Pandemie-Krisenstab bewertete aktuelle Lage im Unternehmen u. auf Sanierungsbaustellen
Krisenstab des Bergbausanierers trat am 24. Juni 2020 erneut zusammen
Senftenberg/Leipzig/Sondershausen. Der Pandemie-Krisenstab der LMBV kommt in seiner aktuellen Lageeinschätzung für die LMBV zu dem Ergebnis, dass sich die ergriffenen Maßnahmen gut bewährt und einen hohen Anteil daran haben, dass der Betriebsablauf in der Pandemiephase ohne bedeutende Einschränkungen gewährleistet werden konnte. Auf den Sanierungs- und Verwahrungsbaustellen konnten in allen Bereichen im ersten Halbjahr 2020 insgesamt sehr gute Ergebnisse erreicht werden.
Gleichzeitig wird aber darauf hingewiesen, dass die festgelegten Maßnahmen, insbesondere die Einhaltung der Abstandsregeln und Hygieneschutzmaßnahmen, weiterhin einen hohen Stellenwert bei der Bekämpfung der Pandemie haben und behalten werden.
Die LMBV wird deshalb weiterhin in den internen Abläufen und auch im Außenverkehr die direkten Arbeitskontakte auf das dringlich notwendige Maß beschränken und Arbeitsberatungen sowie Außenkontakte mit ihren Partnern und Auftragnehmern nur mit dem absolut notwendigen Personenkreis durchführen.
Die LMBV-Geschäftsführung bedankt sich an dieser Stelle bei ihren Partnern und Auftragnehmern für die Mitwirkung und Unterstützung in der für alle Bereiche schwierigen Situation der Bewältigung der Corona COVID 19 Pandemie.
Der Pandemie-Krisenstab der LMBV wird seine Arbeit auch im 2. Halbjahr 2020 entsprechend der aktuellen Bedingungen fortführen.
Ertüchtigung der Kleinen Pleiße als Alternative zur angedachten „Wasserschlange“
Vollendung des Schlüsselkurses 5 bleibt weiterhin Ziel des Leipziger Neuseenlandes
Leipzig/Markkleeberg. Die Anbindung des Markkleeberger Sees an das Leipziger Fließgewässernetz zählt nach wie vor zu den Schlüsselvorhaben bei der Herstellung des Gewässerverbundes im Leipziger Neuseenland. Dazu wurden den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland am 19. Juni 2020 in der 57. Sitzung die Ergebnisse aus der „Studie zur Bewertung der Alternativvarianten für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz“ vorgestellt.
Die Studie wurde Anfang 2019 von der LMBV in Auftrag gegeben, um mögliche Alternativen zur „Markkleeberger Wasserschlange“ für eine gewässertouristische Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Leipziger Fließgewässernetz zu untersuchen. Das Grundanliegen bei der Prüfung der Alternativen bestand darin, für alle denkbaren und im öffentlichen Diskurs befindlichen Varianten eine vergleichbare Untersuchungstiefe hinsichtlich der wasserfachlichen Rahmenbedingungen, der Raumwiderstände und der Kostenrelationen herzustellen. Im Ergebnis lieferte die Studie insgesamt zehn Varianten mit Untervarianten, aus denen mithilfe einer einheitlichen und umfassenden Matrix bereits die Vorschläge mit den größten Realisierungschancen herausgefiltert werden konnten. Diese werden nun weiter geprüft und damit die Untersuchungen für eine optimale und für gewässerangepasste Mehrpersonenboote nutzbare Verbindung zwischen dem Markkleeberger See und der Pleiße weiter fortgesetzt.
„Die Region hält an der Vollendung des Schlüsselkurses 5 bis zum Markkleeberger See fest. In den nächsten Wochen und Monaten werden deshalb Planungsoptimierungen geprüft und es wird weitere Abstimmungen zwischen den Mitgliedern der Steuerungsgruppe geben“, betont der Sprecher der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland, Henry Graichen.
