Umweltschützer haben schwimmende Brutplätze für die Seeschwalbe auf der Goitzsche eingerichtet

Bitterfeld. Umweltschützer haben neue Brutplätze für seltene Vögel in der Goitzsche eingerichtet. Die beiden Teile einer 25 Quadratmeter großen schwimmenden Vogelinsel wurden kürzlich von NABU-Mitgliedern am Strand der Goitzsche zusammengefügt. Zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wurde nun ein erster Versuch auf dem Goitzsche-See gestartet. Denn dort - abseits von Trubel, im Gewässer - hatten der NABU vor zwei Jahren beobachtet, dass sich 15 Fluss-Seeschwalben-Pärchen an Land Nester gebaut und Eier abgelegt haben und dann geplündert wurden und verschwanden. Mit der gebrauchten Insel, die im See verankert wird, soll das nun nicht wieder passieren können. Denn dass den Fluss-Seeschwalben die Gegend an der Goitzsche gefällt, bestätigt, dass auch im vergangenen Jahr sich ein Vogel-Paar wieder ein Plätzchen hier ausgesucht hatte. Aus diesem Nest sind sogar zwei Junge ausgeflogen, hatten die NABU-Leute beobachtet. Auf einem Tieflader wurde die eine Tonne schwere und 25 Quadratmeter große künstliche Insel aus betongefüllten Plastikbehältern und Holz, getrennt in zwei Teile an transportiert. Mit Holzbohlen wurden die beiden Inselhälften wieder zu einer Fläche zusammengebaut. Anschließend kamen Steine und Sand auf die Fläche, so dass die Vögel sich Kuhlen in den Sand arbeiten können, in denen sie sich häuslich einrichten können. (Quelle: MZ v. 01.04.2008)

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