Bürgerinitiative "Stopp Privatisierung am Cospudener See" – Streit um geplantes Golfresort in Hafennähe

Markkleeberg. Die Leipziger Volkszeitung und BILD Leipzig berichteten Ende Februar und Anfang März über den sich formierenden Widerstand für ein angedachtes Golf- und Wellnesshotel („Golfresort mit Spa Hotel“) der Leipziger Firma UNISTER am Cospudener See in der Nähe der bisherigen Hafenanlage Pier 1. Eine Bürgerinitiative "Stopp Privatisierung am Cospudener See" habe sich gebildet. Das Hotelprojekt mit 18-Loch-Golfplatz und Villenpark am Cospudener See bewegt die Gemüter ganz unterschiedlich. Während Markkleebergs Oberbürgermeister Klose laut LVZ vom 24. Februar das Projekt insbesondere mit Blick auf 200 neue Arbeitsplätze positiv begleitet, haben viele Anwohner für das Kur-Hotel kein Verständnis. Für „Grün statt Beton“ plädierte beispielsweise Mathilde Müller. Eine Bürgerinitiative will nun neben einer Unterschriftenaktion weitere Zeichen gegen das geplante 40-Millionen-Euro-Projekt setzen. Das Projekt soll am Südufer des im Jahre 1999 von der LMBV an die Kommunen Leipzig und Markkleeberg veräußerten Sees entstehen. Als prominenter Gegner hat sich nun auch der weltweit bekannte Maler Neo Rauch in der BILD Leipzig vom 2. März zu Wort gemeldet. Der ansonsten als öffentlichkeitsscheu geltende Künstler möchte keine „Starnberger Verhältnisse“ am See, die dem Normalbürger den bisher ungehinderten Zugang verwehren würden. Neo Rauch wird zu dem im Zuge der Bergbausanierung von der LMBV hergestellten künstlichem Gewässer und dessen Renaturierung weiter mit den Worten zitiert: „Diesen Heilungsprozess der Natur aus nächster Nähe zu erleben, war eine große Chance und Quelle der Inspiration für mich.“ Die Firma UNISTER wehrte sich medienöffentlich gegen bisherige kritischen Darstellungen. Ziel des Projektes sei auch der Erhalt und Ergänzung der naturnahen Bereiche. Die LMBV hatte 1999 rund 400 Hektar See- und Uferbereiche des Cospudener See an die Stadt Markkleeberg verkauft.

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