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Kohlebrand Meuselwitz

Am 27. Juni 2026 kam es zwischen Meuselwitz, Mumsdorf und Falkenhain zu einem Brand auf einer stillgelegten Fläche des ehemaligen Tagebaus Rusendorf. Betroffen ist das Kohletrübebecken I, das sich in bergrechtlicher Zuständigkeit der LMBV befindet. Auf dieser Seite werden alle relevanten Informationen zusammengefasst und regelmäßig aktualisiert.

Aus dem anfäng­li­chen Wald­brand ent­wi­ckel­te sich ein unter­ir­di­sche Koh­le­brand am Rest­loch Rusen­dorf zwi­schen Mums­dorf und Fal­ken­hain. Die Arbei­ten zur Brand­e­indäm­mung dau­ern an. Der Schwer­punkt liegt wei­ter­hin dar­auf, den unter­ir­di­schen Schwel­brand ein­zu­däm­men und anschlie­ßend den betrof­fe­nen Bereich dau­er­haft zu sichern.

Die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen blei­ben die ein­ge­schränk­te Was­ser­ver­füg­bar­keit sowie der Umstand, dass die Brand­flä­che nicht betre­ten wer­den kann.

Obers­tes Ziel bleibt, eine Aus­brei­tung des Bran­des auf angren­zen­de Wald- und Vege­ta­ti­ons­flä­chen zu ver­hin­dern. Des­halb wur­de die Brand­schutz­schnei­se um den Brand­herd auf bis zu 50 Meter ver­brei­tert. Die Rand­be­rei­che wer­den wei­ter­hin mit Hil­fe eines Sprink­ler­sys­tems bewäs­sert. Es erfolgt eine per­ma­nen­te Brand­über­wa­chung sowie täg­li­che Droh­nen­be­flie­gun­gen.

Häufig gestellte Fragen zum Kohlebrand Meuselwitz

1. Seit wann brennt es im Rest­loch Rusen­dorf nahe Meu­sel­witz?

Am 27. Juni 2026 kam es zwi­schen Meu­sel­witz, Mums­dorf und Fal­ken­hain zu einem Groß­brand auf einer still­ge­leg­ten Flä­che des ehe­ma­li­gen Tage­baus Rusen­dorf. Betrof­fen ist das Koh­le­trü­be­be­cken I, das sich in berg­recht­li­cher Zustän­dig­keit der LMBV befin­det.

Nach­dem der ober­fläch­li­che Vege­ta­ti­ons­brand weit­ge­hend gelöscht wor­den war, ging die Ver­ant­wor­tung für das Are­al am 3. Juli 2026 von der Feu­er­wehr auf die LMBV über.

2. War­um brennt es im Rest­loch Rusen­dorf?

Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen geriet ver­mut­lich ein Baum durch den Kon­takt mit einer hit­ze­be­dingt stär­ker durch­hän­gen­den  Hoch­span­nungs­lei­tung in Brand. Das Feu­er brei­te­te sich anschlie­ßend auf das Koh­le­trü­be­be­cken aus und ent­zün­de­te dort koh­le­hal­ti­ge Abla­ge­run­gen, die im Unter­grund wei­ter­schwe­len. Die end­gül­ti­ge Brand­ur­sa­che ist noch nicht abschlie­ßend bestä­tigt.

3. Was wird momen­tan gegen den Brand getan?

Bis zur Umset­zung der lang­fris­ti­gen Siche­rungs­maß­nah­men lau­fen die Arbei­ten zur Brand­be­kämp­fung kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Dazu gehö­ren:

  • Betrieb des vor­han­de­nen Schlauch- und Sprink­ler­sys­tems mit Was­ser aus dem öffent­li­chen Ver­sor­gungs­netz sowie des­sen lau­fen­de Anpas­sung an die jewei­li­ge Brand­si­tua­ti­on
  • täg­li­che Droh­nen­be­flie­gun­gen mit Wär­me­bild­tech­nik
  • regel­mä­ßi­ge Bestrei­fun­gen des Gelän­des
  • Luft­mes­sun­gen sowohl direkt am Brand­herd als auch in der nächst­ge­le­gen Ort­schaft in Rich­tung der jewei­li­gen Rauch­fah­ne
  • Befül­lung der umlau­fen­den Gra­ben­schlit­ze und Vor­hal­te­be­häl­ter sowie Flä­chen­be­wäs­se­rung mit mobi­ler Tech­nik
  • Erwei­te­rung der umlau­fen­den Brand­schutz­schnei­se ein­schließ­lich Beräu­mung, Stub­ben­ro­dung und Mul­ch­ar­bei­ten
4. Ist die Rauch­fah­ne gefähr­lich?

Nach der­zei­ti­gem Erkennt­nis­stand ver­ur­sacht der Rauch erheb­li­che Geruchs­be­läs­ti­gun­gen in der Umge­bung.

