Elbwasserüberleitung ins Lausitzer Seenland soll geprüft werden – Machbarkeitsstudie wird voraussichtlich vergeben und erarbeitet

Senftenberg. Die LMBV hat dem StuBA (Steuerungs- und Budgetausschuss für die Braunkohlesanierung) in seiner 83. Sitzung Ende 2008 drei vorhandene Projektvorschläge zu einer Überleitung von Elbewasser in das Lausitzer Seenland vorgestellt. Veranlassung dafür war eine Bewertung der Wasserbilanzen in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster sowie in den Lausitzer Bergbaufolgeseen und ihren Entwicklungsprognosen unter den aktuellen Klimaszenarien. Im Jahre 2008 wurden zur Überleitung von Elbe-Wasser drei unterschiedliche Projektvorschläge von der BTU Cottbus, der TU Bergakademie Freiberg und dem SMUL in Dresden vorgelegt. Die LMBV wird nun nach Zustimmung des StuBA eine Machbarkeitsstudie in den kommenden Monaten auf den Ausschreibungsweg bringen. Dazu sind noch die notwendigen Gremienbeschlüsse im RSB Ostsachsen (Regionaler Sanierungsbeirat) und im übergeordenten StuBA herbeizuführen. Die Machbarkeitsstudie hat das grundsätzliche Ziel, die wasserwirtschaftliche Notwendigkeit der Elbewasser-Überleitung ebenso wie die Machbarkeit als auch die Sicherung der ökologischen Mindestwasserführung im Zuge einer vergleichenden Bewertung zu beurteilen. Für die Fremdwasserflutung der Bergbaufolgeseen kommt eine Elbwasserüberleitung zu spät. Die Überleitung könnte jedoch langfristig nützlich sein für die Sicherung der Nachsorge der Bergbaufolgeseen und die Erhöhung des Wasserdargebotes der Fließgewässer Spree und Schwarze Elster.

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