube den
Senftenberger See geschaffen haben?

Mit solchen Fragen konfrontiert das Maskottchen des Lausitzer
Seenlandes Interessierte. Ob in Bergmannskluft oder im Neoprenanzug,
immer macht das Maskottchen Pit eine gute Figur. Neuerdings ziert Pit
auch einen neuen Flyer zu einer Rätselradtour. Sie lädt Familien mit
Kindern im Grundschulalter ein, den spektakulären Wandel vom
Bergbaurevier zum Wasserparadies auf dem Drahtesel zu erleben. Die 37 km
lange Tour führt um den Geierswalder See und Senftenberger See.

An acht Stationen fordert Pit die Kinder auf, eine Rätselfrage aus
dem Flyer zu beantworten. An markanten Orten wie einer Baggerschaufel
oder einem Schleusenwärterhaus erfahren sie so spielerisch Wissenswertes
zum Braunkohletagebau, zu abgebaggerten Orten und zur Flutung der Seen.
Die Route verläuft entlang der flachen, weitestgehend autofreien
Radrundwege um den Geierswalder See und den Senftenberger See.

Familien mit jüngeren Kindern können sie problemlos in zwei Etappen
von 19 und 18 Kilometern aufteilen. Wer mit dem korrekt ausgefüllten
Flyer in den Tourist-Informationen Senftenberg und Hoyerswerda sowie im
touristischen Informationspunkt am Stadthafen Senftenberg vorbeikommt,
erhält ein kleines Geschenk. Sechs Fahrradvermietungen in Senftenberg
und am Senftenberger See verleihen Fahrräder.

Der Flyer ist in den Tourist-Informationen Senftenberg und
Hoyerswerda sowie im touristischen Informationspunkt am Stadthafen
Senftenberg erhältlich. Außerdem kann er unter www.lausitzerseenland.de
als PDF heruntergeladen werden. Quelle: PM des ZV LS

Promo-Foto v. Tourismusverband Lausitzer Seenland / Fotografin Nada Quenzel: Familiäres Radeln am Senftenberger See