Facebook
Twitter
XING
LinkedIn
Email

Flutung und Bewirtschaftung

Das Flutungs- und Bewirtschaftungsmanagement der LMBV ist gegenwärtig wesentlicher Bestandteil der bergbaulichen Grundsanierung zur Erreichung der Sanierungsziele in den Regionen.

Flutungs- und Bewirtschaftungsmanagement der Bergbaufolgeseen

Als einer der ers­ten bewusst gestal­te­ten Berg­bau­fol­ge­seen in der Nie­der­lau­sitz wur­de ab 15. Novem­ber 1967 im Rest­loch des Tage­baus Niemt­sch mit dem Senf­ten­ber­ger See einer von heu­te 30 grö­ße­ren Lau­sit­zer Tage­bau­seen ange­legt, bis 1972 geflu­tet und am 1. Juni 1973 für die öffent­li­che Nut­zung frei­ge­ge­ben.

Mit der Flu­tung der so genann­ten Rest­loch­ket­te — bestehend aus dem Gei­ers­wal­der, Part­wit­zer, Groß­räsche­ner und Sedlit­zer See — seit 2004 ging die Ver­wand­lung des zwi­schen Ber­lin und Dres­den gele­ge­nen Braun­koh­le­re­viers in Euro­pas größ­te künst­li­che Seen­land­schaft in die nächs­te Etap­pe. Im Janu­ar 2024 erreich­te auch der Sedlit­zer See sei­nen unte­ren End­was­ser­stand. Im Sep­tem­ber 2025 konn­te dann das Aus­spie­geln der vier Rest­loch­ket­ten-Gewäs­ser Groß­räsche­ner See, Part­wit­zer See, Gei­ers­wal­der See und Sedlit­zer See erst­mals auf einem Niveau von 100,33 m NHN  erreicht wer­den.

Ins­ge­samt beläuft sich die Was­ser­flä­che im ent­ste­hen­den Lau­sit­zer Seen­land auf säch­si­schem und bran­den­bur­gi­schem Gebiet bis­her auf etwa 15.000 Hekt­ar. Mit dem Her­stel­len des Cott­bu­ser Ost­sees durch das akti­ve Braun­koh­le­un­ter­neh­men LEAG wird — in enger Abstim­mung mit der LMBV für die vor 1989 ent­stan­de­nen Berei­che — im Rest­loch des Tage­baus Cott­bus-Nord seit 2019 ein wei­te­res See-Kapi­tel in einer geplan­ten Grö­ße von 1.900 Hekt­ar neu geschrie­ben. Im Dezem­ber 2024 wur­de hier der Ziel­was­ser­stand und damit eben­falls ein wich­ti­ges Etap­pen­ziel erreicht.

Wei­te­re rund 11.500 Hekt­ar Was­ser­flä­chen sind bereits im Mit­tel­deut­schen Revier durch das Wir­ken der LMBV ent­stan­den.

Lausitzer Seenland
Blick auf das Lau­sit­zer Seen­land

Das Flu­tungs­ma­nage­ment der LMBV ist wesent­li­cher Bestand­teil der berg­bau­li­chen Grund­sa­nie­rung zur Errei­chung der Sanie­rungs­zie­le in den Regio­nen. Mit der Fremd­was­ser­flu­tung der Berg­bau­fol­ge­seen nach der poli­ti­schen Ein­heit Deutsch­lands wur­de im Jahr 1993 begon­nen. Seit die­sem Zeit­punkt wur­den ins­ge­samt 45 Berg­bau­fol­ge­seen in den Flu­tungs­pro­zess ein­be­zo­gen. Seit dem Jahr 2000 ist dafür koor­di­nie­rend die Flu­tungs­zen­tra­le der LMBV im Ein­satz.

