OSL-Kreisentwicklungsausschuss tagte bei der LMBV in Senftenberg am 7. September und besichtigte FZL

Senftenberg. Eine öffentliche Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses des Landkreistages Oberspreewald-Lausitz unter Leitung von Prof. Peter Biegel fand am 7. September in den Räumlichkeiten der LMBV in der Knappenstraße statt. Neben den Abgeordneten waren auch einige interessierte Bürger und Medienvertreter erschienen. Auf der Tagungsordnung stand u. a. ein Bericht des Leiters der Flutungszentrale Lausitz (FZL), Rudolf Heine, zum Flutungsgeschehen im Verantwortungsbereich der LMBV. Die 31 ehemaligen Tagebaugruben des Lausitzer Seenlandes waren mit Stand 31. August zu 68 Prozent mit Wasser gefüllt. Durch die LMBV als Bergbausaniererin wurden in den ersten acht Monaten 2009 bereits 105 Millionen Kubikmeter Wasser in die Seen geleitet, teilte Rudolf Heine mit. Das meiste Nass sei demnach mit gut 48 Millionen Kubikmetern aus der Lausitzer Neiße entnommen worden, gefolgt von der Spree mit 46 Millionen und der Schwarzen Elster  mit elf Millionen. Von der Flutung hätten mit 91 Millionen Kubikmeter Wasser zu einem überwiegenden Teil die Gewässer in der sächsischen Lausitz profitiert, während die Brandenburger Seen bilanztechnisch nur mit 14 Millionen Kubikmetern auskommen mussten. Durch die reichlichen Niederschläge sei in den zurückliegenden Monaten mehr Wasser als im Vorjahreszeitraum in die ehemaligen Tagebaugruben geleitet worden. Heine zufolge beherbergen die Gewässer des Lausitzer Seenlandes derzeit einen Wasserspeicher von 1,55 Milliarden Kubikmetern. Das Grundwasserdefizit in der Lausitz bewege sich bei 2,2 Milliarden Kubikmetern. Anfang der 90er-Jahre hätten noch rund sieben Milliarden Kubikmeter Wasser gefehlt. Über konkrete Fragen des Grundwasserwiederanstieges im OSL-Kreis berichteten Hartmut Rebol und Martina Möller von der LMBV. Die Kreistagsabgeordneten und weitere Gäste nutzen die Chance, den Räumlichkeiten der FZL einen Besuch abzustatten.

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