Glück Auf! zur Internationalen Bergparade in Sangerhausen
Sondershausen/Sangerhausen. Mit einem herzlichen Glück Auf! lud die Rosenstadt Sangerhausen vom 9. bis 11. Mai zur Internationalen Bergparade 2025 ein. Kollegen aus dem Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz liefen bei der Parade für die Bergsicherung Wimmelburg mit. Ralph Haase, LMBV-Bereichsleiter Kali-Spat-Erz, vertrat als Landesvorstand die Thüringer Vereine vor Ort. Die Unternehmenskommunikation war ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten und informierte über das aktuelle Sanierungsgeschehen.
Kollegen aus dem LMBV-Sanierungsbereich Kali-Spat-Erz waren mit vor Ort
Auszuge aus dem Grußwort des Vorsitzenden des Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine Sachsen-Anhalt, Erich Hartung:
"Der Südharz mit der Region Mansfelder Land sucht seines Gleichen. Das Berg- und Hüttenwesen haben über 800 Jahre das Landschaftsbild gestaltet, den Menschen ein Auskommen gegeben und einen eigenen Menschenschlag hervorgebracht. (…) Heute zeugt nur noch die Haldenlandschaft, der Röhrigschacht Wettelrode mit der Möglichkeit einer unter Tage Fahrt, der Schmidschacht mit der Hütte und das Mansfeldmuseum mit der Dampfmaschine vom einstigen stolzen Berg- und Hüttenrevier. Die Erinnerung an die Vergangenheit ist aber noch gegenwertig. Deswegen begrüßen wir die Berg- und Hüttenleute im letzten Zentrum des Mansfelder Bergbaus recht herzlich. Glück Auf!" (Quelle: Informationsflyer/ www.bergparade2025.de)
Fotos: Kathrin Falke für LMBV
Internationale Bergparade 2025 – hier LMBV-Mitarbeiter dabeiInternationale Bergparade 2025 in Sangerhausen – Ralph Haase (LMBV) – hier für die Thüringer VereineInternationale Bergparade 2025 in Sangerhausen – im Gespräch mit dem Lausitzer Kameraden Bernd Schmidt aus AltdöbernLMBV-Kollegen bei der Internationalen Bergparade 2025 in Sangerhausen
Gefahrenabwehrmaßnahmen am Störmthaler Kanal führen zu Wegesperrungen
Leipzig. Entsprechend einer Anordnung des Sächsichen Oberbergamtes (OBA) zum Schutz von Leben, Gesundheit und Sachgütern ist die LMBV zur unverzüglichen Umsetzung von Gefahrenabwehrmaßnahmen verpflichtet. Die Rahmenbedingungen am Störmthaler Kanal haben sich verändert, wodurch eine Gefahrenlage besteht.
Seit 19. Mai 2025 laufen deshalb am Störmthaler Kanal Bauarbeiten, die eine Sperrung der Wege erforderlich machen. Für etwa vier Wochen können die Wege westlich des Störmthaler Kanals leider nicht genutzt werden. Als Umleitung kann für diesen Zeitraum auf die im Umfeld bestehenden Wegeverbindungen ausgewichen werden, wie in der Karte ersichtlich ist. Die Umleitungen in Richtung Güldengossa und zum Bergbau-Technik-Park sind ausgeschildert.
Überblick zu den ab 19. Mai 2025 gesperrten (rot) und weiterhin offenen (grün) Wegen.
Für die weiteren Baumaßnahmen, voraussichtlich im Sommer 2025, wird erneut eine Sperrung der Wege entlang des Störmthaler Kanals notwendig werden. Dann deidseoitig des Störmthaler Kanals und für einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten.
Die geplanten Maßnahmen im Detail
Die ersten Baumaßnahmen, die 2025 umgesetzt werden, umfassen die Verlegung der Heberleitung in den Störmthaler See sowie eine Wege- und Geländeerhöhung im Bereich des unteren Vorhafens, also zwischen unterem Querbauwerk und der Schleuse.