Darüber hinaus wird auch eine Prüfung zur wassertouristischen Nutzung der Kleinen Pleiße vorgenommen. Die Stadt Markkleeberg hat dazu bereits einen Antrag zur „Aufsattelung des Wassertourismus“ auf die derzeitige Planung der LMBV zur „Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See über die Kleine Pleiße“ gestellt. Um ihrer Pflichtaufgabe zur Ableitung des Überschusswassers aus dem Markkleeberger See nachzukommen, plant die LMBV aktuell die Ertüchtigung der Kleinen Pleiße. Mithilfe von Umtrageeinrichtungen soll relativ kurzfristig dann eine Nutzung der Kleinen Pleiße für Wasserwanderer ermöglicht und der Ein- und Ausstieg an den festgelegten Uferbereichen erleichtert und gelenkt werden.
Hintergrund:
Die Steuerungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt durch die Kompetenz ihrer Mitglieder, einen attraktiven gewässertouristischen Verbund im Leipziger Neuseenland zu befördern und diesen naturverträglich zu gestalten sowie wasserwirtschaftlich zu nutzen. Eines der Schlüsselprojekte ist die wassertouristische Anbindung des Markkleeberger Sees an die Pleiße als Bestandteil des Kurses 5. Dieser verläuft nach seiner Fertigstellung vom Leipziger Stadthafen über den Elstermühlgraben und die Pleiße in den Markkleeberger See und von dort über die Kanupark-schleuse bis zur Magdeborner Halbinsel am Störmthaler See. Damit der Kurs 5 zukünftig mit gewässerangepassten Mehrpersonenbooten – den sogenannten LeipzigBooten – durchgängig befahrbar ist, gilt es, den Markkleeberger See noch an die Pleiße anzubinden.
Ein möglicher Verlauf einer solchen Verbindung ist die sog. „Markkleeberger Wasserschlange“. Deren Antrag auf Genehmigung wurde jedoch am 24. September 2018 vom Vorhabenträger und Antragsteller Kommunales Forum Südraum Leipzig zurückgezogen, da die Landesdirektion Sachsen als verfahrensführende Behörde in einigen Punkten noch einen entscheidenden Nachbesserungsbedarf gesehen hat, ohne den die vorgelegte Planung nicht genehmigungsreif war. Die Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland hat daraufhin auf ihrer 51. Sitzung am 28. September 2018 einen Beschluss zur weiteren Vorgehensweise gefasst und sich darin für weitere Untersuchungen zur Umsetzung dieser wassertouristischen Anbindung ausgesprochen. Zur Begleitung dieser Untersuchung wurde ein Fachbeirat etabliert, der durch Prof. Dr. Andreas Berkner, Leiter der Regionalen Planungsstelle beim Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachsen, moderiert wurde.
Information der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland vom 19.06.2020
Region: Neues Highlight an Gewässerverbindung zwischen Markkleeberger und Störmthaler See
Wasser marsch am Steinerlebnisplatz - Einweihung eines Rast- und Spielbereichs zwischen den Bergbaufolgeseen
Claus Mann, Karsten Schütze, Henry Graichen und Dr. Manfred Haupt bei der Eröffnung der Anlage (von links, Foto: Stadtverwaltung Markkleeberg)
Zum ersten offiziellen Kennenlernen des bespielbaren Findlingsgartens hatte der Betreiber der Anlage, die Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW), eingeladen. „Wir freuen uns, mit dem Steinerlebnisplatz pünktlich zum Sommerbeginn einen attraktiven neuen Verweilbereich am Seenverbund des Markkleeberger und Störmthaler Sees anbieten zu können“, sagt Claus Mann, Geschäftsführer der EGW. „Mit dieser Anlage erhöhen wir nicht nur die Aufenthaltsqualität am Störmthaler Kanal, sondern ergänzen unsere Angebotsvielfalt am Markkleeberger See um einen weiteren Anziehungspunkt für die ganze Familie.“