Für mehr als 30 Gewäs­ser, davon 17 in der Lau­sitz und 16 in Mit­tel­deutsch­land, konn­ten die Flu­tungs­pro­zes­se bereits been­det wer­den. So unter ande­rem beim Gei­sel­tal­see, Cos­pu­de­ner See, Störm­tha­ler See und Mark­klee­ber­ger See. In der Lau­sitz konn­ten unter ande­rem bereits der Grä­ben­dor­fer See, der Drei­wei­ber­ner See, der Bär­wal­der See, der Gei­ers­wal­der See, der Berz­dor­fer See und der Schei­be See wei­test­ge­hend ihren neu­en Bestim­mun­gen über­ge­ben wer­den. (Stand: 12/2024)

Zur Durch­füh­rung der Flu­tungs­pro­zes­se ver­fügt die LMBV über wis­sen­schaft­lich begrün­de­te Flu­tungs­kon­zep­tio­nen für das Lau­sit­zer und das Mit­tel­deut­sche Revier, die regel­mä­ßig fort­ge­schrie­ben wer­den. Die Her­kunft — nach Vor­flu­tern — und die zur Flu­tung ein­ge­setz­ten Was­ser­men­gen sind den bei­den unten­ste­hen­den Gra­fi­ken zu ent­neh­men. Die par­al­lel zur Flu­tung lau­fen­den Arbei­ten der LMBV zur Ver­knüp­fung der Berg­bau­fol­ge­seen mit hydrau­li­schen Ver­bin­dun­gen und schiff­ba­ren Kanä­len sind für die wei­te­re Ent­wick­lung des Lau­sit­zer Seen­lan­des bzw. des Leip­zi­ger Neu­se­en­lan­des von erheb­li­cher Bedeu­tung.

Im Sep­tem­ber 2025 wur­de die bis­he­ri­ge Flu­tungs­zen­tra­le Lau­sitz ent­spre­chend den geän­de­ten Auf­ga­ben­stel­lun­gen in „Was­ser­be­wirt­schaf­tungs­zen­tra­le Lau­sit­zer Revier (WBLR)” umbe­nannt. (Stand 09/2025)

Herkunft der Flutungs- und Nachsorgemengen von 2012 bis 2025

Vorflutabgaben der Lausitz und Mitteldeutschlands von 2012 bis 2025

Antworten der LMBV zu den FAQ einer möglichen Elbewasser-Überleitung in das Spreegebiet

Wel­che zen­tra­len was­ser­wirt­schaft­li­chen Argu­men­te spre­chen aus Sicht der LMBV für die Elbe-Über­lei­tung?

Die Haupt­in­ten­ti­on ist der Schutz der Spree und des Spree­walds. Wie die Stu­die des UBA aus dem Jahr 2023 dar­legt, kam es in der Spree bereits vor dem Berg­bau zu aus­ge­spro­che­nen Nied­rig­was­ser­pha­sen, wodurch grö­ße­re Tei­le des Spree­wal­des tro­cken­ge­fal­len sind.

Daher gab es bereits damals Pla­nun­gen, Was­ser von der Elbe in die Spree umzu­lei­ten. Dies wur­de jedoch durch die Ein­lei­tung von Sümp­fungs­was­ser in die Spree über­flüs­sig. Auf­grund der lan­gen Zeit mit groß­zü­gi­ger Was­ser­ver­sor­gung haben sich Fau­na und Flo­ra, die Was­ser­ver­sor­gung, der Tou­ris­mus im Bio­sphä­ren­re­ser­vat Spree­wald sowie Land­wirt­schaft und Indus­trie an die­se Umstän­de ange­passt. Ein regel­mä­ßi­ges Tro­cken­fal­len hät­te sehr star­ke nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die genann­ten Berei­che.

Der genaue Bedarf der Spree wird der­zeit noch im Auf­trag der län­der­über­grei­fen­den Arbeits­ge­mein­schaft Fluss­ge­biets­be­wirt­schaf­tung unter­sucht. Der­zeit wer­den durch den akti­ven Berg­bau ca. 150 Mio. m³/Jahr in die Spree ein­ge­lei­tet. Die­se Men­ge kann nur teil­wei­se durch eine Elbe­was­se­rü­ber­lei­tung aus­ge­gli­chen wer­den, sodass die Spree auch mit Elbe­was­se­rü­ber­lei­tung deut­lich weni­ger Was­ser füh­ren wird als heu­te.

