Landkreis Görlitz widerruft befristete wasserrechtliche Genehmigung zum Kitesurfen vom 16.04.2014 auf dem Berzdorfer See

Genehmigung zum Kitesurfen auf dem Bergbaufolgesee aufgehoben

Görlitz. Die untere Wasserbehörde des Landratsamtes des Landkreises Görlitz erließ am 11.12.2014 als Bescheid (Reg.- Nr.: 239/2014/692.214) einen Widerruf der befristeten wasserrechtlichen Genehmigung zum Kitesurfen vom 16.04.2014 auf dem Berzdorfer See.

Hintergrund dafür ist, dass es im Mai 2013 und im November 2014 zu Beschädigungen an der Hochspannungsleitung Höhe Deutsch-Ossig kam. Ausgelöst wurden diese durch die Kite-Schirme von Kitesurfern auf dem Berzdorfer See. Die Wassersportler verloren in beiden Fällen die Herrschaft über ihr Sportgerät. Die Kite-Schirme verfingen sich aus unterschiedlichen Gründen in der Hochspannungsleitung, die unmittelbar am Berzdorfer See in Höhe Deutsch-Ossig entlang führt. Im Mai 2013 führte dies zu erheblichen Ausfällen in der Stromversorgung der Stadt Görlitz. Ca. 25.000 Anschlussnehmer waren von dem kurzschlussbedingten Stromausfall betroffen. Im wiederholten Fall führte die Kollision zu einem Spannungseinbruch. Die Sportler und auch Dritte kamen in beiden Fällen nicht zu Schaden.

Die Seenutzung durch Kitesurfer eröffnet offenkundige Gefahrenlagen, die nicht mehr hinnehmbar sind. Die Netzbetreiberin, Enso Netz GmbH, wandte sich daraufhin umgehend an die LMBV als Eigentümerin des Tagebaurestgewässers Berzdorfer See. Unter Verweis auf die offenkundige Gefahrenlage, den der Kitesurf-Sport für die betreffenden Sportler, für Dritte und die Allgemeinheit verursacht, verlangte sie von der LMBV dafür Sorge zu tragen, die nachgewiesene Gefahrenlage durch dafür geeignete Mittel zu beseitigen. Die LMBV wandte sich daher mit einem entsprechenden Antrag an die Untere Wasserbehörde.

Fotos: Winfried Häring / Peter Radke - Archiv LMBV 2013

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