„Wer die Seen in Markkleeberg lediglich mit Baden und Sonnen verbindet, erhält mit dem Steinerlebnisplatz einen weiteren Beweis dafür, dass rund ums Wasser mehr möglich ist und mehr geboten wird“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Dieser Platz vermittelt Wissen über Geologie und Erdgeschichte. Ich danke allen beteiligten Firmen und dem Fördermittelgeber für die ausgereichten Mittel.“
„Es ist beeindruckend, was hier innerhalb der letzten Monate, auch vor dem schwierigen Hintergrund der Pandemie, entstanden ist“, sagt Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig. „Besonders freut mich die spielerische Einbindung der Themen Geologie und Erdgeschichte unserer Region. Das Entdecken und Bespielen von über einer Milliarde Jahre alten Findlingen macht den besonderen Reiz dieser Anlage aus.“
„Mit dem hier entstandenen Steinerlebnisplatz ist es wunderbar gelungen, die bereits bestehenden Erlebnispunkte des geologischen Pfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander zu verknüpfen“, meint Dr. Manfred Haupt, Vorsitzender des Vereins Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V. „Die hier vermittelten Informationen über die vom Eis aus Skandinavien verfrachteten Findlinge komplettieren die ausführliche Dokumentation der gewonnenen geologischen Erkenntnisse der Erdneuzeit, Tertiär und Quartiär.“
Neben der entsprechenden Gestaltung der Anlage informieren auch Erklärungstafeln über die Gesteine, die von der Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) als Schenkung zur Verfügung gestellt worden. Die Auswahl und Beschriftung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Dr. Manfred Haupt und Dr. Hans-Joachim Bellmann vom Verein Erdgeschichte im Südraum Leipzig e.V.
Der Steinerlebnisplatz ist ein bespielbarer Findlingsgarten mit verschiedenen Spielelementen und befindet sich am Störmthaler Kanal, unweit von Kanupark-Schleuse und Klappbrücke. Als letzte Ausbaustufe werden hier die Erlebnispunkte des 14 Kilometer langen Geopfads entlang des Markkleeberger und Störmthaler Sees zentral miteinander verbunden. An dem nachgestellten eiszeitlichen Bachlauf befinden sich zahlreiche Groß- und Kleingeschiebe aus der Eiszeit, Erlebnisstationen mit Steinen sowie Zeugen aus der Tertiärzeit in Form von Tertiärquarziten und verkieselten Hölzern.
Der Steinerlebnisplatz ist ca. 2.000 Quadratmeter groß und hat sechs bespielbare Erlebnisstationen. Beginnend mit einem 2 Meter hohen Kletterfelsen, entlang einer Bachschaukel und einem Kletterfelsen können die Kinder im Zentrum der Anlage in einem beschatteten Fossiliensandkasten selbst aktiv werden und Zeugen der Erdgeschichte frei legen. Das Planschen und Matschen am Bachlauf ist ausdrücklich gewünscht. Verschiedene Sitz- und Rastmöglichkeiten laden zum Verweilen ein. Die Anlage wird allen Gästen frei und kostenlos zugänglich sein.
Der Steinerlebnisplatz ist über die Bundesstraße 2 sowie über die Autobahn 38 erreichbar. Zudem ist er über die Buslinie 106 (Haltestelle Auenhain, Seepark) sehr gut an das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs angebunden. Zum Parken kann der Parkplatz „Auenhainer Bucht“ (Bootssteig) neben dem „Kanupark“ genutzt werden. Für Fahrräder stehen ausreichend Abstellflächen auf dem Gelände zur Verfügung.
Die Planung des Projekts übernahm die IBB Ingenieurbüro für Bauplanung und Beratung GmbH aus Markkleeberg. Der Bau der Anlage erfolgte mit der tbs Baugesellschaft mbH aus Fuchshain von Oktober 2019 bis Mai 2020. Für das Vorhaben wurde eine Förderung im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie beantragt.