Die Heberleitung ist eine Rohrleitung, die das überschüssige Wasser aus dem höher gelegenen Störmthaler in den Markkleeberger See ableitet. Diese Funktion hatte ursprünglich der Störmthaler Kanal in Kombination mit der Schleuse als Absperrbauwerk erfüllt. Mit dem Umbau der Heberleitung wird der wasserwirtschaftliche Betrieb nun optimiert. Die Wasserentnahme erfolgt künftig nicht mehr aus dem oberen Vorhafen, sondern direkt aus dem Störmthaler See. Damit wird der obere Vorhafen (Bereich zwischen Schleuse und oberem Querbauwerk) aus dem System der Wasserüberleitung entkoppelt und der Störmthaler Kanal im Regelbetrieb nicht mehr zur Wasserüberleitung benötigt.
Die Wege- und Geländeerhöhung betrifft nur den östlichen Bereich zwischen unterem Querbauwerk und der Schleuse. Die Arbeiten laufen seit März 2025 und werden bis Juni andauern, ohne dass damit Einschränkungen für die Nutzung der Wege verbunden sind. Die für Besucher der Seen nutzbaren Wege beidseits des unteren Vorhafens wurden bereits im Zuge der Gefahrenabwehrmaßnahme 2021 umverlegt. Seit Anfang 2025 wird das Gelände erhöht, damit anschließend der Wasserstand im unteren Vorhafen angehoben werden kann. Der erhöhte Wasserstand bewirkt, dass die Wasserspiegeldifferenz an der Schleuse verringert wird.
Nach Bewertung der beauftragten Gutachter und der LMBV wurde die aktuelle Risiko-Gefahrenlage so eingeschätzt, dass weitere Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit notwendig sind. Diese Beurteilung wurde dem Sächsischen Oberbergamt übergeben und vorgestellt. Im Ergebnis setzt die LMBV auf Anordnung des Sächsischen Oberbergamtes weitere, kurz- und langfristige Sicherungsmaßnahmen um. So werden 2025 im Kanalbereich der Autobahnbrücke und am oberen Querbauwerk Stützkörper und Auflastfilter aufgebaut, u. a. mit sogenannten LEGO-Betonsystemsteinen. In Verbindung damit erfolgen Entspannungsbohrungen am Oberen Querbauwerk und die Herstellung von Dränagegräben in den Böschungen am Unteren Vorhafen. Damit soll der Porenwasserüberdruck in den angrenzenden Böschungen und unter der Kanalsohle abgemildert werden.
Hintergrund
Das Kompaktbauwerk und die Kanalböschungen entlang des Störmthaler Kanals werden laufend überwacht und bewertet. Die Erkenntnisse dieser Untersuchungen fließen in die lokale und globale Bewertung der Risiko- und Gefahrenlage ein. Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen und Veränderungen an den Sicherungsbauwerken ergreift die LMBV weitere Maßnahmen. Dies umfasst kurzfristige Sicherungsmaßnahmen am Störmthaler Kanal sowie langfristige Sicherungsmaßnahmen in Bezug zur Autobahnbrücke der A 38. Zudem wird eine redundante Absperrung am oberen und unteren Querbauwerk (vsl. als Bohrpfahlwand) hergestellt. Die LMBV folgt damit einer Anordnung des Sächsischen Oberbergamtes.
Weitere Informationen sind auf der Unterseite zum Störmthaler Kanal zusammengefasst.
Ab 19.5.2025 werden die Wege westlich des Kanals (links im Bild) für Bauarbeiten gesperrt. Eine Umleitung zum Bergbau-Technik-Park und nach Güldengossa ist ausgeschildert.
Die Heberleitung (blaue Rohrleitung unten im Bild) wird bis in den Störmthaler See verlängert. Foto: Christian Kortüm
Die Arbeiten zur Geländeerhöhung und dem Anlegen von Drainagegräben verlaufen am Ostufer des Störmthaler Kanals.
Ende 2024 wurden zusätzliche Wasserbausteine aufgebracht, um die Böschung zu stabilisieren. (Foto: Christian Kortüm, Dez. 2024)
Blick auf den Störmthaler Kanal vom Markkleeberger See aus.
