Sicherheit hat Vorrang: Geschwindigkeits-Begrenzungen für kurzen Abschnitt der B 97

Senftenberg/Bautzen. Für einen vormals bergbaulich genutzten Bereich in der Trasse der B 97 im Freistaat Sachsen – zwischen den Knoten S 130 und K 9216 (Süd) – gibt es eine verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises Bautzen, Straßenverkehrsamt, Untere Straßenverkehrsbehörde. Darin wird definiert, dass ergänzende Geschwindigkeitsbegrenzungen ausgeschildert und die Aufstellung von weißen Tafeln mit dem Schriftzug „Gefahr Straßeneinbruch“ für einen rund 300 Meter langen Abschnitt angeordnet werden. Ähnlich gelagert ist die Situation an der S 130 ab der B 97 in Richtung Burgneudorf. Diese Maßnahmen ergeben sich aus Anträgen der LMBV im Zuge von Untersuchungen wegen bestehender Zweifel an der Standfestigkeit des Kippenbodens, über den die B 97 im betreffenden Bereich verläuft. Mit dem ansteigenden Grundwasser erhöht sich die Gefahr eines möglichen plötzlichen Setzungsfließens. Zur Vermeidung von Initialimpulsen durch beispielsweise einen LKW-Unfall sowie zur Wahrung der Reaktionsmöglichkeiten der Verkehrsteilnehmer ist die Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit erfolgt. „Darüber hinaus sind parallel zu den betroffenen Straßenabschnitten in der Summe 15 Porenwasser-Druckgeber im Deckgebirge installiert worden, davon 10 an B 97. Die LMBV als zuständiges Bergbauunternehmen wird unverzüglich die notwendigen Planungen für eine grundhafte Sanierung der gefährdeten Straßenabschnitte beauftragen, um somit eine zeitnahe Realisierung des Sanierungsprojektes zu ermöglichen. Eine Sanierung des Abschnittes der Bundesstraße bedeutet auf jeden Fall eine Vollsperrung über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren“, unterstrich der Geotechnik-Chef der LMBV, Eckhard Scholz, auf Nachfrage.

Zurück