Altdöberner See füllt sich kontinuierlich durch Grundwasserzustrom weiter auf
Abschließende Sanierung der Restlochufer dauert noch weitere Jahre an
Senftenberg | Altdöbern. Der Wasserstand im LMBV-Restloch Greifenhainstieg zuletzt um durchschnittlich rund ca. 50 Zentimeter p.a. Die zuführende und ergänzende Flutung des Restloches Greifenhain konnte seit 2007 ausgesetzt werden, da zwischenzeitlich umfangreiche geotechnische Sanierungsarbeiten am entstehenden Bergbaufolgesee durchgeführt werden mussten, die einen zu haltenden Grenzwasserstand erforderten bzw. noch erfordern. Die Fremdflutung über eine Heberleitung aus dem Süden war am 29. Mai 1998 gestartet worden und dauerte im ersten Schritt bis 2007 an. Der Flutungsprozess des Großräschener Sees lief unabhängig davon parallel zwischen 2007 - bis 2019 - ebenfalls an.
Der Pegel des Bergbaufolgesees ist für einen Zielwasserstand von 82,40 m NHN konzipiert. Unterirdische Grundwasserleiter in einer eiszeitlichen Auswaschungsrinne, die vom damaligen Tagebau Greifenhain angebaggert wurden, tragen in das Restloch aus. Fragestellungen des künftigen Wasseranstiegs im LMBV-Bergbaufolgesee werden mit Hilfe eines hydrogeologischen Großraummodells betrachtet und berechnet. Dabei wird der gesamte Wasserhaushalt modelliert - dazu gehören auch Niederschlag, Versickerung, Verdunstung, Grundwassermengen und Fließrichtungen. Der Altdöberner See wird nach Abschluss der Sanierung und Füllung an die Vorflut angeschlossen werden und sein Überschusswasser in Richtung Spree abgeben. Das ist gegenwärtig Gegenstand der aktuellen Planung der LMBV.
Derzeit liegt das Füllvolumen des Restloches Greifenhain bei 85 % und der Wasserstand bei 76,28 m NHN (12/2020). Im Dezember des Vorjahres 2019 lag der Wasserstand bei 75,61 m NHN. Eine weitere Sanierung des Restloches war ursprünglich bis zum Jahr 2026 geplant. Inzwischen erfolgte eine neue strategische Einordnung und Priorisierung der noch ausstehenden Arbeiten am LMBV-Restloch anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten im laufenden VA BKS bis 2022. Anrainer sahen nach Medienberichten in der LMBV-Ankündigung, dass der Altdöberner See nun voraussichtlich nicht vor 2030 nutzbar werde, eine „Retourkutsche“ gegen die Bürgerinitiative wegen das überlegten Einleitens von Eisenhydroxid-Schlamm. Dem hat die LMBV bereits widersprochen: „Eine „Retourkutsche“ entspräche weder Stil noch Art und Weise des Umgangs des Bundesunternehmens LMBV mit ihren Partnern in den Anrainerkommunen und Verbänden.“
Für den Abschuss der noch nötigen Sanierungsarbeiten gab es tatsächlich ursprünglich eine frühere Zielmarke der LMBV. Inzwischen erfolgte jedoch eine neue strategische Einordnung und Priorisierung von anstehenden Projekten anhand der technischen Zwänge und finanziellen Möglichkeiten. Nachvollziehbare Ursache für die in 2020 verkündeten Verzögerungen sind noch ausstehende, notwendige Ufer-Sanierungsarbeiten, die erst in den kommenden Jahren umsetzbar sind. "Unvorhergesehene Ereignisse wie die Insel-Rutschung am Senftenberger See, langfristige zusätzliche Aufgaben wie die Beräumung der Vorsperre Bühlow von Eisenhydroxidschlamm und Kostensteigerungen beim Bau beispielsweise der Wasserbehandlungsanlage Plessa sind nicht planbar gewesen, mussten aber kostenseitig ins laufende Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung bis 2022 integriert werden."
„Daher wurden … Prioritäten der anstehenden Sanierungsarbeiten neu gesetzt und u.a. damit das Restloch Greifenhain später fertig.“ (Siehe dazu ggfs. auch die LMBV-Information v. 30.10.20). Die LMBV beabsichtigt, in 2021 oder im Folgejahr – in Übereinstimmung mit Altdöberns Bürgermeister Winzer - in einer Informationsveranstaltung ihr Vorgehen und den Ausblick noch einmal zu untersetzen und den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sofern die Corona-Pandemie dies organisatorisch zulässt.
