Zusätzliche Absperrungen am Sperrgebiet Schlabendorf-Süd ausgebaut
Zuwegungen in den Sperrbereich zusätzlich mittels Zäunen und Verwallungen verbaut
Senftenberg | Fürstlich Drehna | Zinnitz. Auch wenn das
Landschaftsbild auf den LMBV-Kippenflächen des ehemaligen Tagebaues
Schlabendorf-Süd ein idyllisches Naturbild vermittelt, so bestehen dort
nicht sichtbare Gefahren.
Es kam im gesperrten Tagebaugelände mehrmals in den zurückliegenden
Jahren zu unerwarteten Bodenbewegungen und Grundbrüchen größeren
Ausmaßes. Diese Ereignisse haben ihre Ursache in den besonderen
bodenmechanischen Eigenschaften des Schlabendorfer Kippenbodens (locker
gelagerte, gleichförmige Lausitzer Sande) im Zusammenhang mit dem hohen
Grundwasserstand.
Aufgrund des sehr hohen geotechnischen Gefährdungspotentials ist die
gesamte Kippenfläche als Sperrgebiet ausgewiesen, was ein
Betretungsverbot für die Öffentlichkeit bedeutet. Ein Betreten durch den
Bergbausanierer LMBV bzw. durch beauftragte und besonders eingewiesene
Personen findet nur bei absoluter Notwendigkeit und unter größtmöglichen
Sicherheitsanforderungen statt. Die Sperrbereichsgrenze ist auf der
gesamten Länge durch eine regelmäßige Beschilderung „Sperrbereich –
Betreten verboten – Lebensgefahr“ für jedermann kenntlich gemacht.
Trotz der Hinweisschilder wird der Sperrbereich, mit steigender
Tendenz, durch unbefugte Personen betreten und befahren. Zwischen dem
Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und der LMBV mbH
wurde daraufhin vereinbart, die Zuwegungen in den Sperrbereich
zusätzlich mittels Zäunen und Verwallungen abzusperren.
Bis zum Abschluss der Sicherung der Kippenflächen bleibt das Betreten
der Sperrbereiche ausdrücklich untersagt, da es jederzeit und
unvorhersehbar zu Bodenbewegungen kommen kann, die eine akute
Lebensgefahr darstellen. Personen könnten verschüttet, eingeklemmt oder
zerquetscht werden, Fahrzeuge könnten umstürzen oder in plötzlich
entstehenden Wasserflächen versinken, in Waldbereichen bestehe die
Gefahr von umstürzenden Bäumen. Aufgrund der bestehenden Gefährdungen
weist die LMBV erneut darauf hin, die örtlichen Sperrschilder und
Kennzeichnungen zu beachten und den Sperrbereich nicht zu betreten.
Gefahren auf ungesicherten Kippen
Zusätzlich gesicherte Zuwegung zur Kippe
Auf der Kippe: In Mitleidenschaft gezogener Weg – nach Kippenbodenbewegung
Grundbruch 2017 – Abrisskanten südl. Asphaltweg nach Bodenbewegung
Symbolbild: Staffelbruch auf geperrter Kippe – hier in Seese-West 2015
Symbolfoto: Rutschung 2016 in Sperrgebiet
Geotechnischer Beirat 2020 führt wieder Koryphäen der Geotechnik zusammen
GTB der LMBV tagt erneut beim Bergbausanierer
Senftenberg. Unter Leitung des LMBV-Bereichsleiters Technik Eckhard
Scholz versammelten sich auf Einladung des Bergbausanierers am 5.
November 2020 die Mitglieder des Geotechnischen Beirates des
Unternehmens in der Lausitz.
