LMBV: Heberleitung zur bauzeitlichen Wasserhaltung des Zwenkauer Sees läuft im Probebetrieb

Überschusswasser kann nunmehr in den Cospudener See abgeleitet werden

Leipzig/Zwenkau. Die Heberleitung zwischen Zwenkauer und Cospudener See wurde fristgemäß fertiggestellt. Am 20. Mai 2015 begann der Probebetrieb. Die notwendigen Ausleitparameter des Zwenkauer Sees waren erreicht, der pH-Wert liegt derzeit bei über 7,4. Zum Bau war die Zustimmung durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) vonnöten, da die Heberleitung die Autobahn 38 unterquert.

Für die Heberleitung am Zwenkauer See wurde hauptsächlich das Material der außer Betrieb genommenen Flutungsleitungen in Gröbern verwendet. Die Leitung in Gröbern wurde demontiert, zum neuen Einbauort nach Zwenkau transportiert und wieder verschweißt. Es folgte die Verlegung einer rund 1 Kilometer langen Rohreitung vom Cospudener bis zum Zwenkauer See, davon liegen 150 Meter auf dem Grund des Zwenkauer Sees. Außerdem wurde ein Einlaufbereich am Cospudener See hergestellt.

Für die Energieversorgung der Heberleitung (Absperr- und Drosselklappe, Durchflussmessung, Evakuierungsanlage) werden durch MITNETZ je eine Trafostation am Zwenkauer und Cospudener See errichtet. Beide Trafostationen sind so ausgelegt, dass auch die künftige Energieversorgung für die geplanten Bauwerke des Harthkanals gesichert ist.

Mit der Maßnahme war die HTR-Bau GmbH aus Leipzig beauftragt. Die Leistungen wurden im Zeitraum vom 2. Februar bis 20. Mai 2015 erbracht. Die Baukosten betragen ca. 700.000 Euro. Die ökologische Baubegleitung hatte das Büro Knoblich aus Zschepplin inne.

Hintergrund: Die Errichtung der Leitung ist für die Herstellung der geplanten, rund 800 Meter langen schiffbaren Gewässerverbindung erforderlich. Seit November 2014 laufen die erforderlichen Baugrundvergütungsmaßnahmen für den Harthkanal einschließlich der Bauwerke, die entstehen sollen: Hochwasserschutztor am Zwenkauer See, Kanal, Querung A 38, Schleuse am Cospudener See und Brückenbauwerke.

Für die Bauwerksherstellung darf aus geotechnischen Gesichtspunkten der Wasserspiegel im Zwenkauer See die Marke von 112,5 m NHN nicht überschreiten. Durch Eigenaufstieg und kontrollierte Flutung mit Sümpfungswässern aus den Tagebauen Vereinigtes Schleenhain und Profen sowie von eingeleitetem Wasser der Weißen Elster wird dieser Wasserspiegel Mitte 2015 erreicht sein, so dass dann eine Ableitung von Überschusswasser erforderlich wird. Aus diesem Grund wird für die Bauzeit des Harthkanals eine Rohrleitung DN 900 als Heber vom Zwenkauer See zum Cospudener See errichtet. Mit Fertigstellung der schiffbaren Gewässerverbindung wird die Vorflutfunktion auf diese übertragen.

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