Geplante Kontrollbohrungen der LMBV im Bereich der Haldenstraße Nachterstedt - Tiefbaugrube „Concordia“

Leipzig/Nachterstedt. Im Bereich der Haldenstraße von Nachterstedt sind von August bis Ende November 2011 Kontrollbohrungen zur Braunkohlentiefbaugrube „Concordia“ geplant. Am 12. Juli 2011 fand bereits in Nachterstedt mit allen Anwohnern der Haldenstraße eine Informationsveranstaltung der LMBV über die durchzuführenden Arbeiten statt. Es werden an elf ausgewählten Standorten Kontrollbohrungen - in Summe ca. 500 Bohrmeter - bis in eine Tiefe von ca. 50 Meter niedergebracht. Die letzten fünf Meter einer jeweiligen Bohrung werden „gelinert“, d.h. es werden Bohrkerne genommen, um das eingebrachte Versatzmaterial nachzuweisen. Wird widererwartend Hohlraum beim Bohren angetroffen, wird ein Stahlrohr DN 50 in die Bohrung eingebaut und ein Nachversatz durchgeführt. Die Braunkohlentiefbaugrube „Concordia“ war von 1849 bis 1929 im Betrieb. Es handelt sich hier um sogenannten „Altbergbau ohne Rechtsnachfolger“. Als Fachbehörde ist das Landesamt für Geologie und Bergwesen zuständig. Der Bund und die Braunkohleländer haben sich im Rahmen des bestehenden Verwaltungsabkommens – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht – bereit erklärt, finanzielle Mittel zur Abwehr von Gefährdungen bereitzustellen. Nach vorlaufender Planungs- und Genehmigungsphase wurde in den Jahren 2007-2009 ein Erkundungs- und Versatzprogramm der untertägigen bergmännischen Auffahrungen der BTG u.a. im Bereich der Haldenstraße umgesetzt. Ziele der jetzt durchzuführenden Kontrollbohrungen sind der Nachweis des Vollversatzes der Strecken und Schächte, die Beweissicherung des Versatzflusses und die Qualitätsüberprüfung des eingebrachten Versatzmateriales. (Archivfoto)

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