Information der Stadtverwaltung Markkleeberg vom 18.06.2020
Informationsgespräch für Rettungskräfte in Bornaer Feuerwache durchgeführt
Sanierungsträger informiert über die geotechnischen Besonderheiten des Speicherbeckens Borna
Leipzig/Borna. Am Montag, den 15. Juni, fand in der Feuerwache der Stadt Borna ein Informationsgespräch zu den geplanten Sanierungsmaßnahmen am Speicherbecken Borna statt. Mitarbeiter der LMBV und der beteiligten Arbeitsgemeinschaft (CDM Smith und BIUG) informierten die vor Ort agierenden Rettungskräfte – beispielsweise die Feuerwehren aus Borna und Regis-Breitingen, die zuständigen Polizeireviere oder auch das Technische Hilfswerk – über die geplanten Sanierungsschritte und insbesondere die geotechnischen Besonderheiten vor Ort. In einem nächsten Schritt soll u. a. gemeinsam festgelegt werden, welche Wege bzw. Rettungspunkte im Falle eines Notfalles angesteuert werden können.
Historie Speicherbecken Borna Das Speicherbecken Borna - im Eigentum des Freistaates Sachsen - befindet sich auf einem bergbaulich geprägten, unsanierten Gebiet. Eine geotechnische Sanierung der Kippenböden ist notwendig. Bis zum Abschluss der Sanierung besteht in einzelnen Bereichen die Gefahr von Grundbrüchen und Setzungsfließen. Daher wurde rund um das Speicherbecken ein geotechnischer Sperr- und Gefahrenbereich ausgewiesen. Hinweisschilder kennzeichnen die gefährdeten Gebiete beziehungsweise jene Areale, die nicht betreten werden dürfen.
Mit der Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Gefahrenabwehr am Speicher Borna des Sächsischen Oberbergamtes vom 11. Mai 2010 erfolgte – aufgrund der vor Ort festgestellten Gefahrenlage – die Ausweisung eines Gesamtgefahrenbereiches um den Speicher Borna mit einer vollständigen Sperrung von Teilbereichen. Die LMBV wurde dann durch das Sächsische Oberbergamt mit der Polizeivereinbarung vom 28. März 2018 aufgefordert, als Projektträger Gefahrenabwehrmaßnahmen durchzuführen.
Auf Grundlage der daraufhin durchgeführten Untersuchungen und Planungen erfolgte eine Neubewertung der Gefahrenlage, die zur Ausweisung eines erweiterten Sperrbereiches ab dem 1. Januar 2020 führte. Durch die in 2020 beginnenden Baumaßnahmen und die dabei eingetragenen Initiale wird die Gefährdungslage noch einmal verschärft, weshalb ab dem 1. August 2020 eine zusätzliche Erweiterung der Sperrbereichsgrenzen erfolgt.
Ziel der Sanierungsmaßnahmen am sächsischen Speicher Borna ist die gefahrlose Nutzung der Flächen und damit die Aufhebung des Sperrbereiches. Die Maßnahme wird, unterteilt in verschiedene Bauphasen, voraussichtlich bis 2029 andauern. Dabei kommen in den jeweiligen Teilbereichen entsprechend angepasste Sanierungstechnologien zum Einsatz.
Impression vom Gespräch | Archiv-Luftbild
Bitterfeld: Ausstellung mit LMBV-Fotografien zu „20 Jahre Goitzschewildnis“ im Kreismuseum
In Kooperation mit BUND werden Naturraum-Fotografien gezeigt
Bitterfeld-Wolfen. Die neue Sonderausstellung des Kreismuseums Bitterfeld „20 Jahre Goitzsche-Wildnis. 20 Jahre Veränderung“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem BUND. Sie legt den Schwerpunkt auf Fotografien, die die unterschiedlichen Naturräume der Goitzsche zum Inhalt haben.
In den Jahren 2000 bis 2004 wurden größere Gebiete der ehemaligen Tagebauflächen der Goitzsche vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) erworben, auf denen sich die Natur die Brachflächen frei von menschlichen Eingriffen zurückerobern konnte. Nach zwanzig Jahren präsentiert sich jetzt eine einmalige und artenreiche Wildnis, wo einst nährstoffarme Tagebaurestlöcher und Schutthalden waren.
