LMBV: SMUL-LfULG-Wanderausstellung zu Boden des Jahres in Senftenberg zu sehen

Bis zum 22. März geht es in der Knappenstraße um den Kippenboden

Rekultivierung am Tagebaurestloch Klettwitz / Bergheider See

Senftenberg. Bis zum 22. März 2019 wird im Foyer des Büro- und Dienstleistungszentrums Senftenberg, Knappenstraße 1, eine Wanderausstellung zum "Boden des Jahres 2019" gezeigt: dem Kippenboden.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft und ist eine Gemeinschaftsaktion des Freistaats Sachsen, des Kuratoriums "Boden des Jahres" sowie des Umweltbundesamts. Auf neun Tafeln und hochwertigen Lack-Profilen werden so genannte "Kipp-Regosole" vorgestellt, die dort entstehen, wo der Mensch bei der Gewinnung von Rohstoffen, vor allem Braunkohle, die Landschaft grundlegend überformt hat. Die Tafeln verdeutlichen, dass diese Flächen trotz allem vielfältig nutzbar sind, wenn sie rekultiviert werden. Zusätzliches Material wie eine Broschüre zum diesjährigen Boden des Jahres liegen aus und geben Interessierten relevante Informationen zum Thema.

Böden sind, wie Luft und Wasser, eine unersetzliche Grundlage für das Leben auf der Erde, heißt es im Begleitblatt zur Ausstellung. Daher ist ihr Schutz, das Bewahren oder Wiederherstellen Auftrag an die Gesellschaft. Mit zunehmender Bevölkerungsdichte und Industrialisierung steigen weltweit die Ansprüche an den Boden. Intensivere Nutzung und verstärkter Siedlungsdruck erhöhen die Gefährdungen für Böden: Erosion der Humusschicht, Verdichtung der Bodenkrume, Anreicherung schädlicher Stoffe im Oberboden und im Extremfall Komplettverlust von Böden durch Überbauung oder oberflächennahen Bergbau. Mit dem Kippenboden wird 2019 ein Boden in den Mittelpunkt gestellt, der für Mitteldeutschland und die Lausitz eine besondere Rolle spielt. Seit über 150 Jahren werden in den Braunkohlerevieren der Lausitz und Mitteldeutschlands große Flächen in Anspruch genommen. Vorhandene Landschaften mit ihren Böden verschwinden, Neue entstehen nach dem Bergbau.

Weitere Informationen unter: www.boden-des-jahres.de

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