500-Tonnen-Kran hebt Anlegedalbe ins Restloch Koschen, den Geierswalder See
Rammen der Dalbe an der Südböschung des Restlochs Koschen
Senftenberg/Geierswalde. Ein 500-Tonnen-Kran dominiert in diesen Tagen das Ortsbild von Geierswalde. Mehrere Baumaßnahmen sind derzeit am Restloch Koschen, dem Geierswalder See, in vollem Gang.
Zum einen werden im Rahmen des §2 des VA VI derzeit die Sicherungsarbeiten der Südböschung durch eine Vorschüttung aus Wasserbausteinen umgesetzt - dies wurde nach den Herbststürmen 2017 nötig.
Des Weiteren werden in Abstimmung mit der Gemeinde Elsterheide und dem Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen als §4-Maßnahme in erschütterungsarmer Verfahrensweise Rammarbeiten am bzw. im Wasser durchgeführt: Spundwände werden eingebracht sowie Dalben an der Bootseinlassstelle gesetzt. Am 8. Juni 2020 wurde nun die seeseitige Dalbe mit dem großen Kran ins Wasser eingebracht.
Im Sommer soll mit dem Hochbau an den Außenanlagen des Wasserwanderrastplatzes begonnen werden, dabei ist ein Multifunktionsgebäude mit Serviceeinrichtungen für Wasserwanderer und Camper sowie Räumlichkeiten für die Wasserschutzpolizei Brandenburg/Sachsen geplant.
Ebenso sollen die Außenanlagen für den Caravanstellplatz und ein Landliegeplatz für Boote hergerichtet und die vorhandene Löschwasserentnahmestelle zur Slipanlage mit Begleitsteg und Landgang ertüchtigt werden. Wie der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen mitteilte, sind die Ausschreibungen dazu gestartet.
Fünf Tonnen wiegt die Dalbe, an der künftig Wasserwanderer anlegen können
Vorort-Termin an Überleiter 3a-Baustelle der Bergbausanierer bei Klein Partwitz
Gegenwärtig erfolgt der Bau eines Absperrbauwerkes – Vollendung der Überleiterbauwerks bis Ende 2020
Senftenberg/Klein Partwitz. Reges Baugeschehen derzeit am Überleiter 3a: Dort entsteht momentan ein Sperrbauwerk. Dafür mussten rund 580 Kubikmeter Beton allein unter Wasser eingebracht werden. Weitere 450 Kubikmeter Stahlbeton folgen in den kommenden Wochen, kündigte der zuständige LMBV-Projektmanager Steffen Kowalick kürzlich in einem Gespräch vor Ort an. Mittels dieses Absperrbauwerkes kann künftig vorallem die Durchflussrichtung variiert werden, ergänzte LMBV-Abteilungsleiter Karsten Handro bei diesem Vororttermin. Nach Fertigstellen der hydraulischen Verbindungen im Bereich der Innenkippe Spreetal besteht dann die Möglichkeit, Wasser vom Sabrodter See über den Blunoer Südsee zum Neuwieser See durch den Kanal strömen zu lassen oder das Wasser in die andere Richtung über den Sabrodter und Bergener See zu schicken. Geregelt wird das Ganze mittels eines Stemmtores, das demnächst eingebaut werden soll.
Die hydrologische Funktion daher beim Überleiter 3a künftig im Vordergrund. Erst danach komme die wassertouristischen Aspekte. „Auch der Überleiter 3a wird mittelfristig schifffahrtstauglich ausgestattet. Bei einer Breite von sechs Metern passen dann auch Fahrgastschiffe problemlos hindurch“, ergänzte Karsten Handro. Der künftige Überleiter Nr. 3a zwischen dem Blunoer Südsee und dem Neuwieser See wird mit einer Länge von lediglich 40 Metern einmal der kürzeste im gesamten Lausitzer Seenland sein. Seine Überführung selbst soll eine Länge von 27 Metern haben und voraussichtlich bis zum Jahresende 2020 vollendet sein. Der Blunoer Südsee ist derzeit bereits zu 77 Prozent gefüllt, der Neuwieser See steht bei 71 Prozent.
