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Sperrung des Besucherbergwerkes Wettelrode

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LMBV Wettelrode Roehrigschacht Wassereintritt 3

Sondershausen/Wettelrode. Gemeinsam mit Vertretern zuständiger Behörden, der Stadt Sangerhausen und des Museumsbetriebes Röhrigschacht informierte am 3. März 2022 Bernd Sablotny, Sprecher der LMBV-Geschäftsführung, über die aktuelle Situation im Besucherbergwerk Wettelrode. Wegen des stark erhöhten Wasserzutrittes im Röhrigschacht muss derzeit das Besucherbergwerk in Wettelrode geschlossen bleiben. Zusätzlich eingebrachte Pumpen und Steigleitungen sollen den Wasserpegel im Grubengebäude stabilisieren.

„Oberstes Ziel ist, dass wir die gegenwärtige Situation beherrschen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die Maßnahmen der Notwasserhaltung greifen“, so LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny. In den nächsten Tagen wird von der LMBV genau beobachtet, ob diese Maßnahmen der Notwasserhaltung greifen und sich die Situation entspannt. Über das weitere Vorgehen wird die LMBV informieren. Bereits in der Vergangenheit hatte der Bergbau in der Region mit starken Wasserzuflüssen zu kämpfen. Diese führten letztlich zum Einstellen des Bergbaus im Sangerhäuser Revier.

Seit dem 21. Februar 2022 strömt verstärkt Wasser in das Bergwerk ein. Mit circa 150 Kubikmeter Wasser pro Stunde wird derzeit die doppelte Wassermenge gegenüber dem Normalbetrieb über ein fest installiertes Pumpensystem von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen gehoben. Von dort aus erfolgt die Ableitung in den Helme-Zufluss Gonna. Weitere Pumpensysteme samt Steigleitung werden derzeit installiert, so dass die Pumpleistung auf eine Gesamtleistung von mindestens 220 Kubikmeter pro Stunde erhöht werden kann.

Das Unternehmen Schachtbau Nordhausen und die Bergsicherung Wimmelburg (LMBV) sind vor Ort im Einsatz und werden von den technischen Mitarbeitern des Museumsbetriebes unterstützt. Einsatzleiter vor Ort ist Sebastian Tugendheim (LMBV).

LMBV Roehrigschacht Wassereintritt 01
Bernd Sablotny (Sprecher der LMBV-Geschäftsführung) im Bereich des errichteten Damms im Querschlag zur 1. Sohle Röhrigschacht.

Über ein Pumpensystem werden derzeit circa 150 Kubikmeter pro Stunde von der 1. Sohle des Röhrigschachtes in den 120 Meter höher gelegenen Segen-Gottes-Stollen gehoben. (Bildquelle: R.Haase/J. Findeisen)