Der fachliche Austausch zu schwierigen Fragen der Lausitzer
Innenkippen versammelte u.a. Fachleute und Koryphäen der Geotechnik aus
ganz Deutschland in Senftenberg, darunter Prof. Dr.-Ing. Wolfram Kudla
von der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Rolf Katzenbach von der TU
Darmstadt, Falk Hoffmann, Fa. G.U.B., Dr. Jürgen Keßler, vormals
Beratende Ingenieure für Umweltgeotechnik und Grundbau GmbH, Kai
Reinhardt, Prokurist der BIUG, Dr. Alfred Vogt, Geotechniker, Gutachter
Matthias Götz vom Erdbaulabor Leipzig, Dr.-Ing. Holger Mansel, Prokurist
der IGBW Ingenieurbüro für Grundwasser GmbH, Franziska Uhlig-May,
Leiterin Geotechnik der LEAG sowie Kathy Sommer, Leiterin Geotechnik
Lausitz der LMBV und Dr. Robert Böhnke, Leiter Geotechnik
Mitteldeutschland sowie die Geotechnikerinnen Katja Mühlig und Beate
Lucke.
Kathy Sommer beim Vortrag
Die Fachleute waren vom Sprecher der LMBV-Geschäftsführung, Bernd
Sablotny, gemeinsam mit den LMBV-Prokuristen Eckhard Scholz und Dirk
Sonnen herzlich zu dieser Beiratssitzung 2020 begrüßt worden. Im
Ergebnis des Lausitzer Rutschungsereignisses bei Bergen auf der
Innenkippe Spreetal im Jahr 2010 und dem erkannten Handlungsbedarf wurde
damals unmittelbar mit der Gründung eines Beirats den neuen
Innenkippen-Herausforderungen Rechnung getragen und das Monitoringsystem
Langzeitstandsicherheit ausgeweitet sowie fortgeschrieben.
Die LMBV hatte ganz zeitnah schon 2010 zu ihrer fachlichen
Unterstützung diesen „Geotechnischen Beirat“ etabliert, der sich aus
anerkannten Wissensträgern aus der Wissenschaft und Forschung sowie der
Praxis zusammensetzt. Er tagte im zurückliegenden Jahrzehnt mehrmals zu
verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten, aus deren Fachdiskussionen
sich diverse neue Hinweise und Vorgaben für die praktischen
geotechnischen Sanierungsarbeiten ergaben. Es gilt nach wie vor,
eventuell vorhandene Wissens- und Kenntnislücken weiter zu
identifizieren und zu schließen. Foto: Steffen Rasche für LMBV
GTB der LMBV - Tagung 2020 - Fotos: Steffen Rasche für LMBV
Dr. Jürgen Keßler hat langjährige Praxiserfahrungen
Gespannte Aufmerksamkeit: B. Sablotny und E. Scholz – im Hintergrund D. Sonnen
Fachbeitrag von Prof. Dr.-Ing. W. Kudla v. der TU Bergakademie Freiberg
Beiratsmitglieder: F. Uhlig-May, K. Reinhardt, Dr. Keßler, Prof. Dr. Katzenbach, M. Götz und Dr. Mansel
B 97-Abschnitt zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe wieder frei
Senftenberg/Spreetal. Der seit Mitte August 2020
beschädigte B97-Abschnitt zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe wurde
im Auftrag der LMBV in den zurückliegenden Wochen instandgesetzt und ist
seit dem 5. November für den öffentlichen Verkehr wieder nutzbar. Drei
Wochen eher als anvisiert.
Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, gab am
Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde
des Landkreises Bautzen, des Landesamts für Straßenbau und Verkehr
(Lasuv) und Spreetals Bürgermeister Manfred Heine nach erfolgter Abnahme
die Straße frei.
Alle Beteiligten hatten sich um eine schnellstmögliche Reparatur des
beeinträchtigen Straßenabschnittes bemüht. Gerd Richter dankte vor Ort
allen involvierten Behörden, Ingenieurbüros und Straßenbaufirmen und
Mitarbeitern, die diese vorfristige Freigabe ermöglicht hatten, für ihr
Engagement und insbesondere der Gemeinde Spreetal und ihren Bürger für
das Verständnis für die Umleitungsphase.
