Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, Regina Kraushaar, auf Informationstour
Senftenberg. Zu einer Informationstour durch das
sächsische Lausitzer Sanierungsgebiet starteten am Mittwoch Vertreter
des Sanierungsbereichs der LMBV und die Präsidentin der Landesdirektion
Sachsen, Frau Regina Kraushaar.
Unter der Leitung von Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz,
ging es nach einer kurzen Einführung zur Entwicklung der LMBV und ihren
Aufgaben an den Überleiter 9, den Barbara-Kanal, der im vergangenen
Jahr freigegeben werden konnte. Des Weiteren besichtigte die Präsidentin
den Überleiter 3 und 3a sowie den Aussichtspunkt Bergen. Dort gewann
sie einen Einblick in die Dimension des geotechnischen Ereignisses, das
sich mittlerweile zum 10. Mal jährt.
Auch der Industriepark Schwarze Pumpe war Anlaufpunkt der Tour. Die
dortige Vakuumthermische Reinigungsanlage der LMBV zeigte eindrucksvoll,
wie notwendig die Bodensanierung an diesem Standort ist. Die
Wasserbehandlungsanlage Burgneudorf und der Horizontalfilterbrunnen 3
der Stadt Hoyerswerda gaben Einblick in die vielseitigen Aufgaben der
LMBV, die mit dem Wiederanstieg des Grundwassers und der
Wasserbeschaffenheit zusammenhängen.
"Es war eine sehr informative Befahrung, an der ich gern teilgenommen
habe. Sie hat mir einen guten, fundierten Einblick in die Arbeit der
LMBV gewährt", bedankte sich Regina Kraushaar im Anschluss an die
Befahrung bei den Teilnehmern und Organisatoren.
Frischer Anstrich für historische Senftenberger Lok zum LMBV-Jubiläum
LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny und Bürgermeister Andreas Fredrich vor Senftenbergs Lok mit frischem Anstrich am 10.09.2020 (Foto: S. Rasche für LMBV)
Senftenberg. Der Bergbausanierer LMBV begeht in
diesen Tagen sein 25. Unternehmensjubiläum. Alle Veranstaltungen aus
diesem Anlass wurden jedoch Corona-bedingt abgesagt. Ursprünglich war im
September 2020 in Berlin eine Veranstaltung der LMBV mit
Bundesvertretern und den Ministerpräsidenten der ostdeutschen
Braunkohleländer geplant, die jedoch angesichts der Coronapandemie nicht
mehr durchführbar war.
„Die frei gewordenen Mittel haben wir deshalb gut und sinnvoll zum
Erhalt eines Zeugnisses des Braunkohlenbergbaus einsetzen können", freut
sich Bernd Sablotny. Am 10. September 2020 präsentierte der Sprecher
der Geschäftsführung der LMBV die fertige E-Lok samt Abraumwagen dem
Bürgermeister der Stadt Senftenberg, Andreas Fredrich. Dieser zeigte
sich zufrieden mit dem frischen Farbanstrich, der gleichzeitig
Korrosionsschutz ist.
Lok und Abraumwagen stehen unter Denkmalschutz. Die auch
„Hundert-Tonnen-Loks“ genannten, mit Gleichstrom betriebenen Maschinen
gehören der am meisten gebauten E-Lok-Baureihe Deutschlands an. Die
Senftenberger Lok ist eine EL2 mit der Nummer 4-1204-100-B3. Sie wurde
1986 an das damalige VEB Braunkohlenkombinat Senftenberg geliefert und
war im Tagebau Seese-Ost im Einsatz. Für die Laubag fuhr sie vermutlich
bis 1994, nach ihrer Aufarbeitung 2003 in Senftenberg ist sie als
Denkmal am Ortseingang präsent.
Für weiterführende Informationen zur Geschichte des Lausitzer Braunkohlenbergbaus seit 1990 sei die LMBV-Reihe „Wandlungen
und Perspektiven" empfohlen, die fast alle Tagebaugebiete in der
Lausitz und in Mitteldeutschland in Verantwortung der LMBV historisch
aufarbeitet und mit ihren Entwicklungen darstellt. Im September
erscheint außerdem eine Darstellung der bisherigen Meilensteine der LMBV
anlässlich des 25-jährigen Unternehmensjubiläums, die ebenfalls auf der
Homepage abrufbar sein wird.
Frischer Anstrich
MLUK: Weiterhin kritische Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster
25. Ad hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ hat in Cottbus beraten
Cottbus. Am 14. September 2020 tagte die
länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ bereits zum
25. Mal in Cottbus. Sie mahnte die weiterhin kritische
Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster an. „Nachdem sich
Ende August durch flächendeckende Niederschläge eine leichte Entspannung
der Niedrigwassersituation abzeichnete, blieben seither weitere
Niederschläge nahezu aus. Durch die erneute sehr trockene und warme
Witterung herrschen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer
Elster weiterhin extreme Niedrigwasserverhältnisse.