Fotos: Christian Horn, April 2025
EHS-Themenwerkstatt: Der Schutz des Grundwassers genießt höchste Priorität
Senftenberg. Wer in Brandenburg eine Deponie errichten möchte, muss dafür Sorge tragen, dass das Grundwasser nicht beeinträchtigt wird. Das gilt natürlich auch für die geplante EHS-Monodeponie bei Kostebrau. „Der Grundwasserschutz genießt in der Deponieverordnung höchste Priorität“, betonte Dr. Ulrich Stock bei der LMBV-Themenwerkstatt zu EHS in Senftenberg. Stock, promovierter Geotechniker und Leitender Regierungsdirektor a.D., verantwortete viele Jahre als Abteilungsleiter den Bereich Technischen Umweltschutz beim Landesamt für Umwelt Brandenburg.
Mit „Schutz des Grundwassers – zentrale Anforderungen der Deponieverordnung“ war die nunmehr 5. Themenwerkstatt überschrieben, an der rund 20 interessierte Gäste teilnahmen. Unter ihnen waren erneut Bürger aus Ortschaften rund um die geplante Deponie ebenso wie Vertreter von Behörden und aus der Wirtschaft.
Deponien müssen, bevor sie errichtet werden, einen strengen Genehmigungsprozess durchlaufen. Was dabei berücksichtigt, geprüft oder auch nachgewiesen werden muss, regelt die Deponieverordnung, setzte Dr. Stock den Rahmen für seinen ebenso kompetenten wie kurzweiligen Fachvortrag. Zentraler Bestandteil sei beispielsweise das „Multibarrierekonzept“. Je nach Gefährlichkeit der Abfälle müssten mehrere Schutzschichten die Deponie nach unten wie nach oben abdecken, um eine potenzielle Beeinträchtigung des Grundwassers zu verhindern. Jede dieser Barrieren müsse unabhängig voneinander wirken, betonte der Deponieexperte. Als Materialien für solche Barrieren kämen unter anderem Kunststoffdichtungsbahnen, Bentonitmatten oder auch Ton in unterschiedlichen Stärken in Betracht. Damit sich die Teilnehmer ein Bild davon machen konnten, reichte er mehrere dieser möglichen Dichtungsmaterialien durch die Reihen.
Neben den Barrieren gebe es klare Kriterien für die Standortwahl. Dabei gehe es ebenso um den Abstand zum Grundwasser wie um die geotechnische Stabilität des Bodens. Streng begutachtet werde zudem das Material, das in der Deponie eingebaut werden soll. Nicht zuletzt gebe es ein klar definiertes Messregime, das den Deponiebetrieb überwacht.
In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um die Wahl des Deponiestandortes, den grundsätzlichen bergrechtlichen Status des für die Deponie vorgesehenen Areals auf dem Betriebsgelände der LMBV sowie um den aktuellen Stand des Projekts. Sven Radigk, Leiter der Arbeitsgruppe „Gewässergüte Fließgewässer Lausitz“ bei der LMBV, erläuterte, dass all die Kriterien der Deponieverordnung gründlich abgearbeitet werden und die Planungen voranschreiten. Die Vorplanungen könnten demnächst abgeschlossen werden. Über die Ergebnisse werde wie angekündigt informiert.
Um nicht immer nur über den geplanten Deponiestandort nahe Kostebrau zu reden, verabredete man sich, diesen mal gemeinsam in Augenschein zu nehmen. Die LMBV sicherte zu, eine solche Exkursion zu organisieren.
Der Wirtschaftsweg um den Großräschener See ist wieder nutzbar
Senftenberg/Goßräschen. Der Wegebau auf der Westseite des ehemaligen Tagebaus Meuro und heutigen Großräschener Sees ist nun planmäßig beendet. Insbesondere die vielfältigen Nutzer des Wirtschaftsweges - darunter auch Radtouristen - können ab sofort diesen Rundweg um den Großräschener See wieder ohne Umleitung nutzen.
