Rückhaltebecken Stöhna ist Rastplatz für Zugvögel und Brutstätte für viele Vogelarten bei Leipzig

Leipzig. Das Rückhaltebecken Stöhna bei Großdeuben ist nach Einschätzung des Nabu ein wichtiges Brut-, Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wat- und Wasservogelarten im Südraum Leipzig. Vor allem auf Grund seiner herausragenden Bedeutung für den Vogelschutz wurde das in den Jahren 1973 bis 1980 auf Kippengelände des Tagebaus Espenhain angelegte Becken im Jahre 2000 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Trotzdem wird das Gebiet weiterhin seiner Funktion als Rückhaltebecken gerecht und dient bei Hochwasser in der Pleiße als Retentionsraum. Der heutige Artenreichtum ist vor allem Flutungen zu verdanken, in deren Ergebnis der Nordteil des Beckens unter Wasser ging. Anfang der 90er Jahre wurde die Senke als Hochwasserrückhaltebecken ausgewiesen und probeweise 1994 und 1995 geflutet. Im Moment ist der See ca ein bis drei Meter tief. Dieser Flachwassersee, die ausgedehnten Röhrichte, das extensiv genutzte Grünland und die Forstbestände sind Lebensraum für viele Vogelarten. Einige dieser Arten gelten in Sachsen als bestandsbedroht. Deshalb wurde das Gebiet zusätzlich samt der östlich angrenzenden Kippenflächen als Special-Protected-Area an die EU gemeldet und genießt somit auch internationalen Schutz. Reges Vogelleben lässt sich besonders in der Hauptbrutzeit und zur Zugzeit erleben. Auch im Winter gelingen spannende Beobachtungen. Auf der Wasserfläche bewegen sich dann zahlreiche Entenarten, wie z.B. Schell-, Reiher-, Tafel-, Löffel- und Krickenten. Zu ihnen gesellen sich mitunter Kraniche und Kormorane. Auch Singschwäne waren im Winter schon zu sehen.

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