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Aufgaben der LMBV

Mit der Sanierung und Rekultivierung der ehemaligen Tagebaue werden die Voraussetzungen für eine umfassende Umstrukturierung und Gesundung der ehemaligen Bergbauregionen geschaffen.

Die vielschichtigen Aufgaben der Braunkohlesanierung wurden und werden in einem dreistufigen System bewältigt. Über die erste Ebene, den Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung (StuBA), der sich paritätisch aus je vier Mitgliedern des Bundes und der Braunkohleländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammensetzt, wird der Gesamtprozess koordiniert. 

Auf der zweiten Ebene agiert die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), deren Arbeit von vier „Regionalen Sanierungsbeiräten“ begleitet wird, die zur Sicherung der Interessen der jeweiligen Bundesländer Einfluss auf die Prioritätensetzung bei der Sanierung nehmen.

Die LMBV ist ein Unternehmen des Bundes, das die Flächen des stillgelegten Braunkohlenbergbaus in den neuen Bundesländern saniert, wiedernutzbar macht und anschließend verkauft. Schließlich erfolgt auf der dritten Ebene die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen durch Unternehmen der privaten Wirtschaft.

Aufgaben und Schwerpunkte

Die Aufgaben der LMBV umfassen im Wesentlichen die folgenden Schwerpunkte:

  • Wiedernutzbarmachung der vom Braunkohlenbergbau in Anspruch genommenen Flächen

  • Betreiben des Sanierungsbergbaus als bergrechtlich verantwortliche Projektträgerin inklusive Planung, Ausschreibung, Vergabe, Kontrolle und Abnahme der Sanierungsarbeiten mit dem Ziel der Beendigung der Bergaufsicht

  • Verwahren von untertägigen Bergwerken des stillgelegten Kali-, Spat- und Erzbergbaus

  • Verwertung und Vermarktung der für Folgenutzungen aufbereiteten Liegenschaften mit dem Ziel der Wiedereingliederung in den Natur- und Wirtschaftskreislauf, um unter anderem Arbeitsplätze anzusiedeln

  • Planen und Durchführen von Gefahrenabwehrmaßnahmen gegen die Folgen des bergbaubedingten Grundwasserwiederanstiegs

  • Projektträgerschaft im Auftrag der Länder für nachnutzungsorientierte Projekte

Die LMBV ist Projektträgerin der Sanierung und in vielen Fällen auch der sich anschließenden Aufwertungsmaßnahmen zur Gestaltung der Bergbaufolgelandschaften. Dazu plant sie die notwendigen Sanierungsschritte, erarbeitet die entsprechenden Genehmigungsanträge, führt die Ausschreibung durch, entscheidet über die Vergabe der Leistungen, hat das Projektmanagement bei der Baudurchführung inne und kontrolliert die Ergebnisse sowie die Verwendung der finanziellen Mittel. Hatte das Unternehmen 1995 noch über 11.000 Beschäftigte, werden die Aufgaben heute von rund 680 Mitarbeitern an drei Standorten erledigt.

In den Jahren nach 1989 wurden in beiden Revieren insgesamt 31 Tagebaue mit 207 Restlöchern stillgesetzt und 43 Veredlungsstandorte mit zusammen 88 Kraftwerken, Brikettfabriken, Schwelereien und Kokereien stillgelegt. Die Gesamtfläche der nicht weiter zu betreibenden, sondern zu sanierenden Areale und Anlagen des Braunkohlenbergbaus betrug über 1.000 Quadratkilometer.

Zur Umsetzung der Sanierungsarbeiten wurden durch die LMBV in den zurückliegenden Jahren 195 Abschlussbetriebspläne erarbeitet, von denen 146 in der Umsetzung sind. Darüber hinaus ist in Verbindung mit der Flutung der Tagebaurestlöcher die Durchführung von insgesamt 78 Wasserrechtsverfahren notwendig, wobei bisher schon 24 planfestgestellt sind.

Leistungen der BraunKohlesanierung

Anstützung der Südwestböschung der Kippe Wulfersdorf
Massenbewegung in einem Sanierungstagebau der LMBV
Leistungsprofil der Braunkohlesanierung
Ausgewählte Leistungen der LMBV 2020

In der zurückliegenden Zeit ist ein großer Teil der Sanierungsaufgaben von der LMBV und ihren auftragnehmenden Partnern bereits erfolgreich bewältigt worden, jedoch bleiben für die kommenden Jahrzehnte noch vielfältige Herausforderungen.