Die Aufwertung des Wegeabschnitts und der Zufahrten wurde von der Firma Richard Schulz Tiefbau GmbH im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH durchgeführt. Auf dem betreffenden Abschnitt wurden die vorhandene Betonplattenstraße zurückgebaut, Teile der Asphaltstraße abgefräst und ein neuer Asphaltweg errichtet. Der neue ca. 750 Meter lange Wegeabschnitt präsentiert sich mit einer Breite von drei Metern zuzüglich Bankette.
Im Rahmen des Bauvorhabens wurden eine Feuerwehrzufahrt zur Löschwasserentnahme zum Restloch Meuro/Großräschener See errichtet sowie eine Betonfläche von 7.600 Quadratmetern beseitigt. Abseits der Strecke sind bis Ende Mai 2025 noch einige Restarbeiten zu erledigen.
Arbeiten am Radrundweg um den Großräschener See sind abgeschlossenWirtschaftsweg und entsiegelte Fläche mit Blick zum Großräschener See
Friedersdorfer Strand am Silbersee zu Ostern nutzbar
Senftenberg/Lohsa. Am sächsischen Silbersee wurde bis zuletzt gearbeitet, um den Friedersdorfer Strand ab 18. April 2025 für die Badesaison temporär freizugeben. Vertreter des Sächsischen Oberbergamtes (OBA Sachsen) und der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) übergaben den Strand bei einem Vor-Ort-Termin zur saisonalen Nutzung an die Gemeinde Lohsa und den Campingplatzbetreiber. Seit November 2023 hatten die beauftragten Unternehmen Metzner GmbH und HAGN Umwelttechnik GmbH im Auftrag der LMBV und in Abstimmung mit dem OBA Sachsen intensiv an der geotechnischen Sicherung des Silbersees, insbesondere am Friedersdorfer Strand, gearbeitet.
Mittels seeseitiger Rüttelstopfverdichtung und einer leichten Rüttelverdichtung im Uferbereich wurden rund eine Mio. Kubikmeter Bodenvolumen verdichtet und damit der Friedersdorfer Strand für eine gefahrlose Nutzung vorbereitet. Im März 2025 erfolgten planmäßig die letzten Profilierungsarbeiten am Ufer. Innerhalb des ausgewiesenen Badebereichs kann jetzt offiziell gebadet werden. Zwei neue Informationstafeln informieren nun über die Sanierungsleistungen am See und das Speicherbecken Lohsa I.
Die Nutzung des Badebereichs wird vorerst zeitlich beschränkt. Bis Oktober 2025 wird der Strandbereich nutzbar sein. Denn komplett abgeschlossen sind die Bauarbeiten noch nicht. Es werden die rückgebauten Flächen, Sport- und Freizeitbereiche auf dem Campingplatz wiederhergestellt. Am östlichen Ufer, außerhalb des Strandbereiches, folgen noch Ersatzpflanzungen mit verschiedenen Gehölzen zur ökologischen Kompensation der in Anspruch genommenen Flächen. (SK)
v.l.: Karsten Handro - LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement, Robert Kaschkat - Sächsisches Oberbergamt, Falk Nowotnick - Betreiber des Campingplatzes und Thomas Leberecht - Bürgermeister der Gemeinde Lohsa bei der saisonalen Freigabe des Badebereichs am Silbersee. (Foto: Gernot Menzel)
Hintergrund: Der Silbersee ist ein Speichergewässer der sächsischen Landestalsperrenverwaltung (LTV). Er entstand aus dem ehemaligen Tagebau Werminghoff II, der 1935 bis 1960 betrieben wurde. In den Jahren 1967 bis 1971 wurden die beiden entstandenen Restlöcher Friedersdorf und Mortka für deren heutige Funktion als Speicherbecken Lohsa I vorbereitet und geflutet. Mit dem Wiederansteigen des Grundwassers in der Region stieg die Gefahr von spontanen Böschungseinbrüchen in den Kippenbereichen. Ein Großteil der Flächen und Ufer mussten vorsorglich gesperrt werden. Mit den Sanierungsarbeiten wird die geotechnische Sicherheit für den Silbersee hergestellt, um eine Nachnutzung als Speicherbecken und in ausgewiesenen Teilbereichen eine touristische Nutzung zu ermöglichen.