Informationen zur Spree
Die Niedrigwassersituation im Oberlauf der Spree und den sächsischen
Zuflüssen hatte sich Anfang September nur kurzzeitig entspannt. In Folge
ausbleibender Niederschläge und weiterhin sehr geringer
Grundwasserzuflüsse gingen die Abflüsse wieder deutlich zurück. Die
Talsperre Bautzen ist momentan zu 39 Prozent gefüllt und stützt den
Abfluss der Spree geringfügig. Die Talsperre Quitzdorf steht wegen
fehlenden Speicherinhalts weiterhin nicht für die aktive Bewirtschaftung
zur Verfügung. Das LMBV-Speicherbecken Bärwalde konnte durch
die starken Niederschläge von Ende August auf 25 Prozent des
Speichervolumens aufgefüllt werden, welches bei Bedarf weiterhin genutzt werden kann, um die Abflüsse der Spree bis Ende September zu stützen.
Die Talsperre Spremberg erhielt in den ersten Septembertagen in Folge
der Niederschläge erhöhte Zuflüsse, sodass der Wasserstand um einige
Zentimeter anstieg. Bereits seit dem 4. September sind die Abflüsse am
Pegel Spremberg wieder auf einem sehr niedrigen Niveau und entsprechen
etwa der Abgabemenge von rund 6 Kubikmetern pro Sekunde. Aktuell
(14.09.2020) beträgt der Beckenwasserstand, bei leicht fallender
Tendenz, 90,27 Meter NHN. Der Abfluss am Unterpegel Leibsch hat sich
aufgrund der flächendeckenden Niederschläge etwas stabilisiert. Anfang
September erhöhte sich der Abfluss kurzzeitig bis auf 9 m³/s. Im
Spreewald kommt es zu einer stark verzögerten Abgabe von
Niederschlagswasser, sodass die Abflüsse bis Mitte September nur
sukzessive abnahmen. Aktuell beträgt der Abfluss 3,5 Kubikmetern pro
Sekunde und liegt deutlich unter dem mittleren Abfluss für September.
Dieser beträgt für den Referenzzeitraum (1991 – 2017) 11,2 Kubikmetern
pro Sekunde. In den kommenden Tagen muss bei ausbleibenden
Niederschlägen von einer weiteren geringen Abnahme der Abflüsse am
Unterpegel Leibsch ausgegangen werden. Eine Unterschreitung des temporär
festgelegten Mindestabflusses von 1,5 m³/s ist jedoch nicht zu
erwarten. Quelle MLUK v. 16.09.2020
Informationen zur Schwarzen Elster
An der Schwarzen Elster hatten die späten Augustniederschläge
zunächst zu einer Verbesserung der extremen Niedrigwassersituation
beigetragen. Da aber auch in diesem Einzugsgebiet seit Anfang September
weitere nennenswerte Niederschläge ausblieben, verschlechtert sich die
Abflusssituation gegenwärtig. Der trockengefallene Abschnitt der
Schwarzen Elster zwischen Neuwiese und Kleinkoschen, der in Folge der
Niederschläge wieder Wasser führte, fällt nun erneut trocken. Kurzzeitig
konnte der verfügbare Abfluss jedoch genutzt werden, um den
Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) und den Geierswalder See
(Restloch Koschen) mit Wasser zu versorgen.
Im Stadtgebiet von Senftenberg erfolgt weiterhin die Stützung des Abflusses der Schwarzen Elster durch die Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza.
Der Abfluss am Pegel Biehlen beträgt aktuell 0,47 Kubikmeter pro
Sekunde. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im September
normalerweise bei rund 2,19 Kubikmetern pro Sekunde.
Durch die Augustniederschläge und die kurzeitige Einleitung von Wasser, stieg der Wasserstand im Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) Anfang September um wenige Zentimeter.
Seither können die Abflüsse der Schwarzen Elster wieder in geringem
Maße durch eine Wasserabgabe gestützt werden. Der Wasserstand des
Senftenberger Sees liegt aktuell bei 98,49 Meter NHN. Der
Wasserstand fällt nur sehr langsam; daher wird es im September keine
Nutzungseinschränkungen für den Senftenberger See geben.“ Quelle MLUK v. 16.09.2020
E. Scholz arbeitet in der Adhoc-AG mit
E. Scholz im Antenne-Interivew mit J. Jahn
Ableiter aus dem Bergbaufolgesee und Speicher Bärwalde
Start der 1. Messkampagne des gemeins. Reviernivellements bei Bad Muskau erfolgt
Vertreter der LVÄ sowie der Bergbauunternehmen trafen sich vor Ort in Bad Muskau zu ersten gemeinsamen Messungen im Grenzübergangsbereich der beiden Bundesländer
Bad Muskau. Die Vermessungsämter der Länder (LVÄ) Brandenburg und
Sachsen sowie die im Lausitzer Braunkohlerevier wirkenden
Bergbauunternehmen LMBV und LEAG werden die im Revier vorhandenen und
regelmäßig beobachteten Nivellementslinien zukünftig einer gemeinsamen
Bearbeitung unterwerfen.
