Großes Hufeisen in eiszeitlicher Streusandbüchse – Geopark Muskauer Faltenbogen geht über Grenze

Potsdam. Geteilt durch die Lausitzer Neiße, befindet sich der Geopark Muskauer Faltenbogen im Länderdreieck Brandenburg – Sachsen – Polen. Sein westlicher Teil liegt in Brandenburg und Sachsen, sein östlicher in der polnischen Wojewodschaft Lebuser Land. Der Faltenbogen wurde vor etwa 340.000 Jahren am Rand des Muskauer Gletschers aufgestaucht. Seitdem prägt er als etwa 20 Kilometer 20 Kilometer großes „Hufeisen“ das Landschaftsbild. Der historische Braunkohlen- und Tonbergbau hinterließ im Muskauer Faltenbogen einige Hundert Restseen. Der überwiegende Teil von ihnen entwickelt sich nach und nach zu ökologisch wertvollen Biotopen, die als Naturschutzgebiete ausgewiesen wurden. Der Geopark kann mit einigen touristischen Attraktionen aufwarten: dem Informationszentrum im Schullandheim Jerischke, dem 36 Meter hohen Aussichtsturm am Felixsee (Siehe Foto) und einem gut ausgebauten Radwegenetz mit Informationstafeln. Bereits 1994 gab es Ideen für ein deutsch-polnisches Projekt. In den späten Neunzigern wurde das Vorhaben als länder- und staatsübergreifender Geopark ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land und nahm zunehmend Gestalt an. 2006 wurde der Geopark als Nationaler Geopark Deutschlands und 2009 als Nationaler Geopark Polens anerkannt. Im Herbst dieses Jahres wird mit einer Entscheidung in Paris hierzu gerechnet. Der Geopark wurde gegründet, um die Natur-, Kultur- und Bergbaufolgelandschaft rechts und links der Neiße touristisch aufzuwerten. Quelle: PM des MIL v. 15.04.2011

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