LMBV informiert Kostebrauer am Standort der geplanten EHS-Deponie
Direkt am Standort der geplanten EHS-Deponie haben sich Vertreter der LMBV und Einwohner Kostebraus zum aktuellen Planungsstand des Vorhabens ausgetauscht. Der Einladung der LMBV zur Exkursion zum so genannten Baggerfeld 116 im ehemaligen Tagebau Klettwitz sind am 16. Juni 2026 rund 15 Personen gefolgt, darunter Vertreter des Ortsbeirates und der Bürgerinitiative gegen die geplante EHS-Monodeponie.
Zunächst informierte die LMBV über die geplante Nutzung der einsehbaren Fläche des Baggerfelds. Anhand von Karten wurde erläutert, wo die Deponie nach jetzigem Planungsstand errichtet wird und wie die Betriebsanlagen angeordnet sein sollen. Berichtet wurde auch, dass noch vorlaufende Arbeiten erforderlich seien, bevor es überhaupt zum Bau der Deponie kommen könne, z.B. der Abtransport größerer Kiesmengen, die im Baggerfeld eingelagert sind. Und zu allererst müsse ohnehin ein Genehmigungsverfahren beim Brandenburger Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) durchlaufen werden, für das gerade erst in einem Scopingverfahren der Untersuchungsrahmen festgelegt wird.
In sachlicher Atmosphäre stellten die Kostebrauer ihre fachkundigen Fragen. Ein Schwerpunkt dabei war, wie mögliche Belastungen oder Einschränkungen gemindert werden könnten. Dabei ging es unter anderem um die Beprobung der angelieferten EHS-Chargen und die Gewährleistung, dass wirklich keine kritischen Zusatzstoffe die Gesundheit gefährden. Gefragt wurde nach einer verkehrssicheren Anbindung des Geländes an die Verbindungsstraße zwischen Schipkau und Kostebrau sowie nach potenziellen Verschmutzungen durch die LKW. Auch der Umgang mit dem anfallenden Wasser, das durch die Trocknung des feuchten Schlammes übrig bleibt, wurde thematisiert.
Die LMBV versicherte den Kostebrauern, bei entsprechendem Projektfortschritt auch weiterhin zu Informations- und Dialogveranstaltungen einzuladen.