175 Millionen Tonnen Braunkohle wurden 2008 subventionsfrei in Deutschland gefördert

Köln. Die deutsche Braunkohlenindustrie hat 2008 insgesamt 93 Prozent ihrer Produktion für die Erzeugung von Strom und Fernwärme in öffentlichen und industriellen Kraftwerken zur Verfügung gestellt. Die gesamte Stromerzeugung aus Braunkohle verringerte sich im gegenüber 2007 leicht auf 150 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh). Damit stammt unverändert nahezu jede vierte Kilowattstunde Strom, die in Deutschland erzeugt und verbraucht wird, aus Braunkohle. Die Förderung der deutschen Braunkohlenindustrie erreichte im vergangenen Jahr die Größenordnung der Vorjahre. Mit einer Gesamthöhe von gut 175 Millionen Tonnen (Mio. t) war sie 2,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die Produktion in den vier deutschen Braunkohlenrevieren entwickelte sich unterschiedlich. Im Rheinland lag die Produktion bei knapp 96 Mio. t (minus 4 Prozent), in der Lausitz bei nahezu 58 Mio. t (minus 2,6 Prozent) und in Helmstedt wurden etwas mehr als 2 Mio. t Braunkohle gefördert (plus 0,7 Prozent). In Mitteldeutschland erhöhte sich die Förderung um gut 1 Prozent auf 19,5 Mio. t.
Die Zahl der Beschäftigten lag Ende 2008 in der deutschen Braunkohlenindustrie bei etwa 22.500. Im Rheinland stieg die Zahl der Mitarbeiter leicht auf 11.540. In Mitteldeutschland blieb die Beschäftigung mit etwa 2.500 Arbeitsplätzen konstant. Für die Lausitz weist die Beschäftigtenstatistik etwa 7.850 Mitarbeiter aus. Darüber hinaus sind in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier knapp 400 Menschen in Sanierungsgesellschaften angestellt. Insgesamt werden in Deutschland gut 50.000 Arbeitsplätze durch Braunkohlenbergbau und Stromerzeugung aus Braunkohle gesichert. (Quelle: DEBRIV PM 01/2009)

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