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Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal erneut zu Gast bei der LMBV im Lausitzer Seenland

LMBV-Prokurist Gerd Richter informierte den Gast aus Potsdam über die Herausforderungen in der Bergbausanierung

Senftenberg/Sedlitz. Infra­struk­tur­staats­se­kre­tär Vol­ker-Gerd West­phal hat sich am 16. Sep­tem­ber 2026 über den Stand der Sanie­rungs­ar­bei­ten in den ehe­ma­li­gen Braun­koh­le­ta­ge­bau­ge­bie­ten der Lau­sitz infor­miert. Dazu wur­de er in der Mari­na Sedlitz von Sanie­rungs­be­reichs­lei­ter Gerd Rich­ter herz­lich bei der LMBV begrüßt. Zuletzt hat­te der Staats­se­kre­tär an der fei­er­li­chen Eröff­nung des 5‑Seen-Ver­bun­des, den die LMBV Ende Juni 2026 orga­ni­siert hat­te, inter­es­siert teil­ge­nom­men.

Staats­se­kre­tär West­phal wur­de am Sedlit­zer See von Manue­la Hahn, Lei­te­rin der Gemein­sa­men Lan­des­pla­nungs­ab­tei­lung Ber­lin-Bran­den­burg (Abtei­lung GL) und Refe­rats­lei­ter Uwe Sell von der GL4 beglei­tet. Wei­ter­hin nah­men der Refe­rent Thors­ten Scharf sowie die Refe­ren­tin­nen Heid­run Loch­mann und Fr. Wei­nert teil. Das Minis­te­ri­um für Infra­struk­tur und Lan­des­pla­nung hat­te wesent­lich dar­an mit­ge­wirkt, den Sedlit­zer See und die Über­lei­ter 2026 schiff­bar zu machen.

Zu den Sta­tio­nen der Info­to­ur der MIL-Mit­ar­bei­ter gehör­ten zuvor unter ande­rem der LEAG-Tage­bau Wel­zow-Süd und der Stadt­ha­fen Senf­ten­berg, der in den Jah­ren 2010 bis 2013 als ers­ter Hafen im Lau­sit­zer Seen­land gebaut wor­den war und zahl­rei­che Fol­ge­an­sied­lun­gen in Gas­tro­no­mie, Laden­ge­schäf­ten und Ver­leih­fir­men nach sich zog. Auch über den Stand der Arbei­ten i. A. der LMBV am Sedlit­zer Sees infor­mier­ten sich die Gäs­te. Ins­be­son­de­re die Sanie­rung gesperr­ter Kip­pen­be­rei­che und die Siche­rung von Böschun­gen sowie das Schaf­fen eines sta­bi­len Was­ser­haus­halts in der Lau­sitz stel­len wei­ter­hin gro­ße Her­aus­for­de­run­gen für die LMBV dar.

Westphal: Sanierung der Tagebaugebiete in der Lausitz ist ein Erfolgsmodell, bleibt aber Zukunftsaufgabe und kostet Geld

Staats­se­kre­tär Vol­ker-Gerd West­phal: „Man sieht es ganz plas­tisch und ein­drucks­voll: die ehe­ma­li­gen Tage­bau­ge­bie­te wer­den eine neue Per­le Bran­den­burgs. Des­halb ist es sehr erfreu­lich, dass die Ver­hand­lun­gen für die Finan­zie­rung der Fort­füh­rung der Sanie­rung sehr kon­struk­tiv ver­lau­fen und im Zeit­plan lie­gen. Wir arbei­ten inten­siv dar­an, dass die Anschluss­fi­nan­zie­rung der LMBV für die Jah­re 2028 bis 2032 recht­zei­tig vor Aus­lau­fen des aktu­el­len Abkom­mens Ende 2027 gesi­chert wer­den kann.“

Er beton­te wei­ter­hin: „Für das Land Bran­den­burg ist dies von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Denn Bran­den­burg bleibt – trotz gro­ßer Fort­schrit­te wie der Eröff­nung der Lau­sit­zer Seen­ket­te im Juni die­ses Jah­res – das Land mit dem größ­ten Sanie­rungs­be­darf. Die Lan­des­re­gie­rung wird sich auch in den kom­men­den Jah­ren mit Nach­druck für die erfolg­rei­che Fort­set­zung der Sanie­rungs­ar­bei­ten ein­set­zen. Denn der heu­ti­ge Besuch hat mir gezeigt: Bei allem, was schon erreicht wur­de, wer­den uns Auf­ga­ben der Grund­sa­nie­rung noch über Jah­re und Jahr­zehn­te beglei­ten.“ UST | mit PM des MIl v. 17.09.26

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Blick auf eine Arbeits­ein­heit auf dem Sedlit­zer See zur Untie­fen­be­sei­ti­gung.