Die künftige Kanalbrücke mit einer Fahrbahnbreite von 3,50 Meter wird auch nach ihrer Vollendung zunächst für die Öffentlichkeit noch gesperrt bleiben. Denn sowohl an den Bergbaufolgeseen als auch auf der Spreetaler Innenkippe stehen noch umfangreiche Sanierungsarbeiten der LMBV an. Fast der gesamte Bereich der Spreetaler Innenkippe ist nach wie vor noch geotechnisch gesperrt. Außerdem sind noch Überhöhen in den beiden Bergbaufolgeseen zu beseitigen und die Spreetaler Kippen mit schonender Sprengverdichtung zu sichern. Perspektivisch soll die Kanalbrücke allerdings auch Teil einer neuen Ortsverbindung sein. „Wir wollen die historische Trasse von Klein Partwitz nach Bluno langfristig wieder herstellen“, so Kowalick gegenüber der Regionalzeitung.
Archivbild: Lage des künftigen Überleiters 3a - Vor Beginn der Arbeiten
Verdichtungsarbeiten im Südwesten des Restloches Greifenhain kommen gut voran
Zwei Rütteldruckverdichter der Fa. V&C Metzner im Auftrag der LMBV an der sog. Rutschungsumfahrung unterwegs
Senftenberg/Altdöbern. „In zwei Spuren sind derzeit raupengestützte Seilbagger mit Rütteldruck-Verdichtungslanzen am Südwestufer des Restloches Greifenhain unterwegs“, so Jens Bäcker, zuständiger LMBV-Abteilungsleiter.
„Sie sichern dort die gekippten Uferböschungen des künftigen Altdöberner Sees und erweitern abschnittsweise den ‚versteckten‘ Damm im oberen Teil der gekippten Restlochböschung mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) südlich der am 27.03.2006 gegangenen Rutschung bei Altdöbern.“
Altdöbern
Sanierungsarbeiten im Auftrag der LMBV am Altdöberner See
Bereits im Zeitraum 2008 bis 2011 erfolgte die Realisierung der ersten Verdichtungsetappe im Verhältnis zum damaligen Restlochwasserstand in diesem Abschnitt. Aufgrund des weiter angestiegenen Grund- und Restlochwasserstandes folgte seit 2019 nun die zweite Verdichtungsetappe mittels RDV. Der derzeitige Wasserstand im Restloch liegt bei fast 75,9 m NHN und damit noch 6,5 Meter unter dem künftigen oberen Zielwasserstand.
Die aktuelle Maßnahme erfolgt vom gewachsenen Bereich ausgehend oberhalb der gekippten Restlochböschung. Dabei werden auf einer Gesamtlänge von 840 Meter und einer Breite zwischen 80 und 145 Meter, beginnend mit 5 bis zu 30 Meter Teufe, insgesamt ca. 2,2 Mio. m³ Kippenboden im Untergrund verdichtet. Den Auftrag der LMBV führt die Firma V&C Metzner GmbH seit der 34. Kalenderwoche 2019 – mit zunächst einem RDV-Gerät - aus. Ein zweiter Rüttler ist seit April 2020 parallel im Einsatz.
Im Zusammenhang mit der laufenden RDV-Maßnahme erfolgen zudem Erdbauleistungen zur Zugabe von Boden für die Verdichtung, zur Herstellung der RDV-Trasse und zur Geländeprofilierung. Der zu verdichtende Bereich befindet sich in der sich später einstellenden Wasserwechselzone. Die Maßnahme der LMBV dient ausschließlich der geotechnische Sicherung der gekippten Restlochböschung und nicht dem Herstellen eines zukünftigen Strandes oder Hafenbeckens.
Im Nachgang an diese Verdichtungsetappe erfolgt abschließend eine weitere Maßnahme zur Herstellung der erforderlichen uneingeschränkten Stabilität der Kippenböschung. Dabei erfolgt eine Oberflächenverdichtung und die abschließende Profilierung (Wellenausgleichsprofil) der Böschung.
