Meuselwitz. Am 27. Juni 2026 kam es zu einem Großbrandereignis zwischen den Ortslagen Meuselwitz, Mumsdorf und Falkenhain. Betroffen ist eine stillgelegte Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebietes Rusendorf. Von diesem Brandereignis ist das Kohletrübebecken I in bergrecht- und eigentumsrechtlicher Zuständigkeit der LMBV betroffen. Dieses Becken wurde u. a. von der MIBRAG bis 2013 zur Ascheeinspülung genutzt. Dementsprechend befinden sich im Boden Kohlereste, die sich zwischenzeitlich entzündet haben bzw. wodurch sich Brandnester entwickelten.
Löschhubschrauber kommt zum Einsatz
Der oberflächliche Brand konnte inzwischen gelöscht werden. Das Gefahrengebiet wird engmaschig überwacht. Nunmehr gilt das vordringliche Ziel, die unterirdischen Brände zu bekämpfen und die Rauchentwicklung einzudämmen. Dazu wurden verschiedene Gefahrenabwehrmaßnahmen durchgeführt bzw. befinden sich in Umsetzung und Vorbereitung.
Über das Wochenende vom 10. bis 12. Juli 2026 kommt ein Löschhubschrauber zum Einsatz. Der Hubschrauber wird 8 Stunden pro Tag im Einsatz sein und in dieser Zeit etwa 160.000 Liter Wasser pro Tag auf die vorher definierte Fläche transportieren. Das Wasser wird aus dem Restloch Zipsendorf entnommen, das sich ebenfalls im Eigentum der LMBV befindet.
Straßensperrung während des Flugbetriebes
Während der Löschhubschrauber im Einsatz ist, muss aus Sicherheitsgründen die Zufahrtsstraße zur Gefahrenstelle gesperrt werden. Von Freitagabend, 10.7.2026, bis Sonntagabend, 12.07.2026, ist deshalb die Kreisstraße K216 zwischen Mumsdorf und Falkenhain für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Der LMBV ist bewusst, dass die starke Geruchsbelästigung für die Anwohner eine große Belastung darstellt, vor allem für in den Ortschaften, die durch die nordwestliche Hauptwindrichtung permanent von der Rauchfahne betroffen sind. Zum aktuellen Zeitpunkt ist leider keine Prognose möglich, wie schnell die Löscharbeiten an den unterirdischen Bränden zu Erfolg führen und damit die Rauchbelästigung gemindert bzw. abgestellt werden kann.