Nach der nun erfolgten Straßenreparatur kann die B 97 jetzt wieder
unter den bestehenden Verhaltensregeln genutzt werden: Die Signalanlage,
die bei Eintritt eines Ereignisses sofort auf Rot schaltet, und die
bestehende Geschwindigkeitsbeschränkung werden wieder in Betrieb
genommen. Neu sind dabei die optischen Leiteinrichtungen in der
Straßenmitte und am Rand der 30-er Zone. Diese sollen die
Geschwindigkeitsbegrenzung unterstützen.
„Diese nun umgesetzte Maßnahme stellt damit eine mittelfristige
Sicherung dieses Straßenabschnitts dar“, unterstrich Bernd Sablotny,
Sprecher der Geschäftsführung der LMBV bereits im Oktober. Als
langfristige Lösung ist die Sanierung der jetzigen B 97-Trasse
vorgesehen. Von einer Verlegung der Trasse wird aufgrund der
geotechnischen Situation abgesehen. Der Zeitrahmen für die
Straßensanierung der B 97 wird unter Vollsperrung mit 5 bis 10 Jahren
eingeschätzt. Für die Vorbereitung der Maßnahme werden mehrere Jahre
benötigt. In dieser Zeit werden auch die Fragen der Umleitungen geklärt.
Hintergrund: Die Bundesstraße 97 zwischen
Hoyerswerda und Schwarze Pumpe war seit dem 07. Juli 2020 planmäßig auf
einer Länge von ca. drei Kilometer für Arbeiten der LMBV voll gesperrt.
Es handelte sich um einen Abschnitt auf locker gelagerter Kippe des
einstigen Tagebaus Spreetal. Im Juli und August 2020 waren parallel zur
Fahrbahn auf 220 Meter zusätzliche 1.800 Vertikaldrains mit
Spezialtechnik im Auftrag der LMBV bis zu 15 Meter in den umgebenden
Kippenboden gedrückt worden. Diese Vertikaldrains sollen mithelfen, die
1964 über Kippenbereiche des Tagebaus Spreetals geführte und nur
geringfügig verdichtete Straße im Bereich einer Tieflage zusätzlich zu
sichern.
Ein beauftragter Sachverständiger für Geotechnik hatte im Zuge
der LMBV-Arbeiten am 18. August 2020 ungleichmäßige Setzungen der
Fahrbahnen um bis zu vier bis sechs Zentimeter und aufgetretene Risse im
Straßenkörper registriert. Das Eindrücken von Vertikaldrains hatte zu
lokalen Verdichtungen des Bodens und zu Setzungen und Mitnahmesetzungen
bis unter den Straßenkörper auf Grund der lockeren Lagerung unter der
Straße geführt.
Es wurde nun in den zurückliegenden Wochen der Versatz und die
Anschlussbereiche gefräst. Auf diese Fläche wurde ein Glasfaserflies
aufgebracht, auf welches eine Asphaltbinderschicht und zum Abschluss
eine Asphaltdeckschicht aufgetragen wurde. Die Banketten wurden an die
neue Höhe angepasst, die Fahrbahnmarkierung aufgetragen und die
Verkehrszeichen aufgestellt.
Fotos: LMBV/Rasche
Die neue optische Leiteinrichtung auf der B97
Gemeinsame Freigabe (v.l.): Ute Pielarski (LK BZ), Jörg Israel (LASuV), Gerd Richter (LMBV), Manfred Heine (Spreetal)
Die 30-er Zone auf der B97 bleibt bestehen.
