Kerngebiet des Lausitzer Seenlandes:
Fünf Seen – ein Verbund
Ein Meilenstein für das Lausitzer Seenland
Am 29. Juni 2026 wird im Lausitzer Seenland ein neuer Abschnitt Wirklichkeit: Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See werden über schiffbare Kanäle zu einem zusammenhängenden Seenverbund verbunden. Damit entsteht im Herzen der Lausitz ein Wasserrevier mit rund 5.300 Hektar Fläche – geschaffen aus ehemaligen Tagebauen und entwickelt zu einer neuen Landschaft für Freizeit, Erholung und Tourismus.
Weitere Informationen zum Lausitzer Seenland:
Fünf Seen. Neue Wege auf dem Wasser.
Mit der Öffnung weiterer Kanäle wird möglich, worauf viele Wassersportler seit Jahren warten: per Boot, Kanu oder Segelboot von See zu See fahren – ohne Umsetzen. Der Sedlitzer See wird dabei zum zentralen Verbindungspunkt zwischen den benachbarten Seen. Die neue Route verbindet weite Wasserflächen, kurze Kanalpassagen, Häfen, Strände und Anlegestellen zu einem zusammenhängenden Erlebnisraum.
Sedlitzer See: die neue Drehscheibe
Bereits seit dem 24. April 2026 ist der Großteil des Sedlitzer Sees nutzbar. Damit steht der letzte große See des Seenverbunds der Öffentlichkeit zur Verfügung. Mit rund 1.400 Hektar Wasserfläche ist der Sedlitzer See künftig der größte Freizeitsee im Lausitzer Seenland und ein zentraler Baustein für den neuen Verbund.
Vom Tagebau zur Wasserlandschaft
Der Fünf-Seen-Verbund steht für den Wandel der Lausitz: Aus ehemaligen Bergbauflächen entsteht eine neue Kulturlandschaft mit Stränden, Radwegen, Marinas, Wasserwegen und touristischer Infrastruktur. Die LMBV hat mit der Sanierung der Bergbaufolgelandschaft wesentliche Grundlagen dafür geschaffen – gemeinsam mit Bund, Ländern, Kommunen und regionalen Partnern.
Kurzinfo
- Eröffnung: 29. Juni 2026
- Seen: Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See, Großräschener See
- Wasserfläche: rund 5.100 Hektar
- Besonderheit: Fünf Seen sind schiffbar verbunden über Kanäle.
Häufige Fragen
Welche Bergbaufolgeseen gehören zum Seenverbund?
Zum Seenverbund zwischen Großräschen, Lieske, Sedlitz, Senftenberg, Geierswalde und Klein-Partwitz gehören vier Bergbaufolgeseen der LMBV — der Großräschener See, der Sedlitzer See, der Geierswalder See sowie der Partwitzer See — und das Speichergewässer des Landes Brandenburg, der Senftenberger See.
Wie sind diese Seen verbunden?
Diese fünf Bergbaufolgeseen sind über den Rosendorfer Kanal (Überleiter 8), den Barbara-Kanal (Überleiter 9), den Sornoer Kanal (Überleiter 10), den Ilse-Kanal (Überleiter 11) sowie den Koschener Kanal (Überleiter 12) mit einander schiffbar verbunden. Da der Senftenberger See rund zwei Meter tiefer liegt als die übrigen vier Gewässer, muss zum Passieren eine Schleuse im Koschener Kanal genutzt werden.
Wie groß ist die nun verbundene Wasserfläche?
Die verbundene Wasserfläche beträgt 5.100 Hektar. Aufgrund schifffahrtstechnischer, naturschutzfachlicher und geotechnischer Einschränkungen beträgt die nutzbare Wasserfläche aller fünf Seen zusammen ca. 4150 Hektar. Der Senftenberger See ist der ältesteste und seit den 1970er Jahren bereits als Bergbaufolgesee touristisch genutzt. Er ist 1.100 Hektar groß, die nutzbare Wasserfläche beträgt 650 Hektar. Der Sedlitzer See ist der jüngst fertiggestellte See und mit 1.450 Hektar am größten, nutzbar sind bereits 1.200 Hektar. Der 1.100 Hektar große Partwitzer See ist mit Hektar 1.050 Hektar fast vollständig nutzbar. Der Großräschener See ist 820 Hektar groß, 670 Hektar Wasserfläche sind nutzbar. Der Geierswalder See ist 650 Hektar groß — hier sind 600 Hektar nutzbar.
