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Kerngebiet des Lausitzer Seenlandes:
Fünf Seen – ein Verbund

Ein Meilenstein für das Lausitzer Seenland

Am 29. Juni 2026 wird im Lau­sit­zer Seen­land ein neu­er Abschnitt Wirk­lich­keit: Senf­ten­ber­ger See, Gei­ers­wal­der See, Part­wit­zer See, Sedlit­zer See und Groß­räsche­ner See wer­den über schiff­ba­re Kanä­le zu einem zusam­men­hän­gen­den Seen­ver­bund ver­bun­den. Damit ent­steht im Her­zen der Lau­sitz ein Was­ser­re­vier mit rund 5.300 Hekt­ar Flä­che – geschaf­fen aus ehe­ma­li­gen Tage­bau­en und ent­wi­ckelt zu einer neu­en Land­schaft für Frei­zeit, Erho­lung und Tou­ris­mus.

Weitere Informationen zum Lausitzer Seenland:

Fünf Seen. Neue Wege auf dem Wasser.

Mit der Öff­nung wei­te­rer Kanä­le wird mög­lich, wor­auf vie­le Was­ser­sport­ler seit Jah­ren war­ten: per Boot, Kanu oder Segel­boot von See zu See fah­ren – ohne Umset­zen. Der Sedlit­zer See wird dabei zum zen­tra­len Ver­bin­dungs­punkt zwi­schen den benach­bar­ten Seen. Die neue Rou­te ver­bin­det wei­te Was­ser­flä­chen, kur­ze Kanal­pas­sa­gen, Häfen, Strän­de und Anle­ge­stel­len zu einem zusam­men­hän­gen­den Erleb­nis­raum.

Sedlitzer See: die neue Drehscheibe

Bereits seit dem 24. April 2026 ist der Groß­teil des Sedlit­zer Sees nutz­bar. Damit steht der letz­te gro­ße See des Seen­ver­bunds der Öffent­lich­keit zur Ver­fü­gung. Mit rund 1.400 Hekt­ar Was­ser­flä­che ist der Sedlit­zer See künf­tig der größ­te Frei­zeit­see im Lau­sit­zer Seen­land und ein zen­tra­ler Bau­stein für den neu­en Ver­bund.

Vom Tagebau zur Wasserlandschaft

Der Fünf-Seen-Ver­bund steht für den Wan­del der Lau­sitz: Aus ehe­ma­li­gen Berg­bau­flä­chen ent­steht eine neue Kul­tur­land­schaft mit Strän­den, Rad­we­gen, Mari­nas, Was­ser­we­gen und tou­ris­ti­scher Infra­struk­tur. Die LMBV hat mit der Sanie­rung der Berg­bau­fol­ge­land­schaft wesent­li­che Grund­la­gen dafür geschaf­fen – gemein­sam mit Bund, Län­dern, Kom­mu­nen und regio­na­len Part­nern.

Kurzinfo

  • Eröff­nung: 29. Juni 2026
  • Seen: Senf­ten­ber­ger See, Gei­ers­wal­der See, Part­wit­zer See, Sedlit­zer See, Groß­räsche­ner See
  • Was­ser­flä­che: rund 5.100 Hekt­ar
  • Beson­der­heit: Fünf Seen sind schiff­bar ver­bun­den über Kanä­le.

Häufige Fragen

Wel­che Berg­bau­fol­ge­seen gehö­ren zum Seen­ver­bund?

Zum Seen­ver­bund zwi­schen Groß­räschen, Lies­ke, Sedlitz, Senf­ten­berg, Gei­ers­wal­de und Klein-Part­witz gehö­ren vier Berg­bau­fol­ge­seen der LMBV — der Groß­räsche­ner See, der Sedlit­zer See, der Gei­ers­wal­der See sowie der Part­wit­zer See — und das Spei­cher­ge­wäs­ser des Lan­des Bran­den­burg, der Senf­ten­ber­ger See.

Die­se fünf Berg­bau­fol­ge­seen sind über den Rosen­dor­fer Kanal (Über­lei­ter 8), den Bar­ba­ra-Kanal (Über­lei­ter 9), den Sorn­oer Kanal (Über­lei­ter 10), den Ilse-Kanal (Über­lei­ter 11) sowie den Kosche­ner Kanal (Über­lei­ter 12) mit ein­an­der schiff­bar ver­bun­den. Da der Senf­ten­ber­ger See rund zwei Meter tie­fer liegt als die übri­gen vier Gewäs­ser, muss zum Pas­sie­ren eine Schleu­se im Kosche­ner Kanal genutzt wer­den.