Fotos vom 26/05/2020: Steffen Rasche für LMBV
Archivfoto aus 2019: SW-Böschung des RL Greifenhain
Impresionen der Sanierungsarbeiten
Altdöbern
Sanierungsarbeiten im Auftrag der LMBV am Altdöberner See
RDV-Gerät im Einsatz
Bergbausanierung am RL Greifenhain
Bereits verdichteter Bereich
Rüttellanze beim Ansatz
Großgeräte im EInsatz
Für zwei Ausbildungsrichtungen 2020/2021 werden 12 Azubis vom Bergbausanierer gesucht
Seit dem Bestehen der LMBV wurde schon mehr als 1.670 jungen Menschen durch eine qualitativ hochwertige Erstausbildung der Eintritt ins Berufsleben ermöglicht
Senftenberg/Lauchhammer/Espenhain. Die LMBV stellt erneut 12 neue Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2020/21 zur Verfügung. Die dreijährige Ausbildung wird in nachfolgend genannten Ausbildungsstätten realisiert:
für Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) in Lauchhammer (Ausbildungseinrichtung ist die TÜV Rheinland Akademie GmbH; Berufsschule ist das Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Feldstraße 7a in 04910 Elsterwerda)
für Kaufmann/-frau für Büromanagement in Espenhain (Ausbildungseinrichtung ist die TDE Personal Service GmbH; Berufsschule ist das Berufliche Schulzentrum 6 der Stadt Leipzig, Am kleinen Feld 3/5 in 04205 Leipzig)
Bewerbungsende ist am 30.06.2020. Die Bewerbungen für diese Ausbildungsberufe sind mit
Bewerbungsschreiben,
tabellarischem Lebenslauf,
Schulzeugnis des letzten Schuljahres und dem Halbjahreszeugnis des laufenden Schuljahres und
ggfs. Nachweisen von Praktika (Schulpraktika)
an die LMBV mbH Abteilung Personalwesen Knappenstraße 1 in 01968 Senftenberg zu senden.
Initialneutralisation des Sedlitzer Sees startet mit dem Einheben des Bekalkungsschiffes
"Klara" hängt am Haken - damit das noch saure Restloch bald "klarer" wird
23 Tonnen hängen in der Luft - "Klara" wird sicher in den Sedlitzer See eingehoben
Senftenberg/Sedlitz. Das Tagebau-Restloch Sedlitz wird von Juni bis September 2020 im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bekalkt. Am 3. Juni wurde das Gewässerbehandlungsschiff "Klara" mit seinen zwei Leichtern zu Wasser gelassen. Der Einsatz erfolgt in den nächsten Tagen im Probebetrieb. LMBV-Auftragnehmer ist die BRAIN Brandenburg Innovation GmbH.
Mit der Initial-Neutralisation werden in diesem Jahr rund 10.000 Tonnen Kalk in den Sommermonaten in das Bergbaufolgegewässer eingebracht, pro Tag werden es rund 150 Tonnen sein. Das Schiff wird an der temporären Einlass-Stelle am Westufer bei Sedlitz befüllt. Dazu fahren täglich bis zu sieben Silofahrzeuge durch den Ort Sedlitz und liefern Kalk an.
Notwendig ist die Bekalkung der Bergbaufolgegewässer im Lausitzer Seenland, um einen sich selbst regulierenden Wasserhaushalt und eine gute Wasserqualität herzustellen. Damit werden die Voraussetzungen für das Leben von Mikroorganismen und Fischen geschaffen. Dazu muss der pH-Wert im neutralen Bereich liegen. In den vergangenen Jahren wurden bereits der Partwitzer, der Geierswalder sowie der Großräschener See mit dem Einbringen von Kalk behandelt. (Fotos: S. Rasche)
Anlieferung des Schiffes mit Schwerlasttransport am Sedlitzer See
Fortschritt auf Lausitzer Baustellen der Bergbausanierer an Bergbaufolgeseen
Kaimauer und Hochbau am künftigen Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See kommen voran
Senftenberg. Das sonnige Mai-Wetter ermöglicht einen guten Baufortschritt auf verschiedenen Baustellen der LMBV in der Lausitz. Hier einige Impressionen vom 27.05.2020. Zu sehen sind u.a. die Baustelle des Auftragnehmers STRABAG am Nordufer des Sedlitzer Sees, wo die Spundwand-Kaimauer und der künftige Sanierungsstützpunkt entstehen.
