Rutschung bei Verdichtungsarbeiten am Altdöberner See - Betretungsverbot ist aktueller denn je

Senftenberg/Altdöbern. Am Altdöberner See (ehemaliger Tagebau Greifenhain) ist es am 15.11.2008 erneut zu einer kleineren Rutschung gekommen. Davon betroffen ist die bei Altdöbern gelegene Kippenböschung, die momentan im Auftrag der LMBV saniert wird. Bei den ins Rutschen geratenen rund 100.000 Kubikmetern Erdmassen handelt es sich um eine etwa 100 mal 70 Meter große sowie bis zu 15 Meter tiefe Fläche im vorderen, seitlich gelagerten Arbeitsbereich des zweiten Seilbaggers zum Rütteldruckverdichten. Das zuständige Bergamt und der Böschungssachverständige sind, wie in solchen Fällen üblich, eingeschaltet worden. „In der Sanierungsphase kann es in setzungsfließ-gefährdeten Bereichen immer mal wieder zu nicht vorher sagbaren Rutschungen kommen“, informierte Dr. Uwe Steinhuber. Die LMBV appelliert daher nochmals eindringlich, die aufgestellten Warnschilder zu respektieren. Setzungsfließrutschungen sind Massenbewegungen gekippter Bereiche infolge der Verflüssigung wassergesättigter, rolliger Lockergesteine in lockerer Lagerung. „Die Kippenböschung am Altdöberner See ist für uns eine besondere technische Herausforderung hinsichtlich ihrer Dimension“, betonte Dr. Steinhuber. Die „LMBV kommt damit zielgerichtet ihrem Wiedernutzbarmachungs-Auftrag auch mit dem Herstellen sicherer Böschungen nach. Die Böschungssicherung im Restloch Tagebau Greifenhain wird mittels Rütteldruckverdichtung sowie auf weiter entfernten Kippenabschnitten mittels Sprengverdichtung bis in das Jahr 2010 und in einzelnen Böschungsbereichen auch darüber hinaus ausgeführt.

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