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Restloch Zipsendorf Süd bei Zeitz wird Schutzgebiet für Wasservögel

Landesverwaltungsamt Halle stellt ehemaliges Tagebaugelände „Zipsendorf Süd“ unter Naturschutz

Hal­le an der Saa­le. Ein frü­he­res Braun­koh­le­ge­biet im Bur­gen­land­kreis ist vor­erst unter beson­de­ren Schutz gestellt wor­den. Wie das Lan­des­ver­wal­tungs­amt Sach­sen-Anhalt mit­teil­te, wur­de das rund 228 Hekt­ar gro­ße Are­al „Zip­sen­dorf Süd“ öst­lich von Zeitz einst­wei­lig als Natur­schutz­ge­biet gesi­chert. Die ent­spre­chen­de Ver­ord­nung gilt zunächst für zwei Jah­re. Ein Rest­loch wird zum Rück­zugs­ort für Tie­re — nun soll das Gebiet beson­ders geschützt wer­den. Das Gewäs­ser selbst ist etwa 104 Hekt­ar groß.

His­to­rie

Der Tage­bau Zip­sen­dorf Süd lag west­lich von Meu­sel­witz. Bis 1952 befand er sich fast kom­plett auf dem Gebiet der preu­ßi­schen Pro­vinz Sach­sen bzw. des Lan­des Sach­sen-Anhalt. Nach der Bil­dung der Bezir­ke 1952 gehör­te das Gebiet zum Bezirk Leip­zig (Kreis Alten­burg).

Der Tage­bau Zip­sen­dorf war ein aus den zwei Tage­bau­en Zip­sen­dorf-West (1938–1952) und Zip­sen­dorf-Süd (1948–1964) bestehen­der Tage­bau des Mit­tel­deut­schen Braun­koh­le­re­viers. Er dien­te zur Gewin­nung von Braun­koh­le und lag im Meu­sel­witz-Alten­bur­ger Braun­koh­le­re­vier.

Nach der Still­le­gung ent­stand das Rest­loch Zip­sen­dorf auf einem Teil des Are­als. Die ehe­ma­li­gen Tage­baue Zip­sen­dorf (Süd sowie West) befan­den sich zwi­schen der Ort­schaft Rehms­dorf der Gemein­de Els­ter­aue im Wes­ten und den heu­te zu Meu­sel­witz gehö­ri­gen Orts­tei­len Zip­sen­dorf und Bros­sen im Osten.

LVwA sieht wich­ti­gen Lebens­raum für Was­ser­vö­gel

Das Gebiet umfasst ein Gewäs­ser, das voll­stän­dig von Wald umge­ben ist. Seit dem Ende des Braun­koh­le­ab­baus im Jahr 1964 und der anschlie­ßen­den Flu­tung habe sich dort ein öko­lo­gisch wert­vol­ler Lebens­raum ent­wi­ckelt, so das Lan­des­ver­wal­tungs­amt. Beson­ders für Was­ser­vö­gel sei das Gebiet von regio­na­ler und natio­na­ler Bedeu­tung — etwa als Brut‑, Rast‑, Mau­ser- und Über­win­te­rungs­ge­biet.

Hin­ter­grund der Ent­schei­dung sind Über­le­gun­gen zur künf­ti­gen Nut­zung des Sees. Um mög­li­che Ein­grif­fe früh­zei­tig zu ver­hin­dern, wur­de das Gebiet vor­sorg­lich unter Schutz gestellt. „Mit der einst­wei­li­gen Sicher­stel­lung schaf­fen wir den not­wen­di­gen recht­li­chen Schutz, um die­ses außer­ge­wöhn­lich wert­vol­le Gebiet vor einer kurz­fris­ti­gen Inan­spruch­nah­me zu bewah­ren“, erklär­te der Prä­si­dent des Lan­des­ver­wal­tungs­am­tes, Tho­mas Pleye.

Abwä­gung zwi­schen Schutz und Nut­zung

Die vor­läu­fi­ge Unter­schutz­stel­lung soll Gefähr­dun­gen wie bau­li­che Ein­grif­fe oder Nut­zungs­än­de­run­gen abwen­den. Zugleich beton­te die Behör­de, dass wirt­schaft­li­che Ent­wick­lun­gen nicht grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen sei­en. „Die befris­te­te Sicher­stel­lung gibt allen Betei­lig­ten Pla­nungs­si­cher­heit und ermög­licht einen sach­ge­rech­ten, trans­pa­ren­ten Ent­schei­dungs­pro­zess“, sag­te Pleye.

Bestimm­te Nut­zun­gen blei­ben wei­ter­hin erlaubt. Dazu zäh­len etwa die ord­nungs­ge­mä­ße Forst­wirt­schaft, die natur­ver­träg­li­che Jagd sowie die Berufs- und Angel­fi­sche­rei, sofern sie dem Schutz­zweck nicht wider­spre­chen. Auch Maß­nah­men zur Ver­kehrs­si­che­rung oder gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Ein­grif­fe sind mög­lich. Die LMBV als Eigen­tü­me­rin des Rest­lo­ches hat­te 2024 ein Bie­ter­ver­fah­ren für eine Floa­ting Solar-Anla­ge auf dem Gewäs­ser gestar­tet.

Ver­ord­nung tritt Ende Mai 2026 in Kraft

Die Ver­ord­nung soll am 20. Mai im Amts­blatt des Lan­des­ver­wal­tungs­am­tes ver­öf­fent­licht wer­den und am dar­auf­fol­gen­den Tag in Kraft tre­ten. Die ent­spre­chen­de Ver­ord­nung auf Grund­la­ge des § 22 Abs. 3 des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes gilt zunächst für zwei Jah­re. Aus­lö­ser für die einst­wei­li­ge Sicher­stel­lung war ein ent­spre­chen­der Antrag des Bur­gen­land­krei­ses. Hin­ter­grund sind aktu­el­le Über­le­gun­gen zur zukünf­ti­gen Nut­zung des Gewäs­sers. Das Lan­des­ver­wal­tungs­amt Sachsen‑Anhalt nimmt im Land Sach­sen-Anhalt die Auf­ga­ben der obe­ren Natur­schutz­be­hör­de wahr. (UST)

Quel­len: PM des LVwA vom 30.04.2026; Wand­lun­gen & Per­spek­ti­ven Heft 16 der LMBV

2024 Restloch Zipsendorf 1411 2802 Kortuem
Ein­ge­bet­tet in die umge­ben­de Land­schaft — das Gewäs­ser des Rest­lo­ches Zip­sen­dorf Süd | Cre­dit: C. Kor­tüm für LMBV

(Fotos: Archiv LMBV)

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