Fast 60 Mio. Kubikmeter zur Flutung in der Lausitz für Bergbaufolgeseen 2020 abgenommen
LMBV stellte aus Wasserreinigungsanlagen rund 41 Mio. Kubikmeter bisher in 2020 für die Vorflut in der Lausitz zur Verfügung
Senftenberg. Mehr als 58 Mio. Kubikmeter wurden bisher aus den
Lausitzer Vorflutern durch die LMBV in die Bergbaufolgeseen des
Bergbausanierers eingeleitet, wie die LMBV-Flutungszentrale in ihrer
jüngsten Hochrechnung vom 10. Dezember 2020 ausweist.
Dabei wurden im Jahresverlauf rund 7 Mio. Kubikmeter ökologisch
verträglich aus der Neiße „abgezapft“. Hauptspender war die Spree mit
mehr als 39 Mio. Kubikmeter über den gesamten Jahresverlauf. Die
Schwarze Elster als dritter „Lieferant“ steuerte rund 12 Mio. Kubikmeter
insbesondere in den niederschlagsreichen Monaten des Jahres bei.
Auf der Abnehmer-Seite profitierten insbesondere das Speicherbecken
(SB) Bärwalde mit rund 20 Mio. Kubikmeter im Jahresverlauf. In das SB
Dreiweibern, auch als Dreiweiberner See bekannt, flossen 2020 bisher
rund 5,6 Mio. Kubikmeter. Das zum Verbund-Wasserspeichersystem Lohsa II
gehörige SB Burghammer nahm etwa 6,6 Mio. Kubikmeter auf.
Neben dem Partwitzer See mit 6 Mio. Kubikmeter wurde auch der
Geierswalder See mit etwa 7 Mio. Kubikmeter im Laufe des Jahres
versorgt. Der Großräschener See wurde mit ca. 1,6 Mio. Kubikmeter
gestützt; rund 2 Mio. Kubikmeter gingen in den Gräbendorfer See. Rund 6
Mio. Kubikmeter wurden in den Sedlitzer See eingeleitet.
Darüber hinaus stellte die LMBV aus den Grubenwasserreinigungsanlagen
Rainitza und Pößnitz jeweils ca. 18 Mio.m³ zur Stützung der Schwarzen
Elster bereit. Das Vorflutsystem Altdöbern/Greifenhain wurde mit ca. 5
Mio. m³ gestützt. Aus dem Speichersystem Lohsa II wurden über den
Bernsteinsee weitere 10 Mio. Kubikmeter zur Niedrigwasseraufhöhung der
Spree ausgeleitet.
Neue Auszubildende zum Tag des Berufsanfängers im Lausitzer Seenland unterwegs
Senftenberg. Anlässlich des LMBV-Tages für
Berufsanfänger besuchten am Montag, den 12. Oktober, zwölf Auszubildende
aus dem ersten Lehrjahr und eine Auszubildende aus dem zweiten Lehrjahr
den LMBV-Standort in Senftenberg, um sich über ihren (neuen)
Arbeitgeber zu informieren. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen
werden an zwei Ausbildungsstätten in Lauchhammer und Espenhain zu
Fachkräften für Lagerlogistik, zu Kauffrauen und -männer für
Büromanagement sowie zur Restaurantfachfrau ausgebildet.
Sowohl die Personalabteilung als auch der Betriebsrat begrüßten die
neuen Auszubildenden herzlich zum Start der Ausbildung. In einführenden
Vorträgen stellten sie die Hauptaufgaben der LMBV sowie die Arbeit des
Betriebsrates vor. Zwei Vertreter der IG BCE informierten im Anschluss
zur Arbeit der Gewerkschaft und über die Jugendorganisation der IG BCE.
Nach dem Mittagessen ging es mit der Unternehmenskommunikation auf
eine kleine, zweistündige Befahrung durch das nahegelegene Lausitzer
Seenland. Ausgangspunkt bildete das Sielbauwerk des Ableiters Sedlitz.
Hier wurde das Wassermanagement der LMBV genauer erläutert. Anschließend
ging es zur LMBV-Großbaustelle an den Sedlitzer See, an dem die
Auszubildenden einiges über die laufenden Arbeiten der LMBV erfuhren. Am
Beispiel des vor kurzem fertiggestellten Seestrandes in Lieske wurde
auch die Zusammenarbeit der LMBV mit externen Partnern, Gemeinden und
Kommunen erläutert. Im am Seestrand liegenden Informationscontainer des
Zweckverbandes Lausitzer Seenland Brandenburg lernten die Auszubildenden
zudem die Geschichte des Lausitzer Bergbaus näher kennen.