Wie tief sind die Kanäle?
Im Koschener Kanal beträgt die Fahrwassertiefe 2,50 m bei einem Wasserstand von +98,0 m. Im Sornoer, Ilse‑, Barbara- und Rosendorfer Kanal 1,20 m bei einem Wasserstand von +100,00 m NHN.
Wie lang sind die Überleiter?
| Überleiter (ÜL) | Länge Kanal in m |
|---|---|
| ÜL 8 | 440 |
| ÜL 9 | 1.150 |
| ÜL 10 | 1.250 |
| ÜL 11 | 1.197 |
| ÜL 12 | 1.050 |
Wie lange hat das Herstellen des Seen-Verbundes gedauert?
Beim Blick in die Geschichte kann man mit dem Blick aus 2026 festhalten: genau 100 Jahre sind seit der Aufschlussbaggerung für den damaligen Tagebau Ilse-Ost vergangen, in dessen Restloch sich heute der Sedlitzer See erstreckt. Bis zur heutigen Nutzung haben drei Generationen von Bergleuten an dieser komplexen Wiedernutzbarmachung gearbeitet.
Die aktive Hauptflutung des Sedlitzer Sees durch die LMBV dauerte rund zwei Jahrzehnte und wurde am 23. Dezember 2005 begonnen im Jahr 2025 offiziell abgeschlossen. Sein Wasserstand liegt gegenwärtig bei etwa 100,69 m NHN (Normalhöhennull).
Die Flutung des Großräschener Sees dauerte mehrere Jahre. Offizieller Beginn der Flutung durch den Bergbausanierer LMBV war am 15. März 2007. Am 16. Mai 2019 erreichte der See erstmalig seinen Zielwasserstand und 2024 planmäßig seinen finalen Endwasserstand von 100,70 Metern NHN.
Das Gewässer des Partwitzer Sees ist vom 24. November 2004 bis zum 5. Februar 2015 aktiv von der LMBV geflutet worden. Seitdem wird er innerhalb einer Lamelle um den Wert von 100,70 Meter NHN bewirtschaftet.
Der Geierswalder See wurde im Zeitraum zwischen dem 25. März 2004 bis zum 26. Juni 2013 geflutet. Er stand damit als einer der ersten jüngeren Bergbaufolgesee im Rahmen einer Zwischennutzung bereits teilweise zur touristischen Nutzung zur Verfügung. Auch er wird von der WBLR um den Wert von101 Meter NHN bewirtschaftet. Sein Wasserstand liegt derzeit bei 100,69 m NHN (Stand Mai 2026).
Der Senftenberger See entstand durch Flutung aus dem Wasser der Schwarzen Elster von 1969 bis 1973 im Restloch des Tagebaus Niemtsch. Er wird seit mehr über 53 Jahren von der Wasserwirtschaft, heute LfU, als „Speicher Niemtsch“ aktiv gesteuert und parallel touristisch genutzt. Sein Wasserstand liegt im Mai 2026 bei 99,20 Meter NHN. Er gilt als erstes großes Pionierobjekt eines Restloches, dass bewusst und aktiv von Menschhand hergestellt wurde.
Welche Kosten sind bisher für das Sichern der Ufer und das Fluten der Restlochkette entstanden?
