Leipzig/Mumsdorf. Der Bau der Wasserleitung zur Brandeindämmung im Restloch Rusendorf bei Meuselwitz hat begonnen.
Nachdem am 17. August die bauvorbereitenden Arbeiten starteten, konnte zum Ende der Woche schon der erste Kilometer eines Strangs der insgesamt acht Kilometer langen Doppelstrangleitung gebaut werden. Somit wird die Wasserzuführung vier Kilometer entlang des Ortsrands von Mumsdorf zum Kohletrübebecken führen, in dem es unterirdisch schwelt.
Die Leitung, die Wasser vom Restloch Zipsendorf ins Restloch Rusendorf führen wird, soll das Trinkwassernetz der Region entlasten, das derzeit noch zur Brandbekämpfung gebraucht wird.
Das bauausführende Unternehmen Lutz Duwe KG aus Leipzig arbeitet mit Hochdruck an der Errichtung der temporären Leitung, um schnellstmöglich Entlastung für die umliegenden Ortschaften zu schaffen. Zur Minimierung der Rauch- und Geruchsbelästigung des unterirdischen Brandes soll das Kohletrübebecken I zunächst gezielt oberflächlich benetzt werden. Hierfür werden in einem ersten Schritt rund 200.000 Kubikmeter Wasser aus dem Restloch Zipsendorf benötigt.
Hintergrund:
Am 27. Juni 2026 kam es zwischen Meuselwitz, Mumsdorf und Falkenhain zu einem Brand auf einer stillgelegten Fläche des ehemaligen Tagebaus Rusendorf. Betroffen ist das Kohletrübebecken I, das sich in bergrechtlicher Zuständigkeit der LMBV befindet. Aus dem anfänglichen Waldbrand entwickelte sich ein unterirdische Kohlebrand am Restloch Rusendorf zwischen Mumsdorf und Falkenhain. Die Arbeiten zur Brandeindämmung dauern an. Der Schwerpunkt liegt weiterhin darauf, den unterirdischen Schwelbrand einzudämmen und anschließend den betroffenen Bereich dauerhaft zu sichern. Weiterführende Informationen finden sich hier.