Den Abschluss bildeten die IBA-Terrassen am Großräschener See, an
denen die touristische Nachnutzung der ehemaligen Bergbauflächen noch
einmal deutlich wurde. Auch die Entwicklung des Lausitzer Seenlandes
wurde thematisiert. Am späteren Nachmittag trat die Gruppe schließlich
ihre Heimreise nach Espenhain bzw. Richtung Lauchhammer an.
Die neuen Auszubildenden der LMBV zu Besuch am Standort in Senftenberg
Initialneutralisation des Sedlitzer Sees startet mit dem Einheben des Bekalkungsschiffes
"Klara" hängt am Haken - damit das noch saure Restloch bald "klarer" wird
23 Tonnen hängen in der Luft - "Klara" wird sicher in den Sedlitzer See eingehoben
Senftenberg/Sedlitz. Das Tagebau-Restloch Sedlitz wird von Juni bis September 2020 im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) bekalkt. Am 3. Juni wurde das Gewässerbehandlungsschiff "Klara" mit seinen zwei Leichtern zu Wasser gelassen. Der Einsatz erfolgt in den nächsten Tagen im Probebetrieb. LMBV-Auftragnehmer ist die BRAIN Brandenburg Innovation GmbH.
Mit der Initial-Neutralisation werden in diesem Jahr rund 10.000 Tonnen Kalk in den Sommermonaten in das Bergbaufolgegewässer eingebracht, pro Tag werden es rund 150 Tonnen sein. Das Schiff wird an der temporären Einlass-Stelle am Westufer bei Sedlitz befüllt. Dazu fahren täglich bis zu sieben Silofahrzeuge durch den Ort Sedlitz und liefern Kalk an.
Notwendig ist die Bekalkung der Bergbaufolgegewässer im Lausitzer Seenland, um einen sich selbst regulierenden Wasserhaushalt und eine gute Wasserqualität herzustellen. Damit werden die Voraussetzungen für das Leben von Mikroorganismen und Fischen geschaffen. Dazu muss der pH-Wert im neutralen Bereich liegen. In den vergangenen Jahren wurden bereits der Partwitzer, der Geierswalder sowie der Großräschener See mit dem Einbringen von Kalk behandelt. (Fotos: S. Rasche)
Anlieferung des Schiffes mit Schwerlasttransport am Sedlitzer See
Fortschritt auf Lausitzer Baustellen der Bergbausanierer an Bergbaufolgeseen
Kaimauer und Hochbau am künftigen Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See kommen voran
Senftenberg. Das sonnige Mai-Wetter ermöglicht einen guten Baufortschritt auf verschiedenen Baustellen der LMBV in der Lausitz. Hier einige Impressionen vom 27.05.2020. Zu sehen sind u.a. die Baustelle des Auftragnehmers STRABAG am Nordufer des Sedlitzer Sees, wo die Spundwand-Kaimauer und der künftige Sanierungsstützpunkt entstehen.
Zwei §4-Vorhaben in Projektträgerschaft der LMBV gedeihen ebenfalls: Am Ufer des Großräschener Sees wächst der von der Kommune beauftragte Parkplatz für den künftigen Stadtstrand, auch als Ilsestrand bezeichnet. Gleiches gilt für den künftigen SEE-Strand bei Lieske, für den sich der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg als Auftraggeber verantwortlich zeigt.
Postkarten-Wetter in der Lausitz
Parkplatzbau für den künftigen Stadtstrand am Großräschener See
Blick über den Weinberg zur Victoriahöhe am Großräschener See
Rostiger Nagel im Mai 2020
Weinberg-Tor am Großräschener See an der Victoriahoehe
Seebrücke vor Weinberg am Großräschener See
MLUK: Klar Schiff mit LEADER: Fast halbe Mio. Euro für neues Ilseseesport-Vereinshaus
Förderung hilft Akteuren im Lausitzer Seenland - Auf dem Weg zum Freizeitparadies
Potsdam/Großräschen. Das Brandenburger Umweltministerium (MLUK) unterstützt den Bau des Vereinshauses für den Ilsesee-Sportverein Sedlitz-Großräschen e.V. einschließlich der 4.000 Quadratmeter Außenlagen mit einem Anteil in Höhe von 466.372 Euro. „Bei Gesamtkosten von 621.830 Euro kommen damit 75 Prozent der Investitionsmittel aus dem LEADER-Programm unter dem Dach des EU-Agrarfonds ELER, mit dessen Hilfe sich das Lausitzer Seenland und insbesondere die Stadt Großräschen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz immer mehr zu einem Paradies für Wassersportler entwickelt“, so dass MLUK.
