Senftenberg/Berzdorf. Aufgrund des langen und strengen Winters sowie unvorhersehbaren Baugrundverhältnissen und somit notwendiger zusätzlicher Leistungen verzögern sich die Bauarbeiten der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) an der „Blauen Lagune“ am Berzdorfer See.
Es gilt derzeit, die Wasserableitungen in den See standsicher herzustellen. Dafür werden Spundwände seitlich der Leitungen eingebracht und der instabile Baugrund durch standsicheres Material ersetzt.
Die Arbeiten werden bis Ende April andauern und in der Sommersaison ruhen. Auch über das Osterwochenende werden die Bauarbeiten eingestellt, sodass der Zugang zum Strand und zum Restaurant in der Blauen Lagune gewährleistet ist. Auch der Radweg ist in dieser Zeit nutzbar.
Im Herbst, nach der Badesaison, werden die Bauarbeiten dann wieder aufgenommen und die Maßnahme fertiggestellt.
„Solch ein witterungsbedingter Verzug von acht Wochen lässt sich leider nicht mehr aufholen, wir haben das Mögliche getan“, so Karsten Handro, Abteilungsleiter Ostsachsen der LMBV.
Anfang November 2025 begann die LMBV mit der Sanierungsmaßnahme am Berzdorfer See. Im Strandabschnitt „Blaue Lagune“ wird in die bestehende Böschung eine so genannte „Sickerstützscheibe“ eingebaut: eine Sickeranlage zur Entwässerung von Böschungen. Sie besteht aus einem in Falllinie abgetreppt ausgeführtem Schlitzgraben, der mit Schotter, Kies oder auch mit Einkornbeton verfüllt wird.
Ziel der Maßnahme ist, die Absenkung der Sickerlinie um ca. zwei Meter in der Böschung zur realisieren. Dadurch wird die Dauerstandsicherheit der Böschung hergestellt. Des Weiteren werden die vorhandenen Böschungsfußgräben ertüchtigt und zusätzliche Ableiter von der Berme bis zur Wasserlinie des Restsees errichtet.
Hintergrund:
Der Berzdorfer See ist ein ehemaliger Braunkohletagebau, der zwischen 1946 und 1997 rund 305 Millionen Tonnen Rohbraunkohle lieferte. Der Abbau von Braunkohle begann im „Berzdorfer Becken“ jedoch bereits schon im ausgehenden 19. Jahrhundert in kleineren Gruben.