Dazu trafen sich Vertreter der LVÄ sowie der Bergbauunternehmen vor
Ort in Bad Muskau zu ersten gemeinsamen Messungen im
Grenzübergangsbereich der beiden Bundesländer.
Grundlage bilden einschlägige Vorschriften aus dem Vermessungs- und
Bergrecht, aufgrund derer die Höhen im Gebiet des Lausitzer
Braunkohlereviers regelmäßig zu aktualisieren sind. Wegen der
weitgehenden Übereinstimmung der durch die Landesvermessungsbehörden und
die Bergbauunternehmen angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine
gemeinsame, abgestimmte und arbeitsteilige Bearbeitung dieser
Höhenfestpunktnetze im gegenseitigen Interesse. Zudem führt die
gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten Standards zu einem
länderübergreifend einheitlichen und hinreichend kontrollierten
Höhennachweis für alle Beteiligten.
Dazu wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen der LEAG (Lausitz Energie
Bergbau AG), der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH), dem GeoSN (Staatsbetrieb
Geobasisinformation und Vermessung Sachsen) sowie der LGB
(Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg) geschlossen.
„Die Vertragsparteien vereinbaren, die im Lausitzer
Braunkohlerevier vorhandenen und regelmäßig zu beobachtenden
Nivellementslinien zukünftig einer gemeinsamen Bearbeitung zu
unterziehen. Grundlage bilden einschlägige Vorschriften aus dem
Vermessungs- und Bergrecht, aufgrund derer die Höhen im Gebiet des
Lausitzer Braunkohlereviers regelmäßig zu aktualisieren sind.
Wegen der weitgehenden Übereinstimmung der durch die
Landesvermessungsbehörden (LVB) und die Bergbauunternehmen (BBU)
angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine gemeinsame, abgestimmte und
arbeitsteilige Bearbeitung dieser Höhenfestpunktnetze im allseitigen
Interesse einer effizienten Aufgabenerledigung. Zudem führt die
gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten Standards zu einem
einheitlichen und hinreichend kontrollierten Höhennachweis für alle
beteiligten Stellen und deren Nutzer.“
Oben: Gemeinsames Foto mit den Verantwortlichen
Janus Czodrowski, Referatsleiter 32 - Geodätischer Raumbezug - vom Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen,
Stephan Bergweiler, Dezernatsleiter D 21 - Geodätischer Raumbezug - der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg,
Marko Hein, Leiter der Markscheiderei der LEAG und
Stefan Weber, Mitarbeiter der Markscheiderei der LMBV sowie
den Nivellementstrupps der GMB und des GeoSN bei Bad Muskau.
Feldanweisung der Landesvermessungsbehörden und Bergbauunternehmen für die gemeinsame Aktualisierung der Höhen im Lausitzer Braunkohlerevier erarbeitet
Bad Muskau. Auf Basis dieser länderübergreifend abgestimmten
Rahmenvereinbarung und der darauf fußenden Feldanweisung fand am
15.09.2020 der Start der ersten Messkampagne im Netz 1. Ordnung
unmittelbar an der Landesgrenze zwischen dem Freistaat Sachsen und dem
Land Brandenburg statt.
Die mit den Landesvermessungen abgestimmten Feldanweisung sagt u.a. aus: „Aufgrund
der einschlägigen Vorschriften aus dem Vermessungs- und Bergrecht sind
die Höhen im Gebiet des Lausitzer Braunkohlereviers regelmäßig zu
aktualisieren. Wegen der weitgehenden Übereinstimmung der durch die
Landesvermessungsbehörden (LVB) und die Bergbauunternehmen (BBU)
angelegten Höhenfestpunktnetze ist eine konzertierte und arbeitsteilige
Bearbeitung dieser Höhenfestpunktnetze im allseitigen Interesse an einer
effizienten Aufgabenerledigung.
Zudem führt die gemeinsame Höhenbestimmung nach abgestimmten
Standards zu einem einheitlichen und hinreichend kontrollierten
Höhennachweis. Die Wiederholungsmessungen in der Lausitz sollen sowohl
der Analyse des Höhenänderungsgeschehens dienen als auch der
Bereitstellung von einheitlichen, anforderungsgerechten Höhen in der
Gebietsfläche als Anschlusshöhen für die Vermessungspraxis.
Diese Feldanweisung konzentriert sich auf das digitale
Präzisionsnivellement als das aktuelle für die geforderten Genauigkeiten
geeignete Verfahren. Das Vorhaben der beteiligten Stellen, im Bereich
der Lausitz bis zur Entlassung der Gebiete aus der Bergaufsicht die
Höhen gemeinsam zu aktualisieren, ist jedoch grundsätzlich offen für
alternative oder ergänzende Technologien, sofern diese hinsichtlich
ihrer Genauigkeit und Zuverlässigkeit den rechtlichen Anforderungen
genügen.
