In 60er Jahren untersuchte „Betriebsböschung“ - Im Rahmen der bergbaulichen Gestaltung neu modelliert

Senftenberg. Bei der Suche nach den Ursachen der Böschungsbewegung von Nachterstedt 2009 wurden inzwischen mehr als 20.000 Dokumente ermittelt und ausgewertet, darunter auch Gutachten des Wisssenschaftlich-Technischen Instituts der VVB Braunkohle Halle (WTI) aus dem Jahr 1967. Die LMBV hat in den 1990er Jahren eine komplexe Sanierungskonzetion für den Tagebau Nachterstedt/Schadeleben erarbeitet und in Form eines bergrechtlichen Betriebsplanes ordnungsgemäß zur Genehmigung beim zuständigen Bergamt eingereicht und bestätigt bekommen. Die gutachterlichen Aussagen des WTI von 1967 fanden bei der Planung der Böschungsgestaltung Berücksichtigung und wurden gemäß der technologischen Möglichkeiten und der Festlegungen des Sachverständigen für Böschungen bei der anschließenden Sanierung berücksichtigt. Bei der in den 1970er Jahren hergestellten Stützkippe handelt es sich um eine Mischbodenkippe, also nicht nur um Sande. Allerdings wurde dieser Bereich zum damaligen Zeitpunkt auch als sogenannte „Betriebsböschung“ hergestellt, also noch nicht für eine dauerhafte Endgestaltung. Daraus entstand das Erfordernis mit der Stillsetzung des Tagebaues auch diese Böschung im Rahmen der bergbaulichen Gestaltung in Vorbereitung der Flutung des Restloches abschließend neu zu gestalten. Bei den dabei verwendeten Materialien handelt es sich um teils sandige, teils bindige Böden, die entsprechend der Vorgaben des Sachverständigen für Böschungen in einer entsprechenden Neigung eingebaut wurden und z.T. durch Einspülung eine verdichtete Lagerung erhalten haben.

Zurück