LMBV: Inbetriebnahme einer Wasserhaltung am Concordia See bei Schadeleben geplant

Senftenberg/Nachterstedt. Zur künftigen Steuerung des Wasserspiegels nimmt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) voraussichtlich am Montag, den 11.10.2010 am Nordufer des Concordia Sees, zwischen den Ortschaften Schadeleben und Friedrichsaue, eine Wasserhaltung in Betrieb. Dazu fand am 7. Oktober 2010 ein erster erfolgreicher Funktionstest statt. Als geotechnische Randbedingung zur Gewährleistung der Standsicherheit der Endböschungen und Voraussetzung der Durchführung der Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Tagebaurestloches Nachterstedt/Schadeleben wird von den Gutachtern kein weiteres Ansteigen des Seewasserspiegel im Concordiasee gefordert. Die Errichtung und die Inbetriebnahme der Wasserhaltung wurden vom zuständigen Landesamt für Geologie und Bergwesen Halle und der Unteren Wasserbehörde des Salzlandkreises genehmigt. Das Wasser wird hierzu mit einer am Ufer aufgestellten Pumpenanlage, die über zwei in Reihe geschaltete Pumpen verfügt, über eine Rohrleitung in den angrenzenden Hauptseegraben übergehoben und anschließend im natürlichen Gefälle in den Vorfluter Selke geführt. Das Wasser aus dem Concordia See wird über zwei Rohrleitungen angesaugt. Mit der Pumpenanlage ist eine Wasserableitung von ca. 12 m³/min möglich. Seit der Böschungsbewegung vom 18.07.2009 ist der Concordia See um mehr als 1,50 Meter durch den natürlichen Grundwasseraufgang angestiegen.

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