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Ausbau der Kleinen Spree abgeschlossen – Durchflusskapazität auf 7 Kubikmeter pro Sekunde erhöht

Belastungstest bestätigt Funktionsfähigkeit der ausgebauten Gewässerstrecke zwischen Burghammer und Spreewitz

Senftenberg/Burgneudorf. Der Aus­bau der Klei­nen Spree von Burg­ham­mer bis Spree­witz ist erfolg­reich abge­schlos­sen. Im Rah­men eines abschlie­ßen­den Belas­tungs­tests wur­de in der ver­gan­ge­nen Woche die für das Bau­vor­ha­ben vor­ge­se­he­ne maxi­ma­le Durch­fluss­men­ge von bis zu 7 Kubik­me­tern Was­ser pro Sekun­de erreicht. Damit ist die Klei­ne Spree für die voll­stän­di­ge betrieb­li­che Nut­zung der Was­ser­aus­lei­tung aus dem Was­ser­spei­cher­sys­tem Loh­sa II ertüch­tigt.

Die Aus­bau­stre­cke umfasst eine Län­ge von rund 5,4 Kilo­me­tern. Durch die Ver­brei­te­rung und Neu­pro­fi­lie­rung des Gewäs­sers konn­te die Durch­fluss­ka­pa­zi­tät von bis­lang rund 1,5 auf bis zu 7 Kubik­me­ter pro Sekun­de erhöht wer­den. Die Gesamt­kos­ten der Maß­nah­me belau­fen sich auf rund 5,5 Mil­lio­nen Euro.

Belas­tungs­test bestä­tigt Funk­ti­ons­fä­hig­keit

Für den abschlie­ßen­den Test wur­de die Abga­be­men­ge aus dem Spei­cher­be­cken Burg­ham­mer ab dem 13. August 2026 schritt­wei­se erhöht. Bis zum 21. August 2026 wur­de der Abfluss in Schrit­ten von etwa 0,5 Kubik­me­tern pro Sekun­de gestei­gert.  Vor jeder Erhö­hung wur­de ein Moni­to­ring durch­ge­führt und bei Errei­chen der Maxi­mal­men­ge eine Ver­weil­zeit von 24 h ein­ge­hal­ten.

Wäh­rend die­ser Pha­sen kon­trol­lier­ten Fach­leu­te die gesam­te Aus­bau­stre­cke. Das Pla­nungs­bü­ro Swe­co GmbH führ­te Böschungs­be­ge­hun­gen durch, um mög­li­che Unre­gel­mä­ßig­kei­ten früh­zei­tig zu erken­nen. Auch fan­den sei­tens der Pla­ner und der Lan­des­tal­sper­ren­ver­wal­tung (LTV) Droh­nen­be­flie­gun­gen der Tras­se statt. Par­al­lel waren Mess­trupps der SGL Spe­zi­al- und Berg­bau-Ser­vice­ge­sell­schaft Lauch­ham­mer mbH und der Staat­li­chen Betriebs­ge­sell­schaft für Umwelt und Land­wirt­schaft (BfUL) vor Ort, um unab­hän­gi­ge und belast­ba­re Mess­wer­te zu erhe­ben. Die Mess­ergeb­nis­se wur­den mit den auto­ma­tisch erfass­ten Daten der LMBV abge­gli­chen.

Am Pegel Burg­neu­dorf 1 stell­te sich bei einer Abga­be von bis zu 6,5 Kubik­me­tern pro Sekun­de aus dem Spei­cher Burg­ham­mer zusam­men mit dem Was­ser der Klei­nen Spree und der Abga­be aus dem Spei­cher Loh­sa I der ange­streb­te Gesamt­ab­fluss von 7 Kubik­me­tern pro Sekun­de ein.

Um den Was­ser­stand im Spei­cher Burg­ham­mer wäh­rend des Tests nicht zu stark abzu­sen­ken, wur­den par­al­lel rund 3,3 Kubik­me­ter Was­ser pro Sekun­de aus dem Spei­cher Loh­sa II über die Tun­nel­röh­re nach Burg­ham­mer über­ge­lei­tet.