Bisher sind für die gesamte Restlochkette seit Anfang der 1990er Jahre im Rahmen der Bergbausanierung der LMBV 936 Mio. € aufgewendet worden. Davon waren anteilig 99,6 Mio. € Ländermittel zur Erhöhung des Folgenutzungsstandarts (nach § 4 VA BKS). Stand: Mai 2026
Wie tief sind die einzelnen Seen?
| See (Restloch (RL)) | max. Wassertiefe (Endstand) in m (Quelle: Geoportal LMBV) |
|---|---|
| Großräschener See (RL Meuro) | 48,2 |
| Sedlitzer See (RL Sedlitz) | 36,0 |
| Partwitzer See (RL Skado) | 27,0 |
| Geierswalder See (RL Koschen) | 34,0 |
| Senftenberger See (RL Niemtsch) | 24,7 |
Welche Volumina haben die Seen im Verbund?
| See | Volumen |
|---|---|
| Sedlitzer See | 212,00 Mio. Kubikmeter |
| Großräschener See | 135,00 Mio. Kubikmeter |
| Partwitzer See | 134,00 Mio. Kubikmeter |
| Geierswalder See | 98,00 Mio. Kubikmeter |
| Senftenberger See | 80,00 Mio. Kubikmeter (Angabe des LfU) |
Gibt es dauerhaft ausreichend Wasser für diese Bergbaufolgeseen in der Lausitz?
Diese Frage beantworten Experten mit “Ja”. Zudem ist die Flutung der überwiegenden Mehrheit der LMBV-Bergbaufolgeseen bereits weitgehend abgeschlossen. Die Wasserbewirtschaftungszentrale Lausitzer Revier (WBLR) stellt die aktuelle Bewirtschaftung des Seenverbundes in Abstimmung mit den Ländern Brandenburg und Sachsen sicher.
Nach aktuellem Stand verfügen die meisten Bergbaufolgesee trotz Verdunstungsverlusten über einen Wasserüberschuss aus dem Grundwasser. Auch die übrigen Seen können ihre sommerlichen Verdunstungsverluste in der Regel selbst in niederschlagsarmen Winterhalbjahren ausgleichen. Für die Seen selbst ist damit grundsätzlich ausreichend Wasser vorhanden.
Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch weniger bei den Seen als bei den Fließgewässern: Deren Abflüsse werden bereits heute in Trockenzeiten durch Wasser aus den Seen gestützt, um Mindestabflüsse aufrechtzuerhalten. Ob hierfür dauerhaft genügend Wasser verfügbar bleibt, ist daher die entscheidende Frage. Ohne die Erschließung zusätzlicher Wasserressourcen können die Seen den künftig steigenden Bedarf in den Fließgewässern nur noch teilweise decken. Trockenperioden wie in den Jahren 2018, 2019 und 2020 hätten dann noch stärkere Auswirkungen auf die Spree und die Schwarze Elster.
Was ist noch geplant an den Seen?
Am Großräschener und Geierswalder See sind die großen Sanierungsarbeiten aus aktueller Sicht abgeschlossen. Die im Großräschener See noch vorhandenen Schächte der Flutungsleitung sollen perspektivisch zurückgebaut werden. Aktuell sind diese durch Tonnen vor Befahren geschützt. Am Geierswalder See sind Gewässerunterhaltungsmaßnahmen an der Südböschung notwendig, die Sicherung der sogenannten Glassandhalde (östlich von Kleinkoschen) durch Verdichtungsmaßnahmen findet aktuell statt. Beide Maßnahmen sind voraussichtlich bis Mitte 2027 abgeschlossen.
Am Partwitzer See sind in den nächsten Jahren noch verschiedene Sicherungsmaßnahmen an den Böschungen notwendig.
Der Sedlitzer See umfasst zum aktuellen Stand die meisten laufenden Sanierungsarbeiten. Vorrangig liegt in der Wintersaison 2026/2027 das Augenmerk auf der Totholzbeseitigung und dem Überhöhenabtrag, damit zur Saison 2027 die gesamte Wasserfläche des Sedlitzer Sees zum Befahren freigegeben werden kann. Zum Schutz des Sanierungsstützpunktes Sedlitz wird in den Jahren 2027/2028 ein Wellenbrecher errichtet.
Wie viele Seen werden folgen und werden noch angebunden?
Perspektivisch werden die östlich gelegenen Seen (die so genannte erweiterte Restlochkette) durch die LMBV ebenfalls saniert mit dem Ziel, diese an den Freistaat Sachsen und damit einer touristischen Nutzung zu übergeben. Eine Anbindung an den Seenverbund ist vorgesehen. Aufgrund der Zusammenhänge mit der Sanierung der B97/ S130, der Sanierung von Innenkippenbereichen (heutige Sperrgebiete angrenzend an die Gewässer) und weiterer notwendiger wasserbaulicher und geotechnischer Maßnahmen wird eine touristische Nutzung aus gegenwärtiger Sicht nicht vor frühestens Mitte der 2040er Jahre möglich sein.