Die ver­bun­de­ne Was­ser­flä­che beträgt 5.100 Hekt­ar. Auf­grund schiff­fahrts­tech­ni­scher, natur­schutz­fach­li­cher und geo­tech­ni­scher Ein­schrän­kun­gen beträgt die nutz­ba­re Was­ser­flä­che aller fünf Seen zusam­men ca. 4150 Hekt­ar. Der Senf­ten­ber­ger See ist der ältes­tes­te und seit den 1970er Jah­ren bereits als Berg­bau­fol­ge­see tou­ris­tisch genutzt. Er ist 1.100 Hekt­ar groß, die nutz­ba­re Was­ser­flä­che beträgt 650 Hekt­ar. Der Sedlit­zer See ist der jüngst fer­tig­ge­stell­te See und mit 1.450 Hekt­ar am größ­ten, nutz­bar sind bereits 1.200 Hekt­ar. Der 1.100 Hekt­ar gro­ße Part­wit­zer See ist mit  Hekt­ar 1.050 Hekt­ar fast voll­stän­dig nutz­bar. Der Groß­räsche­ner See ist 820 Hekt­ar groß, 670 Hekt­ar Was­ser­flä­che sind nutz­bar. Der Gei­ers­wal­der See ist 650 Hekt­ar groß — hier sind 600 Hekt­ar nutz­bar.

Im Kosche­ner Kanal beträgt die Fahr­was­ser­tie­fe 2,50 m bei einem Was­ser­stand von +98,0 m. Im Sorn­oer, Ilse‑, Bar­ba­ra- und Rosen­dor­fer Kanal 1,20 m bei einem Was­ser­stand von +100,00 m NHN.

Über­lei­ter (ÜL)Län­ge Kanal in m
ÜL 8440
ÜL 91.150
ÜL 101.250
ÜL 111.197
ÜL 121.050

Beim Blick in die Geschich­te kann man mit dem Blick aus 2026 fest­hal­ten: genau 100 Jah­re sind seit der Auf­schluss­bag­ge­rung für den dama­li­gen Tage­bau Ilse-Ost ver­gan­gen, in des­sen Rest­loch sich heu­te der Sedlit­zer See erstreckt. Bis zur heu­ti­gen Nut­zung haben drei Gene­ra­tio­nen von Berg­leu­ten an die­ser kom­ple­xen Wie­der­nutz­bar­ma­chung gear­bei­tet.

Die akti­ve Haupt­flu­tung des Sedlit­zer Sees durch die LMBV dau­er­te rund zwei Jahr­zehn­te und wur­de am 23. Dezem­ber 2005 begon­nen im Jahr 2025 offi­zi­ell abge­schlos­sen. Sein Was­ser­stand liegt gegen­wär­tig bei etwa 100,69 m NHN (Nor­mal­hö­hen­null).

Die Flu­tung des Groß­räsche­ner Sees dau­er­te meh­re­re Jah­re. Offi­zi­el­ler Beginn der Flu­tung durch den Berg­bau­sa­nie­rer LMBV war am 15. März 2007. Am 16. Mai 2019 erreich­te der See erst­ma­lig sei­nen Ziel­was­ser­stand und 2024 plan­mä­ßig sei­nen fina­len End­was­ser­stand von 100,70 Metern NHN.

Das Gewäs­ser des Part­wit­zer Sees ist vom 24. Novem­ber 2004 bis zum 5. Febru­ar 2015 aktiv von der LMBV geflu­tet wor­den. Seit­dem wird er inner­halb einer Lamel­le um den Wert von 100,70 Meter NHN bewirt­schaf­tet.

Der Gei­ers­wal­der See wur­de im Zeit­raum zwi­schen dem 25. März 2004 bis zum 26. Juni 2013 geflu­tet. Er stand damit als einer der ers­ten jün­ge­ren Berg­bau­fol­ge­see im Rah­men einer Zwi­schen­nut­zung bereits teil­wei­se zur tou­ris­ti­schen Nut­zung zur Ver­fü­gung. Auch er wird von der WBLR um den Wert von101 Meter NHN bewirt­schaf­tet. Sein Was­ser­stand liegt der­zeit bei 100,69 m NHN (Stand Mai 2026).

