Sanierte Kippen bei Finsterwalde sollen zum geplanten Solarparks Finsterwalde II und III genutzt werden

Finsterwalde/Potsdam. Zwischen dem Landesbetrieb Forst Brandenburg und dem Berliner Projektentwickler unlimited energy GmbH wurde am10.09.2009 der Pachtvertrag über die Nutzung einer 32 Hektar großen Fläche, die Teil der geplanten Solarparks Finsterwalde II und III ist, abgeschlossen. Die Realisierung der Solarparks ist ein weiterer Baustein, mit dem Brandenburg die „Energiestrategie 2020“ verwirklichen wird, nämlich in elf Jahren den Anteil erneuerbarer Energien – Windkraft, Solar und Biomasse – von derzeit 6,2 auf dann 20 Prozent am Primärenergieverbrauch zu erhöhen. „Für die beiden derzeit größten Solar-Anlagen in Deutschland hat die Landesforstverwaltung Brandenburg Flächen zur Verfügung gestellt“, erklärte Brandenburgs Agrarstaatssekretär Dietmar Schulze. Von 1912 bis 1980 wurde von der betreffenden Fläche, die davor Wald war, Braunkohle abgebaut. Nach der Sanierung durch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH und der Rückgabe an die Landesforstverwaltung Mitte der neunziger Jahre wurde die Fläche zunächst zur landwirtschaftlichen Nutzung und schließlich vom Landesbetrieb Forst Brandenburg für das Vorhaben Solarpark Finsterwalde verpachtet. Somit wird für dieses Vorhaben keine Waldfläche in Anspruch genommen. Der bestehende „Solarpark Finsterwalde“ besteht aus rund 190.000 Photovoltaik-Modulen, die eine Gesamtleistung von 41 Megawatt erzeugen. Die Anlage ist an das nahe gelegene Umspannwerk Lichterfeld angeschlossen, von wo aus der Strom in das Netz einge­speist wird. Die jährlich produzierte Energie von 38 Mio. Kilowatt­stunden reicht, um rund 11.000 Haushalte zu versorgen. Dabei werden etwa 45.000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart. Quelle: PM des MLUV vom 11.092009

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