Aufgrund der komplexen Thematik kann und soll diese Feldanweisung
kein erschöpfender Leitfaden für alle beim Präzisionsnivellement
anfallenden Tätigkeiten sein. Vielmehr wird auf die anerkannten Regeln
des Präzisionsnivellements mittels Digitalnivellieren verwiesen, die in
den einschlägigen Erlassen, Richtlinien und fachlichen Weisungen der
Landesvermessungsbehörden sowie in den Lehrbüchern und DIN- und
ISO-Normen enthalten sind.“
Foto: Netzentwurf für das Rahmennetz des Lausitzer Braunkohlereviers, Rahmennetzlinien (rot), Anschluss-UF (schwarze Ringe)
Zwanzig Jahre arbeitet bereits die Flutungszentrale Lausitz in Senftenberg
Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen
Das Team der Flutungszentrale (Archivfoto)
Senftenberg. Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen sind mit der Flutungszentrale Lausitz der LMBV verbunden. Die Gewinnung der Braunkohle in der Vergangenheit griff auch tiefgreifend und nachhaltig in den Wasserhaushalt der Region ein.
Daher gehörte zur mehr als 25-jährigen Sanierungstätigkeit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) seit jeher auch die wasserwirtschaftliche Bergbausanierung mit all ihren komplexen Aufgaben. Einen wichtigen Teil dieser Arbeiten übernahm am 14. September 2000 die eigens gegründete Flutungszentrale Lausitz der LMBV (FZL) mit dem Ziel, die verfügbaren Wasserressourcen optimal für die Flutung und Nachsorge der rund 30 größeren Lausitzer Bergbaufolgeseen zu nutzen.
Eckhard Scholz, LMBV-Bereichsleiter Technik, einer der Gründungsväter der Zentrale, blickt zufrieden auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurück. „Seit nunmehr 20 Jahren bringt die Flutungszentrale die Generationsaufgabe der wasserwirtschaftlichen Bergbausanierung erfolgreich mit voran.“ Dabei stehe die FZL – anfänglich in Brieske ansässig – in enger, länderübergreifender Abstimmung mit allen beteiligten Behörden und Institutionen. Im Jahr 2007 zog die FZL mit ihrer Betriebssteuerung mit an den neu angemieteten Hauptsitz der LMBV in die Senftenberger Knappenstraße.
Im Laufe der vergangenen 20 Jahre änderte sich mit den veränderten Voraussetzungen und Anforderungen auch das Aufgabenspektrum der FZL. Anfangs stand noch die mengenorientierte Bewirtschaftung der Bergbaufolgeseen im Fokus. Mit der Einführung des Gütesteuermodells im Jahr 2005 wandelte sich die Ausrichtung der Bewirtschaftung hin zu einer zunehmend güteorientierten Steuerung.
„In unserer Arbeit spielen daher nicht nur Wassermengen eine entscheidende Rolle, sondern auch die Wasserbeschaffenheit zum Schutz der Gewässer und somit auch von Mensch und Natur“, so Eckhard Scholz. Der Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen steht dabei heute hinsichtlich der Rangigkeit der Entnahmen mittlerweile an letzter Stelle. Künftig werden es vor allem länderübergreifende, komplexe Konzepte zur Niedrigwasserbewirtschaftung sein, welche die FZL beschäftigen. Dazu gehören, laut Eckhard Scholz, auch neue Planungen und Ansätze zu Mindestwasserabflüssen im Rahmen der Bewirtschaftungsgrundsätze und unter Berücksichtigung der zahlreichen Nutzer in den Flussgebieten.
Senftenberg. Zwei Jahrzehnte erfolgreiches Lausitzer Wassermanagement nach dem Bergbau in enger Abstimmung mit Behörden und Institutionen sind mit der Flutungszentrale Lausitz der LMBV verbunden. Die Gewinnung der Braunkohle in der Vergangenheit griff auch tiefgreifend und nachhaltig in den Wasserhaushalt der Region ein.
Hohe Anforderungen an die Flutungszentrale Lausitz: Vielfältige Stellhandlungen möglich
Anfänglicher Absenkungstrichter im Lausitzer Revier
Ableiter aus dem Bergbaufolgesee und Speicher Bärwalde
Flutungswasser aus der Kleinen Spree für das Restloch Burghammer
Künftig mit zu steuern: Wehranlage im Rosendorfer Kanal
Wasserwirtschaftliche Anlage: Verteilerwehr Bluno
Braunkohlenausschuss Brandenburg vor Ort im ehemaligen Tagebau Schlabendorf-Seese
Senftenberg. Die Fachexkursion 2020 des
Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg führte die Mitglieder in
diesem Jahr in den LMBV-Sanierungsbereich Schlabendorf und Seese.