Das Gebiet ist heute ein Landschaftsmosaik aus Seen, Feuchtgebieten, Offenland und jungen Sukzessionswäldern. In der Ausstellung werden am Beispiel von fixen Fotopunkten diese Änderungen verdeutlicht. Vier Luftbildaufnahmen der LMBV, die jeweils das Gebiet zwischen Muldestausee, Bitterfeld, Delitzsch und Petersroda zeigen, spiegeln die landschaftliche Veränderung der zurückliegenden drei Jahrzehnte.
Der Umweltaktivist und Bestseller-Autor Dr. Ernst Paul Dörfler sollte die Sonderschau am 20. Mai 2020 mit einer Lesung eröffnen. Diese wurde aufgrund der aktuellen Situation abgesagt. Die Ausstellung ist auf unbestimmte Zeit zu sehen. Das Kreismuseum Bitterfeld und der Goitzsche-Wildnis e. V. laden alle Interessierten herzlich während folgender Öffnungszeiten in das Museum am Kirchplatz 3 ein: Dienstag bis Freitag sowie Sonntag jeweils von 10 bis 16 Uhr.
Die Goitzsche war im Übrigen kürzlich auch in einem MDR-Beitrag zu sehen, denn dort wurden im Rahmen der Bergbausanierung auch Robinien aufgeforstet.
Für zwei Ausbildungsrichtungen 2020/2021 werden 12 Azubis vom Bergbausanierer gesucht
Seit dem Bestehen der LMBV wurde schon mehr als 1.670 jungen Menschen durch eine qualitativ hochwertige Erstausbildung der Eintritt ins Berufsleben ermöglicht
Senftenberg/Lauchhammer/Espenhain. Die LMBV stellt erneut 12 neue Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2020/21 zur Verfügung. Die dreijährige Ausbildung wird in nachfolgend genannten Ausbildungsstätten realisiert:
für Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) in Lauchhammer (Ausbildungseinrichtung ist die TÜV Rheinland Akademie GmbH; Berufsschule ist das Oberstufenzentrum Elbe-Elster, Feldstraße 7a in 04910 Elsterwerda)
für Kaufmann/-frau für Büromanagement in Espenhain (Ausbildungseinrichtung ist die TDE Personal Service GmbH; Berufsschule ist das Berufliche Schulzentrum 6 der Stadt Leipzig, Am kleinen Feld 3/5 in 04205 Leipzig)
Bewerbungsende ist am 30.06.2020. Die Bewerbungen für diese Ausbildungsberufe sind mit
Bewerbungsschreiben,
tabellarischem Lebenslauf,
Schulzeugnis des letzten Schuljahres und dem Halbjahreszeugnis des laufenden Schuljahres und
ggfs. Nachweisen von Praktika (Schulpraktika)
an die LMBV mbH Abteilung Personalwesen Knappenstraße 1 in 01968 Senftenberg zu senden.
Anglerverband Leipzig errichtet am Zwenkauer See neue Steganlage
Steganlage bietet zukünftig 38 Liegeplätze
Leipzig/Zwenkau. Derzeit errichtet der Anglerverband Leipzig am Zwenkauer See eine neue Steganlage. 38 Liegeplätze samt Slipanlage sollen im Areal südlich des Großdeubener Weges entstehen.
Doch zunächst müssen die entsprechenden Dalben in den Untergrund des Bergbaufolgesees eingebracht werden. Vier Pfähle wurden bereits in den Seeboden gerammt. Im Anschluss kann dann die Steganlage – hier schwimmende Pontons – daran befestigt werden.
Konkret sollen drei Stege moniert werden – mit jeweils einer Länge von 10 Metern (1 x) und 20 Metern (2x). Doch bis es soweit ist lagern die Pontons noch an der Baustelle des zukünftigen Harthkanals. Von dort aus werden sie dann über den Wasserweg an ihren Bestimmungsort gezogen.
Impressionen vom Bau der Steganlage
Dalben werden in den Seeuntergrund eingebracht. (Bild: Anglerverband Leipzig / Richter)
Über den Wasserweg sollen die Pontons an ihren Bestimmungsort gezogen werden.
Schwimmende Pontons bieten Platz für 38 Liegeplätze.