Das neue Vereinshaus am Großräschener See wird dem Ilsesee-Sportverein optimale Bedingungen bieten. Neben dem Vereinsraum haben hier eine Küche sowie sanitäre Anlagen Platz. Das Haus steht damit neben Mitgliedern auch Besucherinnen und Besuchern offen, die sich bei Veranstaltungen im maritimen Ambiente wohlfühlen können.
Mit dem Lausitzer Seenland an der brandenburgisch-sächsischen Grenze entsteht aus gefluteten ehemaligen Tagebaurestlöchern der LMBV im Lausitzer Kohlerevier bis Ende des Jahrzehnts die größte künstliche schiffbare Seenkette in Europa. Der Großräschener See, ein Bergbaufolgesee der LMBV, liegt an dessen nordwestlichem Ende, günstig zu Autobahn und Bundesstraßen. Auf den Beginn der Flutung des Tagebaus Meuro im Jahr 2007 geht die Entstehung des einstigen Ilse-Sees, des heutigen Großräschener Sees, zurück. Quellen: PM des MLUK Brandenburg v. 11.05.2020; LMBV-Foto aus 2019 v. P. Radke
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei
Es entsteht ein neuer "Fünf-Seen-Verbund" im Lausitzer Seenland
Senftenberg. Ein visionäres Großprojekt der Braunkohlesanierung wurde Wirklichkeit. Ab dem 29. Juni 2026 sind der Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See erstmals komplett über schiffbare Kanäle miteinander verbunden. Wassersportler und Freizeitkapitäne können das Kerngebiet des Lausitzer Seenlandes nun ohne Umsetzen befahren. Der Sedlitzer See, mit rund 1.400 Hektar der größte Freizeitsee der Region, fungiert dabei als die zentrale maritime Drehscheibe.
Vom Bergmann zum See(n)mann: Erfolgreiche Sanierung
Jahrzehntelang haben Generationen von Bergleuten und Sanierern an der Wiedernutzbarmachung der vormaligen Tagebaue gearbeitet. Mit der Freigabe der Überleiter 8 (Rosendorfer Kanal), 10 (Sornoer Kanal) und 11 (Ilse-Kanal) schließt die LMBV ein Kernstück ihrer Sanierungsarbeit ab. „Dieser Verbund ist ein riesiger Schritt nach vorn, den wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Region würdigen“, betont Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung. „Hauptaufgabe des Bergbausanierers war und ist es, sichere Landschaften nach dem Kohleabbau für eine nachhaltige Nachnutzung zu schaffen. Mit dem nun vollendeten Verbund übergeben wir ein einzigartiges Wasserparadies an die Menschen vor Ort und den Tourismus.“ B. Sablotny weiter: „Wir standen als Bergbausanierer vor vielen Herausforderungen, die die LMBV nur gemeinsam mit ihren vielen Partnern meistern konnten.“
Länderübergreifender Festakt auf und am Wasser
Die Bedeutung des Projekts für den Strukturwandel im sächsisch-brandenburgischen Revier wurde auch durch den prominent besetzten Festakt am Nordufer des Sedlitzer Sees unterstrichen:
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke startete im Hafen Großräschen und reiste in Begleitung von LMBV-Chef Bernd Sablotny und dem Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert, per Boot durch den Ilse-Kanal an.
Ministerpräsident Michael Kretschmer legte zeitgleich im sächsischen Hafen Geierswalde ab. Begleitet vom Kaufmännischen LMBV-Geschäftsführer Torsten Safarik und dem Bautzener Landrat Udo Witschas passierte er den Sornoer Kanal.
Beide Delegationen trafen am zentralen Festplatz am Sedlitzer Seeufer ein, um den Seenverbund gemeinsam mit der Ostbeauftragten des Bundes, Elisabeth Kaiser, symbolisch der Region zu übergeben.