Warum fährt das Gewässerbehandlungsschiff „Klara“ auf den Seen?
Die hydrochemische Entwicklung der entstehenden Bergbaufolgeseen – den sogenannten “Restlöchern” des Braunkohlebergbaus – wird vorrangig von Stoffeinträgen aus dem zuströmenden Grundwasser, aus Sedimenten der Böschungen sowie der Beschaffenheit des zur Fremdflutung eingesetzten Wassers beeinflusst. Es kann zur Versauerung der Seen kommen, der mit der so genannten In-Lake-Neutralisation begegnet wird. Hierbei fährt das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV mäandrierend über die Seekörper und bringt Kalksteinmehl, Kalkhydrat oder Branntkalk direkt ins Gewässer ein.
Wo ist „Klara“ im Einsatz und warum nicht überall?
In einigen Seen, so am Partwitzer, Sedlitzer und auch Geierswalder See, kommt es durch den Eintrag von gelöstem Eisen in das Wasser zur Versauerung, der pH-Wert sinkt auf unter 7,0. Das LMBV-Gewässerbehandlungsschiff “Klara” bringt Kalk in das Gewässer ein, das Eisen wird gebunden und fällt aus. Andere Seen sind von der Versauerung aufgrund ihrer geografischen Lage nicht davon betroffen.
Darf ich die Kanäle durchschwimmen?
Dies ist, wie auch dass Stillliegen, Ankern und Segeln in den Kanälen, nicht erlaubt.
Wer ist für die Sanierung der Tagebaue zuständig?
Die LMBV ist Projektträger der ostdeutschen Bergbausanierung und zuständig für die in den 1990er Jahren stillgelegten Braunkohlentagebaue. Sie schafft langfristig die Voraussetzungen für eine umfassende Umstrukturierung und Gesundung der einstigen Braunkohlenregionen. Seit 30 Jahren saniert die LMBV im Auftrag von Bund und Ländern die Hinterlassenschaften des DDR-Braunkohlenbergbaus in den Revieren der Lausitz und Mitteldeutschlands sowie des Kali‑, Spat- und Erzbergbaus in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Die Verwahrung stillgelegter Bergwerke ist seit Mitte 2014 ebenfalls ein Sanierungsbereich der LMBV. Im Ergebnis dieser Tätigkeit entstehen sichere Landschaften, die neue Perspektiven bieten, nicht nur für die Menschen, die hier leben und arbeiten, sondern auch für die dafür in Anspruch genommene Landschaft. Die bisherige Braunkohlesanierung ist eine Erfolgsgeschichte. Nirgendwo sonst auf der Welt ist eine industrielle Landschaft in diesen Dimensionen von Menschenhand umgestaltet und für künftige Generationen nutzbar gemacht worden. Es ist aber auch eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der neue Wege zu beschreiten waren und auch künftig neue Herausforderungen stehen. Die LMBV ist nicht zuständig für die Sanierung der aktiven Tagebaue in der Lausitz. Dies obliegt der LEAG.
Wie ist der pH-Wert der Seen?
Die Wasserkörper der vier „jungen Seen“ der Seenkette weisen alle samt ein pH-neutrales Milieu auf. Aktuell bewegen sich die pH-Werte in folgenden Bereichen:
- Geierswalder See: 6,8 — 7,3
- Partwitzer See: 6,6 – 7,1
- Großräschener See: 7,8 – 8,1
- Sedlitzer See: 7,2 – 7,6.
Die pH-neutralen Zustände wurden durch initiale und nachfolgend bedarfsgerechte Behandlungen mit dem LMBV-eigenen Behandlungsschiff erreicht. Zur Sicherung der pH-neutralen Zustände wird es im Rahmen der wasserwirtschaftlichen Nachsorge auch zukünftig bedarfsgerechte Behandlungen in Abhängigkeit der zugeführten Wassermengen geben. Beispielsweise ist am Partwitzer See die nächste Nachsorgebehandlung für die 26. KW 2026 vorgesehen.