Luft­mes­sun­gen wer­den ein­mal täg­lich direkt am Koh­le­trü­be­be­cken I in der Rauch­fah­ne sowie im Abs­trom durch­ge­führt. Im Rah­men der Luft­ana­ly­sen wer­den die Kon­zen­tra­tio­nen von Koh­len­mon­oxid, Sau­er­stoff, Koh­len­stoff­di­oxid, Methan und Schwe­fel­was­ser­stoff erfasst. Die Prü­fung der gemes­se­nen Wer­te erfolgt anhand der für die Arbeits­si­cher­heit maß­geb­li­chen Beur­tei­lungs­maß­stä­be für die ein­ge­setz­ten Beschäf­tig­ten vor Ort.

Wei­ter erfolgt jeweils eine Mes­sung pro Tag in der nächst­lie­gen­den Ort­schaft, die im Abs­trom der Rauch­fah­ne liegt. Die bis­her dort gemes­se­nen Wer­te sind unauf­fäl­lig.

5. Wohin kann ich mich bei gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen wen­den?

Für den Bevöl­ke­rungs­schutz in der Gemein­de Meu­sel­witz sind auf kom­mu­na­ler Ebe­ne das Ord­nungs­amt, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Meu­sel­witz sowie über­ge­ord­net das Land­rats­amt Alten­bur­ger Land als unte­re Kata­stro­phen­schutz­be­hör­de zustän­dig.

6. Wo kann ich Mess­ergeb­nis­se ein­se­hen?

Die Luft­mes­sun­gen erfol­gen der­zeit zur Beur­tei­lung der Arbeits­si­cher­heit der an der Brand­stel­le ein­ge­setz­ten Beschäf­tig­ten der LMBV und deren Auf­trag­neh­mer in unter­schied­li­chen Ent­fer­nun­gen zum Brand­herd.

Die bis­he­ri­gen Mes­sun­gen dort zei­gen kein ein­heit­li­ches Bild. Wäh­rend die meis­ten gemes­se­nen Para­me­ter unauf­fäl­lig waren, wur­den ver­ein­zelt erhöh­te Koh­len­mon­oxid-Wer­te fest­ge­stellt. Des­halb wer­den die Mes­sun­gen regel­mä­ßig fort­ge­setzt und hier ver­öf­fent­licht.

7. War­um kommt kein Lösch­hub­schrau­ber mehr zum Ein­satz?

Das Löschen mit dem Hub­schrau­ber dien­te der ober­fläch­li­chen Brand­be­kämp­fung und erwies sich für die Bekämp­fung der Rauch­ent­wick­lung als nicht geeig­net.

8. Wie soll der Schwel­brand lang­fris­tig gelöscht wer­den?

Für die Ober­flä­chen­be­net­zung des Brand­be­rei­ches plant die LMBV eine vier Kilo­me­ter lan­ge tem­po­rä­re Was­ser­lei­tung vom Rest­loch Zip­sen­dorf zum Rest­loch Rusen­dorf, die süd­lich des Orts­teils Mums­dorf ver­lau­fen soll.

Par­al­lel plant die LMBV die Errich­tung von zwei Brun­nen im Bereich des Koh­le­trü­be­be­ckens I im Rest­loch Rusen­dorf. Die Brun­nen sol­len jeweils bis in eine Tie­fe von rund 55 Metern rei­chen und eine Was­ser­men­ge von bis zu 500 Kubik­me­tern pro Tag för­dern. Damit soll das öffent­li­che Trink­was­ser­netz ent­las­tet wer­den.

Anschlie­ßend soll der Brand­be­reich dau­er­haft mit einer etwa zwei Meter mäch­ti­gen Schicht mit dafür geeig­ne­tem Mate­ri­al abge­deckt wer­den, um dem Schwel­brand die Sau­er­stoff­zu­fuhr abzu­schnei­den.

9. Wann wird sich die Situa­ti­on ver­bes­sern?

Ein genau­er Zeit­punkt lässt sich der­zeit lei­der noch nicht nen­nen. Die LMBV arbei­tet mit Hoch­druck dar­an, den Schwel­brand durch die geplan­te Was­ser­zu­fuhr und wei­te­re Maß­nah­men dau­er­haft zu been­den.

Die not­wen­di­gen Arbei­ten sind tech­nisch sehr auf­wen­dig und kön­nen nicht kurz­fris­tig umge­setzt wer­den. Bis die dau­er­haf­te Abde­ckung voll­stän­dig her­ge­stellt ist und ihre vol­le Wir­kung ent­fal­tet, wird nach heu­ti­gem Kennt­nis­stand noch eini­ge Zeit ver­ge­hen.

Luftmessungen erfolgen täglich

Der Rauch ver­ur­sacht wei­ter­hin erheb­li­che Geruchs­be­läs­ti­gun­gen in der Umge­bung. Luft­mes­sun­gen wer­den ein­mal täg­lich direkt am Koh­le­trü­be­be­cken I in der Rauch­fah­ne sowie im Abs­trom durch­ge­führt. Im Rah­men der Luft­ana­ly­sen wer­den die Kon­zen­tra­tio­nen von Koh­len­mon­oxid, Sau­er­stoff, Koh­len­stoff­di­oxid, Methan und Schwe­fel­was­ser­stoff erfasst. Die Prü­fung der gemes­se­nen Wer­te erfolgt anhand der für den Arbeits­schutz maß­geb­li­chen Beur­tei­lungs­maß­stä­be für die ein­ge­setz­ten Beschäf­tig­ten vor Ort.