MIL|LBGR|LK OSL: Pappelweg in Lauchhammer: Eigentümer über Absiedlungzeitraum informiert
Potsdam | Lauchhammer. Zu den Ergebnissen eines neuerlichen
Gutachtens für das Gebiet Pappelweg in Lauchhammer hat am 3. November
2020 auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Lauchhammer, Roland
Pohlenz, eine Informationsveranstaltung für die Eigentümer und Anwohner
im Bereich des Pappelwegs in Lauchhammer stattgefunden. Hierbei
informierten das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR)
und der Landkreis Oberspreewald-Lausitz gemeinsam mit dem Ministerium
für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg und dem Bergbausanierer
LMBV zu den geotechnischen Untersuchungsergebnissen für den Bereich des
Wohngebietes Pappelweg in Lauchhammer.
Wie bereits auf der Einwohnerveranstaltung am 25. Juni 2020
angekündigt, haben das Landesbergamt und der Landkreis im Zuge des
Verfahrens ein weiteres, speziell geohydrologisches Gutachten
beauftragt. Widerlegt wurde damit die zwischenzeitlich bestehende
Befürchtung, die sofortige Beendigung aller Nutzungen müsse angeordnet
werden. Die gutachterliche Einschätzung lautet ungeachtet dessen, dass
die Absiedlung der Grundstücke im Hinblick auf die Gefahr der
Bodenverflüssigung des Untergrundes nach wie vor geboten ist. Nach
Ausschöpfung aller denkbaren Ermittlungen und Prüfungen mit
entsprechenden Sachverständigengutachten besteht demnach Einigkeit bei
den zuständigen Ordnungsbehörden, dass der Standsicherheitsgefahr nicht
anders als nur durch eine Absiedlung zu begegnen ist. Eine Sanierung und
damit Stabilisierung des Baugrunds unter den Gebäuden ist nicht
möglich. Wie lange das bestehende und nicht weiter verminderbare
Restrisiko noch tragbar ist, war Gegenstand ausgiebiger fachlicher
Erörterungen des Landkreises und des Landesbergamts mit verschiedenen
Gutachtern und Vertretern der LMBV. Im Ergebnis empfehlen das
Landesbergamt und der Landkreis als zuständige Ordnungsbehörden den
Anwohnern und Gartennutzern, im Interesse ihrer eigenen Sicherheit
möglichst schnell – jedoch spätestens bis zum Ende des Jahres 2022 –
umzuziehen.
Landrat Siegurd Heinze: „Auch das neuerliche Gutachten ändert nichts
an der Tatsache, dass es, wie schon bei der Grubenteichsiedlung und der
Wilhelm-Külz-Straße in Lauchhammer keine Alternative dazu gibt, den
Standort Pappelweg dauerhaft aufzugeben. Ich bedaure diesen Umstand
zutiefst und habe Verständnis für die Sorgen der betroffenen Anwohner.
Der Landkreis wird gemeinsam mit dem Landesbergamt als zuständige
Ordnungsbehörden weiterhin alles dafür tun, Lösungen für die betroffenen
Bürgerinnen und Bürger zu finden. Ich appelliere vor dem Hintergrund
der latent bestehenden Gefährdung an die betroffenen Bürgerinnen und
Bürger, im Interesse ihrer eigenen Sicherheit möglichst zeitnah zu
handeln.“ Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz: „Die LMBV
wird sich im Auftrag von Bund und Land Brandenburg um die weitere
Umsetzung der Entschädigungsfragen kümmern. Dazu gab es im Anschluss an
die Bürgerversammlung persönliche Gespräche mit den Eigentümern, die zu
weiteren vorabgestimmten Gesprächsterminen führen werden. Ziel ist eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Pappelweg-Anwohnern bei voller
Unterstützung aller am Prozess Beteiligter.“
Roland Pohlenz, Bürgermeister der Stadt Lauchhammer: „Die von allen
Anwohnern bzw. Grundstückseigentümern lang erwartete weitere
gutachterliche Bewertung der Situation am Pappelweg hat nicht nur die
unumgängliche Notwendigkeit der Absiedlung bekräftigt, sondern zugleich