Der Senf­ten­ber­ger See ent­stand durch Flu­tung aus dem Was­ser der Schwar­zen Els­ter von 1969 bis 1973 im Rest­loch des Tage­baus Niemt­sch. Er wird seit mehr über 53 Jah­ren von der Was­ser­wirt­schaft, heu­te LfU, als „Spei­cher Niemt­sch“ aktiv gesteu­ert und par­al­lel tou­ris­tisch genutzt. Sein Was­ser­stand liegt im Mai 2026 bei 99,20 Meter NHN. Er gilt als ers­tes gro­ßes Pio­nier­ob­jekt eines Rest­lo­ches, dass bewusst und aktiv von Mensch­hand her­ge­stellt wur­de.

Bis­her sind für die gesam­te Rest­loch­ket­te seit Anfang der 1990er Jah­re im Rah­men der Berg­bau­sa­nie­rung der LMBV 936 Mio. € auf­ge­wen­det wor­den. Davon waren antei­lig 99,6 Mio. € Län­der­mit­tel zur Erhö­hung des Fol­ge­nut­zungs­stan­darts (nach § 4 VA BKS). Stand: Mai 2026

See (Rest­loch (RL))max. Was­ser­tie­fe (End­stand) in m (Quel­le: Geo­por­tal LMBV)
Groß­räsche­ner See (RL Meu­ro)48,2
Sedlit­zer See (RL Sedlitz)36,0
Part­wit­zer See (RL Ska­do)27,0
Gei­ers­wal­der See (RL Koschen)34,0
Senf­ten­ber­ger See (RL Niemt­sch)24,7
SeeVolu­men
Sedlit­zer See 212,00 Mio. Kubik­me­ter
Groß­räsche­ner See135,00 Mio. Kubik­me­ter
Part­wit­zer See134,00 Mio. Kubik­me­ter
Gei­ers­wal­der See98,00 Mio. Kubik­me­ter
Senf­ten­ber­ger See80,00 Mio. Kubik­me­ter (Anga­be des LfU)

Die­se Fra­ge beant­wor­ten Exper­ten mit “Ja”. Zudem ist die Flu­tung der über­wie­gen­den Mehr­heit der LMBV-Berg­bau­fol­ge­seen bereits weit­ge­hend abge­schlos­sen. Die Was­ser­be­wirt­schaf­tungs­zen­tra­le Lau­sit­zer Revier (WBLR) stellt die aktu­el­le Bewirt­schaf­tung des Seen­ver­bun­des in Abstim­mung mit den Län­dern Bran­den­burg und Sach­sen sicher.

Nach aktu­el­lem Stand ver­fü­gen die meis­ten Berg­bau­fol­ge­see trotz Ver­duns­tungs­ver­lus­ten über einen Was­se­rü­ber­schuss aus dem Grund­was­ser. Auch die übri­gen Seen kön­nen ihre som­mer­li­chen Ver­duns­tungs­ver­lus­te in der Regel selbst in nie­der­schlags­ar­men Win­ter­halb­jah­ren aus­glei­chen. Für die Seen selbst ist damit grund­sätz­lich aus­rei­chend Was­ser vor­han­den.

Die eigent­li­che Her­aus­for­de­rung liegt jedoch weni­ger bei den Seen als bei den Fließ­ge­wäs­sern: Deren Abflüs­se wer­den bereits heu­te in Tro­cken­zei­ten durch Was­ser aus den Seen gestützt, um Min­dest­ab­flüs­se auf­recht­zu­er­hal­ten. Ob hier­für dau­er­haft genü­gend Was­ser ver­füg­bar bleibt, ist daher die ent­schei­den­de Fra­ge. Ohne die Erschlie­ßung zusätz­li­cher Was­ser­res­sour­cen kön­nen die Seen den künf­tig stei­gen­den Bedarf in den Fließ­ge­wäs­sern nur noch teil­wei­se decken. Tro­cken­pe­ri­oden wie in den Jah­ren 2018, 2019 und 2020 hät­ten dann noch stär­ke­re Aus­wir­kun­gen auf die Spree und die Schwar­ze Els­ter.

Am Groß­räsche­ner und Gei­ers­wal­der See sind die gro­ßen Sanie­rungs­ar­bei­ten aus aktu­el­ler Sicht abge­schlos­sen. Die im Groß­räsche­ner See noch vor­han­de­nen Schäch­te der Flu­tungs­lei­tung sol­len per­spek­ti­visch zurück­ge­baut wer­den. Aktu­ell sind die­se durch Ton­nen vor Befah­ren geschützt. Am Gei­ers­wal­der See sind Gewäs­ser­un­ter­hal­tungs­maß­nah­men an der Süd­bö­schung not­wen­dig, die Siche­rung der soge­nann­ten Glas­sand­hal­de (öst­lich von Klein­ko­schen) durch Ver­dich­tungs­maß­nah­men fin­det aktu­ell statt. Bei­de Maß­nah­men sind vor­aus­sicht­lich bis Mit­te 2027 abge­schlos­sen.

