Land Sachsen-Anhalt übernimmt vom Bund tausende Hektar Naturschutzflächen - auch LMBV-Flächen

Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt übernimmt vom Bund tausende Hektar Naturschutzflächen. „Das ist ein guter Tag für den Naturschutz in Sachsen-Anhalt“, sagte Umweltminister Hermann Onko Aeikens am 08.06.2010 nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg. Bund und neue Länder hatten seit mehreren Jahren über die Übernahme verhandelt, Detailfragen etwa zum Umgang mit Altlasten und zu den Kosten blieben aber lange ungeklärt. „Sorgfältigkeit ging vor Schnelligkeit“, sagte Aeikens einer Nachrichtenagentur. Sachsen-Anhalt habe gute Konditionen ausgehandelt. Für die Entwicklung eines Konzepts u.a. für das „Grüne Band“ sind im Doppelhaushalt 2010/2011 etwa 800.000 Euro eingeplant. Nach Angaben des Ministers stimmte die Landesregierung auch der Übertragung von 16.390 Hektar weiterer Flächen an das Land zu. Es handelt sich dabei um Areale des Nationalen Naturerbes, die das Land zum Teil an Verbände wie den Naturschutzbund Deutschland (NABU), den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) oder die Umweltstiftung WWF Deutschland weitergeben will. Die Flächen waren bisher im Besitz des Bergbausanierers LMBV oder der  BVVG, die ehemals volkseigene Flächen vermarktet. Die Flächen seien laut Umweltministerium außerordentlich wertvoll, weil es dort viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten gebe.

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