den zuständigen Behörden ermöglicht, eine klare Aussage zum noch
verfügbaren Zeitrahmen bis zur endgültigen Aufgabe des Wohnstandortes zu
definieren. Gleichzeitig bin ich jedoch froh, dass die von mir mehrfach
geäußerte Bitte, die Betroffenen nicht länger im Unklaren zu lassen,
erfüllt worden ist. Ich werde weiterhin alles dafür tun, dass der noch
verfügbare Zeithorizont genutzt wird, um eine einvernehmliche Lösung
zwischen den Betroffenen und den Entscheidern des Landes und des Bundes
zu finden.“ Jan Drews, Abteilungsleiter Gemeinsame Landesplanung
Berlin-Brandenburg (GL) im Infrastrukturministerium des Landes
Brandenburg (MIL): „Das Land Brandenburg hat ein großes Interesse daran,
dass alle Beteiligten gemeinsam Lösungen für die betroffenen Anwohner
finden. Wir sind uns bewusst, mit welchen Härten die notwendige
Absiedlung für sie verbunden ist. Die gestrige Informationsrunde der
zuständigen Behörden mit den Betroffenen hat hierfür eine gute
Arbeitsgrundlage geschaffen.“
Hintergrund: Das heutige Stadtgebiet von Lauchhammer ist durch
intensiven, lange währenden Braunkohlenbergbau geprägt. In und um die
ehemaligen Ortschaften der heutigen Stadt Lauchhammer wurden bereits
Mitte des 19. Jahrhunderts kleinere Tiefbaugruben betrieben. Ab Ende des
19. Jahrhunderts entstanden die ersten kleineren Tagebaue. Aufgrund der
sich weiter entwickelnden umliegenden Großtagebaue und der damit nahezu
dauerhaften Absenkung des Grundwassers wurden Siedlungen für die
Bergleute unter anderem auf gekippten Flächen im heutigen Stadtgebiet
errichtet. Seit Beendigung des Bergbaus Anfang der 1990er Jahre steigt
das Grundwasser wieder an. Damit verbunden sein können Vernässungen von
Gebäuden, aber auch Gefährdungen im Zusammenhang mit möglichen
Verflüssigungen im Untergrund, die bis hin zum Geländeeinbruch eine
Gefahr für die darauf befindlichen Gebäude darstellen.
Quelle: PM des MIL und des Landkreises OSL v. 04.11.2020
LMBV: Bergbausanierer verzichtet aufgrund Corona-Pandemie auf Barbarafeier 2020
Senftenberg. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der
Corona-Pandemie in Deutschland entschied sich die LMBV, ihre für Anfang
Dezember in Cottbus geplante traditionelle Barbarafeier in diesem Jahr
nicht durchführen.
Seit Gründung des Unternehmens vor 25 Jahren nutzt die LMBV in
Fortsetzung altehrwürdiger bergbaulicher Traditionen alljährlich die
Gelegenheit, um mit den Partnern der Bergbausanierung, Vertretern von
Kommunen, Landkreisen, Bundes- und Landesinstitutionen sowie
Auftragnehmern und Mitarbeitern der LMBV anlässlich des Tages der
Heiligen Barbara am 4. Dezember Bilanz über die erreichten Ergebnisse zu
ziehen, einen Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben zu geben und
allen Beteiligten für ihren Anteil an der geleisteten Arbeit zu danken.
In diesem Jahr sollte sich der Fokus der Barbarafeier insbesondere
auf das 25jährige Bestehen des Unternehmens richten. Die im September
2020 geplante Veranstaltung zum Unternehmensjubiläums musste bereits
abgesagt werden. Zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten sowie zur
Vermeidung einer weiteren Verbreitung des Coronavirus ist die
Entscheidung zur Absage der Veranstaltung aber notwendig.
Bereits ein Drittel der Kippenböschung von Neumanns Grube in Hosena verdichtet
Senftenberg | Hosena. Die Verdichtungsarbeiten an
der Kippenböschung der Neumanns Grube in Hosena, Ortsteil von
Senftenberg, gehen zügig voran. Seit September wurde bereits ein Drittel
der bisher ungesicherten Fläche im Auftrag der Lausitzer und
Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft durch die Firma ECOSOIL
gesichert.
