Hubschrauber hilft beim Leitungs-Einschwimmen für GSD-Verfahren zur Neutralisation des Scheibe Sees

Senftenberg/Hoyerswerda. Ein Hubschraubereinsatz am Restloch Scheibe zum Einsatz von Sandsackankern im künftigen Scheibe See im Rahmen eines LMBV-Pilotprojekts mit der GMB hat am 06. und 07. 9.2011 stattgefunden. Der Aufbau der Anlage am südöstlichen Ufer des Scheibe Sees hat bereits begonnen. Ziel dieses neuartigen LMBV-Vorhabens ist die Initialneutralisation, also die Anhebung des pH-Wertes des Scheibe Sees in den Neutralbereich. Diese Neutralisation hat wie der Einsatz von sogenannten „Bekalkungsschiffen“ zurzeit noch keine Langzeitwirkung, so dass ca. ein Jahr nach der Initialneutralisation voraussichtlich eine Nachbehandlung notwendig sein wird. Ob und wie die Nachbehandlung durchgeführt wird, ist derzeit noch offen. Auftragnehmerin der LMBV für die neuartige Anlage ist die Firma GMB, welche zusammen mit der Fels-Werke GmbH das GSD-Verfahren als Schutzrecht DE 10 2008 044 019 A1 angemeldet haben. Errichtet wird die Anlage von der Firma Harbauer GmbH. Im Rahmen des geplanten Pilotprojektes soll die Eignung des GSD-Verfahrens - dies steht für Getauchte Schwimmleitungen mit Düsen - zum Eintrag von Kalksuspensionen zur Neutralisation des Bergbaufolgesees Scheibe im großtechnischen Maßstab nachgewiesen werden. Grundprinzip dieses In-Lake-Verfahrens ist die Herstellung einer Kalk-Suspension und deren Einbringen und Verteilen über Freistrahlen. Zur Verteilung des an Land als Suspension hergestellten Neutralisationsmittels soll das physikalische Prinzip des „Freistrahls“ genutzt werden. Dabei wird durch einen mit hoher Geschwindigkeit unter dem Wasserspiegel austretenden Strahl eine hohe Turbulenz im Wasserkörper erzeugt, die sich mit zunehmender Entfernung von der Austrittsstelle reduziert.

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