Hin­ter­grund: Die Ver­wal­tungs­ab­kom­men zur Braun­koh­le­sa­nie­rung stel­len die Finan­zie­rung der Lau­sit­zer- und Mit­tel­deut­schen Berg­bau-Ver­wal­tungs­ge­sell­schaft (LMBV) mit Sitz in Senf­ten­berg für jeweils wei­te­re fünf Jah­re sicher. Die LMBV ist als bun­des­ei­ge­nes Unter­neh­men für die Wie­der­nutz­bar­ma­chung, Rekul­ti­vie­rung und Besei­ti­gung der Umwelt­schä­den aus der DDR-Braun­koh­len­wirt­schaft ver­ant­wort­lich.

Durch Wie­der­nutz­bar­ma­chung der vor­ma­li­gen Gru­ben und Flu­tung der Tage­bau­rest­lö­cher der Berg­bau­fol­ge­land­schaft Süd­bran­den­burgs und Nord­sach­sens ent­steht Euro­pas größ­te künst­lich geschaf­fe­ne Seen­land­schaft. Die­se Seen­ket­te wird lang­fris­tig län­der­über­grei­fend ein­mal ins­ge­samt zehn Tage­bau­seen, 12 Über­lei­ter und cir­ca 7.000 Hekt­ar ver­bun­de­ne Was­ser­flä­che umfasst.

Bei der Her­stel­lung die­ser län­der­über­grei­fen­den Seen­ket­te han­delt es sich um eines der bedeu­tends­ten lang­jäh­ri­gen Groß­pro­jek­te im Rah­men des Bund-Län­der-Ver­wal­tungs­ab­kom­mens Braun­koh­len­sa­nie­rung (VA BKS). Mit der Frei­ga­be des Sorn­oer Kanals, des Ilse-Kanals und des Rosen­dor­fer Kanals wur­de am 29. Juni 2026 ein zen­tra­ler Mei­len­stein der Lau­sit­zer Seen­land­ent­wick­lung erreicht: Die fünf gro­ßen Berg­bau­fol­ge­seen Groß­räsche­ner See, Sedlit­zer See, Part­wit­zer See, Gei­ers­wal­der See und Senf­ten­ber­ger See wur­den erst­mals voll­stän­dig schiff­bar mit­ein­an­der ver­bun­den. Sie umfas­sen zusam­men mehr als 5.000 Hekt­ar Was­ser­flä­che.

Für die Ent­wick­lung die­ses Teils der Seen­ket­te wur­den bis­lang ins­ge­samt rund 941 Mil­lio­nen Euro aus dem Bund-Län­der-Ver­wal­tungs­ab­kom­men Braun­koh­len­sa­nie­rung ein­ge­setzt. Allein für die berg­bau­li­che Grund­sa­nie­rung waren mehr als 837 Mil­lio­nen Euro erfor­der­lich. Den größ­ten Finan­zie­rungs­an­teil trug der Bund mit rund 540 Mil­lio­nen Euro. Bran­den­burg und Sach­sen haben die Ent­wick­lung ergän­zend in erheb­li­chem Umfang unter­stützt. Im Land Bran­den­burg wur­den dabei zur Erhö­hung des Fol­ge­nut­zungs­stan­dards nach der Grund­sa­nie­rung ent­spre­chend §4 des Ver­wal­tungs­ab­kom­mens Braun­koh­len­sa­nie­rung bis­her Lan­des­för­der­mit­tel im Umfang von rund 73,5 Mil­lio­nen Euro ein­ge­setzt. (Zitiert aus PM des MIL v. 17.09.26)

Fotos: Uwe Steinhuber | LMBV

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