Zwei §4-Vorhaben in Projektträgerschaft der LMBV gedeihen ebenfalls: Am Ufer des Großräschener Sees wächst der von der Kommune beauftragte Parkplatz für den künftigen Stadtstrand, auch als Ilsestrand bezeichnet. Gleiches gilt für den künftigen SEE-Strand bei Lieske, für den sich der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Auftraggeber verantwortlich zeigt.
Postkarten-Wetter in der Lausitz
Parkplatzbau für den künftigen Stadtstrand am Großräschener See
Blick über den Weinberg zur Victoriahöhe am Großräschener See
Rostiger Nagel im Mai 2020
Weinberg-Tor am Großräschener See an der Victoriahoehe
Seebrücke vor Weinberg am Großräschener See
Eisenminderungsmaßnahmen an der Spree bisher im Umfang von mehr als 58 Mio. € realisiert
Für das Umsetzen des Barrierekonzeptes im Süd-Spreegebiet, für Investitionen sowie Aufwendungen für den lfd. Betrieb werden im folgenden Jahrzehnt ca. 20 bis 25 Mio. € pro Jahr nötig
Senftenberg. Der Leiter der LMBV-Projektgruppe Gewässergüte Fließgewässer Lausitz, Sven Radigk, hat kürzlich Fragen der Sächsischen Zeitung mit vielfältigen Antworten untersetzt, die hier dem wesentlichen Inhalt nach wieder gegeben werden.
Der Schwerpunkt der Eisenbelastungen liege demzufolge weiterhin im Spreegebiet Südraum in Ostsachsen. Hier sind ca. drei Kilometer der Kleinen Spree von Burgneudorf bis Spreewitz und sieben Kilometer der Großen Spree, beginnend am Wehr Ruhlmühle in Neustadt/Spree (OT Döschko) bis Spreewitz, durch die Exfiltration von bergbaulich beeinflusstem Grundwasser in die v. g. Fließgewässer stark eisenbelastet. Nach dem Zusammenfluss von Kleiner und Großer Spree wurden im Jahr 2019 am Gütepegel in Zerre durchschnittliche und aktuelle Eisen-gesamt-Konzentrationen von ca. 7,0 mg/L gemessen. Dies bedeutet bei einem derzeitigen Niedrigwasserabfluss von ca. 6 m³/s eine Eisenfracht von rund 6.000 kg pro Tag, die von Sachsen nach Brandenburg abfließen und dabei das Stadtgebiet von Spremberg passieren.
Diese Eisenfracht wird dann, durch die Maßnahmen der LMBV im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg, in deren Vor- und Hauptsperre um ca. 90 Prozent reduziert, sodass am Ablauf des Stausees am Pegel Bräsinchen unkritische Eisen-gesamt-Konzentrationen von ca. 0,5 mg/L gemessen werden, die nachfolgend die „Unterlieger“ (hier vor allem: das Stadtgebiet Cottbus und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald) nicht mehr gefährden. Link zum Jahresbericht 2019:
Im Zeitraum von 2013 bis 2019 hat die LMBV im Spreegebiet Nord- und Südraum, in Brandenburg und Ostsachsen, im Projekt mit der Nr. 184 und dem Titel „Bergbaulich beeinflusste Grundwasserbeschaffenheit Lausitz“ (Eisenminderungsmaßnahmen | „Braune Spree“) insgesamt 58,8 Mio. € an Fremdleistungen beauftragt und realisiert. Insofern sind in der Rückschau der vergangenen sechs Jahre durchschnittlich 10 Mio. € pro Jahr aufgewendet worden.
Zurzeit (2020) und in den folgenden zehn Jahren von 2021 bis 2030 werden die Investitionen sowie die Aufwendungen für den laufenden Betrieb der bereits installierten Anlagen, jedoch insbesondere zur Umsetzung des Barrierekonzeptes im Spreegebiet Südraum in Ostsachsen, auf voraussichtlich ca. 20 bis 25 Mio. € pro Jahr anwachsen.
Im Zeitraum von 2014 bis 2019 hat die LMBV auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ein Pilot- und Demonstrationsvorhaben zur Eisen- und Sulfatreduktion durch Bakterien, die mit Stoffeinträgen (hier: Glyzerin, Stickstoff und Phosphor) „gefüttert“ werden, durchgeführt. Bei der Vermehrung der Bakterien durch Zellteilung wird Sauerstoff reduziert und dadurch gelöstes Eisen und Sulfat als Eisensulfid-Verbindung im Untergrund festgelegt.