Die 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich hier beim
Bergbausanierer über die aktuellen Entwicklungen und laufenden
Sanierungsarbeiten.
Erster Halt war das Restloch A (Hindenberger See), dessen Uferbereich
in der ersten Hälfte des kommenden Jahres mittels Rütteldruck- und
Rüttelstopfverdichtung gesichert wird. Voraussetzung für das Sichern der
rund elf Hektar großen Fläche ist jedoch das Absenken des
Kippenwasserspiegels über acht Vertikalfilterbrunnen, die das Wasser,
nach vorheriger Konditionierung, in den Lichtenauer See abgeben.
Die Teilnehmenden informierten sich am Schlabendorfer See über dessen
Konditionierung und das dazu beauftragte Sanierungsschiff „Barbara“.
Nach der Besichtigung des Natur-Erlebniszentrums Wanninchen, wurde die
Vernässungsfläche bei Zinnitz angefahren. Diese wird mittels
Rütteldruckverdichtung gesichert. Hier konnten die
Braunkohlenausschuss-Mitglieder die Arbeiten aus unmittelbarer Nähe
verfolgen.
Am Nachmittag richtete sich die Aufmerksamkeit auf die
Sanierungsarbeiten im Gebiet der ehemaligen Braunkohletagebaue
Seese-West und Seese–Ost. So wird die Tieflage am Restloch 1a
(Kittlitzer See) auf einer Fläche von 29,9 Hektar seit Februar 2019
mittels mobilem Erdbau aufgefüllt. Hierfür werden täglich zwischen 500
und 700 Kubikmeter Massen bewegt.
Abschließend informierte sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über
die schonende Sprengverdichtung auf der Innenkippe in Seese-Ost. Diese
LMBV-Sanierungsmaßnahme läuft seit Oktober 2018. Der aktuelle Abschnitt
umfasst eine Fläche von 120 Hektar, die voraussichtlich bis Dezember
2022 gesichert wird.
Der Braunkohlenausschuss Brandenburg setzt sich zusammen aus
gewählten und berufenen ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie wirken an der
Braunkohlen- und Sanierungsplanung mit und unterstützen hierbei die
regionale Willensbildung. Sitz des Ausschusses ist in Cottbus.
Impressionen von der Befahrung
Unternehmenspräsentation zur EinheitsExpo in Potsdam bis 4. Oktober 2020
Großes Interesse von Politikern und Bürgern an LMBV-Schaufenster in Landeshauptstadt
Senftenberg/Potsdam. Die EinheitsExpo zum 30.
Jahrestag der Deutschen Einheit öffnete am 5. September 2020 in Potsdam
offiziell. Die Lausitzer und Mitteldeutsche
Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH stellt dabei im Rahmen der
Landespräsentation Brandenburg am Alten Markt in Potsdam den Wandel des
Lausitzer Braunkohlenreviers zum Lausitzer Seenland dar.
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke und Staatsministerin Kathrin
Schneider ließen sich es am Sonnabend zum Rundgang nicht nehmen, den
Kaufmännischen Geschäftsführer der LMBV, Dr. Hans-Dieter Meyer, vor dem
LMBV-Ausstellungs-Cube zu begrüßen.
Gezeigt wird auf großformatigen Orthofotografien das Lausitzer
Seenland im Jahr 2006 sowie auf der Rückseite im Jahr 2019.
Erstaunliches lässt sich da ablesen: Der Tagebau Meuro bei Großräschen
beispielsweise ist 2006 noch eine graue Kippenlandschaft, dreizehn Jahre
später füllt eine blaue Wasserfläche mit einem Steg am Ufer und einem
Hafenbecken die Fläche – der heutige Großräschener See.
Auch eine großformatige Abbildung des „liegenden Eiffelturms“, der
stillgelegten Förderbrücke F60 am Bergheider See, ist zu sehen. Außerdem
verweist das Unternehmen in seinem Cube auf die Nutzung der
entstandenen Gewässer: Liegestühle und Sonnensegel folgen nach den
Sanierungsmaßnahmen. So lässt sich der Landschaftswandel auch plastisch
darstellen. Über einen QR-Code können Besucher das Unternehmen auch
„online“ weiterverfolgen, der Link zur Homepage verweist ebenso wie das
Sonderlogo auf das 25-jährige Bestehen des Unternehmens in diesem Jahr.
Die begehbare Stadtkulisse in Potsdam, die noch bis zum 4.Oktober
unter dem Motto "Kommen- gucken - staunen" steht, umfasst zahlreiche so
genannte City-Cubes, Ausstellungscontainer, und ist so an die aktuelle
Corona-Pandemie angepasst. Digitalstelen vermitteln den Besuchern
Informationen und Höhepunkte aus 30 Jahren deutscher Geschichte. Ein
Wegeleitsystem, das zwischen Freundschaftsinsel, Bassinplatz,
Hegelallee, Luisenplatz und Lustgarten führt, hilft bei der Orientierung
in der Stadt.