Der Strand am Silbersee ist fertiggestellt und kann für die Badesaison 2025 genutzt werden. (Foto: Gernot Menzel)Bis zuletzt wurde am Friedersdorfer Strand gearbeitet. (Foto: Gernot Menzel)Seeseitige Rüttelstopfverdichtungsarbeiten im Oktober 2024 (Foto: Christian Horn)
Sichtkontrolle am Becken Menteroda
Sondershausen/Menteroda. Das in den 1970er Jahren erbaute Becken Menteroda konnte Anfang April aufgrund niedriger Zuläufe und geringer Niederschlagsmengen vor Ort auf Stand Null gefahren werden. Dies ermöglichte eine Sichtkontrolle des Ablaufbauwerkes und eine Bewertung der Sedimentation. Die Erkenntnisse fließen nun in die Bewertung einer künftigen Beckensanierung ein. Inzwischen ist vor Ort wieder Normalbetrieb eingekehrt. Das Becken Menteroda dient dazu, die salzhaltigen Haldenwässer der Rückstandshalde Menteroda zu fassen und gesteuert für die Grubenflutung des ehemaligen Bergwerks zu nutzen. Parallel können die Haldenwässer über die neue Haldenwasserleitung im Probebetrieb ins Becken Wipperdorf abgesteuert werden. Derzeit läuft hierzu die finale Abnahme und Inbetriebnahme seitens des TÜV Thüringen
Am 9. April war das Becken Menteroda auf Stand 0 gefahren worden.
Verwahren von alten Brunnen rund um und am Berzdorfer See hat begonnen
Senftenberg/Görlitz. Derzeit werden im Auftrag der LMBV, der Projektträgerin der Braunkohlesanierung im Osten Deutschlands, noch alte bergbauliche Filterbrunnen im Umfeld des vormaligen Tagebaus Berzdorf bei Görlitz endverwahrt. Den Auftrag dazu hat die Bohrgesellschaft Landsberg mbH im Frühjahr bis zum Ende des Jahres 2025 übernommen.
Insgesamt sind 148 Filterbrunnenstandorte nachzuverwahren bzw. zu sichern. Unter Berücksichtigung der Vorortsituation befinden sich die Standorte im unbefestigten Gelände oder im Bereich von befestigten Wegen, Straßen, Plätzen und im Flachwasserbereich rund um den Bergbaufolgesee. Dies kann zu lokalen und temporären Einschränkungen am See führen, für die die LMBV um Verständnis bei Anrainern und Besuchern am Berzdorfer See bittet.
Die alten Filterbrunnen im Bereich des ehemaligen Tagebaues Berzdorf wurden nach der Tagebaueinstellung zum Teil bereits rückgebaut und mit sandig-kiesigen Materialien – damals jedoch ohne Verdichtung – verwahrt.
Um eine mögliche künftige Gefährdung durch Filterbrunnen, die sich in direkten Bereichen der öffentlichen Zugänglichkeit bzw. in Bereichen der direkten Nachnutzung befinden und somit eine Einschränkung für die Wiedernutzbarmachung der Oberfläche darstellen könnten, auszuschließen, müssen alle Filterbrunnenstandorte noch einmal aufgesucht und mit kohäsivem Material nachverwahrt werden.
Dies kann z. B. durch Verpressen von hydraulisch dichtem Material, Dichtungs- bzw. Dämmsuspension passieren. Bei einem Nichtauffinden werden die Oberflächen der vormaligen Brunnenstandorte mit Geotextilien gesichert.
Foto: LMBV/Steffen Rasche (2024)
Luftbild
LMBV Befliegung Ostsachsen
Vereinbarung zwischen LMBV und Universität der Vereinten Nationen unterzeichnet
Dresden. Am 8. April 2025 wurde anlässlich der Dresden Nexus Conference 2025 ein Vereinbarungsmemorandum zwischen der LMBV und der Universität der Vereinten Nationen in Dresden unterzeichnet. In der Auftaktveranstaltung der DNC 2025 ging es um "The Future of Resources – Resources for the Future", die globale Trends und wegweisende Impulse aufzeigte. Dazu trugen neben der Begrüßung durch Prof. Tshilidzi Marwala, Rektor der United Nations University und UN Under-Secretary-General, insbesondere der Keynote-Vortrag von Prof. Dr. Dr. mult. Hans Joachim Schellnhuber, Generaldirektor des International Institute for Applied Systems Analysis, bei.