Die Ergebnisse im v. g. Langzeitversuch auf einer Länge von 100 Meter waren grundsätzlich positiv. Das Pilot-Verfahren ist jedoch für die Spreesanierung auf Belastungsabschnitten von 10 km (siehe oben) nicht geeignet. Zurzeit erfolgt für dieses Verfahren im Hinblick auf ein Folgeprojekt in Mitteldeutschland, die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zur „Mikrobiell induzierten Eisenretention im Grundwasser-Anstrom der Pleiße am Standort Kippe Witznitz II“ im Auftrag der LMBV.
Bei der chemischen Wasserbehandlung von eisenhaltigen Wässern in technischen (z.B. MWBA Neustadt) oder naturräumlichen (z.B. Vorsperre Bühlow) Anlagen wird zielgerichtet (durch pH-Wertanhebung) die Fällungsreaktion von Klarwassereisen (Fe2+) in partikuläres Eisenhydroxid (Fe[OH]3) induziert.
Dabei entsteht ein voluminöser, wässriger Eisenhydroxidschlamm (EHS) der überwiegend (> 90 %) nicht toxisch (also ungiftig) ist und somit als nicht gefährlicher Abfall gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG), einer stofflichen Verwertung (z.B. als Zuschlagstoff zur Ersatzbaustoffherstellung) zugeführt werden muss statt durch ein Beseitigungsverfahren (z.B. Deponierung) entsorgt zu werden. Weitere Hinweise sind hier zu finden: Umgang der LMBV mit EHS
Beispiele der LMBV-Eisenminderungs-Projekte an der Spree im Südraum
Bauschild für die im Bau befindliche MWBA Ruhlmühle
MWBA Ruhlmühle der LMBV im Aufbau
Zusammenfluß von Altarm und Hauptspree nach der Ruhlmühle
MWBA der LMBV bei Neustadt (Spree)
Der anfallende Eisenhydroxidschlamm wird in Containern aufgefangen und bspw. als Zuschlagstoff verwertet
Position unverändert: Akute Verschärfung der Sulfatproblematik wird derzeit nicht gesehen
Sulfatkonzentrationen im Spreeverlauf werden regelmäßigen von der AG Flussgebietsbewirtschaftung begutachtet
Senftenberg. Die Sulfat-Konzentrationen im Spreeverlauf werden in regelmäßigen Abständen von der AG Flussgebiets-Bewirtschaftung begutachtet. In dieser sind neben den Vertretern der Ministerien und Fachbehörden der Länder Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt auch die sächsische Landestalsperren-Verwaltung, die LMBV und die LEAG vertreten.
Spree - Symbolbild
Aufgrund der derzeitigen Niedrigwassersituation trifft sich die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe-Extremsituation der AG Flussgebietsbewirtschaftung im zweiwöchigen Rhythmus, um über Maßnahmen zur Wassermengen- und Wassergütebewirtschaftung zu sprechen und notwendige Maßnahmen festzulegen. Grundsätzlich ist es auch richtig, dass die geringe Wasserführung der Spree in der Konsequenz auch eine höheren Sulfatkonzentration mit sich bringt. Derzeit ist jedoch die Mengenproblematik vorrangig. Eine akute Verschärfung der Sulfatproblematik wird derzeit nicht gesehen.
Aus Sicht der LMBV ist die Situation im Wasserwerk Briesen in den zurückliegenden Monaten und Jahren, trotz der Niedrigwassersituationen, bisher nicht kritisch gewesen. Auch während der letzten beiden Trockenjahre hat die FWA Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH ihren Versorgungsauftrag erfüllen können, so LMBV-Pressesprecher Dr. Steinhuber. Eine kürzlich von verschiedenen Seiten angesprochene und als notwendig angesehene Gefährdungseinschätzung dient nach Kenntnis der LMBV dazu, abzuklären, unter welchen Bedingungen das Wasserwerk Briesen tatsächlich Probleme bekommen könnte.
