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Geiseltalsee: Nördlicher Seeteil für den Gemeingebrauch freigegeben

Folgenutzung nunmehr auf gesamter Seefläche möglich

Mücheln/Braunsbedra/Bad Lauch­städt. Anläss­lich der Frei­ga­be für den Nord­teil des Gei­sel­tal­sees erfolg­te am 20. Mai 2026 auf dem Wein­berg Gol­de­ner Stei­ger ein sym­bo­li­scher Band­durch­schnitt. Gewür­digt wur­de der lan­ge Weg von der ers­ten Teil­frei­ga­be 2012 bis zur kom­plet­ten See­frei­ga­be. Auf Basis der „2. Ände­rung der All­ge­mein­ver­fü­gung des Land­krei­ses Saa­le­kreis zur Rege­lung des Gemein­ge­brauchs auf dem Gei­sel­tal­see vom 21.05.2026“ ist das Befah­ren und Baden nun auch im Nord­be­reich mög­lich. Außer­dem wur­de ein Kitesurf­be­reich im Bereich Strand Fran­kle­ben ein­ge­rich­tet.

Der Land­rat des Saa­le­krei­ses Hart­mut Hand­schak erin­ner­te an den offi­zi­el­len Flu­tungs­be­ginn vor 23 Jah­ren am 30. Juni 2003, der auf „Bag­ger, Koh­le, Roh­re und ein gro­ßes tie­fes Loch“ folg­te. Er war der Start­schuss für die die Zukunfts­ge­stal­tung des Gei­sel­tals. Nach 23 Jah­ren sei die Natur zurück­ge­kehrt ins Tal, die Was­ser­flä­chen gäben viel Raum für Erho­lung, Bojen­ket­ten sowie Fra­gen der Böschungs­sta­bi­li­tät gehö­ren nun der Ver­gan­gen­heit an. Die Frei­ga­be der gan­zen See­flä­che sei ein wich­ti­ges Signal für die Regi­on und was durch die LMBV ent­stan­den sei, ver­die­ne „größ­ten Respekt und Dank“. Bei allen Betei­lig­ten bedank­te er für ihren Mut, ihre Visio­nen und ihre Geduld bei der Umset­zung des Vor­ha­bens, das nichts weni­ger als eine Meis­ter­leis­tung sei: „Wir haben es geschafft!“.

Elke Krei­sche-König, LMBV-Sanie­rungs­be­reichs­lei­te­rin, beton­te in ihrem Gruß­wort, dass im Gei­sel­tal eine Berg­bau­fol­ge­land­schaft ent­stan­den sei, die ihres­glei­chen suche. 18,4 Qua­drat­ki­lo­me­ter Flä­che sei­en berg­bau­lich saniert wor­den: Gewal­ti­ge Erd­mas­sen wur­den bewegt, um die Böschun­gen der über 100 Meter tie­fen Gru­ben auf 40 Kilo­me­tern Län­ge zu sta­bi­li­sie­ren. Es ent­stand ein neu­er Natur­raum von über­re­gio­na­ler Anzie­hungs­kraft. Ins­ge­samt flos­sen Inves­ti­tio­nen in Höhe von 351 Mil­lio­nen Euro in die Erstel­lung des Klein­ods. Wei­te­re Sanie­rungs­ar­bei­ten sol­len noch umge­setzt wer­den. Es sei­en 34 Mil­lio­nen Euro für die kom­men­den zwei Jahr­zehn­te ein­ge­plant, um das gro­ße The­ma Fließ­ge­wäs­ser zu bear­bei­ten. Ziel sei die Wie­der­her­stel­lung eines aus­ge­gli­che­nen, sich selbst regu­lie­ren­den Was­ser­haus­halts im Gei­sel­tal – ohne auf­wän­di­ge Ein­fluss­nah­me des Men­schen und die Been­di­gung der Berg­auf­sicht. Gera­de bei die­sen über­grei­fen­den Was­ser­the­men sei Krea­ti­vi­tät gefragt, Nach­hal­tig­keit spie­le eine gro­ße Rol­le. Hier­für benö­ti­ge es einen kon­struk­ti­ven Dia­log von allen Sei­ten.