Im Rahmen der Eröffnungssession wurden auch die Geschäftsführer der LMBV, Bernd Sablotny und Torsten Safarik auf die Bühne gebeten, um gemeinsam mit Prof. Tshilidzi Marwala und der Prof. Dr. Edeltraud Günther, Direktorin der United Nations University vom Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources die o.g. Vereinbarung zu unterzeichnen. Diese anerkennt den beiderseitigen Nutzens einer Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Lehre, Veranstaltungen, Bewusstseinsbildung, Wissenstransfer und Anwendung der Ergebnisse zur Lösung globaler Herausforderungen.
Beide Vertragsparteien wollen ihre Zusammenarbeit durch diese Absichtserklärung formalisieren, um den Rahmen für ihre Zusammenarbeit und die Bereiche von beiderseitigem Interesse zu umreißen, und dass sie das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung und den Wunsch teilen, die Forschung, den Aufbau von Kapazitäten und das Bewusstsein für die nachhaltige Bewirtschaftung von Umweltressourcen wie Wasser, Boden, Abfall, Energie und anderen Georessourcen zu fördern.
Die Vertragsparteien wollen beim Zugang zu Daten aus Sanierungsmaßnahmen in einer Modellregion zusammenarbeiten und Expertenwissen für Vernetzung und strategische Partnerschaften bereitstellen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen geht es auch um das Entwickeln praktischer Lösungen für spezifische Herausforderungen und eine internationale Vernetzung sowie eine verbesserte Sichtbarkeit und öffentliche Akzeptanz.
Zum Hintergrund: Die UNU-FLORES ist eines von 14 Instituten und Programmen in zwölf verschiedenen Ländern, die zusammen die Universität der Vereinten Nationen (UNU) bilden - eine globale Denkfabrik und postgraduale Lehreinrichtung mit Sitz in Tokio. Sie hat den Auftrag, durch gemeinsame Forschung und Ausbildung zur Lösung der drängenden globalen Probleme des menschlichen Überlebens, der Entwicklung und des Wohlergehens beizutragen, die den Vereinten Nationen, ihren Völkern und Mitgliedstaaten ein Anliegen sind.
Vom 8. bis 10. April 2025 findet die Dresden Nexus Conference (DNC) 2025 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (DHMD) die globale Resource Nexus Community statt, um innovative Konzepte nachhaltiger Ressourcennutzung zu diskutieren. Unter dem Motto „Die Zukunft der Ressourcen – Ressourcen für die Zukunft“ ist die DNC 2025 Teil der weltweiten Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der United Nations University (UNU) und richtet den Blick auf vergangene Erfolge sowie zukünftige Herausforderungen. Die internationale Konferenz, die über 150 Vorträge in mehr als 50 Sessions und Side-Events umfasst, vereint Teilnehmende aus über 75 Ländern und setzt neue Maßstäbe in Forschung, Politik und Wirtschaft.
