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LMBV: Weiterer Bergbaufolgesee für Angelei und Fischerei verpachtet und geöffnet

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Ab 8.7.2020 mit Angelerlaubnis der Brandenburger und sächsischen Verbände als Pächter des Seeherstellers und Eigners LMBV ist der Geierswalder See für Angler nutzbar

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Senftenberg/Geierswalde. Fünf Angel- und Fische­rei­ver­bän­de aus Sach­sen und Bran­den­burg hat­ten am 8. Juli 2020 an den Gei­ers­wal­der See, einem Berg­bau­fol­ge­see der LMBV, ein­ge­la­den. Anläß­lich des kürz­lich im Umlauf­ver­fah­ren unter­zeich­ne­ten Pacht­ver­tra­ges zwi­schem dem Berg­bau­sa­nie­rer und einer ARGE “Lau­sit­zer Seen­land“ konn­te nun ein wei­te­rer Berg­bau­fol­ge­see für Ange­lei und Fische­rei ver­pach­tet und geöff­net wer­den.

Der Gei­ers­wal­der See, auch als Spei­cher­be­cken Koschen bekannt, ist ein sich noch in Her­stel­lung befind­li­ches, künst­li­ches Gewäs­ser, das zur soge­nann­ten berg­bau­li­chen Rest­loch­ket­te Sedlitz, Ska­do, Koschen gehört, bei dem der Betrieb noch unter Berg­auf­sicht steht. Die Sanie­rung des ehe­ma­li­gen Tage­baus Koschen ist nahe­zu abge­schlos­sen. Es wird ein Gewäs­ser her­ge­stellt, wel­ches künf­tig über­wie­gend der Erho­lung, d.h. für Baden, Segeln, Angeln usw. die­nen wird, aber auch in Teil­be­rei­chen wert­vol­le Natur­schutz­funk­tio­nen erfüllt.

Der größ­te Teil des Gewäs­sers befin­det sich im Frei­staat Sach­sen – im Land­kreis Baut­zen lie­gen 532 ha. Etwa 15 Pro­zent der Gewäs­ser­flä­che gehö­ren zum Land Bran­den­burg und lie­gen im Land­kreis Ober­spree­wald-Lau­sitz; das sind rund 98 ha. Der See liegt im süd­li­chen Kern­be­reich des „Lau­sit­zer Seen­lands“. Eini­ge Ufer­be­rei­che im Nor­den und Wes­ten lie­gen im Natur­schutz­ge­biet „Sor­no-Rosen­dor­fer-Buch­ten“. Rund 509 ha der bereits vor­zei­tig viel­fäl­tig genutz­ten Was­ser­flä­che des Sees — auf­grund des Gemein­ge­brauchs und der Schiff­bar­keit — sol­len nun ab Juli 2020 auch fische­rei­lich genutzt wer­den kön­nen.

Auf Grund­la­ge der Gewäs­ser­rah­men­ver­ein­ba­run­gen zwi­schen der LMBV und dem Frei­staat Sach­sen bzw. zwi­schen der LMBV und dem Land Bran­den­burg wer­den die län­der­be­zo­ge­nen Berei­che des Gewäs­sers nach Been­di­gung der Sanie­rung an das jewei­li­ge Bun­des­land über­ge­ben. Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de auf der Grund­la­ge der Bestim­mun­gen der Fische­rei­ge­set­ze des Frei­staa­tes Sach­sen (Sächs­FischG) sowie des Lan­des Bran­den­burg (BbgFischG) das Fische­rei­aus­übungs­recht aus­ge­schrie­ben.

Im Ergeb­nis einer Aus­schrei­bung im Jahr 2019 wur­de das Fische­rei­aus­übungs­recht von der LMBV an die Arbeits­ge­mein­schaft (ARGE) zur För­de­rung, Erhal­tung und Pfle­ge des Fisch­be­stan­des und der Gewäs­ser im „Lau­sit­zer Seen­land“ ver­ge­ben. Dazu wur­de ein Pacht­ver­trag mit die­ser ARGE geschlos­sen, zu der der AVE, der LVSA, der SLFV; der LFVB sowie der LAVB gehö­ren. Der Pacht­ver­trag läuft zunächst über 15 Jah­re bis Ende 2035.