Der Senftenberger See zeigt ebenfalls stabile pH-Werte um pH 7. Hier sind nicht zuletzt aufgrund der Bewirtschaftung (hoher Wassermengendurchsatz) keine Nachsorgebehandlungen notwendig.
Wo kann gebadet werden?
Gebadet werden darf an allen offiziellen, ausgeschilderten Badestränden. Am Senftenberger See sind das die Strände in Großkoschen (am Ortseingang und im Familienpark), in Niemtsch, in Buchwalde und in Senftenberg sowie in den Badebuchten im Bereich der Südsee. Am Geierswalder See befindet sich der Badestrand am Südufer im Ort Geierswalde. Der Badestrand des Partwitzer Sees liegt östlich der Halbinsel und gehört zum Ort Klein Partwitz. Am Großräschener See darf am Stadtstrand am Nordufer gebadet werden und am Sedlitzer See am Badestrand Lieske, ebenfalls am Nordufer gelegen.
Informationen zu allen Badestränden sowie weitere Strände finden Sie auf der Website: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/baden/artikel-badeseen.html
Wie sind die Seen schiffbar?
Alle fünf Seen und alle Kanäle des schiffbaren Seenverbunds dürfen ab ihrer Freigabe mit Motorbooten, Segelbooten und muskelkraftbetriebenen Booten befahren werden. Beim Durchfahren der Kanäle müssen Segelmasten umgelegt werden.
Bereiche, die nicht befahren werden dürfen, sind mit gelben Tonnen gekennzeichnet oder in der Übersichtskarte „Schiffbarer Seenverbund mit Karte“ markiert.
Warum liegen gelbe Tonnen in den Seen?
- Tonnen sind genormte nautische Seezeichen zur Navigation auf dem Gewässer.
- Bojen sind Schwimmkörper, die in der Regel als Markierungen (z.B. beim Ankern) oder zur Abgrenzung von Badebereichen dienen.
In den Seen der Restlochkette gibt es sowohl Tonnen als auch Bojen.
Die Tonnen markieren die Einfahrten in die Überleiter und Häfen. In 2026 definieren sie zusätzlich auf dem Sedlitzer See die freigegebene, schiffbare Wasserfläche (das Fahrwasser). Mit Abschluss der Sanierungsarbeiten der LMBV auf dem See werden diese entfernt und damit mehr Wasserfläche zur Nutzung freigegeben. Der Flyer “Schiffbarkeit im Lausitzer Seenland” informiert hierzu genauer.
Wieso gibt es Schilder an manchen Uferstellen?
An den Uferstellen gibt es verschiedene Schilder mit unterschiedlichen Aufschriften und Bedeutungen. Während an den Kanaleinfahrten z.B. die Schilder zur Regelung der Schifffahrt (z.B. Höhen- und Breitenbegrenzungen oder Geschwindigkeiten) und der Durchfahrtszeiten zu finden sind, weisen an anderen Stellen Schilder z. B. auf Naturschutzgebiete oder Sperrbereiche hin.
Warum gibt es einen Unterschied in der Fahrweise zwischen Brandenburg und Sachsen?
Es gelten in den fünf Seen die jeweiligen Landesschifffahrtsverordnungen. Für den Senftenberger, Sedlitzer und Großräschener See gilt die Verordnung von Brandenburg. Durch den Partwitzer See und den Geierswalder See verläuft die Grenze zwischen dem Land Brandenburg und dem Freistaat Sachsen. Auf dem brandenburgischen Teil dieser beiden Seen gelten im Einvernehmen beider Bundesländer die gleichen Geschwindigkeiten und Fahrzeiten wie in der Sächsischen Schifffahrtsverordnung.
Darf ich mit meinem Boot überall anlegen?
Angelegt werden darf an den dafür ausgezeichneten Stegen, Marinas und Häfen. Die Stege für Gastlieger finden Sie in der Übersichtskarte „Schiffbarer Seenverbund mit Karte“: https://www.lausitzerseenland.de/visioncontent/mediendatenbank/faltblatt_schiffbarer_seenverbund_mit_karte_stand_06_2026.pdf.