Pegelturm ist so hoch wie der Goitzschesee tief ist und auch schon 20 Jahre alt
Region und Mitteldeutsche Zeitung würdigen das Jubiläum „Zwanzig Jahre Pegelturm“
Noch auf dem Trockenen: Der Pegelturm im Jahr 2000
Senftenberg/Bitterfeld. Zwanzig Jahre Pegelturm können in diesem Jahr 2020 begangen werden. Das schwimmende und begehbare Landschaftsbauwerk am Bergbaufolgesee ist zu einem prägenden Hingucker der Bitterfelder Region und ein Zeichen für den Wandel nach der Kohle geworden. Die LMBV fungierte damals als Bauherrin. Die Konstruktions-Arbeiten für den Pegelturm begannen bereits 1997.
Sein Name leitet sich von einer bis dahin einmaligen Konstruktion als vertikale Kragarm-Konstruktion ab: der gesamte sichtbare Turm schwimmt auf der Wasseroberfläche des Großen Goitzschesees und ist dabei in seinem Inneren von einer Stütze geführt und auf einen Ponton verankert. „Viel Sand, viel Weite, viel Himmel“, erinnert sich der ehemalige Stadtentwickler und Architekt Wolfgang Christ an die damalige Mondlandschaft am Bitterfelder Stadtrand in der Mitteldeutschen Zeitung vom 31. Mai 2020.
Christ habe zuvor im Rahmen der Internationalen Bauausstellung mit Entwürfen für die IBA Emscherpark bei der Neuerfindung der alten Industrielandschaften im Ruhrgebiet geholfen und u.a. 1995 den Tetraeder auf der Halde bei Bottrop-Batenbrock entworfen. Nach seinen ersten Erkundungen in und um Bitterfeld sei ihm klargeworden, dass die Neugestaltung rund um die zur Flutung vorgesehene Goitzsche ein Symbol braucht, an dem sich Hoffnungen auf Zukunft inmitten der vom Menschen ausgebeuteten Landschaft festhalten können.
„Die Seebrücke sollte die Leute aufs Wasser locken“, sagte Christ der MZ, „und schon die Flutung sollte der Aufbruch zu neuen Ufern für alle sein.“ Gedacht sei der Turm von Anfang an als begehbare Skulptur gewesen, „die lebendig wird, wenn Menschen die riesige Dimension des neuen Goitzsche-Panoramas erleben“, erinnert sich der 68-jährige Stadtentwickler in der Regionalzeitung. Das Besondere: Der Pegelturm schwamm auf der Wasseroberfläche des Goitzschesees mit auf. 26 Meter hoch und damit fast genauso hoch wie der Goitzschesee tief ist, ragt heute das - anfangs nicht unumstrittene Bauwerk - über die neuerrichteten Ausflugsgaststätten, die Marina und Ferienhäuser am Ufer.
Umsetzbar war das Projekt nur mit dem damaligen Tagebau-Eigner und bergrechtlich verantwortlichem Bergbausanierer LMBV. Frühzeitig hatte der zuständige Länderbereichsleiter Dr. Peter Tropp die Unterstützung der Bergleute für das Vorhaben signalisiert und ein Aufstellen des Pontons samt Turm bereits im Trockenen ermöglicht. Am 6. Juni 1999 begann der Bau des 5,5 Millionen DM teuren Pegelturms in unmittelbarer Nähe der Flutungsanlage. Seit dem Mai 1999 wurde der See bereits geflutet. Man kam auf den im Sommer 2000 baulich fertiggestellten Turm - mit dem Erreichen des Zielwasserstandes im Jahre 2002 - dann nur noch über die parallel mit konzipierte ca. 190 Meter lange Pontonbrücke, die bei steigendem Seewasserpegel mit aufschwamm.
Den Auf- und Abgang im Pegelturm erlauben zwei gegenläufige Wendeltreppen. Die Landmarke bietet eine Rundumsicht auf den Goitzschesee sowie die Orte Friedersdorf, Bitterfeld, Mühlbeck und Pouch, bei guter Fernsicht sogar bis nach Leipzig. Der Orkan Kyrill zerstörte am 18. Januar 2007 die schwimmende Seebrücke zum Pegelturm. 2009 wurde die Seebrücke ähnlich der vorherigen wieder neu errichtet.