Dies bestätigte auch der Prokurist der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH Michael Scheel laut MOZ online v. 19.05.2020 in einem Artikel von Frank Groneberg wie folgt: „…es müsse auch niemand befürchten, dass die Versorgung mit Trinkwasser gefährdet sei, weil das Wasserwerk in Briesen seinen Betrieb einstellen müsste, wie vergangene Woche zu hören war. "Es gibt keinen Grund dafür, zu befürchten, dass das Wasserwerk in Briesen in diesem Jahr abgeschaltet werden müsste", beruhigt er.
"Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist sicher." Damit das so bleibt, müsse aber das Problem mit der Sulfatbelastung endlich gelöst werden. Aktuell liegt sie bei 210 Milligramm je Liter (mg/l) Trinkwasser und damit noch immer unter dem in der deutschen Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert von 250 mg/l…“Quelle: MOZ „Sulfatbelastung: Wasserwerk Müllrose könnte sofort saniert werden“
"Ein langfristig weiterer Anstieg der Sulfatfrachten wird nach Expertenmeinung nicht erwartet“, so LMBV-Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber auf Nachfrage.
Hintergrund: Der aktive sowie der stillgesetzte Braunkohlenbergbau in der Lausitz tragen aus Grubenwasser-Reinigungsanlagen, aus der Kühlturmabflut von Braunkohlenkraftwerken, aus Bergbaufolgeseen und durch diffuse Grundwasserzutritte in Gebieten des Grundwasserwiederanstiegs Sulfat in die Spree ein. Das Bundesunternehmen LMBV als Projektträgerin der Bergbausanierung ist jedoch hinsichtlich der Sulfateinträge in der Lausitz nicht nur Teil des Problems, sondern vor allem Teil der Lösungen: da es derzeit keine großtechnisch einsetzbaren Technologien zur Sulfat-Abreicherung gibt, kann momentan nur durch Verdünnen ein Senken der Sulfatkonzentrationen in den Vorflutern erreicht werden.
Spree-Impressionen F.: P. Radke| LMBV
Spree bei NeustadtKleine Spree bei Spreewitz
Initialneutralisation des Sedlitzer Sees wird voraussichtlich im Juni 2020 beginnen
Blick ins Lausitzer Seenland: Künftiger Sedlitzer See im Hintergrund des Fotos
Senftenberg/Sedlitz. Das Tagebaurestloch Sedlitz wird voraussichtlich ab Juni 2020 im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bekalkt.
Diese Initial-Neutralisation erfolgt mit dem LMBV-eigenen Gewässerbehandlungsschiff „Klara“, das bereits auf dem Partwitzer See im Einsatz war. Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Ende September 2020 durchgeführt.
Rund 10.000 Tonnen so genannter Branntkalk werden dann in den Sommermonaten in das Bergbaufolgegewässer eingebracht, pro Tag werden es rund 150 Tonnen sein.
Das Schiff wird an der temporären Einlassstelle (Löschwasserentnahme) am Westufer bei Sedlitz zu Wasser gelassen und befüllt. Dazu ist es notwendig, dass täglich bis zu sieben Silofahrzeuge durch den Ort Sedlitz fahren und den Kalk anliefern.
Bilck vom Rostigen Nagel hinüber zum Sedlitzer See
Impressionen vom Sedlitzer See
Blick über die entstehende Kaimauer im Norden des LMBV-Restloches Sedlitz
Erfolgter Uferverbau – Sedlitzer See
Blick über den entstehenden Sedlitzer See
Ufergestaltung am Sedlitzer See nahe der Einlaufstelle des OLG
Sanierungsarbeiten: Investionen für den Seestrand Lieske am künftigen Sedlitzer See
Weltbienentag am 20. Mai – Wild- und Honig-Bienen in den Bergbaufolge-Landschaften
Bergbausanierer LMBV hat neun Standorte für Honigbienen regionalen Imkern zur Verfügung gestellt – Wilde schwarze Mauerbiene kommt in der Lausitz nur in ehemaligen Tagebauen Schlabendorf und Seese vor
Senftenberg/Leipzig. Untersuchungen ergaben, dass beispielsweise im „Naturparadies Grünhaus“, einer Bergbaufolgelandschaft der Tagebaue Kleinleipisch/Klettwitz, welches durch die NABU-Stiftung betreut wird, u.a. insgesamt elf wertgebende, nicht parasitisch lebende Bienenarten vorkommen.