Gegebenenfalls müssen Sie sich vorher beim zuständigen Hafemeister anmelden. Private Steganlagen dürfen nicht ohne Nachfrage genutzt werden. Auf dem Partwitzer See gibt es derzeit keine offizielle Möglichkeit, mit dem Boot anzulegen.
Wie groß ist die Fahrradstrecke, die man an den fünf Seen zurücklegen kann?
Die Fahrradstrecke, die an allen fünf Seen an den äußeren Ufern verläuft, hat eine Länge von ca. 56 Kilometern. Geeignet für Start und Ziel ist hierfür z.B. der Ort Senftenberg.
Eine wesentlich kürzere Route verläuft ab dem Nordufer des Sedlitzer Sees entlang der innenliegenden Ufer der Seen und der Landmarke Lausitzer Seenland. Hierbei beträgt die Länge nur knapp 30 Kilometer.
Die meisten Seen können über einen offiziellen Seerundweg auch einzeln umrundet werden. Der Rundweg um den Großräschener See beträgt 17 Kilometer, der Rundweg um den Partwitzer See 21 Kilometer, der Weg um den Geierswalder See 16 Kilometer und der um den Senftenberger See 18 Kilometer. Ein durchgängig asphaltierter Rundweg um den Sedlitzer See ist geplant.
Wie lange dauert eine Fahrt mit dem Boot von Senftenberg nach Großräschen?
Eine verbindliche Zeitaussage ist schwierig, da große Erfahrungswerte noch fehlen. Auf direktem Weg handelt es sich um eine Strecke von etwa 20 Kilometern. Mit einem Motorboot ist bei direktem Fahrtweg ohne Pause mit vier Stunden für diese Strecke zu rechnen, eher noch mehr. Denn hinzu kommen nicht vorhersehbare Wartezeiten an den Kanälen, die Zeit der Schleusung im Koschener Kanal und mögliche starke Winde auf den weiten offenen Wasserflächen. Mit muskelkraftbetriebenen Booten ist von einer erheblich längeren Zeit auszugehen. Aufgrund der Schutzbereiche in den Uferzonen können Wasserwanderer auch nicht nahe an den Ufern paddeln oder ihr Kanu zur Rast ans Ufer bringen.
Fahrtzeiten und Strecken sollten daher nicht unterschätzt werden und Bootsfahrer und Bootsmieter großzügig planen.
Für die Fahrt von Senftenberg nach Großräschen sollte mit Motorboot ein Tag eingeplant werden. Mit einem muskelkraftbetriebenen Boot ist die Strecke nicht an einem Tag zu schaffen.
Welcher See ist am weitesten touristisch entwickelt?
Der Senftenberger See ist am weitesten touristisch entwickelt, da er bereits seit 1973 zum Baden und Schifffahren freigegeben ist. Eine Übersicht der Angebote am Senftenberger See finden Sie hier:
https://www.lausitzerseenland.de/de/die-seen/artikel-senftenberger-see.html
Was sind die Besonderheiten der einzelnen Seen?
Jeder der fünf Seen hat seine Besonderheiten.
Der Senftenberger See ist am weitesten touristisch entwickelt und gilt als der Familiensee. Fünf Strände, die große Anlage des Familienparks und Wassersportangebote an zwei Standorten – dem Stadthafen Senftenberg und dem Hafencamp – laden zum Urlaub und Ausflügen am Wasser ein. Auf dem Senftenberger See fährt das Fahrgastschiff „Santa Barbara“ und in der Mitte des Sees befindet sich eine geschüttete Insel, die vollständig unter Naturschutz steht.
Der Geierswalder See ist über den Koschener Kanal mit dem Senftenberger See verbunden – dabei muss sogar eine Schleusenpassage überwunden werden. Am Geierswalder See befindet sich das markante Leuchtturm-Hotel und ein Wasserwanderrastplatz mit Slipanlage. Zwei weitere Kanäle verbinden den Geierswalder See mit seinen Nachbarn. Der Sornoer Kanal führt vorbei am Aussichtsturm Landmarke Lausitzer Seenland, besser bekannt als „Rostiger Nagel“, in den Sedlitzer See und der Barbara-Kanal führt in den Partwitzer See.
