Lauchhammer: 100 Jahre Inbetriebnahme der ersten europäischen 110-kV-Kraftübertragungsanlage

Lauchhammer. Die 1872 gegründete AG Lauchhammer vormals Gräflich Einsiedel‘sche Werke erwarb als Lauchhammer AG ab 1887 die Abbaurechte von Braunkohle und schuf so die Voraussetzungen, dass Lauchhammer viele innovative Ideen der Energie-Erzeugungstechnik hervorbrachte. Letztlich gipfelten diese 1912 in der Inbetriebnahme der ersten 110-kV-Kraftübertragungsanlage Europas von Lauchhammer über Gröditz nach Riesa. Mit Strom aus Braunkohle versorgte von da an die AG Lauchhammer nicht nur ihren Stammbetrieb am Ort, sondern auch ihre Stahlwerke in Gröditz und Riesa mit Elektroenergie. Diese erste Leitung zur Fernübertragung von Strom war die Keimzelle für das heutige Hochspannungs-Verbundnetz in Europa. Die Initiative zum Bau der Leitung ging vom damaligen Generaldirektor der Eisen- und Stahlwerke AG Lauchhammer Joseph Hallbauer aus. Die Leitung von Lauchhammer nach Riesa war bis 1945 in Betrieb. Der Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V. fühlt sich der Tradition verpflichtet, die großen technischen Leistungen, die vom Industriestandort Lauchhammer ausgingen, zu würdigen und zu publizieren. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Inbetriebnahme am 24. Januar 1912 in Lauchhammer organisiert der Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V. 2012 einen Festakt. Anlässlich des Festaktes bringt der Verein eine neue Broschüre heraus. Gleichzeitig wird eine Ausstellung mit Dokumenten, Bildern und Anschauungsmaterialien zur ersten 110-kV-Kraftübertragungsanlage Lauchhammer–Gröditz–Riesa aus Sicht der Braunkohle- und Energie-Industrie der Lauchhammer AG und der Energieversorgungsunternehmen erstmalig gezeigt. Quelle: Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V.

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