Zum Einsatz kommt hierfür amphibische Technik, die vom Wasser aus die
insgesamt rund 45.000 Kubikmeter Massen mittels leichter
Rütteldruckverdichtung in Tiefen von bis zu acht Metern stabilisiert.
Allein für den Seebereich wurden fast 2.700 Ansatzpunkte definiert, an
denen der Rüttler zum Einsatz kommt. Der Wasserstand in der Neumanns
Grube wird während den Arbeiten permanent überwacht. Die
Verdichtungsarbeiten sind bis Ende dieses Jahres geplant.
Im Frühjahr nächsten Jahres beginnt anschließend der Bau des 70 Meter
langen Notüberlaufes zwischen Neumanns Grube und Germaniateich. Dieser
wird jeweils um ein Ein- und Auslaufbauwerk ergänzt, welche von einer 50
Zentimeter starken Granitsteinmauer eingefasst werden. Der Notüberlauf
dient zukünftig dem Wasserausgleich zwischen den beiden Gewässern.
Auch die im Februar geholzte Fläche wird 2021 wieder aufgeforstet und
bepflanzt. An diese Arbeiten schließen sich Pflegeleistungen für die
Fläche an, die voraussichtlich bis Ende 2022 andauern werden. Die Kosten
für die Sanierungsmaßnahme liegen bei rund einer Millionen Euro.
Hintergrund:
Neumanns Grube, auch Grube C oder Neumannsteich genannt, ist ein
ehemaliger Glassand-Tagebau in Hosena. Die LMBV sicherte in den
vergangenen Jahren bereits die Hosenaer Restlöcher Sondergrube und Werk 4
und führte Rekultivierungsarbeiten z.B. am Schilfteich, Klammersteich,
dem benachbarten Clubteich und Germaniateich durch.
Der Rüttler arbeitet auf der Wasserfläche von Neumanns Grube
Mittels amphibischer Technik wird Neumanns Grube gesichert
Restloch Greifenhain bei Altdöbern voraussichtlich erst nach 2030 nutzbar
Künftiger Altdöberner See noch länger in der Sanierungsphase
LMBV-Sanierungsarbeiten am am Restloch Greifenhain (künftiger Altdöberner See)
Senftenberg/Altdöbern. Der künftige Altdöberner See, das Restloch
Greifenhain, wird nunmehr voraussichtlich erst nach 2030 nutzbar sein,
da noch notwendige Sanierungsarbeiten erst in den kommenden Jahren
umsetzbar sind.
Dazu informierten am 29. Oktober 2020 Bernd Sablotny, Sprecher der
Geschäftsführung der LMBV und Gerd Richter,
LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, den Amtsdirektor des Amtes
Altdöbern sowie den Bürgermeister von Altdöbern.
„In den vergangenen Jahren haben wir in der Seenland-Region bereits
viel vorangebracht“, erklärte Gerd Richter. Unvorhergesehene Ereignisse
wie die Insel-Rutschung am Senftenberger See, langfristige zusätzliche
Aufgaben wie die Beräumung der Vorsperre Bühlow von Eisenhydroxidschlamm
und Kostensteigerungen beim Bau beispielsweise der
Wasserbehandlungsanlage Plessa seien jedoch nicht immer planbar, müssten
aber ins laufende Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung
integriert werden. „Daher werden derzeit Prioritäten der anstehenden
Sanierungsarbeiten neu gesetzt und u.a. damit das Restloch Greifenhain
später fertig“, so Richter. Auch wird eine Zwischennutzung des
entstehenden Bergbaufolgesees bis zum Erreichen der Sanierungsziele
nicht möglich.