Am Part­wit­zer See sind in den nächs­ten Jah­ren noch ver­schie­de­ne Siche­rungs­maß­nah­men an den Böschun­gen not­wen­dig.

Der Sedlit­zer See umfasst zum aktu­el­len Stand die meis­ten lau­fen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten. Vor­ran­gig liegt in der Win­ter­sai­son 2026/2027 das Augen­merk auf der Tot­holz­be­sei­ti­gung und dem Über­hö­hen­ab­trag, damit zur Sai­son 2027 die gesam­te Was­ser­flä­che des Sedlit­zer Sees zum Befah­ren frei­ge­ge­ben wer­den kann. Zum Schutz des Sanie­rungs­stütz­punk­tes Sedlitz wird in den Jah­ren 2027/2028 ein Wel­len­bre­cher errich­tet.

Per­spek­ti­visch wer­den die öst­lich gele­ge­nen Seen (die so genann­te erwei­ter­te Rest­loch­ket­te) durch die LMBV eben­falls saniert mit dem Ziel, die­se an den Frei­staat Sach­sen und damit einer tou­ris­ti­schen Nut­zung zu über­ge­ben. Eine Anbin­dung an den Seen­ver­bund ist vor­ge­se­hen. Auf­grund der Zusam­men­hän­ge mit der Sanie­rung der B97/ S130, der Sanie­rung von Innen­kip­pen­be­rei­chen (heu­ti­ge Sperr­ge­bie­te angren­zend an die Gewäs­ser) und wei­te­rer not­wen­di­ger was­ser­bau­li­cher und geo­tech­ni­scher Maß­nah­men wird eine tou­ris­ti­sche Nut­zung aus gegen­wär­ti­ger Sicht nicht vor frü­hes­tens Mit­te der 2040er Jah­re mög­lich sein.

Die hydro­che­mi­sche Ent­wick­lung der ent­ste­hen­den Berg­bau­fol­ge­seen – den soge­nann­ten “Rest­lö­chern” des Braun­koh­le­berg­baus – wird vor­ran­gig von Stoff­ein­trä­gen aus dem zuströ­men­den Grund­was­ser, aus Sedi­men­ten der Böschun­gen sowie der Beschaf­fen­heit des zur Fremd­flu­tung ein­ge­setz­ten Was­sers beein­flusst. Es kann zur Ver­saue­rung der Seen kom­men, der mit der so genann­ten In-Lake-Neu­tra­li­sa­ti­on begeg­net wird. Hier­bei fährt das Gewäs­ser­be­hand­lungs­schiff der LMBV mäan­drie­rend über die See­kör­per und bringt Kalk­stein­mehl, Kalk­hy­drat oder Brannt­kalk direkt ins Gewäs­ser ein.

In eini­gen Seen, so am Part­wit­zer, Sedlit­zer und auch Gei­ers­wal­der See, kommt es durch den Ein­trag von gelös­tem Eisen in das Was­ser zur Ver­saue­rung, der pH-Wert sinkt auf unter 7,0. Das LMBV-Gewäs­ser­be­hand­lungs­schiff “Kla­ra” bringt Kalk in das Gewäs­ser ein, das Eisen wird gebun­den und fällt aus. Ande­re Seen sind von der Ver­saue­rung auf­grund ihrer geo­gra­fi­schen Lage nicht davon betrof­fen.

Dies ist, wie auch dass Still­lie­gen, Ankern und Segeln in den Kanä­len, nicht erlaubt.

