Standsicherheit der Kippenböschungen
Harbke. Am entstehenden Lappwaldsee saniert die LMBV das südwestliche Endböschungssystem der Hochkippe Tagebau Wulfersdorf und den Bereich der Ostböschung an der Hauptniederfahrt zum Grenzkohlepfeiler des Tagebaurestloches Wulfersdorf seit 2020. Im Zuge des sich bereits seit 2003 vollziehenden Grundwasserwiederanstieges und der damit einhergehenden geplanten Flutung der Tagebaurestlöcher Helmstedt und Wulfersdorf zum Lappwaldsee wurden für die Tieflagen des Restlochs Altwulfersdorf offene Seeflächen prognostiziert, die die Standsicherheit des der betroffenen Böschungsbereiche gefährden. Daher hat die bergbauliche Sanierung das Ziel, die Standsicherheit des Kippenböschungssystems ohne zeitliche Einschränkungen herzustellen und damit eine künftige Nachsorgefreiheit zu gewährleisten.
Tieflage 1 fertiggestellt
Bis Oktober 2024 wurden bereits drei Bauabschnitte im Erdbau realisiert. Es wurde ein Rampensystem aus dem Restmassenblock bzw. Gewinnungsbereich zur Tieflage 1 errichtet und der Einbau von Erdbaumassen bis zum gegenwärtigen Niveau von ca. +95 m NHN an der Westseite bis +111 m NHN an der Ostseite der Tieflage 1 vollzogen.
Zwischen Anfang April und Ende Oktober 2026 lief der 4. Bauabschnitt am Lappwaldsee, bei dem rund ca. 120.000 Kubikmeter Massen bewegt worden sind. Er diente der Endprofilierung zur Anstützung der unteren Kippenböschung in der Tieflage 1 sowie im nordwestlichen Endteil der sanierten Südwestböschung der Hochkippe. Dazu wurden wie in den vorangegangenen Bauabschnitten Kippmassen aus dem Bereich der Hochkippe per Hydraulikbagger und Dozer gewonnen und abtransportiert. Nach dem Einbau der zugefahrenen Massen und der Oberflächenverdichtung in die Tieflage 1 steht nunmehr noch ein Restmassenblock von ca. 275.000 Kubikmetern. Dieser wird voraussichtlich ab dem kommenden Jahr zur Anstützung des oberen Glüsig an der Ostböschung des Lappwaldsees genutzt werden.