Daher sind par­al­lel dazu auch wei­te­re Maß­nah­men zur Redu­zie­rung des Was­ser­ver­brauchs und zur Opti­mie­rung der Was­ser­ver­tei­lung not­wen­dig. In der UBA-Stu­die wur­de unter Ein­be­zie­hung sol­cher Maß­nah­men ein Min­dest­be­darf von ca. 60 Mio. m³/Jahr aus­ge­wie­sen. Die­se Grö­ßen­ord­nung wird von den LMBV-Fach­leu­ten als plau­si­bel ein­ge­schätzt.

Wie bewer­tet die LMBV die lang­fris­ti­ge Ver­sor­gungs­si­cher­heit des Sys­tems mit Blick auf zu neh­men­de Nied­rig­was­ser­pha­sen infol­ge des Kli­ma­wan­dels?

Bei Über­lei­tun­gen haben die Vor­aus­set­zun­gen im Ent­nah­me­ge­wäs­ser immer Vor­rang. Wenn in der Elbe nicht genü­gend Was­ser vor­han­den ist, wird auch kein Was­ser aus der Elbe ent­nom­men.

Auch zur Ermitt­lung mög­li­cher Grenz­wer­te lau­fen der­zeit noch Stu­di­en. Fest steht jedoch, dass ein Min­dest­was­ser­stand bzw. ‑durch­fluss defi­niert wird, ab dem kei­ne Ent­nah­me mehr mög­lich ist. Die­ser wird sowohl die öko­lo­gi­schen Bedürf­nis­se der Elbe als auch die vor­han­de­nen Nut­zun­gen wie die Schiff­fahrt und Was­ser­ent­nah­men berück­sich­ti­gen. Wenn eine Ent­nah­me mög­lich ist, wird die­se nur einen sehr gerin­gen Teil des vor­han­de­nen Was­sers betref­fen. Die Men­gen wer­den je nach Was­ser­stand in der Elbe wohl nur eine rein rech­ne­ri­sche Absen­kung von 1 bis 2 cm bewir­ken. Sie wür­de den Elbe­was­ser­pe­gel nur mini­mal beein­flus­sen. Rein rech­ne­risch, da eine Was­ser­spie­gel­dif­fe­renz von ein oder zwei Zen­ti­me­tern mess­tech­nisch gar nicht sicher erfasst wer­den kann.

Soll­te es durch den fort­schrei­ten­den Kli­ma­wan­del zu ver­mehr­ten Nied­rig­was­ser­pha­sen in der Elbe kom­men, könn­te dem­entspre­chend weni­ger Was­ser ent­nom­men wer­den. Das hät­te dann selbst­ver­ständ­lich nega­ti­ve Fol­gen für die Spree, jedoch kei­ne zusätz­li­chen nega­ti­ven Fol­gen für die Elbe.

Wel­che Zeit­ab­läu­fe und Kos­ten sieht die LMBV der­zeit für das Vor­ha­ben?

Die­se Fra­ge kann der­zeit noch nicht beant­wor­tet wer­den. Bis­her gibt es nur Stu­di­en, aber noch kei­ne Pla­nun­gen. Auch eine Vor­zugs­va­ri­an­te für eine Tras­se oder eine Bau­form wur­de noch nicht fest­ge­legt.

Aus wel­chen Grün­den wird eine tech­ni­sche Lösung wie die Über­lei­tung bevor­zugt?

Auch bei Inbe­trieb­nah­me der Elbe­was­se­rü­ber­lei­tung wird die Spree deut­lich weni­ger Was­ser füh­ren als heu­te. Nur durch eine Kom­bi­na­ti­on aus Was­se­rü­ber­lei­tung und den von Ihnen als Alter­na­ti­ven bezeich­ne­ten Maß­nah­men wie Was­ser­spa­ren, Rück­halt in der Flä­che und Opti­mie­rung der Ver­tei­lung kann erreicht wer­den, dass die Spree ihre seit ca. 100 Jah­ren gewohn­te Funk­ti­on eini­ger­ma­ßen auf­recht­erhal­ten kann.