Die LMBV ist Pro­jekt­trä­ger der ost­deut­schen Berg­bau­sa­nie­rung und zustän­dig für die in den 1990er Jah­ren still­ge­leg­ten Braun­koh­len­ta­ge­baue. Sie schafft lang­fris­tig die Vor­aus­set­zun­gen für eine umfas­sen­de Umstruk­tu­rie­rung und Gesun­dung der eins­ti­gen Braun­koh­len­re­gio­nen. Seit 30 Jah­ren saniert die LMBV im Auf­trag von Bund und Län­dern die Hin­ter­las­sen­schaf­ten des DDR-Braun­koh­len­berg­baus in den Revie­ren der Lau­sitz und Mit­tel­deutsch­lands sowie des Kali‑, Spat- und Erz­berg­baus in Sach­sen-Anhalt, Sach­sen und Thü­rin­gen. Die Ver­wah­rung still­ge­leg­ter Berg­wer­ke ist seit Mit­te 2014 eben­falls ein Sanie­rungs­be­reich der LMBV. Im Ergeb­nis die­ser Tätig­keit ent­ste­hen siche­re Land­schaf­ten, die neue Per­spek­ti­ven bie­ten, nicht nur für die Men­schen, die hier leben und arbei­ten, son­dern auch für die dafür in Anspruch genom­me­ne Land­schaft. Die bis­he­ri­ge Braun­koh­le­sa­nie­rung ist eine Erfolgs­ge­schich­te. Nir­gend­wo sonst auf der Welt ist eine indus­tri­el­le Land­schaft in die­sen Dimen­sio­nen von Men­schen­hand umge­stal­tet und für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen nutz­bar gemacht wor­den. Es ist aber auch eine anspruchs­vol­le Auf­ga­be, bei der neue Wege zu beschrei­ten waren und auch künf­tig neue Her­aus­for­de­run­gen ste­hen. Die LMBV ist nicht zustän­dig für die Sanie­rung der akti­ven Tage­baue in der Lau­sitz. Dies obliegt der LEAG.

Die Was­ser­kör­per der vier „jun­gen Seen“ der Seen­ket­te wei­sen alle samt ein pH-neu­tra­les Milieu auf. Aktu­ell bewe­gen sich die pH-Wer­te in fol­gen­den Berei­chen:

  • Gei­ers­wal­der See: 6,8 — 7,3
  • Part­wit­zer See: 6,6 – 7,1
  • Groß­räsche­ner See: 7,8 – 8,1
  • Sedlit­zer See: 7,2 – 7,6.

Die pH-neu­tra­len Zustän­de wur­den durch initia­le und nach­fol­gend bedarfs­ge­rech­te Behand­lun­gen mit dem LMBV-eige­nen Behand­lungs­schiff erreicht. Zur Siche­rung der pH-neu­tra­len Zustän­de wird es im Rah­men der was­ser­wirt­schaft­li­chen Nach­sor­ge auch zukünf­tig bedarfs­ge­rech­te Behand­lun­gen in Abhän­gig­keit der zuge­führ­ten Was­ser­men­gen geben. Bei­spiels­wei­se ist am Part­wit­zer See die nächs­te Nach­sor­ge­be­hand­lung für die 26. KW 2026 vor­ge­se­hen.

Der Senf­ten­ber­ger See zeigt eben­falls sta­bi­le pH-Wer­te um pH 7. Hier sind nicht zuletzt auf­grund der Bewirt­schaf­tung (hoher Was­ser­men­gen­durch­satz) kei­ne Nach­sor­ge­be­hand­lun­gen not­wen­dig.

Geba­det wer­den darf an allen offi­zi­el­len, aus­ge­schil­der­ten Bade­strän­den. Am Senf­ten­ber­ger See sind das die Strän­de in Groß­ko­schen (am Orts­ein­gang und im Fami­li­en­park), in Niemt­sch, in Buch­wal­de und in Senf­ten­berg sowie in den Bade­buch­ten im Bereich der Süd­see. Am Gei­ers­wal­der See befin­det sich der Bade­strand am Süd­ufer im Ort Gei­ers­wal­de. Der Bade­strand des Part­wit­zer Sees liegt öst­lich der Halb­in­sel und gehört zum Ort Klein Part­witz. Am Groß­räsche­ner See darf am Stadt­strand am Nord­ufer geba­det wer­den und am Sedlit­zer See am Bade­strand Lies­ke, eben­falls am Nord­ufer gele­gen.

Infor­ma­tio­nen zu allen Bade­strän­den sowie wei­te­re Strän­de fin­den Sie auf der  Web­site: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/baden/artikel-badeseen.html

Alle fünf Seen und alle Kanä­le des schiff­ba­ren Seen­ver­bunds dür­fen ab ihrer Frei­ga­be mit Motor­boo­ten, Segel­boo­ten und mus­kel­kraft­be­trie­be­nen Boo­ten befah­ren wer­den. Beim Durch­fah­ren der Kanä­le müs­sen Segel­mas­ten umge­legt wer­den.

Berei­che, die nicht befah­ren wer­den dür­fen, sind mit gel­ben Ton­nen gekenn­zeich­net oder in der Über­sichts­kar­te „Schiff­ba­rer Seen­ver­bund mit Kar­te“ mar­kiert.