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke betonte aus diesem Anlass: „Heute ist ein bedeutender Tag für die Lausitz, für Brandenburg und Sachsen: Mit der Eröffnung des Seenverbundes wird der tiefgreifende Wandel der Region ganz besonders sichtbar. Aus dem Kohlerevier wird Europas größtes künstliches Wassersportrevier. Ich bin dankbar für die gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Ländern, Kommunen und Bergbausanierern. Die Wiedernutzbarmachung der durch die Tagebaue beanspruchten Gebiete ist ein ökologische Großprojekt, das zu den beeindruckendsten Erfolgsgeschichten der Wiedervereinigung zählt. Brandenburg und Sachsen haben sich früh gemeinsam dazu bekannt, eine zusammenhängende touristische Wasserlandschaft zu entwickeln. Mit der heutigen Freigabe der Kanäle zwischen den Tagebauseen wird das Realität. So feiern wir heute den Wandel der Lausitz vom Braunkohlerevier zur Region mit moderner Forschung und Wirtschaft - und besten touristischen Perspektiven."
Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Das Lausitzer Seenland ist ein Paradebeispiel für gelungenen Strukturwandel und eine gute länderübergreifende Zusammenarbeit. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, entstehen heute attraktive Orte für Erholung, Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung. Das zeigt eindrucksvoll, welche Chancen in diesem Wandel liegen und welche neuen Perspektiven für die Menschen, Kommunen und Unternehmen entstehen können. Sachsen unterstützt diese positive Entwicklung und hat sich bislang mit mehr als 28 Millionen Euro Landesmitteln an der Herstellung der Seenlandschaft beteiligt. So gestalten wir den Wandel unserer Region aktiv mit und schaffen aus den Hinterlassenschaften des Braunkohlebergbaus attraktive Tourismusziele und lebenswerte Erholungsräume.“
Sornoer Kanal - Blickrichtung zum Sedlitzer See
Neue touristische Perspektiven und Wasserqualität
Für die Urlaubsregion zwischen Berlin und Dresden ergeben sich völlig neue Dimensionen. Die schiffbaren Verbindungen verknüpfen moderne Marinas, Strände und Radwege zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum. Kürzlich wurde zudem die neue Sedlitzer Marina mit modernen Steganlagen fertiggestellt. Auch qualitativ überzeugt das Revier: Die beteiligten Gewässer weisen inzwischen allesamt ein stabiles, pH-neutrales Milieu auf und bieten hervorragende Bedingungen für Badegäste und Wassersportler.
Am Nachmittag wurde der historische Moment zusätzlich durch die „5-Seen-Challenge“ gefeiert. Zum Live-Event, bei dem viertausend Menschen in der gesamten Region fast zeitgleich mit blauen Badekappen ihre Strände eroberten und so symbolisch den neuen Seenverbund einweihten, erklärte Bernd Sablotny: „Ohne den Tourismusverband und die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Sachsen wären wir heute nicht hier. Sie werden künftig diese Tagebaurestlöcher, die wir als Bergbausanierer zu Seen gestaltet, geflutet und die umliegenden Flächen gesichert haben, nachnutzen und weiterentwickeln zu aller Wohl.“
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Historischer Meilenstein erreicht: Bergbausanierer LMBV gibt drei weitere Kanäle für die Schifffahrt frei, so entsteht der der neue Fünf-Seen-Verbund im Lausitzer Seenland.
Ein historischer Meilenstein im Lausitzer Seenland:
Fünf Seen ein Verbund wird am 29. Juni 2026 offiziell eröffnet mit der Übergabe an die Region. Der Bergbausanierer LMBV gibt die dafür notwendigen Kanäle frei und läutet neue Ära ein.
Prominenter Festakt: Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Sachsen reisen per Boot an. Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser würdigt Arbeit der LMBV.
Rund 5.100 Hektar zusammenhängende Wasserfläche entstehen aus ehemaligen Tagebaurestlöchern.
Zwei Tourismus-Ministerinnen zu Gast am Rostigen Nagel
Tourismusverband, Zweckverband und LMBV begrüßten die Ministerinnen Klement und Klepsch im Lausitzer Seenland
Senftenberg/OT Kleinkoschen. Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement und Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch besuchten am 21. Juli 2026 das Lausitzer Seenland. Hintergrund der gemeinsamen Visite der beiden Ministerinnen im Lausitzer Seenland ist die grenzübergreifende Förderung des Strukturwandels und des Tourismus.