Zuvor hatte die Jahrhundertflut an der Mulde im August 2002 auch in der Goitzsche ihre Spuren hinterlassen. Am 15. August 2002 erreichte die Flutwelle die Region um Bitterfeld. Von Osten drückte das Wasser in den zukünftigen Goitzschesee und spülte u.a. die Ortsverbindungsstraße zwischen Löbnitz und Pouch weg sowie zerstörte frisch sanierte Ufer und füllte binnen 78 Stunden die beiden benachbarten Bergbaufolgeseen bis zum Überlaufen. So bedrohte das Hoch-Wasser auch die Stadt Bitterfeld. Ein Sandsackdamm wurde von Tausenden Rettungskräften und Helfern errichtet und hielt. 2013 bedrohte erneut ein Hochwasser See und Stadt.
Hintergrund: In der Fachzeitschrift Bautechnik aus dem Jahr 2001 heißt es zum Pegelturm: „Die Seebrücke und der Pegelturm Goitzsche bilden zusammen ein schwimmendes Monument zur Erinnerung an den ehemals bedeutenden Braunkohleabbau in der Region Bitterfeld-Leipzig und ein Sinnbild für die Umwandlung der ehemaligen Tagebaulandschaft in ein Naherholungsgebiet.
Brücke und Turm sind auf Pontonelementen aus glasfaserverstärktem Kunststoff bzw. auf einem Schwimmkörper aus Stahl gelagert und erheben sich innerhalb von fünf Jahren mit dem Wasserpegel des Goitzschesees in ihre endgültige Position.“
Für die Architektur zeichneten die drei Architekten S. Brück, Christiane Hübner und Wolfgang Christ verantwortlich. „Um dieses Bauwerk mit seinen außergewöhnlichen technischen Anforderungen und komplexen Randbedingungen realisieren zu können, mussten bei der Entwicklung des statisch-konstruktiven Konzepts neben statischen und mechanischen Problemstellungen auch Aufgaben aus der Hydromechanik und der Off-Shore-Technik gelöst werden.
Die schwierige Gründungssituation im ehemaligen Bergbaugebiet in Verbindung mit einem steigenden Grundwasserpegel machten Hangsicherungen und Pfahlgründungen erforderlich. Das Projekt ist durch eine Vielzahl verschiedenartiger ingenieurmäßiger Detaillösungen gekennzeichnet.“
Die Konstruktions-Arbeiten für den Pegelturm begannen bereits 1997
2009 präsentierte sich die Anlage rund um den Pegelturm erneuert
Blick aus dem Hubschrauber auf die Landmarke
So sieht der Goitzschesee heute mit Blick auf Baumeistervilla und Pegelturm aus
Neue Lichtinstallation in Betrieb am Pegelturm Goitzsche im Sanierungsbereich Mitteldeutschland der LMBV. Foto am 15. Mai 2016.
Goitzschesee: Blick auf den Pegeltum mit gestaltetem Strandbereich
Pegelturm – beleuchtet
MDR-Interview im Goitzsche-Wald mit Revierförster Uwe Häfker — SENDETERMIN 3.6.
Robinie als Baum des Jahres - eine relativ anspruchslose Pionierbaumart
Leipzig/Bitterfeld-Wolfen. Die Robinie ist der Baum des Jahres 2020. Vor dem Hintergrund der diesjährigen Dürre und ihren Folgen für den Waldumbau in Deutschland interessiert sich das MDR-Fernsehen, Redaktion Exakt, für die älteren Robinienbestände im Goitzsche-Gebiet bei Bitterfeld-Wolfen.
Am 12. Mai 2020 berichteten LMBV-Förster Uwe Häfker sowie Ramona Niklisch, die frühere Försterin, vor Ort über ihre Erfahrungen mit dieser gebietsfremden Baumart, die seit der DDR-Zeit zur Rekultivierung gepflanzt worden ist. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Wieso ist der Baum so klimarobust? Wie verhält er sich bei Waldbränden? Wie nimmt die Tierwelt den Baum an?