Ministerpräsident Woidke am LMBV-Cube
Medieninteresse zum Eröffnungsrundgang – Zwei Lausitzer im Gespräch
LMBV-Geschäftsführer Dr. Hans-Dieter Meyer und Staatskanzlei-Chefin Dr. Kathrin Schneider vorm LMBV-Cube in Potsdam
MLUK: Leichte Entspannung: Niederschläge verbessern Situation an Spree und Schw. Elster
In der länderübergreifenden „Ad-hoc-AG Extremsituation" sind die Zuständigen der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie Lausitzer Bergbauunternehmen vertreten, um gemeinsame Lösungen zu finden
Cottbus. Zum zweijährigen Bestehen der länderübergreifenden „Ad-hoc-AG Extremsituation“
am 31.08.2020 verhalfen flächendeckende Niederschläge zu einer leichten
Verbesserung der angespannten Lage und haben in den Einzugsgebieten von
Spree, Schwarzer Elster und Lausitzer Neiße für kurzfristige
Entspannung der Niedrigwassersituation geführt.
Die hohen Niederschlagsmengen, von lokal bis zu 60 Liter pro
Quadratmeter, ermöglichen es, erste Maßnahmen wieder schrittweise
einzustellen. Die generell prekäre Speichersituation hat sich jedoch
kaum verbessert. Bei einem erneuten Ausbleiben von Niederschlägen ist
von einer zügigen Rückkehr zu den extremen Niedrigwasserverhältnissen
auszugehen.
Schwarze Elster
An der Schwarzen Elster haben die ausgiebigen Niederschläge ebenfalls
zu einer Verbesserung der extremen Niedrigwassersituation beigetragen.
Der etwa 12 Kilometer lange Abschnitt der Schwarzen Elster, welcher
zwischen Hoyerswerda und Senftenberg über viele Wochen trockengefallen
war, führt aktuell wieder Wasser. Der hierdurch wieder verfügbare Abfluss wird genutzt,um den Senftenberger See (Speicherbecken Niemtsch) und den Geierswalder See (Restloch Koschen) mit Wasser zu versorgen.
Im Stadtgebiet von Senftenberg erfolgt weiterhin die Stützung des
Abflusses der Schwarzen Elster durch die Grubenwasserreinigungsanlage
Rainitza. Durch das zufließende Niederschlagswasser betrug der Abfluss
am Pegel Biehlen am 31.08.2020 1,12 Kubikmeter pro Sekunde. Der mittlere
Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei rund 1,91
Kubikmetern pro Sekunde.
Die Bewirtschaftung des Senftenberger Sees
(Speicherbecken Niemtsch) zur Niedrigwasseraufhöhung ist aktuell
eingestellt. Der aktuelle Wasserstand liegt bei 98,51 Meter NHN (Stand
02.09.2020). Bleiben weitere Niederschläge aus, ist in den kommenden
Wochen von einem erneuten Trockenfallen der Schwarzen Elster zwischen
dem Pegel Neuwiese und Senftenberg auszugehen. Durch die nun kurzzeitig
mögliche Einspeicherung von Wasser in den Seen ist im September nicht
mit Nutzungseinschränkungen für den Senftenberger See zu rechnen. Quelle: MLUK-Presseinformation v. 3. September 2020
Spree
Im Oberlauf der Spree und den sächsischen Zuflüssen hat sich die
Niedrigwassersituation durch die ergiebigen Niederschläge des 30. und
31. August zumindest kurzfristig entspannt. Die Talsperren Bautzen und
Quitzdorf erhalten aktuell erhöhte Zuflüsse aus ihren Einzugsgebieten.
Die Talsperre Bautzen ist momentan zu 40 Prozent gefüllt
und stützt den Abfluss der Spree. In der Talsperre Quitzdorf steht
weiterhin nicht genügend Wasser für die aktive Bewirtschaftung zur
Verfügung. Auch die gefallenen Niederschläge werden nicht für eine
ausreichende Wiederauffüllung genügen. Im Speicherbecken Bärwalde stehen
noch 20 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung.
Die Talsperre Spremberg erhielt in den vergangenen
Wochen nur einen sehr niedrigen Zufluss von etwa 6 Kubikmetern pro
Sekunde. Durch schrittweise Reduzierung der Abgabe auf zuletzt 5,9
Kubikmetern pro Sekunde konnte das schnelle Sinken des
Beckenwasserstandes deutlich verlangsamt werden. Die jüngst gefallenen
Niederschläge haben den Abwärtstrend zunächst gestoppt. Aktuell beträgt
der Beckenwasserstand 90,28 Meter NHN (Normalhöhennull, Stand
02.09.2020).
