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Mira bestätigt Wirkung der Tiefenwasser-Belüftungsanlage auf Runstedter See

Geiseltal/Leipzig/Freiberg. Im Rah­men eines For­schungs- und Ent­wick­lungs­vor­ha­ben der  TU Berg­aka­de­mie Frei­berg wur­de die robo­ti­sche Platt­form Mira auf dem Run­sted­ter See erfolg­reich ein­ge­setzt.
Eigent­li­ches Ziel des For­schungs­pro­jekts mit dem Namen RoBi­Mo-Star­ter­pro­jekt war die hoch­auf­ge­lös­te Erfas­sung von Tie­fen­pro­fi­len in Seen. Am Rund­sted­ter See kam die Platt­form zum Ein­satz, um die Wirk­sam­keit der dort instal­lier­ten Tie­fen­was­ser­be­lüf­tung zu über­prü­fen.

Die neu­en Mess­da­ten bestä­ti­gen die Wirk­sam­keit der von der LMBV betrie­be­nen Tie­fen­was­ser­be­lüf­tungs­an­la­gen (TWBA). Die durch Mira gesam­mel­ten Daten zei­gen deut­lich, dass die Wir­kung der Belüf­tungs­an­la­gen bereits nach weni­gen Wochen das gesam­te Hypo­lim­ni­on eines Sees erfasst. Damit wur­de die Pro­gno­se ent­spre­chen­der Model­lie­run­gen bestä­tigt. Des Wei­te­ren konn­ten kei­ne Hin­wei­se auf lokal ver­stärk­te Aus­trit­te von Ammo­ni­um aus der unter dem See lagern­den Depo­nie gefun­den wer­den.

Auch auf der Grund­la­ge die­ser Ergeb­nis­se kann eine der drei TWBA-Ein­hei­ten auf eine rei­ne Umwäl­zung – ohne zusätz­li­che Sau­er­stoff­an­rei­che­rung – umge­rüs­tet wer­den. Dies ist ein wich­ti­ger Schritt in Rich­tung effi­zi­en­te und nach­hal­ti­ge Steue­rung der Tie­fen­was­ser­be­lüf­tung auf dem Run­sted­ter See.

Pro­jekt RoBi­Mo
Das „RoBi­Mo-Star­ter­pro­jekt“ (Robo­tik und Bin­nen­see­mo­ni­to­ring) ver­folg­te das Ziel auto­no­me Mess­platt­for­men für die lim­no­lo­gi­sche For­schung und das Gewäs­ser­ma­nage­ment ein­zu­set­zen. Mit der auto­no­men Platt­form Mira soll eine detail­lier­te, auto­ma­ti­sier­te Erfas­sung von Tie­fen­pro­fi­len ermög­licht wer­den, die über die detail­lier­te­re räum­li­che Auf­lö­sung neue Erkennt­nis­se über öko­lo­gi­sche Pro­zes­se in Seen lie­fern kön­nen.

Das Pro­jekt wur­de an der TU Berg­aka­de­mie Frei­berg durch­ge­führt. Geför­dert wur­de es vom For­schungs- und Ent­wick­lungs­zen­trum für Berg­bau­fol­ge­land­schaf­ten der Bun­des­an­stalt für Geo­wis­sen­schaf­ten und Roh­stof­fe in Cott­bus. Als asso­zi­ier­te Part­ne­rin konn­te die LMBV die prak­ti­sche Fra­ge­stel­lung lie­fern und bei der Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se unter­stüt­zen.
Die Ergeb­nis­se des Pro­jekts sind in einer wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­ti­on erschie­nen und frei zugäng­lich.

Rund­sted­ter See

Mit sei­ner ehe­ma­li­gen Nut­zung als Depo­nie stellt der Run­sted­ter See in Sach­sen-Anhalt spe­zi­el­le Anfor­de­run­gen an die Berg­bau­sa­nie­rung. Nach Abschluss der Braun­koh­le­för­de­rung 1965 wur­de das Tage­bau­rest­loch Groß­kay­na durch die ehe­ma­li­gen Leu­na­wer­ke sowie das nahe­ge­le­ge­ne Braun­koh­len­kraft­werk als Depo­nie genutzt. Bis 1995 wur­den 24 Mil­lio­nen Kubik­me­ter ammo­ni­um­be­las­te­te, indus­tri­el­le Abfäl­le und Kraft­werk­s­aschen­in das Rest­loch ein­ge­spült.

In Zusam­men­ar­beit mit Bera­tungs- und For­schungs­ein­rich­tun­gen wur­de 1999 ein Sanie­rungs­kon­zept ent­wi­ckelt, in dem die Flu­tung des Tage­bau­rest­lo­ches als Vor­zugs­va­ri­an­te beschrie­ben wur­de. Mit der Schaf­fung eines abfluss­lo­sen Sees wur­de sicher­ge­stellt, dass even­tu­ell aus der Depo­nie aus­tre­ten­de Schad­stof­fe – v. a. Ammo­ni­um – im See abge­baut wer­den kön­nen. Nach dem geo­tech­ni­schen Sichern und Flu­ten ent­stand 2002 der Run­sted­ter See und spä­ter die tech­ni­sche Tie­fen­be­lüf­tungs­an­la­ge. 

Berg­bau­fol­ge­seen mit Unter­was­ser­de­po­nien stel­len eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar. Wie bei allen tie­fe­ren Seen liegt im Som­mer eine sta­bi­le Schich­tung des See­was­sers vor, wodurch kein Luft­sauer­stoff in die tie­fen Schich­ten (Hypo­lim­ni­on) gelangt. Ohne Sau­er­stoff kann das aus der Depo­nie aus­tre­ten­de Ammo­ni­um aber nicht mikro­biell abge­baut wer­den und sich im tie­fen Was­ser anrei­chern. Wäh­rend der som­mer­li­chen Sta­gna­ti­on ver­sorgt des­we­gen die instal­lier­te Tie­fen­was­ser­be­lüf­tungs­an­la­ge (TWBA) die tie­fe­ren Was­ser­schich­ten mit Sau­er­stoff, wel­cher über die gleich­zei­tig in Gang gesetz­te Zir­ku­la­ti­on im Hypo­lim­ni­on ver­teilt wird.

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