Die beiden Ministerinnen besuchten auch den „Rostigen Nagel“ am Sornoer Kanal. Sie wurden dort u. a. auch von den Geschäftsführern der LMBV herzlich begrüßt. Der „Rostige Nagel“ als markante Landmarke und Aussichtsturm aus Cortenstahl liegt direkt an der Grenze der beiden Bundesländer und ist ein zentraler Anlaufpunkt für den sich ausweitenden Rad- und Wassertourismus im Seenland. Die Landesregierung in Brandenburg hatte hierfür bereits Förderungen für die Neugestaltung und den Service am „Rostigen Nagel“ inklusive eines Bootsanlegers und neuen Aufenthaltsbereichen für den ZV LSB bereitgestellt.
Die Ministerinnen wurden von Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des TV LS, Martin Wolf vom ZV LSB und dem Lausitzbeauftragten Dr. Klaus Freytag sowie dem Ersten Beigeordneten des Landrats OSL Robert Weidner und den LMBV-Geschäftsführern begleitet. Die LMBV-Geschäftsführung erläuterte den umfangreichen Sanierungsauftrag, der in den letzten Monaten mit der Freigabe der Überleiter zum Sedlitzer See verbunden war und gab einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen.
Zuvor waren die Ministerinnen an den IBA-Terrassen am Großräschener See zu Gast. Anlass des dortigen Besuchs war die offizielle Übergabe eines Förderbescheids für den dritten Bauabschnitt zum Ausbau des „Campus IBA-Terrassen“. Zuvor waren bereits das neue Besucherzentrum in einem 1. Bauabschnitt gefördert worden. Weitere Mittel wurden für ein Co-Working-Space und Energiewerkstatt als 2. Bauabschnitt bereitgestellt.(UST)
Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement und Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch besuchten am 21. Juli 2026 das Lausitzer Seenland. Sie wurden von Kathrin Winkler, GF des TV LS, Martin Wolf vom ZV LSB und Dr. Klaus Freytag sowie dem Ersten Beigeordneten des Landrats OSL Robert Weidner und den LMBV-Geschäftsführern begleitet.
Fotos: Stephan Trutschler | U. Steinhuber
Auf dem Rostigen Nagel.
Bernd Sablotny heißt Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch herzlich willkommen.
Torsten Safarik begrüßt Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement.
Ministerinnen am Rostigen Nagel
Probebetrieb für Sedlitzer Ableiter hat begonnen
Erstes Wasser in den künftigen Bewirtschaftungskanal zum Testen eingeleitet
Senftenberg. Nach der baulichen Fertigstellung des Ableiters Sedlitz konnte der Bergbausanierer LMBV am 23. Juni 2026 den symbolischen Schieber für den ersten Testlauf mit Wasser aus dem Sedlitzer See ziehen. Gerd Richter, Sanierungsbereichsleiter Lausitz, gab dafür das Signal, wenig später wurden die ersten bis zu 80 Liter pro Sekunde Wasser in den Ableiter Sedlitz über einen Bypass eingespeist.
Die LMBV konnte neben den zuständigen Behörden auch die an der Projektierung sowie die am Bau Beteiligten herzlich begrüßen. Auch der Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert und Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, waren der Einladung zum Start des Probebetriebs gefolgt.
Für das Lausitzer Seenland ist der Bau des Ableiters Sedlitz bedeutsam. Gemeinsam mit den bereits vorhandenen Überleitern zwischen den Seen wird künftig ein koordiniertes Wassermanagement möglich sein.
Für die 2.800 Meter lange Gewässerverbindung zwischen Sedlitzer See und Schwarzer Elster, die über Kippengelände führt, waren eine Vielzahl von Vorarbeiten nötig. Die Rütteldruckverdichtung einer Trasse in den Ausmaßen von 250 Länge, 60 Meter Breite und bis zu 40 Meter Teufe konnte dabei in den Jahren 2018 und 2019 realisiert werden. Dabei wurden 600.000 m³ Kippenboden verdichtet.
In einem weiteren Bauabschnitt wurden mittels Rüttelstopfverdichtung zwischen 2019 und 2021 etwa 4.560 verdichtete Säulen in den Untergrund auf 1.200 Meter Länge, 60 Meter Breite und einer Teufe von 25 Meter eingebracht. Der Ausbau des Gerinnes des Ableiters folgte in den Jahren 2022 bis 2026 auf einer Länge von 2.800 m. Dieses Gerinne hat eine Sohlbreite von sieben Metern. Die Böschungen wurden in einem Verhältnis von 1:2 hergestellt, um eine Abflussmenge von bis zu drei m³/s bei Mittelwasserverhältnissen zu bewältigen zu können. Die Fertigstellung konnte im Juni 2026 erreicht werden.