Als Ver­tre­ter die­ser Arbeits­ge­mein­schaft “Lau­sit­zer Seen­land“ aus den fünf Ver­bän­den, wel­che nun am Gei­ers­wal­der See fischeiaus­übungs­be­rech­tigt ist, begrüß­te stell­ver­tre­tend der Prä­si­dent des AVE, BZ-Vize-Land­rat Udo Wit­schas die zahl­reich gela­de­ne Ver­tre­ter säch­si­scher und Bran­den­bur­ger Minis­te­ri­en, Ver­bän­de und Land­krei­se, um gemein­sam mit Ver­tre­tern der LMBV als See­her­stel­le­rin, Eig­ne­rin und Ver­päch­te­rin des Fische­rei­rech­tes die Frei­ga­be offi­zi­ell zu besie­geln. Er spar­te in sei­nem Begrü­ßungs­wor­ten nicht mit Lob für das Enga­ge­ment der LMBV zum Her­stel­len sol­cher nach­nutz­ba­ren Gewäs­ser.

Für die Bran­den­bur­ger Ver­bän­de sprach MdL Gün­ter Baas­ke, Prä­si­dent des Lan­des­ang­ler­ver­ban­des Bran­den­burg und begrüß­te das gemein­schaft­li­che Vor­ge­hen. Er wur­de u.a. beglei­tet vom Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Lan­des­ang­ler­ver­ban­des Bran­den­burg Andre­as Kop­petz­ki und MOL-Land­rat Ger­not Schmidt, Prä­si­dent des LFVB. Auch Baut­zens Land­rat Micha­el Harig war wie auch der Ver­band­vor­ste­her des ZV LSB Det­lef Wurz­ler und der Geschäfts­füh­rer des ZV LSS Dani­el Just der Ein­la­dung gefolgt.

Für die LMBV ver­wies der Abtei­lungs­lei­ter Umweltschutz/Rekultivierung Micha­el Stär­ke auf die Wie­der­nutz­bar­ma­chungs-Ver­pflich­tung der LMBV. Die Ergeb­nis­se der lang­jäh­ri­gen Arbeit der Berg­bau­sa­nie­rer beim Her­stel­len von neu­tra­len Berg­bau­fol­ge­seen, die ab einem bestimm­ten Zeit­punkt auch der Hege­ver­pflich­tung unter­lie­gen, sind nicht nur am Gei­ers­wal­der See aus­zu­ma­chen. Auch für den Drei­weib­e­ner See, den Bär­wal­der See, den Berz­dor­fer See sowie den Grä­ben­dor­fer See konn­ten Rege­lun­gen zwi­schen LMBV und Ver­bän­den in der Lau­sitz erreicht wer­den. Die gute Zusam­men­ar­beit mit den Ver­bän­den ist u.a. auch am Zwenkau­er See und am Störm­tha­ler See bereits für die Nut­zer spür­bar.

Ab 15.00 Uhr des 08.07.20202 darf das frisch frei­ge­ge­be­ne Gewäs­ser im Lau­sit­zer Seen­land unter Beach­tung der gel­ten­den Rege­lun­gen bean­gelt wer­den. Angeln dür­fen vor­erst nur Mit­glie­der des LVSA sowie des LAVB. Mit­glie­der des LAVB benö­ti­gen zudem ein gül­ti­ges Fang­buch bzw. Erlaub­nis­schein des LVSA. Gast­an­gel­kar­ten kön­nen vor­erst nicht aus­ge­ge­ben wer­den. Dies ist jedoch für die Zukunft vor­ge­se­hen. Anläß­lich der Ver­an­stal­tung erfolgt zudem noch ein gemein­sam­mer sym­bo­li­scher wei­te­rer Fisch­be­satz mit Schlei­en im See.

Fak­ten: Der Gei­ers­wal­der See der LMBV wird in sei­ner End­kon­tur ein­mal fol­gen­de Aus­ma­ße haben: max. Nord-Süd­aus­deh­nung: ca. 3.400 m, max. Ost-West­aus­deh­nung: ca. 3.300 m; See­flä­che bei max.  Was­ser­stand + 101,0 m NHN ca. 630,0 ha.

Win­Win-Situa­ti­on für Berg­bau­sa­nie­rer und Nach­nut­zer: Gemein­sam am Gei­ers­wal­der See waren die Prä­si­den­ten aus Bran­den­burg wie MOL-Land­rat G. Schmidt (Prä­si­dent LFVB) und MdL G. Baas­ke (Prä­si­dent LAVB) und die säch­si­schen AVE-Prä­si­den­ten Wit­schas und Fried­rich Rich­ter, Prä­si­dent SLFV, die zusam­men einen sym­bo­li­schen Schlei-Besatz des Berg­bau­fol­ge­sees vor­nah­men (Foto oben).

Gemein­sam zum Erfolg für das Angeln und Fischen am Berg­bau­fol­ge­see