Wei­ter erfolgt jeweils eine Mes­sung pro Tag in der nächst­lie­gen­den Ort­schaft, die im Abs­trom der Rauch­fah­ne liegt.

Die meis­ten Mess­wer­te lagen im unauf­fäl­li­gen Bereich. Ver­ein­zelt wur­den erhöh­te Koh­len­mon­oxid-Kon­zen­tra­tio­nen fest­ge­stellt. Des­halb wer­den die Mes­sun­gen kon­ti­nu­ier­lich fort­ge­führt und hier ver­öf­fent­licht.

Juli 2026

Oberflächliche Benetzung als Vorbereitung für dauerhafte Abdeckung

Zur Mini­mie­rung der Rauch- und Geruchs­be­läs­ti­gung des unter­ir­di­schen Bran­des soll das Koh­le­trü­be­be­cken I zunächst gezielt ober­fläch­lich benetzt wer­den. Hier­für wer­den in einem ers­ten Schritt rund 200.000 Kubik­me­ter Was­ser aus dem Rest­loch Zip­sen­dorf benö­tigt.

Anschlie­ßend soll der Brand­be­reich dau­er­haft mit einer etwa zwei Meter mäch­ti­gen Schicht mit dafür geeig­ne­tem Mate­ri­al abge­deckt wer­den, um dem Schwel­brand die Sau­er­stoff­zu­fuhr abzu­schnei­den. Die Auf­er­dung erfolgt aus­schließ­lich auf der aktu­ell vom Brand betrof­fe­nen Flä­che des Koh­le­trü­be­be­ckens I.

Zwei Rohrleitungen und Löschbrunnen in Vorbereitung

Für die Ober­flä­chen­be­net­zung des Brand­be­rei­ches berei­tet die LMBV den Bau von zwei pro­vi­so­ri­schen Rohr­lei­tun­gen vom Rest­loch Zip­sen­dorf bis zum Koh­le­trü­be­be­cken I über eine Stre­cke von rund vier Kilo­me­tern vor.

Par­al­lel plant die LMBV die Errich­tung von zwei Brun­nen im Bereich des Koh­le­trü­be­be­ckens I im Rest­loch Rusen­dorf. Die Brun­nen sol­len jeweils bis in eine Tie­fe von rund 55 Metern rei­chen und eine Was­ser­men­ge von künf­tig bis zu 500 Kubik­me­tern pro Tag för­dern. Damit soll das öffent­li­che Trink­was­ser­netz ent­las­tet wer­den.

Tägliche Maßnahmen zur Brandbekämpfung

Bis zur Umset­zung der lang­fris­ti­gen Siche­rungs­maß­nah­men lau­fen die Arbei­ten zur Brand­be­kämp­fung kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Dazu gehö­ren:

  • Betrieb des vor­han­de­nen Schlauch- und Sprink­ler­sys­tems mit Was­ser aus dem öffent­li­chen Ver­sor­gungs­netz sowie des­sen lau­fen­de Anpas­sung an die jewei­li­ge Brand­si­tua­ti­on
  • täg­li­che Droh­nen­be­flie­gun­gen mit Wär­me­bild­tech­nik
  • regel­mä­ßi­ge Bestrei­fun­gen des Gelän­des
  • Luft­mes­sun­gen sowohl direkt am Brand­herd als auch in der nächst­ge­le­gen Ort­schaft in Rich­tung der jewei­li­gen Rauch­fah­ne
  • Befül­lung der umlau­fen­den Gra­ben­schlit­ze und Vor­hal­te­be­häl­ter sowie Flä­chen­be­wäs­se­rung mit mobi­ler Tech­nik
  • Erwei­te­rung der umlau­fen­den Brand­schutz­schnei­se ein­schließ­lich Beräu­mung, Stub­ben­ro­dung und Mul­ch­ar­bei­ten

Hintergrund zum Brand

Am 27. Juni 2026 kam es zwi­schen Meu­sel­witz, Mums­dorf und Fal­ken­hain zu einem Groß­brand auf einer still­ge­leg­ten Flä­che des ehe­ma­li­gen Tage­baus Rusen­dorf. Betrof­fen ist das Koh­le­trü­be­be­cken I, das sich in berg­recht­li­cher Zustän­dig­keit der LMBV befin­det.

Das heu­ti­ge Koh­le­trü­be­be­cken ent­stand im Wesent­li­chen wäh­rend des Betriebs der Bri­kett­fa­brik Phö­nix. Dort fie­len bei der Bri­kett­her­stel­lung im Nass­be­trieb gro­ße Men­gen an Koh­le­trü­be an. Die­ses Gemisch aus Was­ser, Koh­len­staub und Koh­le­par­ti­keln wur­de über Jahr­zehn­te hin­weg in das Becken ein­ge­spült, wo sich die Fest­stof­fe über vie­le Jah­re abla­ger­ten.

LMBV-News zum Brand bei Meuselwitz

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