Im Rahmen der Bergbausanierung sind für den Ableiter Sedlitz seit 2013 rund 55,3 Mio. € aufgewendet worden, einschließlich der vorlaufenden Verdichtung des Kippenbodens. Mit dem Bauwerk erfolgt die Anbindung von später acht hydraulisch miteinander verbundenen Bergbaufolgeseen mit künftig rund 5.600 Hektar Wasserfläche an das Gewässernetz: Dazu zählen zunächst der Großräschener See, der Sedlitzer See, der Geierswalder See und Partwitzer See. Später kommen noch der Neuwieser See, der Spreetaler See, der Sabrodter See und der Blunoer Südsee dazu. (UST)
Gemeinsam zum Erfolg: Start des Probebetriebs
Der nun gestartete Probebetrieb ist in Abstimmung mit LfU und dem LBGR in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase folgen nach einer Nullmessung der relevanten Grundwassermessstellen entlang des Ableiters weitere sechs Arbeitsschritte:
Schritt 1 (23.06.2026): Füllen des Gerinnes über Wassergüteleitung an der Wehranlage bis Wasserstand Schwarze Elster am 23./24.06.26: Verharrungszustand und Kontrolle der Böschungen des Gerinnes nach ca. 24 Stunden
06.2026: Rückbau Fangedamm am Sielbauwerk (danach stellt sich im gesamten Neubaugerinne Wasserstand der Schwarzen Elster ein)
Schritt 2 (26.06.2026): Inbetriebnahme Wassergütemessung und Überprüfung Messwerte
Schritt 3 (30.06.2026): Beginn Untersuchung Leistungsfähigkeit Gerinne mit begleitenden Messungen
Schritt 4: Inbetriebnahme Laufzeitdifferenzenverfahren und Pegel Messstrecke sowie Überprüfung Wassermengenermittlung
Schritt 6: wenn Schritte 1 – 5 erfolgreich, Entscheidung Probebetriebskommission über Rückbau Spundwand am Pumpwerk Rainitza
In der Probebetriebsphase 2 folgen weitere Aufgabenschritte:
Schritt: Schließen des Sielbauwerkes und kontrolliertes Füllen des Gerinnes über Wehranlage bis max. + 101,00 m NHN, anschließend Verharrungszustand und Kontrolle der Gerinneböschungen nach mind. 24 Stunden
Schritt: Entleerung des Gerinnes durch schrittweises Öffnen des Sielbauwerkes
Schritt: Weiterführung der Untersuchung der hydraulischen Leistungsfähigkeit der Wehranlage, schrittweise Erhöhung der Durchflüsse bis max. 3,0 m³/s, begleitende Messungen
Schritt: Beginn ses vorläufigen Betriebs nach Abschluss aller Untersuchungen
Schritt: Abschluss des Probebetriebs mit Berichterstattung und Freigabe durch OWB und LBGR
Hintergrund: Der Ableiterbau hat eine lange Vorgeschichte.
Das Bauprojekt bestand aus mehreren Bauabschnitten mit verschiedenen Teilaufgaben:
temporäre Umverlegung der Rainitza und Abbruch des Rainitza-Gerinnes
Vorbereitung und Verdichtung der vorgesehenen Trasse
Bau eines Wehrs als Auslaufbauwerk Sedlitzer See
Errichtung eines Sielbauwerks als Hochwasserschutzanlage und Anbindung an die Schwarze Elster
Herstellung des Ableiterprofils mit temporärer Bauwasserhaltung
Bau eines Trogbauwerks unter der B96
Herstellung einer Wildbrücke
Bau eines sandgeschlemmten Wirtschaftswegs
Anbindung der Rainitza an den Ableiter und Rückbau der umverlegten Rainitza
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | Gernot Menzel | Christian Horn
Stolz auf das Gebaute: LMBV-Verantwortliche
Grußwort durch Gerd Richter, LMBV-Sanierungsbereichsleiter
Fachsimpeln: LMBV-Projektmanager Henry Ruske mit Carsten Henkel von der Stadtverwaltung Senftenberg und Martin Wolf vom ZV LSB
Start des Probebetriebs am 23. Juni 2026
Wasser marsch
Blick auf den Ableiter und Sedlitzer See
Künftiger Punkt der Einbindung der Rainitza
Fachexkursion des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg im Jahr 2026
LMBV war Gastgeberin mit Themen des Seeverbundes und der Bergbausanierung
Cottbus/Senftenberg. Am 11. Juni 2026 begaben sich die Mitglieder des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg auf ihre diesjährige auswärtige Sitzung. Dabei wurde das entstehende Lausitzer Seenland befahren. Erste Station war der Sornoer Kanal, wo LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, zu den Arbeiten auf und am Sedlitzer See informierte. Martin Wolf vom Zweckverband Lausitzer Seenland erläuterte ergänzend die Vorhaben zur Umgestaltung des Geländes am Rostigen Nagel inklusive einer neu errichteten Anlegestelle für Schiffe und Bootsfahrer.