Der Amtsdirektor Frank Neubert äußerte sein Unverständnis und die
Enttäuschung zu dieser Entscheidung sehr deutlich. Er hatte in den
vergangenen Monaten mit der bisherigen klaren Planungsschiene der LMBV
einer Seenutzung für den Zeitraum 2026 zahlreiche Investitionen
angeschoben. „Insbesondere die intensiven Vorbereitungen für private
Investitionen in der gewerblichen Gesundheitswirtschaft und im
touristischen Bereich in der Gemeinde Altdöbern werden durch die
deutliche Verschiebung nun infrage gestellt. Positiv ist zu bewerten,
dass mit der Erklärung zur Verschiebung der Fertigstellung des
Altdöberner Sees diesmal durch die LMBV Klartext zu den künftigen
Zeiträumen gesprochen wurde und somit die Planungen und Aktivitäten für
die touristische Ausrichtung nicht bis 2026 dann ins Leere laufen“.
Bürgermeister Peter Winzer zeigte sich angesichts des
notwendigerweise angepassten Sanierungszeitraumes, der eine spätere
Seefertigstellung umfasst, unzufrieden. Er äußerte aber auch Verständnis
für die faktischen Zwänge des Bergbausanierers: „Diese neue Zeitschiene
ist für die See-Anrainer natürlich unbefriedigend. Dennoch sind wir der
LMBV für ihre Offenheit und frühzeitige Veränderungsansage dankbar.
Damit können und müssen sich auch die Touristiker und Anwohner auf die
neuen Gegebenheiten mittelfristig einstellen“, so Winzer.
LMBV-Sanierungsarbeiten am RL Greifenhain dauern an
Planierarbeiten am Böschungssystem
Altdöbern
Sanierungsarbeiten im Auftrag der LMBV am Altdöberner See
Altdöbern
Sanierungsarbeiten im Auftrag der LMBV am Altdöberner See
LMBV: Sichtbarer Baufortschritt am entstehenden Überleiter 3a bei Klein Partwitz
Weiteres Kernelement des schiffbaren Lausitzer Seenlands entsteht
Senftenberg | Klein Partwitz. Wie neue Aufnahmen der auftragnehmenden
Firma Strabag belegen, ist ein weiterer sichtbarer Baufortschritt am
entstehenden LMBV-Projekt Überleiter 3a zu verzeichnen. Derzeit finden
die Schalungsarbeiten an den Widerlagern der Brücke statt.
Der Überleiter 3a entsteht zwischen dem Neuwieser See und dem Blunoer
Südsee. Das Bauwerk wird künftig die beiden Bergbaufolgeseen bei Klein
Partwitz verbinden und ein Kernelement des schiffbaren Lausitzer
Seenlands werden. Ziel der Bergbausanierer ist es, das Bauwerk im Jahr
2021 fertigzustellen.
Fotos: Schneider, Fa. Strabag
Impressionen vom Bauvorhaben Überleiter 3 a
Neue Info-Tafel am Geierswalder See zu geplantem Wasserwanderrastplatz aufgestellt
Arbeiten am neuen Wasserwanderrastplatz Geierswalder See gehen gut voran
Senftenberg/Geierswalde. Viel hat sich bereits seit
dem ersten Spatenstich vor zwei Monaten, am 27. August, für das künftige
Multifunktionsgebäude am entstehenden Wasserwanderrastplatz
Geierswalder See getan. Vom, aus §4-Mitteln finanzierten, Gebäude steht
bereits das Erdgeschoss. In dieses wird unter anderem das
Hafenmeisterbüro einziehen.
Eine neue Tafel der LMBV und des Zweckverbandes Lausitzer Seenland
Sachsen informiert nun auch direkt gegenüber der Baustelle über die
geplanten Investitionen. Neben dem Multifunktionsgebäude werden eine
Bootseinlassstelle inkl. Hebeanlage für Menschen mit körperlichen
Beeinträchtigungen sowie 22 Landliegeplätze für Sportboote sam Trailern
entstehen. Zudem wird der Campingplatz ausgebaut.