  • Ton­nen sind genorm­te nau­ti­sche See­zei­chen zur Navi­ga­ti­on auf dem Gewäs­ser.
  • Bojen sind Schwimm­kör­per, die in der Regel als Mar­kie­run­gen (z.B. beim Ankern) oder zur Abgren­zung von Bade­be­rei­chen die­nen.

In den Seen der Rest­loch­ket­te gibt es sowohl Ton­nen als auch Bojen.

Die Ton­nen mar­kie­ren die Ein­fahr­ten in die Über­lei­ter und Häfen. In 2026 defi­nie­ren sie zusätz­lich auf dem Sedlit­zer See die frei­ge­ge­be­ne, schiff­ba­re Was­ser­flä­che (das Fahr­was­ser). Mit Abschluss der Sanie­rungs­ar­bei­ten der LMBV auf dem See wer­den die­se ent­fernt und damit mehr Was­ser­flä­che zur Nut­zung frei­ge­ge­ben. Der Fly­er “Schiff­bar­keit im Lau­sit­zer Seen­land” infor­miert hier­zu genau­er. 

An den Ufer­stel­len gibt es ver­schie­de­ne Schil­der mit unter­schied­li­chen Auf­schrif­ten und Bedeu­tun­gen. Wäh­rend an den Kanal­ein­fahr­ten z.B. die Schil­der zur Rege­lung der Schiff­fahrt (z.B. Höhen- und Brei­ten­be­gren­zun­gen oder Geschwin­dig­kei­ten) und der Durch­fahrts­zei­ten zu fin­den sind, wei­sen an ande­ren Stel­len Schil­der z. B. auf Natur­schutz­ge­bie­te oder Sperr­be­rei­che hin.

Es gel­ten in den fünf Seen die jewei­li­gen Lan­des­schiff­fahrts­ver­ord­nun­gen. Für den Senf­ten­ber­ger, Sedlit­zer und Groß­räsche­ner See gilt die Ver­ord­nung von Bran­den­burg. Durch den Part­wit­zer See und den Gei­ers­wal­der See ver­läuft die Gren­ze zwi­schen dem Land Bran­den­burg und dem Frei­staat Sach­sen. Auf dem bran­den­bur­gi­schen Teil die­ser bei­den Seen gel­ten im Ein­ver­neh­men bei­der Bun­des­län­der die glei­chen Geschwin­dig­kei­ten und Fahr­zei­ten wie in der Säch­si­schen Schiff­fahrts­ver­ord­nung.

Ange­legt wer­den darf an den dafür aus­ge­zeich­ne­ten Ste­gen, Mari­nas und Häfen. Die Ste­ge für Gast­lie­ger fin­den Sie in der Über­sichts­kar­te „Schiff­ba­rer Seen­ver­bund mit Kar­te“: https://www.lausitzerseenland.de/visioncontent/mediendatenbank/faltblatt_schiffbarer_seenverbund_mit_karte_stand_06_2026.pdf.

Gege­be­nen­falls müs­sen Sie sich vor­her beim zustän­di­gen Hafe­meis­ter anmel­den. Pri­va­te Steg­an­la­gen dür­fen nicht ohne Nach­fra­ge genutzt wer­den.  Auf dem Part­wit­zer See gibt es der­zeit kei­ne offi­zi­el­le Mög­lich­keit, mit dem Boot anzu­le­gen.

Die Fahr­rad­stre­cke, die an allen fünf Seen an den äuße­ren Ufern ver­läuft, hat eine Län­ge von ca. 56 Kilo­me­tern. Geeig­net für Start und Ziel ist hier­für z.B. der Ort Senf­ten­berg.

Eine wesent­lich kür­ze­re Rou­te ver­läuft ab dem Nord­ufer des Sedlit­zer Sees ent­lang der innen­lie­gen­den Ufer der Seen und der Land­mar­ke Lau­sit­zer Seen­land. Hier­bei beträgt die Län­ge nur knapp 30 Kilo­me­ter.

Die meis­ten Seen kön­nen über einen offi­zi­el­len See­rund­weg auch ein­zeln umrun­det wer­den. Der Rund­weg um den Groß­räsche­ner See beträgt 17 Kilo­me­ter, der Rund­weg um den Part­wit­zer See 21 Kilo­me­ter, der Weg um den Gei­ers­wal­der See 16 Kilo­me­ter und der um den Senf­ten­ber­ger See 18 Kilo­me­ter. Ein durch­gän­gig asphal­tier­ter Rund­weg um den Sedlit­zer See ist geplant.