An der Durch­füh­rung des Belas­tungs­tests waren neben dem Pla­nungs­bü­ro Swe­co GmbH und dem aus­füh­ren­den Auf­trag­neh­mer Hagn Umwelt­tech­nik GmbH, die LMBV als Auf­trag­ge­ber, sowie die Lan­des­tal­sper­ren­ver­wal­tung des Frei­staa­tes Sach­sen (LTV) als aktu­el­ler und zukünf­ti­ger Bewirt­schaf­ter betei­ligt. Unter­stützt wur­de der Test durch die Mess­trupps der BfUL und der SGL.

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Blick auf den Fluss­ver­lauf der Klei­nen Spree

Gewäs­ser­aus­bau mit öko­lo­gi­schen Struk­tu­ren

Die vor­be­rei­ten­den Arbei­ten für den Gewäs­ser­aus­bau, ein­schließ­lich der Suche und Beräu­mung von Kampf­mit­teln, began­nen bereits im Herbst 2018. Im Som­mer 2019 erfolg­te in Burg­neu­dorf der ers­te Spa­ten­stich für die Neu­pro­fi­lie­rung der Klei­nen Spree. Seit Juli 2020 wur­de nach der voll­stän­di­gen Ent­schlam­mung der Aus­bau­stre­cke inner­halb des ursprüng­li­chen Gewäs­ser­ver­laufs das neue Tra­pez­pro­fil her­ge­stellt.

Die Sohl­brei­te beträgt im Aus­bau­be­reich nun durch­schnitt­lich fünf bis sechs Meter. Eine mäan­drie­ren­de Nied­rig­was­ser­rin­ne sorgt für eine natur­nä­he­re Gewäs­ser­struk­tur. Das neue Gewäs­ser­bett ist ins­ge­samt rund zehn Meter breit. Der Aus­bau erfolg­te dabei in der soge­nann­ten „flie­ßen­den Wel­le“, sodass die Arbei­ten unter Auf­recht­erhal­tung des Was­ser­flus­ses durch­ge­führt wer­den konn­ten.

Auch öko­lo­gi­sche Aspek­te wur­den bei der Gestal­tung berück­sich­tigt. Auf aus­ge­wähl­ten Abschnit­ten mit einer Gesamt­län­ge von rund einem Kilo­me­ter ent­stan­den Gewäs­ser­auf­wei­tun­gen, klei­ne Insel­flä­chen, Schilf­be­rei­che und unter­schied­lich geneig­te Böschun­gen. Damit wur­den viel­fäl­ti­ge, gewäs­ser­ty­pi­sche Struk­tu­ren geschaf­fen und die Lebens­be­din­gun­gen für die Fließ­ge­wäs­ser­fau­na ver­bes­sert.

Wich­ti­ger Bau­stein für die Was­ser­be­wirt­schaf­tung

Die Klei­ne Spree ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Was­ser­spei­cher­sys­tems Loh­sa II, zu dem das Rest­loch Loh­sa II, der Drei­wei­ber­ner See und der Bern­stein­see gehö­ren. Das Was­ser­spei­cher­sys­tem dient ins­be­son­de­re der Nied­rig­was­ser­auf­hö­hung der Spree und damit dem Schutz des Bio­sphä­ren­re­ser­va­tes Spree­wald sowie der Stüt­zung des Was­ser­haus­hal­tes von Ber­lin.

Dar­über hin­aus ermög­licht das Spei­cher­sys­tem eine ver­bes­ser­te was­ser­wirt­schaft­li­che Steue­rung der Berg­bau­fol­ge­seen. Mit der Erhö­hung der Leis­tungs­fä­hig­keit der Klei­nen Spree steht nun eine deut­lich grö­ße­re Kapa­zi­tät für die geziel­te Aus­lei­tung von Was­ser aus dem Spei­cher­sys­tem in die Spree zur Ver­fü­gung.

Fotos: Gernot Menzel und Martin Hoffmann für LMBV

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