In der Auftaktveranstaltung ging es um "The Future of Resources – Resources for the Future". In der Keynote der Session 2 "Healthy Food – Healthy Planet" mit internationalen Experten ist u. a. ein Beitrag der LMBV von Geschäftsführer Torsten Safarik geplant unter dem Motto: “Von der Wissenschaft in die Praxis: Umsetzung von Bergbau-Stilllegungen in der Lausitz / From Science to Practice: Managing the postmininig transition in Lusatia“
Ein weiteres Highlight der DNC 2025 ist die begleitende Kunstausstellung von Jens Galschiøt, welche aktuelle Fragen der verantwortungsvollen Ressourcennutzung thematisiert. Dazu gehört die "Freedom to Pollute": Diese Skulptur hinterfragt provokant den Umgang mit Umweltverschmutzung und fordert zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen auf. Inmitten ernster Gespräche über Nachhaltigkeit wird eine sechs Meter hohe, rauchende Freiheitsstatue die UNU-Ressourcenkonferenz dominieren, welche direkt vor dem Eingang des DHMD aufgebaut wurde. Die Ausstellung lädt Medien und Besucher dazu ein, sich mit der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und nachhaltiger Entwicklung auseinanderzusetzen und bietet inspirierende Denkanstöße. UST
Impressionen von der DNC 2025
Unterzeichung des MoU zwischen UNU und LMBV
Für eingutes Miteinander: UNU- und LMBV-Spitzen in Dresden
LMBV-Geschäftsführer im Gespräch mit H.R.H. Princess Dr. h.c. Abze Djigma, Co-Chair of the UNFCCC Paris Committee on Capacity-Building sowie Prof. Dr. Edeltraud Günther, UNU-Direktorin Nach der Unterzeichnung des MoU zwischen UNU Flores und LMBV
LMBV informiert Flächeneigentümer zu Entschädigungsfragen
Flächeneigentümer im Umfeld der Sanierungsmaßnahme B97 bei Spreetal werden für potenzielle Schäden nach einer klaren Methodik entschädigt. Darüber informierte die LMBV bei einer Veranstaltung Anfang April im Schloss Hoyerswerda. Geladen waren alle Flächeneigentümer, deren Flächen im gutachterlich definierten Einwirkbereich der komplexen Straßensanierung liegen. Das Sächsische Bergamt erläuterte seine Rolle als verfahrensführende Behörde und die erforderlichen Schritte für den Vorhabenträger im Umgang mit betroffenen Eigentümern.
Für die anspruchsvolle geotechnische Sicherung eines rund drei Kilometer langen Teilstücks der B97 zwischen Spremberg und Hoyerswerda und der angrenzenden S130 nach Burgneudorf laufen die Vorplanungen. Bis Mitte des Jahres 2025 sollen diese abgeschlossen sein, informierte Gerd Richter, Leiter des Sanierungsbereichs Lausitz der LMBV. Danach gebe es dann auch einen angepassten Bauzeitplan. Schon jetzt versicherte Richter, dass während der Sanierung alle verfügbare Technik eingesetzt werde, um die erforderliche Stabilisierung des Untergrundes so schnell wie möglich herzustellen.
In welcher Weise die Technik am besten eingesetzt wird, sollen probeweise Rütteldruckverdichtungen auf einem Testfeld nördlich der S130 zeigen. Wenn alles optimal laufe, könnten dafür noch im Winter 2025/26 erforderliche Holzungen erfolgen. Im Anschluss werde das Testfeld errichtet.
Die Sanierungsmaßnahme findet im Wesentlichen auf Flächen statt, die sich im Eigentum Dritter befinden. Im Umgang mit diesen Flächeneigentümern erfordert das Sächsische Oberbergamt (OBA) von der LMBV „volle Transparenz“. Dabei hoffe das OBA, dass es nach entsprechendem Engagement und Erläuterungen zum Ausgleich potenzieller Schäden durch die LMBV zu privatrechtlichen Vereinbarungen komme, betonte Nina Luchterhand-Rülke, Leiterin des Rechts-Referats im OBA. Nur wenn es trotz aller Bemühungen keine Einigung gebe, könne das OBA auch anordnen, dass Eigentümer die befristete Nutzung ihrer Flächen für die Sanierungsmaßnahme dulden müssen.
Damit es nicht so weit kommt, erläuterte Claudia Schulz, bei der LMBV zuständig für Bergschäden und Entschädigungen, die Grundzüge der Entschädigung. Wichtig dabei sei der Grundsatz der Gleichbehandlung. Um dies zu gewährleisten, würden die unterschiedlichen Flächen nach klaren Kriterien kategorisiert. Für bestimmte Gebäude werde vor Beginn der Sanierungsmaßnahme durch externe Sachverständige der Ist-Zustand ermittelt, um einen objektiven Vorher-Nachher-Vergleich zu ermöglichen.