Wenn aus­schließ­lich auf „natur­ba­sier­te“ Alter­na­ti­ven gesetzt wird, wer­den die Spree und Tei­le des Spree­wal­des regel­mä­ßig tro­cken­fal­len. Spree und Spree­wald kön­nen dann ihre der­zei­ti­ge öko­lo­gi­sche Funk­ti­on sowie ihre Bedeu­tung als Grund­la­ge für anthro­po­ge­ne Nut­zun­gen, wie die Was­ser­ver­sor­gung, die tra­di­tio­nell vor­han­de­ne was­ser­in­ten­si­ve Land­wirt­schaft (Spar­gel, Gur­ken), den Tou­ris­mus im Bio­sphä­ren­re­ser­vat Spree­wald und die Indus­trie, nicht mehr in ihrer heu­ti­gen Form erfül­len.

Die säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung brach­te ins Spiel, die Mach­bar­keit von Was­se­rü­ber­lei­tun­gen aus der Oder oder der Nei­ße zu prü­fen, da auch die­se Flüs­se geo­gra­fisch Optio­nen für die Lau­sitz dar­stel­len. Als Alter­na­ti­ven zur Elbe-Über­lei­tung wer­den vor allem natur­na­he Rück­hal­te­maß­nah­men, die Nut­zung von Tage­bau­seen als Spei­cher, die Erschlie­ßung ande­rer Fluss­sys­te­me sowie öko­no­mi­sche Steue­run­gen dis­ku­tiert.

Auch Ent­sal­zungs­an­la­gen an der Ost­see wer­den auf der poli­ti­schen Ebe­ne als eine der lang­fris­ti­gen, tech­no­lo­gi­schen Alter­na­ti­ven als The­ma auf­ge­wor­fen, um eine poten­zi­el­le Was­ser­knapp­heit in Ber­lin und Bran­den­burg nach dem Ende des Braun­koh­le­ab­baus auch nach 2038 abzu­fe­dern. Die Ent­sal­zung selbst sei mit ca. 25–30 Cent pro Kubik­me­ter bezahl­bar. Der Bau einer 200 bis 300 Kilo­me­ter lan­gen Fern­lei­tung von der Ost­see­küs­te bis in den Ber­li­ner Raum wür­de jedoch geschätz­te Inves­ti­tio­nen von Hun­der­ten Mil­lio­nen Euro erfor­dern. (OT/UST)

Bewirb Dich hier für Deinen Ausbildungsberuf bei der LMBV!

Bitte gib Deine Bewerbung als eine pdf-Datei über das folgende Formular ab oder sende Deine Bewerbung an folgende Adresse:

LMBV mbH
Abteilung Personalwesen
Knappenstraße 1
01968 Senftenberg

Bewerbungsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Schulzeugnis des letzten Schuljahres, Halbjahreszeugnis des laufenden Schuljahres und Nachweise von Schulpraktika (Max. 10 MB)

Bewirb Dich hier für Deine Abschlussarbeit bei der LMBV!

Bitte gib Deine Bewerbung als eine pdf-Datei über das folgende Formular ab:

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse (Arbeitszeugnisse) und Qualifikationsnachweise (Max. 10 MB)

Bewirb Dich hier für Dein Praktikum bei der LMBV!

Bitte gib Deine Bewerbung als eine pdf-Datei über das folgende Formular ab:

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse (Arbeitszeugnisse) und Qualifikationsnachweise (Max. 10 MB)

Starte Dein Duales Studium bei der LMBV.

Bitte gib Deine Bewerbung als eine pdf-Datei über das folgende Formular ab:

Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse (Arbeitszeugnisse) und Qualifikationsnachweise (Max. 10 MB)

Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?
Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
Datenschutz(erforderlich)