Ausgestrahlt wird der Fernsehbeitrag am 3. Juni 2020 bei MDR exakt um 20:15 Uhr. Für das freundliche Bereitstellen der Fotos vom Dreh mit Uwe Häfker und Ramona Niklisch dankt die LMBV Dr. Heidi Mühlenberg von der Redaktion bzw. dem Produktionsteam.
Impressionen vom Goitzschewald-Dreh (Fotos: Produktionsteam für LMBV)
Robinien-Dreh mit Uwe Häfker und Ramona Niklisch
Bergbautypisches Relikt im Jubiläumsjahr am länderübergreifenden Lappwaldsee aufgestellt
Erstes FLÖZerfest soll 2021 am Grenzkohlepfeiler stattfinden
Harbke/Helmstedt. Das für den 24. Mai 2020 vorbereitete 1. FLÖZerfest am Lappwaldsee wurde wegen der Corona-Pandemie auf den 30. Mai 2021 verschoben. Auch der stattdessen geplante nicht-öffentliche kleine Festakt am Seeufer in Harbke musste abgesagt werden.
Um den für die Region so wichtigen Termin dennoch zu würdigen, ließen die Bergbauträger Helmstedter Revier GmbH (HSR) und LMBV zusammen mit dem Planungsverband Lappwaldsee am 19. Mai 2020 im Bereich des ehemaligen Grenzkohlepfeilers am Seeufer in Harbke – ohne Publikum – ein Relikt des Tagebaus auf einer LMBV-Fläche aufstellen.
Es handelt sich um eine ca. 10 Meter lange stählerne Auflaufbrücke, einen Teil des ehemaligen Kohle-Förderbandträgers. Es wurde so abgelegt, dass es mit dem Aufgang des Wassers nach und nach untergehen wird. An dem von HSR zur Verfügung gestellten Anlagenteil will der Planungsverband Lappwaldsee künftig zu besonderen Veranstaltungen ein Seil mit einem Wetterballon installieren lassen.
An ihm kann dann der geplante Endwasserstand des Lappwaldsees von Weitem abgelesen werden, denn es besteht keine freie öffentliche Zugänglichkeit in den Tagebau beziehungsweise zum Relikt. Nach Ende der Seeflutung könnte der Träger als Ziel für Tauchgänge im See dienen.
Hintergrund: Durch den Tagebau zwischen dem niedersächsischen Helmstedt und dem sachsen-anhaltinischen Harbke zog sich einst die innerdeutsche Grenze. Entsprechend des Verlaufes der innerdeutschen Grenze entstand dort der sogenannte Grenzkohlepfeiler. Dort, wo in den Jahren 1976 bis 1986 auf dem Höhepunkt der Ost-West-Konfrontation grenzüberschreitend Kohle abgebaut wurde, entsteht nun der „grenzenlose“ Lappwaldsee.
Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit sollte ab diesem Jahr jährlich ein Erlebnistag in diesem historischen Bereich stattfinden. Um die Verbindung zum Bergbau zu kommunizieren und dem Fest ein Alleinstellungsmerkmal zu geben, wurde der Name „FLÖZerfest“ gewählt.
Die Sanierung und Flutung des künftigen Lappwaldsees steht noch am Anfang. Die beteiligten Bergbauunternehmen nehmen zunächst ihre bergrechtlichen Verpflichtungen zur Wiedernutzbarmachung und zur Herstellung der öffentlichen Sicherheit wahr. Die Kommunen erarbeiten parallel ein länderübergreifendes Konzept, um den Bergbaufolgesee zu einem Naherholungs- und Tourismusgebiet auszubauen.
Impressionen vom Aufstellen
Radlader bei der Anfahrt (Foto: Werner Müller)Auflaufbrücke steht am Lappwaldsee (Foto: LMBV)Zehn-Meter lange stählerne Auflaufbrücke, einst Teil des Kohleförderband-Trägers (Foto: Werner Müller)