Der Abfluss am Unterpegel Leibsch hat sich aufgrund
der flächendeckenden Niederschläge auch etwas entspannt. Der mittlere
Abfluss für diesen Pegel liegt im August normalerweise bei 8,19
Kubikmetern pro Sekunde. Er betrug am Morgen des 31. August 3,96
Kubikmeter pro Sekunde. Ein solcher Wert wurde zuletzt Mitte Mai
erreicht. In den nächsten Tagen wird sich der Abfluss am Unterpegel
Leibsch wieder verringern, jedoch ist in den kommenden Wochen keine
erneute Unterschreitung des Mindestabflusses von 1,5 Kubikmetern pro
Sekunde zu erwarten.
Die mit den Abgabereduzierungen und der warmen Witterung notwendig
gewordenen Maßnahmen zur Gewährleistung eines Mindestabflusses am
Ausgang des Spreewaldes, können aufgrund der verbesserten
Ausgangssituation teilweise abgeschwächt werden. So werden einige
Spreeausleitungen, die in den vergangenen Wochen zum Teil komplett
eingestellt wurden, wieder mit Wasser beschickt.
Die Niederschläge haben zu einer leichten Entlastung der zuletzt
extrem kritischen Situation beigetragen. In den tieferen Bodenschichten
besteht jedoch nach wie vor ein außergewöhnliches Wasserdefizit, sodass
den Gewässern kaum Grundwasser zufließt. Die weiterhin sehr geringe
Speicherfüllung erlaubt nur im begrenzten Maße ein Gegensteuern. Der
sparsame Umgang mit Wasser bleibt oberstes Gebot für alle Bürger und
Nutzer. Quelle: MLUK-Presseinformation v. 3. September 2020
Der entstehende Bergbaufolgesee der LEAG - Aufnahme vom 14.07.2020 von P. Radke
LEAG: Wasserabgaben des Bergbau- und Energieunternehmens stützen Spree - Verschiedene Bewirtschaftungsmodelle für Cottbuser Ostsee gerechnet
Cottbus. Brandenburg erlebt das dritte Trockenjahr in Folge – mit
Folgen für die Wassermengen in der Spree und den Cottbuser Ostsee.
Kohlegegner nutzen die Situation für eine Generalkritik: Wie schätzt
LEAG die derzeitige Situation im August 2020 ein? Franziska Uhlig-May,
Leiterin LEAG-Geotechnik, gab dazu Auskunft:
Cottbuser Ostsee:
"Für die unterschiedlichen Flutungsszenarien wurde mit vielfältigen
Wetter- und Wasserdargebotsdaten gearbeitet. Unter Beachtung der
komplexen Zusammenhänge im Spreeeinzugsgebiet wurden verschiedene
Bewirtschaftungsmodelle errechnet. Die resultierenden Szenarien liegen
zwischen vier und sechs Jahren im pessimistischen Fall. Aktuell bewegen
wir uns im mittleren bis trockenen Szenario. Das hieße, der See wäre bis
2025/26 geflutet."
Stützung der Spree:
"Der Bergbau ist gerade in Trockenzeiten eine wesentliche Quelle für
eine ausreichende Wasserführung in der Spree." Von den rund 640 m³
gehobenen Grundwassers/Minute, gibt die LEAG 68 % zurück in den
regionalen Wasserhaushalt. In diesem Jahr betrug der LEAG-Anteil an
Spreezu- und -abflüssen bei Spremberg ca. 60 %, in Richtung Spreewald
erhöht sich dieser Anteil durch den Tgb. Jänschwalde-Nord sogar. Quelle: LEAG-Info v. 31.08.2020
Belastungstests und Planungen für Instandsetzung geschädigter B 97 angelaufen
Erster Belastungstest mit Vierzig-Tonnen-Fahrzeugen auf beeinträchtigtem Abschnitt erfolgt
Senftenberg | Spreetal. Bei den am 1. September 2020 im Auftrag der LMBV erfolgten ersten Belastungsfahrten mit vier voll beladenen 40 t-LKW mit verschiedenen Fahrzeuganordnungen und Geschwindigkeiten wurden nur minimale Verformungen an aufgetretenen einzelnen Risskanten im Belag der B 97 festgestellt.
Der Sachverständige und das fachlich begleitende LASuV werten dies
als einen Beleg dafür, dass der Straßenoberbau einschließlich
Schotterschicht weitestgehend satt auf dem Untergrund aufliegt und keine
etwaigen Hohllagen bestehen.
Der Fahrbahn-Höhenunterschied zwischen den mittigen Rissufern hatte
sich nach dem abgeschlossenen Einbringen der Vertikaldrainagen auf der
Ostseite nahezu egalisiert. Ob die nun durchgeführten Überfahrten zu
möglichen geringen flächigen Setzungen geführt haben, werden die
Experten nach einer Auswertung der in den kommenden Tagen erfolgenden
genauen Vermessung ermitteln können.