Der Wasserwanderrastplatz gilt als Schlüsselprojekt des
Standortentwicklungskonzeptes. Die derzeitig laufenden Maßnahmen
ergänzen die bereits seit 2007 an der Südböschung, unterhalb des Hotels
„Der Leuchtturm“, verankerte Schwimmsteganlage für Boote.
Der Rohbau des neuen Multifunktionsgebäudes
Die neue Informationstafel am Geierswalder See
Start der Arbeiten an B 97 zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe
Senftenberg. Am vergangenen Freitag, 16. Oktober
2020, begannen die Arbeiten zur Instandsetzung der Bundesstraße 97 mit
dem Abfräsen der beschädigten Asphaltschicht. Den Zuschlag für die
Straßenbauarbeiten erhielt die Firma EUROVIA GmbH aus Berlin. In dieser
Woche erfolgt das Fräsen der Bankette, damit in der kommenden Woche die
Asphaltarbeiten beginnen können.
Die Instandsetzung des derzeitig auf einer Länge von 3 Kilometern
gesperrten Abschnittes zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe soll bis
Ende November 2020 abgeschlossen sein. Dies teilte Bernd Sablotny,
Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, am 9. Oktober gemeinsam mit dem
Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LA SuV) während einer
Informationsveranstaltung für die von der Sperrung betroffenen
Anrainerkommunen und Behörden mit.
Danach kann die B97, wie bisher auch, unter den bestehenden
Verhaltensregeln genutzt werden: Die Signalanlage, die bei Eintritt
eines Ereignisses sofort auf rot schaltet, und die bestehende
Geschwindigkeitsbeschränkung werden wieder in Betrieb genommen. „Diese
Maßnahme stellt eine mittelfristige Sicherung des Straßenabschnitts
dar“, so Bernd Sablotny.
Als langfristige Lösung ist die Sanierung der jetzigen B97-Trasse
vorgesehen. Von einer Verlegung der Trasse wird aufgrund der
geotechnischen Situation abgesehen. Der Zeitrahmen für die
Straßensanierung der B97 wird unter Vollsperrung mit 5 bis 10 Jahren
eingeschätzt. „Für die Vorbereitung der Maßnahme werden mehrere Jahre
benötigt. In dieser Zeit werden die Fragen der Umleitung geklärt“,
führte der zuständige Referatsleiter Verkehr im Sächsischen Ministerium
für Wirtschaft und Arbeit, Dietmar Pietsch, aus.
Hintergrund:
Die Bundesstraße 97 zwischen Hoyerswerda und Schwarze Pumpe ist
derzeit auf einer Länge von ca. 3 Kilometern voll gesperrt. Es handelt
sich um einen Abschnitt auf locker gelagerter Kippe des einstigen
Tagebaus Spreetal.
Hier sind in den zurückliegenden Wochen parallel zur Fahrbahn auf 220
Metern zusätzliche 1.800 Vertikaldrains mit Spezialtechnik im Auftrag
der LMBV bis zu 15 Meter in den umgebenden Kippenboden gedrückt worden.
Diese Vertikaldrains helfen, die 1964 über Kippenbereiche des Tagebaus
Spreetals geführte und nur geringfügig verdichtete Straße im Bereich
einer Tieflage zusätzlich zu sichern.
Zugleich wurde die Sperrpause für Überwachungsarbeiten des
Kippenumfeldes und weitere geotechnische Untersuchungen zur B97 genutzt.
Dabei hatte der beauftragte Sachverständige für Geotechnik eine
ungleichmäßige Setzung der Fahrbahnen um bis zu 4 bis 6 Zentimeter und
aufgetretene Risse im Straßenkörper registriert. Das Eindrücken der
Vertikaldrains führte zu lokalen Verdichtungen des Bodens und zu
Setzungen und Mitnahmesetzungen bis unter den Straßenkörper auf Grund
der lockeren Lagerung unter der Straße.
Asphaltfräsarbeiten auf dem gesperrten Abschnitt der B97