Der Partwitzer See wird durch eine 2,5 Kilometer lange Halbinsel in zwei Becken geteilt. Die Halbinsel steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. Der lange Sandstrand mit flach abfallendem Ufer ist beliebt bei Familien. Eine öffentliche Anlegestelle ist in Planung.
Über den Rosendorfer Kanal ist der Partwitzer See mit dem Sedlitzer See verbunden. Ein noch nicht freigegebener Kanal zum Neuwieser See befindet sich außerdem im Süden des Sees. Um den Partwitzer See führt ein 21 Kilometer langer asphaltierter Radweg zum Fahrradfahren und Skaten.
Der Sedlitzer See ist der Dreh- und Angelpunkt für den Verbund der fünf Seen. Über den Ilse Kanal ist der Sedlitzer See mit dem Großräschener See verbunden, dafür muss eine Tunnelröhre durchfahren werden. Der Rosendorfer Kanal verbindet den Sedlitzer mit dem Partwitzer See und der Sornoer Kanal verbindet den Sedlitzer mit dem Geierswalder See, dabei fährt man am Aussichtsturm „Rostiger Nagel“ vorbei. Mit einer Fläche von 14 km² ist er der größte See des Lausitzer Seenlands. Es gibt einen Hafen in der Sedlitzer Bucht und in Lieske ist ein Wasserwanderrastplatz geplant. Für alle Boote kann 2026 nur die Einlassstelle am Nordufer in Bahnsdorf genutzt werden. Für den Sedlitzer See gibt es eine Sondergenehmigung als Landeplatz für Wasserflugzeuge.
Der Großräschener See ist der westlichste See des neuen Seenverbunds. Bekannt ist er für seine Seebrücke, die IBA-Terrassen, den Weinberg am See, den Aussichtspunkt „Victoriahöhe“ und das großzügige Hafenbecken. Das Fahrgastschiff „Wilde Ilse“ fährt auf dem Großräschener See und ab Freigabe des Ilse Kanals auch durch diesen und auf dem Sedlitzer See. Am Nordufer befindet sich der große Stadtstrand. Ein 17 Kilometer langer asphaltierter Rundweg führt um den See und auf die Reppister Höhe hinauf, von wo aus man einen Rundumblick auf die Landschaft genießen kann.
Alle Seeprofile der fünf Seen und der anderen Seen im Lausitzer Seenland finden Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/die-seen.html
Darf man in allen Seen angeln?
Nein, Angeln ist nur am Senftenberger See und am Geierswalder See gestattet.
Der Senftenberger See wird von der Teichwirtschaft Eulo bewirtschaftet. Er ist kein DAV- Gewässer und verfügt daher nicht über eine Gewässernummer. An ausgewiesenen Stellen ist das Angeln im Senftenberger See ganzjährig möglich, dazu gehören die Angelstellen Südsee, Niemtsch, Senftenberg und Buchwalde. An den Strandbereichen ist das Angeln nur in der Zeit vom 01.10. bis 15.04. möglich. Ganzjährig untersagt ist das Angeln an ausgewiesenen Sperrbereichen und im Bereich von Hafen- und Steganlagen.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/angeln/artikel-senftenberger-see.html
Der Geierswalder See ist ein allgemeines Angelgewässer mit der Nummer D07-170. Angeln ist ganzjährig sowohl vom Ufer als auch vom Boot ausgestattet, aber in der Zeit vom 01.04. – 31.10. nicht an den Badestellen und den Wasserskiflächen.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.lausitzerseenland.de/de/erleben/wasser/angeln/artikel-geierswalder-see-angelgewaesser-d07-170.html
Wer ist für die Vermarktung des Seenlandes zuständig?
Für die Vermarktung des Lausitzer Seenlands als Reiseziel ist der Tourismusverband Lausitzer Seenland e. V. zuständig. Mehr unter: www.lausitzerseenland.de
Sedlitzer See
Partwitzer See
Senftenberger See
Geierswalder See
Großräschener See