Eine ver­bind­li­che Zeit­aus­sa­ge ist schwie­rig, da gro­ße Erfah­rungs­wer­te noch feh­len. Auf direk­tem Weg han­delt es sich um eine Stre­cke von etwa 20 Kilo­me­tern. Mit einem Motor­boot ist bei direk­tem Fahrt­weg ohne Pau­se mit vier Stun­den für die­se Stre­cke zu rech­nen, eher noch mehr. Denn hin­zu kom­men nicht vor­her­seh­ba­re War­te­zei­ten an den Kanä­len, die Zeit der Schleu­sung im Kosche­ner Kanal und mög­li­che star­ke Win­de auf den wei­ten offe­nen Was­ser­flä­chen. Mit mus­kel­kraft­be­trie­be­nen Boo­ten ist von einer erheb­lich län­ge­ren Zeit aus­zu­ge­hen. Auf­grund der Schutz­be­rei­che in den Ufer­zo­nen kön­nen Was­ser­wan­de­rer auch nicht nahe an den Ufern pad­deln oder ihr Kanu zur Rast ans Ufer brin­gen.

Fahrt­zei­ten und Stre­cken soll­ten daher nicht unter­schätzt wer­den und Boots­fah­rer und Boots­mie­ter groß­zü­gig pla­nen.

Für die Fahrt von Senf­ten­berg nach Groß­räschen soll­te mit Motor­boot ein Tag ein­ge­plant wer­den. Mit einem mus­kel­kraft­be­trie­be­nen Boot ist die Stre­cke nicht an einem Tag zu schaf­fen.

Der Senf­ten­ber­ger See ist am wei­tes­ten tou­ris­tisch ent­wi­ckelt, da er bereits seit 1973 zum Baden und Schiff­fah­ren frei­ge­ge­ben ist. Eine Über­sicht der Ange­bo­te am Senf­ten­ber­ger See fin­den Sie hier:

https://www.lausitzerseenland.de/de/die-seen/artikel-senftenberger-see.html

Jeder der fünf Seen hat sei­ne Beson­der­hei­ten.

Der Senf­ten­ber­ger See ist am wei­tes­ten tou­ris­tisch ent­wi­ckelt und gilt als der Fami­li­en­see. Fünf Strän­de, die gro­ße Anla­ge des Fami­li­en­parks und Was­ser­sport­an­ge­bo­te an zwei Stand­or­ten – dem Stadt­ha­fen Senf­ten­berg und dem Hafen­camp – laden zum Urlaub und Aus­flü­gen am Was­ser ein. Auf dem Senf­ten­ber­ger See fährt das Fahr­gast­schiff „San­ta Bar­ba­ra“ und in der Mit­te des Sees befin­det sich eine geschüt­te­te Insel, die voll­stän­dig unter Natur­schutz steht.

Der Gei­ers­wal­der See ist über den Kosche­ner Kanal mit dem Senf­ten­ber­ger See ver­bun­den – dabei muss sogar eine Schleu­sen­pas­sa­ge über­wun­den wer­den. Am Gei­ers­wal­der See befin­det sich das mar­kan­te Leucht­turm-Hotel und ein Was­ser­wan­der­rast­platz mit Slip­an­la­ge. Zwei wei­te­re Kanä­le ver­bin­den den Gei­ers­wal­der See mit sei­nen Nach­barn. Der Sorn­oer Kanal führt vor­bei am Aus­sichts­turm Land­mar­ke Lau­sit­zer Seen­land, bes­ser bekannt als „Ros­ti­ger Nagel“, in den Sedlit­zer See und der Bar­ba­ra-Kanal führt in den Part­wit­zer See.

Der Part­wit­zer See wird durch eine 2,5 Kilo­me­ter lan­ge Halb­in­sel in zwei Becken geteilt. Die Halb­in­sel steht unter Natur­schutz und darf nicht betre­ten wer­den. Der lan­ge Sand­strand mit flach abfal­len­dem Ufer ist beliebt bei Fami­li­en. Eine öffent­li­che Anle­ge­stel­le ist in Pla­nung.

Über den Rosen­dor­fer Kanal ist der Part­wit­zer See mit dem Sedlit­zer See ver­bun­den. Ein noch nicht frei­ge­ge­be­ner Kanal zum Neu­wie­ser See befin­det sich außer­dem im Süden des Sees. Um den Part­wit­zer See führt ein 21 Kilo­me­ter lan­ger asphal­tier­ter Rad­weg zum Fahr­rad­fah­ren und Ska­ten.

