Baustelle wird nördlich der S130 eingerichtet / Holzungsarbeiten ab 1. Oktober 2026
Senftenberg/Spreetal. Ein Testfeld zur Rütteldruckverdichtung (RDV) soll wichtige Erkenntnisse für die dringend erforderliche Sicherung der B97 und S130 zwischen Spreetal und Hoyerswerda liefern. Die Baustelle wird jetzt nach und nach eingerichtet. Am 1. Oktober sollen die Holzungsarbeiten beginnen, um das Baufeld für die technischen Anlagen freizumachen. Die Sanierung ist notwendig, weil der mehrere Kilometer lange Streckenabschnitt über den einstigen Tagebau Brigitta verläuft und aufgrund der instabilen Kippenböden geotechnisch gefährdet ist.
Das Testfeld entsteht nördlich der S130 zwischen dem Abzweig der B97 und der Ortschaft Burgneudorf. Es wird eine Fläche von 2,7 Hektar umfassen, was der Größe von knapp vier Fußballfeldern entspricht.
Auch wenn die RDV eine erprobte Technologie im Lausitzer Revier ist, ist der Untergrund nirgendwo gleich, wissen die Bergbauexperten. Aus diesem Grund soll im sanierungsbedürftigen Umfeld der B97 getestet werden, in welchen Abständen die Rüttellanze in den Boden getrieben werden muss, um den Untergrund zuverlässig und dauerhaft zu stabilisieren. Ob die Lanze im Abstand von drei Metern, vier Metern oder gar 4,5 Metern neu angesetzt wird, hat Einfluss auf die Kosten, aber auch auf die Dauer der Sanierungsmaßnahme – und damit auf die Dauer der Straßensperrung.
Neben den Erkenntnissen zum RDV-Raster erwartet der Bergbausanierer unter anderem auch Informationen darüber, welche Mengen an Zugabematerial benötigt werden. Um einen jederzeit sicheren Einsatz der RDV zu gewährleisten, werden durch ein weiträumiges Monitoring auch die Grundlagen für die Entwicklung eines Mess- und Kontrollprogramms ermittelt.
„Der tatsächliche Einsatz der RDV im Testfeld wird nur wenige Monate dauern“, informiert Steffen Kowalick, Projektleiter der Sanierungsmaßnahme bei der LMBV. Straßensperrungen seien für das Testfeld nicht geplant. Nach Abschluss der RDV-Tests würden nicht mehr erforderliche Anlagen zurückgebaut und die Fläche für die Nachnutzung im Rahmen der Komplexmaßnahme gesichert. All dies soll Anfang des 3. Quartals 2027 erledigt sein.
Die Erkenntnisse des Testfeldes werden in die konkrete Sanierungsplanung eingearbeitet. Derzeit rechnet die LMBV mit einem Beginn der Gesamtmaßnahme frühestens Anfang der 2030er Jahre. Mit der Sanierung ist eine Sperrung der B97/S130 für fünf bis zehn Jahre verbunden.
Weiterführende Informationen zur Sanierung der B97/S130 und zum Testfeld finden Sie auf der LMBV-Projektwebsite www.b97-sanierung.de. Dort gibt es auch einen News-Bereich und Antworten auf häufig gestellte Fragen.