Der offi­zi­el­le Band­durch­schnitt erfolg­te zusam­men mit Brauns­be­dras Bür­ger­meis­ter Stef­fen Schmitz, Müchelns Bür­ger­meis­ter Andre­as Mar­ggraf und Bad Lauch­städts Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Run­kel. Sie gaben damit die See­flä­che sym­bo­lisch frei. Bei der Ver­an­stal­tung anwe­send waren poli­ti­sche Ver­tre­ter, regio­na­le Part­ner, Inves­to­ren und Tou­ris­ti­ker. Das musi­ka­li­sche Rah­men­pro­gramm über­nah­men die Gei­sel­ta­ler Musi­kan­ten e. V.

Uebersichtskarte zur 2. Aenderung der Regelung des Gemeingebrauchs auf dem Geiseltalsee
Über­sichts­kar­te zur 2. Ände­rung der Rege­lung des Gemein­ge­brauchs auf dem Gei­sel­tal­see (Bestand­teil die­ser All­ge­mein­ver­fü­gung)

Zur His­to­rie:
Aus dem Rest­loch des ehe­ma­li­gen Tage­baus Mücheln ent­stand der Gei­sel­tal­see. Mit einer Flä­che von 18,4 km² und einer Ufer­län­ge von ca. 42 km ist der Gei­sel­tal­see der zweit­größ­te künst­li­che See in Deutsch­land und das größ­te Gewäs­ser im Mit­tel­deut­schen Seen­land. Mit einer maxi­ma­len Tie­fe von 81,50 m im West­feld und einem Was­ser­vo­lu­men von 423 Mio. m³ bei einem Was­ser­stand von +98,00 m NHN ist er damit bezo­gen auf das Was­ser­vo­lu­men der größ­te künst­li­che See in Deutsch­land.

Rund 300 Jah­re Braun­koh­len­berg­bau haben im Gei­sel­tal ihre Spu­ren hin­ter­las­sen. Das vom namens­ge­ben­den Flüss­chen Gei­sel gequer­te Gebiet ent­wi­ckel­te sich über die Jahr­hun­der­te zum größ­ten Tage­bau­are­al Mit­tel­deutsch­lands. Ins­ge­samt über 1 Mil­li­ar­de Ton­nen Koh­le wur­de aus den bis zu 120 Meter mäch­ti­gen Flö­zen geför­dert. Der Braun­koh­len­berg­bau, der hier seit Beginn des 20. Jahr­hun­derts in indus­tri­el­lem Maß­stab betrie­ben wur­de, gab den Men­schen Arbeit und damit eine siche­re Lebens­grund­la­ge. 14 Ort­schaf­ten muss­ten zuguns­ten des Abbaus auf­ge­ge­ben, die Bewoh­ner umge­sie­delt sowie die Gei­sel ver­legt wer­den. Die Lager­stät­te wur­de fast voll­stän­dig aus­ge­kohlt.

Ange­sichts der durch den Abbau der Koh­le feh­len­den Mas­sen und der enor­men Aus­ma­ße der ent­stan­de­nen Rest­lö­cher bestand in der Flu­tung die ein­zi­ge mach­ba­re Alter­na­ti­ve zu deren Fül­lung. Bereits seit Ende der 1960er Jah­re – also Jahr­zehn­te vor der Still­le­gung – wur­den grund­sätz­li­che Beschlüs­se zur Flu­tung gefasst, sie war die ein­zi­ge öko­lo­gisch und wirt­schaft­lich sinn­vol­le Mög­lich­keit mit all den sich dar­aus erge­ben­den Chan­cen für eine Nach­nut­zung. Schon vor Been­di­gung der Flu­tung wur­den die ehe­ma­li­gen Tage­bau­flä­chen – begrün­te Böschun­gen, auf­ge­fors­te­te Kip­pen und Was­ser – zur Erho­lung genutzt. 

Ein­drü­cke von der Ver­an­stal­tung (Fotos: LMBV/Claudia Her­mann)

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