Großer Tag für das Lausitzer Seenland: Verbundfreigabe von fünf Bergbaufolgeseen steht bevor
Senftenberg. Am 29. Juni 2026 werden die Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen und die Staatsministerin Elisabeth Kaiser auf Einladung der LMBV gemeinsam mit der Region am Nordufer des Sedlitzer Sees den Verbundstart vor Ort symbolisch bei einem Festakt ab 11 Uhr einläuten. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden an diesem Tag auch der Sornoer Kanal und der Ilse-Kanal in Nutzung gehen. Die LMBV erwartet dazu Partner und Gäste zu 10:30 Uhr am Nordufer des Sedlitzer Sees am sog. Sanierungsstützpunkt. Die Ausschilderung erfolgt zum Sedlitzer See von der B 156 aus.
Wir freuen uns, wenn Sie sich bei Interesse zu dieser Veranstaltung im Vorfeld bereits unter pressesprecher@lmbv.de bitte bis zum 24.06.26 anmelden.
Für die Medienvertreter bieten wir zusätzlich noch an:
- Um den Verbund anschaulich zu zeigen, wird Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke um 9:45 Uhr im Hafen Großräschen ein Polizeiboot besteigen und dort direkt bereits schon für erste Fragen von Journalisten bis 10:00 Uhr kurz zur Verfügung stehen. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg wird bei seiner Fahrt durch den Großräschener See über den Ilse-Kanal zum Nordufer des Sedlitzer Sees vom Sprecher der Geschäftsführung der LMBV, Bernd Sablotny, und dem Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Alexander Erbert, begleitet.
- Parallel wird der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer im Hafen Geierswalde ebenfalls um 9:45 Uhr vor dem Ablegen für Fotos und O‑Töne zur Verfügung stehen. Er wird in Begleitung des Kaufmännischen Geschäftsführers der LMBV, Torsten Safarik, und dem Landrat des Landkreises Bautzen, Udo Witschas, ebenfalls ein Polizeiboot nutzen, um vom Geierswalder See kommend durch den Sornoer Kanal zum Nordufer der Sedlitzer Sees anzureisen.
Die Zeit von der Bootsabfahrt bis zum Festakt sollte jeweils ausreichend sein, um als Medienschaffender parallel auf dem Landweg auch das Festgelände der LMBV am Nordufer des Sedlitzer Sees rechtzeitig zu erreichen.
Hintergrund: Es handelt sich um einen großen Schritt für die Lausitz: Genau 100 Jahre sind seit der Aufschlussbaggerung für den damaligen Tagebau Ilse-Ost im Jahr 1926 vergangen, in dessen Restloch sich heute der Sedlitzer See der LMBV erstreckt. Bis zur heutigen Nutzung dieses vormaligen Restloches haben Generationen von Bergleuten an der komplexen Wiedernutzbarmachung der ehemaligen Tagebaue gearbeitet. Am Beispiel des nun entstandenen Lausitzer Verbundes von fünf von Menschenhand hergestellten Gewässern lässt sich gut das Motto der LMBV „Vom Bergmann zum See(n)mann“ nachvollziehen. Hauptaufgabe des Bergbausanierers war und ist, sichere Landschaften nach dem Bergbau für eine Nachnutzung in der Region herzustellen.
Der Sprecher der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau- Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Bernd Sablotny, betont: „Dieser Verbund ist ein großer Schritt nach vorn, den wir gemeinsam mit unseren Partnern würdigen. Mit den abgestimmten und gezielten Anstrengungen für diesen Seenverbund hatten es alle Beteiligten bereits zum 24. April 2026 geschafft, eine allererste Wassersportsaison auf dem Sedlitzer See ermöglichen. Mit der nun bevorstehenden Freigabe der Überleiter 10 und 11 können Bootsnutzer den Verbund der fünf Bergbaufolgeseen ab dem 29. Juni 2026 befahren.“
Auch die Arbeiten am Überleiter Nr. 8 (Rosendorfer Kanal) i. A. der LMBV werden noch im Spätsommer 2026 abgeschlossen. Bereits Anfang 2026 hatten sich in Großkoschen bei einer der regelmäßigen LMBV-Statusberatungen zum Fortgang in der Restlochkette die dort beteiligten Vertreter von Landesregierungen, Behörden, Zweckverbänden, der Landkreise und Kommunen mit dem Bergbausanierer LMBV gemeinsam darauf verständigt, den Seenverbund in der Restlochkette bereits frühzeitig zum 29. Juni 2026 zu organisieren. Damit wird eine breite Nutzung des Seenverbundes noch in der touristischen Saison in 2026 ermöglicht. (UST)
Fotos: LMBV | Steffen Rasche | 2026