Der Sedlit­zer See ist der Dreh- und Angel­punkt für den Ver­bund der fünf Seen. Über den Ilse Kanal ist der Sedlit­zer See mit dem Groß­räsche­ner See ver­bun­den, dafür muss eine Tun­nel­röh­re durch­fah­ren wer­den. Der Rosen­dor­fer Kanal ver­bin­det den Sedlit­zer mit dem Part­wit­zer See und der Sorn­oer Kanal ver­bin­det den Sedlit­zer mit dem Gei­ers­wal­der See, dabei fährt man am Aus­sichts­turm „Ros­ti­ger Nagel“ vor­bei. Mit einer Flä­che von 14 km² ist er der größ­te See des Lau­sit­zer Seen­lands. Es gibt einen Hafen in der Sedlit­zer Bucht und in Lies­ke ist ein Was­ser­wan­der­rast­platz geplant. Für alle Boo­te kann 2026 nur die Ein­lass­stel­le am Nord­ufer in Bahn­s­dorf genutzt wer­den. Für den Sedlit­zer See gibt es eine Son­der­ge­neh­mi­gung als Lan­de­platz für Was­ser­flug­zeu­ge.

Der Groß­räsche­ner See ist der west­lichs­te See des neu­en Seen­ver­bunds. Bekannt ist er für sei­ne See­brü­cke, die IBA-Ter­ras­sen, den Wein­berg am See, den Aus­sichts­punkt „Vic­to­ria­hö­he“ und das groß­zü­gi­ge Hafen­be­cken. Das Fahr­gast­schiff „Wil­de Ilse“ fährt auf dem Groß­räsche­ner See und ab Frei­ga­be des Ilse Kanals auch durch die­sen und auf dem Sedlit­zer See. Am Nord­ufer befin­det sich der gro­ße Stadt­strand. Ein 17 Kilo­me­ter lan­ger asphal­tier­ter Rund­weg führt um den See und auf die Rep­pis­ter Höhe hin­auf, von wo aus man einen Rund­um­blick auf die Land­schaft genie­ßen kann.

Alle See­pro­fi­le der fünf Seen und der ande­ren Seen im Lau­sit­zer Seen­land fin­den Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/die-seen.html

Nein, Angeln ist nur am Senf­ten­ber­ger See und am Gei­ers­wal­der See gestat­tet.

Der Senf­ten­ber­ger See wird von der Teich­wirt­schaft Eulo bewirt­schaf­tet. Er ist kein DAV- Gewäs­ser und ver­fügt daher nicht über eine Gewäs­ser­num­mer. An aus­ge­wie­se­nen Stel­len ist das Angeln im Senf­ten­ber­ger See ganz­jäh­rig mög­lich, dazu gehö­ren die Angel­stel­len Süd­see, Niemt­sch, Senf­ten­berg und Buch­wal­de. An den Strand­be­rei­chen ist das Angeln nur in der Zeit vom 01.10. bis 15.04. mög­lich. Ganz­jäh­rig unter­sagt ist das Angeln an aus­ge­wie­se­nen Sperr­be­rei­chen und im Bereich von Hafen- und Steg­an­la­gen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/angeln/artikel-senftenberger-see.html

Der Gei­ers­wal­der See ist ein all­ge­mei­nes Angel­ge­wäs­ser mit der Num­mer D07-170. Angeln ist ganz­jäh­rig sowohl vom Ufer als auch vom Boot aus­ge­stat­tet, aber in der Zeit vom 01.04. – 31.10. nicht an den Bade­stel­len und den Was­ser­ski­flä­chen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/angeln/artikel-geierswalder-see-angelgewaesser-d07-170.html

Für die Ver­mark­tung des Lau­sit­zer Seen­lands als Rei­se­ziel ist der Tou­ris­mus­ver­band Lau­sit­zer Seen­land e. V. zustän­dig. Mehr unter: www.lausitzerseenland.de

Sedlitzer See

Abraumfoerderbruecke Ilse Ost 1931 sw Sedlitzer See LMBV Befliegung Mitte 6589

Partwitzer See

TBSkado1976 6 Parwitzer See LMBV Befliegung Mitte 5922

Senftenberger See

Tgb Niemtsch AFB F25 Nr7 02 Senftenberger See LMBV Befliegung Mitte 6052

Geierswalder See

Tgb Koschen 11081963 Geierswalder See LMBV Befliegung Mitte 5965

Großräschener See

lmbv 709 sw Grossraeschener See LMBV Befliegung Mitte 5883

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