Darauf werden die Planungen für die weiter nötigen Instandsetzungsarbeiten der Fahrbahnen aufsetzen.
Dann kann auch die Festlegung der Ansatzpunkte der für die nächsten
Wochen geplanten und notwendigen Kernbohrungen erfolgen, mit denen an
ausgewählten Stellen des B 97-Abschnittes die Situation hinsichtlich des
Ausschließens von Hohllagen durch die geotechnische Begleitung direkt
geprüft werden.
In den kommenden Tagen wird zudem parallel der schrittweise Verguss
der Risse am Bankett und das Nachverfüllen von sich durch die
Starkniederschläge wieder geöffneten Löchern im Bereich der
Vertikaldrainagen im Umfeld der Bundesstraßentieflage beginnen. Fotos: CDM Smith Consult GmbH, Niederlassung: Berlin
Sielmanns Naturlandschaft in Wanninchen in Ausstellung geführt neu zu erkunden
Zwanzig Jahre Stiftungs-Bergbaufolgelandschaft als zweite Chance für die Natur
Gerd Richter und Jens Baecker in neuer Ausstellung
Senftenberg | Wanninchen. Unter dem Motto "Landschaft im Wandel" wurde am 27. August 2020 in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen bei Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald eine neue Schau eröffnet.
Informiert wird dort über Geschichte und Entwicklung der Region vom Tagebau zu einer Landschaft, die einer Wildnis ähnle, teilte die Stiftung mit. In Wanninchen entstand die erste von heute fünf Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg. Das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Wanninchen hatte bereits vor zwei Jahren den 100.000 Gast begrüßen können. Stifter Heinz Sielmann (1917-2006) war ein bekannter Naturfilmer. Er wurde u.a. durch seine Sendereihe "Expedition ins Tierreich" bekannt.
Vor 20 Jahren erwarben Heinz und Inge Sielmann die ersten 722 Hektar in Wanninchen in einer einstigen Tagebau-Landschaft von der LMBV. Es entwickelten sich dort neue Wasserflächen und Areale mit großem Artenreichtum. Mit der neu konzipierten Ausstellung können Besucher das bislang aus Sicherheitsgründen gesperrte Kippengebiet besser kennenlernen. Dieses Projekt der Naturlandschaft wurde mit 456.000 Euro vom Land Brandenburg über das MLUK finanziell unterstützt, wie der zuständige Abteilungsleiter Naturschutz, Dr. Frank Reichel, unterstrich.
Die ersten Gäste, unter ihnen auch Gesa Dähnhardt und Angiola König vom MIL sowie LMBV-Abteilungsleiter Jens Bäcker, zeigten sich beeindruckt von der visuell ansprechend und modern gestalteten Schau. Die neue Darbietung illustriere nach Angaben der Ausstellungsmacher auch die sich stetig vollziehende Entwicklung des Gebietes vom stillgesetzten Tagebau hin zu einer wildnisähnlichen Landschaft mit bizarren Formationen, sich verändernden Kippenflächen mit einem außerordentlichen Artenreichtum.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der auch der LMBV-Sanierungsbereichsleiter Gerd Richter auf Einladung der Stiftung teilnahm, wurden u.a. die künftige Potenziale der gesperrten Bergbaufolgelandschaften für ein weiteres wissenschaftliches Monitoring und die Naturerlebnisbildung erörtert. Udo List, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Landrücken und Manuela Handschick vom Tourismusverband Niederlausitzer Land e.V. sprachen sich für eine stärkere Einbindung in den Spreewald-Tourismus und eine enge Anbindung an das entstehende Radwegenetz zwischen Luckau und Lübbenau aus.
Im Sommer 2000 war ein erster Vertrag mit der LMBV zum Kauf von 722 Hektar in der damals von Kohlebaggern ausgeräumten Landschaft des vormaligen Tagebaus Schlabendorf-Süd bei Wanninchen unterzeichnet worden. Mittlerweile ist das Stiftungsareal rund um Wanninchen auf 3.300 Hektar vergrößert worden und konnte zum Schutzraum für Fauna und Flora ausgebaut werden.
Im Jahr 2002 konnte zunächst das erste Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Wanninchen eröffnet werden. Seitdem haben viele naturbegeisterte Kinder-, Reise- und Fachgruppen die Naturerlebnisangebote und Kranich-Führungen angenommen. Auch Tagesgäste, wie Familien, Radfahrer und Naturfreunde jeder Art haben in den letzten Jahren die Ausstellung und das Gelände erkundet, merkte Ralf Donat, der Leiter des Besucherzentrums, an. Wanninchen sei heute ein Vorzeigeprojekt des Naturschutzes. Die positive Entwicklung des Natur-Erlebniszentrum ist vor allem auf das große Engagement von Ralf Donat und seinen Mitarbeitern zurückzuführen. (redigiert 2.9.2020)
Podiumsdiskussion - u.a. mit Gerd Richter von der LMBV