Die nächste Station war der von der LMBV geplante und kurz vor seiner Vollendung stehende Ableiter aus dem Sedlitzer See, der künftig Überschusswasser aus der Restlochkette in die Schwarze Elster abtransportieren kann. An der Marina Sedlitz konnten sich die Ausschussmitglieder von den Nutzungsmöglichkeiten für die Wassersportler überzeugen, die seit Ende April 2026 den See zu großen Teilen bereits nutzen können. Auch das im Bau befindliche Gebäude des Zweckverbandes an der Marina war von Interesse. Die Tour führte dann vorbei an der Brückenfeldkippe, die sich noch in der teilweisen Sicherung mittels Verdichtungsarbeiten befindet, zum Sanierungsstützpunkt der LMBV am Nordufer des Sedlitzer Sees.
Dort wurden die Konditionierungsarbeiten der „Klara“ und das neue Arbeits- und Kontrollboot der LMBV vorgestellt. Bernd Sablotny, Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, nutzte die Mittagspause für einen Vortrag zum künftigen Umgang mit den derzeit noch gesperrten Innenkippen. Im Fokus stand auch der Stand der Vorbereitungen zur geplanten Freigabe des Seenverbundes am 29. Juni 2026. Auf der Befahrung wurde dann noch die Arbeitsweise einer LMBV-Wasserbehandlungsanlage unweit des Großräschener Sees vorgestellt. Ein Blick in den Stadthafen und auf den Großräschener See bildeten den Abschluss der Informationsfahrt 2026.
Die Befahrungen des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg dienen der Vor-Ort-Informierung der Ausschussmitglieder über den aktuellen Stand, Fortschritte und Probleme bei der Sanierung von Braunkohlenfolgelandschaften. Sie werden in der Regel vom Sanierungsunternehmen LMBV oder dem Bergbautreibenden LEAG organisiert und durchgeführt. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen und fließen direkt in die regionale Willensbildung und die gesetzliche Braunkohlen- und Sanierungsplanung des Landes Brandenburg ein. (UST)
Fachexkursion 2026 - Gruppenbild am Nordufer des Sedlitzer Sees
Rückblick: Die Fachexkursion bzw. Sommer-Befahrung des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg finden regelmäßig statt. Im September 2020 führte diese beispielsweise die Mitglieder in die ehemaligen LMBV-Tagebaue Schlabendorf und Seese. Dort standen dabei konkrete geotechnische Sicherungen und Erdarbeiten im Fokus. Ein vordergründiges Thema im Jahr 2024 war die von der LMBV vorangetriebene Teilfreigabe für eine Zwischennutzung des Großräschener Sees ab jenem Pfingstwochenende. Der Ausschuss informierte sich u. a. über den Status der schiffbaren Infrastruktur und die behördlichen Genehmigungen für den dortigen Stadthafen. 2024 ließen sich die Ausschuss-Mitglieder auch die Jahresbilanz der Braunkohlensanierung präsentieren, bei der die LMBV im Lausitzer und Mitteldeutschen Revier ein Gesamt-Finanzierungsvolumen von rund 281 Millionen Euro für die Bergbausanierung umgesetzt hatte.
Fotos: Dr. Uwe Steinhuber | LMBV
Gerd Richter und Martin Wolf im Gespräch mit Mitgliedern des Ausschusses am Sornoer Kanal.Die Ausschussvorsitzende Kerstin Kircheis mit Angiola König und Uwe Sell im Gespräch mit Bernd Sablotny.Interessierte Zuhörer bei den Ausführungen der LMBV.Der Stadthafen Großräschen.