Gerd Richter unterstrich, dass jede Nutzungseinschränkung privater Flächen nur temporär sei und dass die Einschränkungen mit dem Einsatz der Technik durch das Areal „wanderten“. Damit nahm er einzelnen Eigentümern die Sorge, dass während des gesamten Maßnahmezeitraums alle Flächen gleichzeitig betroffen sein werden.
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Abschluss der Sanierungsarbeiten am Kulturhaus Böhlen
Leipzig. Nach fast 20 Jahren der Sanierung am und um das Kulturhaus Böhlen, sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen. Aus diesem Anlass haben die Stadt Böhlen und die LMBV am 25. März 2025 einige Wegbegleiter in das Kulturhaus Böhlen geladen. Vertreter der Stadt Böhlen und der umliegenden Gemeinden waren der Einladung ebenso gefolgt wie Vertreter des Sächsischen Oberbergamtes, der Landkreise und beteiligte Verbände. Zudem waren die ausführenden Baufirmen und Vertreter der LMBV vor Ort um die geleisteten Sanierungsarbeiten Revue passieren zu lassen. Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt begrüßte die Gäste und dankte ihnen für die gute Zusammenarbeit und das schöne Ergebnis. "Für viele ist das Kulturhaus selbstverständlich, das ist es aber nicht", so Berndt. Das als "Kulturpalast" errichtete Gebäude wurde in der DDR intensiv genutzt, hat die Menschen zusammengeschweißt und war ein regionaler Dreh- und Angelpunkt. Auch heute hat das Haus eine überregionale Ausstrahlung, resümierte der gebürtige Böhlener, "Das Haus lebt wieder", freut sich der Bürgermeister.
Während den vergangenen fast 20 Jahren wurden am Kulturhaus Böhlen zahlreiche Baumaßnahmen in Projektträgerschaft der LMBV realisiert, nach §3 und §4 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Dr. Robert Böhnke, Koordinator §4-Maßnahmen der LMBV, ließ einige Maßnahmen Revue passieren und lenkte die Blicke der rund 40 Gäste auf den denkmalschutzgerecht gestalteten Sockelputz, den sanierten und barrierefreien Eingangsbereich oder den erneuerten Parkplatz. Auch er hob die gute Zusammenarbeit aller Akteure von der Finanzierung über die Planung bis hin zur Umsetzung durch die Baufirmen.
Gemeinsam mit dem Kulturhaus Böhlen ist im ersten Obergeschoss eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Kulturhauses, dem verhängnisvollen Brand 2002 und den verschiedenen Etappen der Sanierung entstanden. Diese Ausstellung wird noch einige Wochen bis etwa Ende Juni 2025 zu sehen sein.
Hintergrund
Das Kulturhaus Böhlen wurde 1952 als „Kulturpalast“ und eines der größten seiner Art in der DDR errichtet. Jahrzehntelang prägte es als kulturelles Zentrum das Leben der Bergleute im Südraum von Leipzig. Im Juni 2002 zerstörte ein Brand den großen Saal. Die Stadt Böhlen übernahm 2006 das Kulturhaus vom Landkreis Leipzig und begann mit der Sanierung. Ein Großteil der Arbeiten wurde im Rahmen der Paragrafen 3 und 4 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung finanziert, die LMBV ist als Projektträger für die Umsetzung zuständig.
Das Kulturhaus von oben - zwei neue Parkplätze sind entstanden, der bestehende Parkplatz sowie die Wege zur Leipziger Strasse wurden saniert, nur kleinere Restarbeiten fnden noch statt. Foto: Kathrin Falke
Informationen zur Sanierung des Kulturhauses
Dietmar Berndt, Bürgermeister der Stadt Böhlen, würdigt die Bedeutung des Kulturhauses für die Stadt und die Region. Dr. Robert Böhnke, Koordinator §4-Maßnahmen der LMBV berichtet über das langjährige Sanierungsgeschehen. Zahlreiche Beteiligte und einzelne Bürger waren der Einladung gefolgt. Christiane Fuhrmann, Leiterin des Kulturhauses, stößt mit Gästen auf die erfolgreiche Sanierung an. Die Pressevertreter mit Blick in den Großen Saal. Der Große Saal wurde als erstes durch die Stadt Böhlen saniert und war 2008 fertig.