So auch die spezialisierte Dünen-Seidenbiene und die auf Abbruchkanten und Steilhänge angewiesene Gebänderte Pelzbiene. In Sachsen wurden in den Bergbaufolgelandschaften bis zu 98 vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Arten nachgewiesen, in Sachsen-Anhalt waren es 68 Arten. Dazu zählen auch solche, die regional bereits als ausgestorben bzw. verschollen gelten.
Winterimpression vom Ufer des Schlabendorfer Sees nahe Wanninchen im Sanierungsbereich Lausitz
Neben den Wildbienen, die in den Bergbaufolgelandschaften einen idealen Lebensraum finden, gibt es auf den Flächen der ehemaligen Tagebaue auch Standorte, die regionalen Imkern für Honigbienen zur Verfügung gestellt werden. Derzeit gibt es diesbezüglich acht Nutzungsverträge im mitteldeutschen Raum und einen aktiven Vertrag der Lausitz. Anfragen von Imkern werden grundsätzlich positiv beantwortet, sofern es sich um begehbare Flächen außerhalb geotechnischer Sperrbereiche handelt.
Bergbaufolgelandschaften des Braunkohlenbergbaus bieten auch für die kleinen, leicht zu übersehenden Arten große Chancen. Die großen, oft unzerschnittenen Nachbergbau-Flächen, die Armut an Nährstoffen und die relative Störungsarmut gegenüber der normalen Kulturlandschaft sind die Voraussetzungen für das Vorkommen hunderter, häufig gefährdeter und selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. Insbesondere für Insekten und Spinnen sind es geradezu ideale Lebensräume. Die Lebensraummosaike aus offenen Flächen, Gras- und Buschflächen, kleinen Steilkanten und Hängen und schließlich Waldflächen unterschiedlichster Dichte und Struktur bieten eine große Vielfalt an Nahrungs- und Brutplätzen.
So sind die Bergbaufolgelandschaften das Zuhause mehrerer in Deutschland hochgradig gefährdeter Wildbienenarten. Neben einzeln lebenden Arten gibt es unter ihnen auch in Brutkolonien nistende oder wie die Honigbiene auch staatenbildende Arten. Parasitisch lebende Kuckucksbienen sammeln dagegen keine Nahrung, sondern schmuggeln ihre Eier in die Brutzellen anderer Arten. Zwei vom Aussterben in Deutschland bedrohte Arten sind die die Samthummel und die Schwarzbürstige Mauerbiene.
Letztere kommt in blütenreichen Säumen und Lichtungen von Wäldern der Lausitz einzig im Bereich der ehemaligen Tagebaue Schlabendorf-Seese vor. In den Bergbaufolgelandschaften sind diese Lebensräume regelmäßig vorhanden, so dass die Schwarzbürstige Mauerbiene eine gute Chance hat, sich wieder im Lausitzer Revier auszubreiten und damit ihr Vorkommen zu stabilisieren.
Es gibt übrigens etwa 50 verschiedene mitteleuropäische Arten der Mauerbiene. Eine der häufigsten und mit am weitesten verbreitete Art ist die Rote Mauerbiene, in der Fachsprache als "Osmia rufa" bezeichnet. Sie ist neun bis 14 Millimeter groß, hat einen schwarzen Kopf, der bei den Weibchen schwarz, bei den Männchen weiß behaart ist, und einen rötlichbraunen Körper.
Fotos: Dr. C. Saure für NaturschutzFonds Brandenburg | Ralf Donat, Siemann-Stiftung, für LMBV| Christian Bedeschinski für LMBV, Bergbaufolgelandschaft bei Wanninchen | Peter Radke Luftbild für LBMV | STMUV Bayern
Bergbaufolgelandschaft im NSG Wanninchen
Bienenwolf, eine Grabwespe, in der Bergbaufolgelandschaft der Bergener Höhe
Bergbaufolgelandschaft bei Schlabendorf – Bleßgänse
Blick auf das RL 14/15 der LMBV mit Sielmanns-Station Wanninchen (Tgb. Schlabendorf-N.)
Rhododendrenblüte 2020 im Lausitzer Findlingspark
Biene im Anflug
Schwarzbürstige Mauerbiene F.: NSF C. Saure